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Telefonader-Umspinnniaschine Bei der Herstellung elektrischer Kabel,
insbesondere Fernmeldekabel, wird um die Einzelader zunächst eine Papierkordel in
abstandhaltenden Windungen gewickelt und darauf wird in entgegengesetzter Richtung
ein Papierband mit sich überlappenden Rändern aufgewickelt, so daß bestimmte Lufteinschlüsse
gebildet werden, die von dem Durchmesser der Papierkordel und dem Abstand ihrer
Windungen abhängen.
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Die Einzeladern bestehen aus einem Volldraht, der einen Durchmesser
von 0,4 bis etwa i mm besitzt, je nachdem, ob es sich um ein Stadtanschlußkabel
bzw. ein Fernkabel handelt. Die Einzeladern werden miteinander mehrfach verseilt
und schließlich in einer Bleipresse mit einem Bleimantel umgeben. Es ist bereits
bekannt, die Umlaufgeschwindigkeit des Kordelspinners hierbei zu variieren, da es
aus Kapazitätsgründen vorteilhaft ist, nach einer bestimmten durchlaufenen Meterzahl
den vom Kordelspinner erzeugten Drall in Intervallen zu ändern. Diese Dralländerungen
bestimmen den Abstand der Windungen der Papierkordel. Die Abzugsgeschwindigkeit
bleibt hierbei konstant. Die Drehzahl des Kordelspinners wird zweckmäßig in der
Größenordnung von ± 5 '/o geändert.
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Man kennt Telefonader-Umspinnmaschinen, die ein Wechselrädergetriebe
besitzen, welches im Stillstand umgeschaltet wird und so die Drehzahländerung bewirkt.
Die Stillsetzung der Maschine erfolgte automatisch nach einer bestimmten Meterzahl
der durchlaufenen Meterlänge des zu umspinnenden
.Drahtes. Nach
dem Umsetzen der Getrieberäder wurde die Maschine dann wieder eingeschaltet und
nach der gleichen durchlaufenen Meterzahl wieder selbsttätig durch das Zählwerk
ausgeschaltet. Diese Arbeitsweise war zeitraubend. Die Ausbringung der Maschine
wurde wesentlich von der Schnelligkeit der Umschaltung des Wechselgetriebes bestimmt.
Es kam vor, daß bei Unachtsamkeit des Bedienungspersonals die Maschine länger als
notwendig stillstand, insbesondere dann, wenn mehrere Maschinen gleichzeitig von
einer Person bedient wurden und diese zufällig gleichzeitig oder kurz nacheinander
zum Stillstand kamen. Außerderri traten durch das wiederholte Abschalten und Wiederanlaufen
der Maschine Änderungen der Spannung des zu umspinnenden Drahtes und seiner Umspinnung
auf.
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Die Erfindung vermeidet diese Nachteile und ermöglicht einen kontinuierlichen
Betrieb dadurch, daß eine in einstellbaren Intervallen betätigbare Steuerung verschiedene
Drehzahlen für die Antriebsspindel des Kordelspinners abwechselnd ein- -schaltet
und den Drall bei ununterbrochenem Abzug in diesen Intervallen verändert. Diese
Maschine arbeitet vollautomatisch und ermöglicht die Dralländerungen des Kordelspinners
ohne Stillsetzen der Maschine lediglich. durch Betätigung einer Steuerung, welche
die Umschaltungen in gleichen, jedoch regelbaren Intervallen in Abhängigkeit von
der durchlaufenen Meterlänge des zu umspinnenden Drahtes vornimmt.
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Eine vorteilhafte Ausführungsform der Maschine besteht darin, daß
in dem Antrieb des Kordelspinners eine von der Steuerung betätigbare Umschaltkupplung
für zwei Drehzahlen angeordnet ist. Hierzu ist es zweckmäßig, daß der Antrieb des
Kordelspinners über miteinander im Eingriff befindliche Zahnräder verschiedener
Übersetzung 'erfolgt, und die Zahnräder mit einer mit konstanter Drehzahl angetriebenen
Welle durch Kupplungen koppelbar sind. Ein die Kupplung betätigendes Umsteuerglied,
beispielsweise eine Kurven- oder Nockenscheibe,-steht mit einer Abzugscheibe bzw.
einem Zählwerk in getrieblicher Verbindung und schaltet die Kupplungen elektrisch,
mechanisch, hydraulisch oder pneumatisch. Vorteilhaft ist es, daß ein Kontaktgeber
über einen Umschalter eine elektromagnetische Wendekupplung des die Drehzahländerungen
bewirkenden Getriebes betätigt. Hierbei ist es möglich, zwischen dem Umsteuerglied
und dem von der Abzugscheibe abgeleiteten Antrieb ein Regelgetriebe vorzusehen,
durch das die Umlaufgeschwindigkeit des Umsteuergliedes, bezogen auf die durchlaufene
Meterzahl, des zu umspinnenden Drahtes geändert werden kann, so daß die Umschaltungen
in beliebig einstellbaren Intervallen erfolgen.
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Es ist ferner vorteilhaft, daß der Umschalter zusätzlich Kontakte
für zwei Kontrollampen betätigt. Diese Kontrollampen können verschiedenfarbig sein,
damit die Dralländerung -ohne weiteres ersichtlich ist. -Als Kupplungen können Lamellenkupplungen
oder Zahnkupplungen verwendet werden. Die Umschaltung durch einen elektrischen Kontaktgeber,
der auf eine elektromagnetische Wendekupplung arbeitet, ist wegen der großen Genauigkeit
und Einfachheit der Anordnung besonders zweckmäßig. Es ist aber auch jede andere
geeignete Steuerung für die Einschaltung verschiedener Drehzahlen für die Antriebsspindel
des Kordelspinners anwendbar. Beispielsweise kann diese Steuerung auch vollelektrisch
erfolgen. An Stelle eines gemeinsamen Antriebes können auch mehrere Antriebe, welche
verschiedene Drehzahlen haben, verwendet werden.
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Der Gegenstand der Erfindung ist in der Zeichr1ung beispielsweise
dargestellt, und zwar zeigt Fig. r die Umspinnmaschine in Ansicht und Fig. 2 eine
Seitenansicht zu Fig. z..
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An dein Maschinenständer i sind der Antriebsmotor 2, der Kordelspinner
3, der Papierbandspinner ¢ und die Abzug- oder Meterscheibe 5 gelagert. Die Ablauftrommel
6 befindet sich unter dem Kordelspinner. Der Drahtablauf erfolgt in Richtung des
Pfeiles 7. Der zu umspinnende Draht 8 wird durch die Spinner 3 und 4 über die Abzugscheibe
5 und die Verlegereinrichtung 9 geführt, die im Sockel des Maschinenständers i angeordnet
ist. Unterhalb der Verlegereinrichtung befindet sich die Aufwickeltrommel ro.
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Der Antriebsmotor 2 arbeitet über den Keilriemen zi auf die Hauptäntriebsscheibe
12, die über Getrieberäder 13 und 13" den Bandspinner 4 und über das Zwischenzahnrad
14 und das Zahnrad 15 die Vorgelegewelle 16 antreibt, auf der abwechselnd einschaltbare
Zahnräder 17 und 18 angeordnet sind. Zur Einschaltung dient die elektromagnetische
Wendekupplung r9. Das Zahnrad 17 steht mit dem Zahnrad 2o und das .Zahnrad 18 mit
dem Zahnrad 2 1 in Verbindung, welche .die Welle 22 mit entsprechend dem
Übersetzungsverhältnis des Wechselgetriebes veränderlicher Drehzahl für den Kordelspinner
antreiben. Beim Durchlauf durch den Kordelspinner, der in der angegebenen Pfeilrichtung
umläuft, wird die Papierkordel 2,3, die etwa einen Durchmesser von 0,3 mm
besitzt, um den Draht in abstandhaltenden Windungen gewickelt. Beim Durchlauf durch
den Bandspinner 4, der in der angegebenen Pfeilrichtung entgegengesetzt zum Kordelspinner
rotiert, wird das Papierband 24 sich überlappend aufgewickelt. Die durchlaufenen
Meter des umsponnenen Drahtes werden an der Abzugscheibe gemessen, die über das
Triebwerk25 mit dem Zählwerk26 in Verbindung steht. Mit der Achse 27 der Abzugscheibe
ist unter Zwischenschaltung des Regelgetriebes 28 die Kurven- oder Nöckenscheibe
29 verbunden, die bei jedem Umlauf die Kontakte 3o betätigt, welche über die Leitungen
3 r über den Schalter 32 die elektromagnetische Wendekupplung i9 derart betätigen,
daß entweder die eine Seite oder die andere Seite der Kupplung eingeschaltet ist.
Hierdurch werden entweder die Zahnräder 17, 20 oder die Zahnräder 18,:21
mit dem Antrieb verbunden. Diese Zahnradpaare weisen geringe Übersetzungsänderungen
auf, so daß die Umlaufgeschwindigkeit des Kordelspinners etwa in den Grenzen von
± 5 "/o sich ändert.
Der Schalter 32 schaltet außerdem die beiden
Kontrollampen 33 und 34 wechselweise ein und aus, wodurch die Dralländerung optisch
angezeigt wird.
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An Stelle der elektromagnetischen Wendekupplung, die zweckmäßig als
Lamellenkupplung ausgebildet ist, können mechanisch wirkende Kupplungen, beispielsweise
eine Lamellenkupplung oder Zahnkupplung, verwendet werden, die über ein Übersetzungsgestänge
betätigbar sind. Es ist selbstverständlich auch möglich, hydraulisch oder pneumatisch
gesteuerte Kupplungen zu verwenden, wobei dann das Umsteuerglied entsprechend als
Drehschieber oder Ventil ausgebildet ist.