DE936716C - Verfahren zum Reinigen von Gasen durch Tiefkuehlung und Waschung - Google Patents

Verfahren zum Reinigen von Gasen durch Tiefkuehlung und Waschung

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DE936716C DEG6009A DEG0006009A DE936716C DE 936716 C DE936716 C DE 936716C DE G6009 A DEG6009 A DE G6009A DE G0006009 A DEG0006009 A DE G0006009A DE 936716 C DE936716 C DE 936716C
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    • C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10K—PURIFYING OR MODIFYING THE CHEMICAL COMPOSITION OF COMBUSTIBLE GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE
    • C10K1/00—Purifying combustible gases containing carbon monoxide
    • C10K1/08—Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors
    • C10K1/16—Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors with non-aqueous liquids
    • C10K1/165—Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors with non-aqueous liquids at temperatures below zero degrees Celsius

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Description

  • Verfahren zum Reinigen von Gasen durch Tiefkühlung und Waschung Gegenstand des Patents 935 144 ist ein Verfahren zum Reinigen von Gasen, beispielsweise Synthesegasen, durch Kühlung und Waschung, wobei unerwünschte Bestandteile, vorzugsweise die Schwefelverbindungen und andere tiefsiedende Bestandteile, wie C 02, im Zuge. desselben Wasch- und Tiefkühlverfahrens herausgenommen werden. Als Waschtemperaturen werden solche beispielsweise unter -30° C angewendet, während als Waschmittel, flüssige, vorzugsweise organische Stoffe, vorwiegend solche polaren Charakters, verwendet werden, deren Gefrierpunkt unterhalb der Waschtemperatur liegt, insbesondere solche, die wasseraufnahmefähig sind, beispielsweise sauerstoffhaltige organische Verbindlunggen:, wie ndedere Alkohole, Äther, Ester, Ketone, organische Säuren oder stickstoffhaltige Verbindungen, wie Ammoniak, Amine, Pyridinbasen u. dgl., allein oder in geeigneten Gemischen.
  • Es wurde nun gefunden, daß sich das Verfahren der Hauptanmeldung in besonders günstiger Weise dann durchführen läßt, wenn das Waschmittel aus einer kältebeständigen Lösung bzw. Mischung von vorzugsweise wasserhaltigen polaren organischen Stoffen mit flüssiger Kohlensäure und gegebenenfalls Kohlenwasserstoffen besteht. Hierbei soll in dem Waschmittel in der Regel ein Kohlensäure-Behalt eingehalten werden, der vorzugsweise etwa 8 Gewichtsprozent beträgt oder diesen Gehalt übersteigt. Dieses Waschmittel kann dabei entweder in der angegebenen. Form in die Waschkreisläufe eingesetzt werden, oder aber man kann es im Verlauf des Waschprozesses beim Einsatz von. z. B. Methanol durch die Absorption von Wasser, CO, und gegebenenfalls Kohlenwasserstoffen entstehen lassen. Insbesondere bei der Anwendung eines solchen wasserhaltigen Waschmittels wird unter anderem der Vorteil erreicht, daß das Waschmittel infolge seines Wassergehaltes eine größere Selektivität in der Absorption polarer Stoffe, wie CO, und H2 S, .gegenüber unpolairen Stoffen, wie Methan, Äthan, Propan usw., besitzt. Ferner wird die Absorptionskapazität der organischen.- Komponente des Lösungsmittels durch die Gegenwart größerer Mengen flüssiger C02 überraschend erheblich gesteigert, und weiterhin ist es möglich, bei der Regeneration des Lösungsmittels- durch Druckentlastung und Entfernung der Kohlensäure eine automatische Beseitigung vieler Verunreinigungen und eine Usemittelregeneratiän zu erreichen, die sonst nur durch Aufwand von Wärme erzielbar ist.
  • Auch nach dem Verfahren der Hauptanmeldung erfolgt eine Anreicherung des Waschmittels mit Kohlendioxyd; wenn man C 02 haltige, Gase behandelt, jedoch ist die durch die vorliegende Erfindung gefundene Erkenntnis neu, daß ein bestimmter relativ hochliegender Kohlensäuregehalt, wie oben erwähnt, z. B. die Absorptionskapazität des organischen Lösungsmittels überraschend steigert sowie weitere Vorteile bringt.
  • Wie weiter gefunden wurde, läßt sich das Verfahren gemäß der Erfindung mit besonderem Vorteil bei der Behandlung von Gasen durchführen, die einen Kohlensäuregehalt von mehr als roo/o aufweisen, besonders, wenn keine völlige C 0,-Entfernung notwendig ist, sondern nur auf z. B. i his ? °/o.
  • Was nun die praktische Durchführung des Verfahrens angeht, so werden vorteilhaft vier Arbeitsstufen angewendet, und zwar: Arbeitsstufe I Das zweckmäßig unter Druck stehende oder komprimierte Rohgas wird unter Zusatz einer in der Regel sehr kleinen Menge des Waschmittels auf Temperaturen von etwa -3o bis -6o° C .gekühlt, um etwaige in hoher Konzentration vorliegende höhersiedende Stoffe neben Wasser auszuscheiden. Hierbei handelt es sich besonders um Stoffe wie aliphatische und aromatische Kohlenwasserstofft bzw. Harzbildner, wie sie z.B. in. Schwel-, Kokerei-oder Druckvexgas:ungsgasenenthalten sind. Diese Arbeitsstufe kann auch in der Weise aufgeteilt werden, dra,ß man besonders leicht entfernbareTeile, wie höhersiedende Kohlenwasserstoffe, z. B. von C6- Kohlenwasserstoffen aufwärts, Wasser usw. durch Abkühlung auf beispielsweise + 3° C ohne Zugabe _ des Waschmittels aus dem Gas entfernt. Hierbei kann auch eine Ölwäsche in an sich bekannter Weise verwendet werden. Ferner kann im Rahmen des ersten Arbeitsganges auch anschließend an die Tiefkühlung eine Kohlenwasserstoffwäsche, die ebenfalls- bei tiefer Tempera tur arbeitet, nachgeschaltet werden, beispielsweise eine Heptanwäsche zur Entfernung von C3 und C4 Kohlenwasserstoffen, welche andernfalls bei der späteren Kohlensäureabscheidung schwer trennbare Gemische liefern würde.
  • Die Regeneration des beladenen polaren Waschmittels, welches aus. der ersten Arbeitsstufe abfließt, wird, soweit nicht eine einfache Separation in einem Abscheider möglich ist, zweckmäßig exträktiv vorgenommen, d. h. das beispielsweise aus Schwelbenzin neben wenig Methanol und Wasser bestehende Gemisch wird einer Solventextraktion unterzogen und in regeneriertes Waschmittel einerseits und in die abgeschiedenen Kohlenwasserstofft u. dgl. anderseits aufgearbeitet. Diese Solventextraktion. geseh:ieht zweckmäßig .in der Weise, da,ß das Gemisch in eine mittlere Stufe einer Gegenstromextraktion eingespeist wird, in welcher zwei Lösungsmittel, z.- B. Wasser und ein aliphatisc'her Kohlenwasserstoff, gegeneinanderfließen. Der Kohlenwasserstoff nimmt in dem genannten Beispiel das Schwelbenzin auf, während Wasser das Waschmittel, z. B. Methanol, mit sich führt. Die nunmehr getrennten Komponenten werden in be-,kannter Weise destillativ aufgearbeitet. Arbeitsstufo II Das -nach der ersten Arbeitsstufe vorgereinigte Gas enthält nunmehr nur noch geringe Mengen höher als d;as Waschmittel siediender Stoffe, die aber, um die Dauerleistung des Verfahrens sicherzustellen, nochmals in einer besonderen Waschstufe entfernt werden. In der nveiten Waschstufe zirkuliert das erfindungsgemäß mindestens 8 Gewichtsprozent Kohlensäure enthaltende Waschmittel über einen Waschturm. Das mit den Verunreinigungen beladene Waschmittel wird durch Entspannung und/oder Erwärmung von dem im Überschuß aufgenommenen Gas, wie z. B. von H2 S und C 02, in dem erforderlichen Ausmaß befreit. Es wird beispielsweise durch Destillation weiter regeneriert, bevor es im Kreislauf wieder auf den Waschturm der zweiten Waschstufe zurückgeht. Je nach Art der von diesem Waschmittel aufgenommenen Komponente kann die Regenerierung des Waschmittels durch azeotropes Abdestillieren dieser Komponenten mit etwas Wasser erfolgen. In anderen Fällen ist es zweckmäßig, das Waschmittel selbst überzudestillieren. Unter Umständen erscheint es vorteilhaft, auch an dieser Stelle eine Regenerierung mittels Solventextraktion zu benutzen. Arbeitsstufe III In dieser Wasic'hstufe findet das Auswaschen von leichtersiedenden Verbindungen, insbesondere Schwefelverbindungen, wie Methyl-Merkaptan, C O S, H2 S und ähnlicher Verunreinigungen statt, sowie das Auswaschen von Kohlendioxyd, welches in manchen Gasen in hohen Konzentrationen vorhanden ist. Um die oft sehr großen Absorptionswärmen ohne Verlust an Kälteniveau und unter Vermeidung von indirektem Wärmeaustausch aus der Desorptionswärme, welche bei der Regenerierung -des Waschmittels auftritt, decken zu können, geschieht die Regenerierung dieses verhältnismäßig großen Waschmittelstromes durch Entspannung bei gleichzeitiger Abkühlung des Waschmittels durch die Desorptionswärme. Man erreicht hierbei sogar tiefere Temperaturen als sie das angereicherte aus dem Waschturm austretende Waschmittel besitzt. Dies ist auch von großem Vorteil im Hinblick auf möglichst geringe Waschmittelverluste. Arbeitsstufe IV Die Waschstufe IV wird dann angewendet, wenn besonders hohe Anforderungen an die Reinheit des Gases gestellt werden, insbesondere, wenn für die Fischer-Tropsch-Synthese das Reingas einen Schwefelgehalt von etwa nur i g/ioooNms haben darf. Zu diesem Zweck wird das in- dieser Waschstufe: zirkulierende Waschmittel besonders sorgfältig von Verunreinigungen gesäubert. Dies geschieht durch Erwärmung und durch Destillation. Gerade für diese Forderung ist das Vorschalten der übrigen bereits beschriebenen Waschstufen wichtig, weil schwe.rersiedende Schwefelverbindungen oder Verunreinigungen diesem Waschmittelkreislauf ferngehalten bleiben und die notwendige sehr weitgehende. Regenerierung des Waschmittels dadurch erleichtert wird, daß nunmehr nur leicht siedende Stoffe, wie C O S, H2 S, C02 aus dem Waschmittel zu entfernen sind.
  • Zur weiteren. Erläuterung der Erfindung diene die Zeichnung, in der eine Anlage zur Ausführung des Verfahrens gemäß der Erfindung beispielsweise und schematisch dargestellt ist.
  • Verarbeitet wurde ein Druckvergasungsgas, das etwa die folgende 7,usa.mmeiisetzung hatte:
    CO2 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40,0'/o
    H2 S . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 0,:2'/o
    Cn Hm . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . o,10/0
    C O . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23,3'/o#
    H2 ..... . . . . . . . . . . . . . . . . . 29,30/0
    C H4 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6,o%
    N2 ........................ 1,1%
    1 oo, o %
    Das Rohgas wird in den Wärmeaustauschern i von + 33 auf etwa + 3° C abgekühlt, so daß das meiste Wasser des Gases sowie ein Teil der Kohlenwasserstoffe auskondensiert wird. Die Abkühlung erfolgt durch Wärmeaustausch mit kaltem Reingas bzw. mit kaltem C 02 Entspannungsgas sowie durch das verdampfende Ammoniak einer Kältemaschine.
  • Das Rohgas wird dann in dem Wärmeaustauscher 2 von + 3 auf etwa -40° C abgekühlt, ebenfalls durch Warmaustausch mit kaltem Reingas und kaltem C 02-Entspannungsgas. Hierzu wird es durch Einspritzen oder Waschen mit. Methanol gesättigt, um Eisbildung infolge der restlichen Feuchtigkeit des Rohgases zu verhüten. Es werden weitere Mengen von Kohlenwasserstoffen auskondensiert, unterstützt von der Waschwirkung des eingespritzten Methanols und des aufgenommenen flüssigen Kohlendioxyds. Die Waschwirkung wird gegebenenfalls durch Rezi.rkulation von flüssigen Kohllenwasserstoffen, z. B. den irr den Wärmeau-stauschern i auskondensierten Kohlenwasserstoffen in Verbindung mit dem eingespritzten Methanol unterstützt. Das Rohgas wird nach Austritt aus den Wärmeaustauschern 2 in dem Zentrifugalabscheider 21 von Flüssigkeitstropfen und Nebeln befreit und gelangt dann in den Hauptwaschturmn 3.
  • Der Hauptwaschturm 3 wird von zwei Waschmitte,lkreisläufen durchströmt. In dem unteren Waschkreislauf werden mit einer verhältnismäßig kleinen Methanolmenge die restlichen C5 ; C7-Kohlenwasserstoffe, insbesondere Harzbildner, höhere Schwefelverbindungen, restliche Feuchtigkeit und etwaiges Eisencarbonyl ausgewaschen. Erst dann werden in dem oberen Teil des Waschturmes 3 mit einem Kreislauf einer großen Methanolmenge die Verunreinigungen des Gases ausgewaschen, deren Siedepunkt tiefer ist als der Siedepunkt des Methanols.
  • Durch die bisher beschriebenen Stufen des Prozesses werden höhersiedende Gasverunreinigungen, welche die völlige Regenerierung des Waschmittels erschweren., von dem Hauptwaschmittelkreislauf des Turmes 3 ferngehalten. Hierbei ist es besonders wichtig, daß in den Waschmittelkreisläufen ein CO.-Gehalt des Waschmittels von mindestens S Gewichtsprozent erreicht wird, um die Waschwirkung des flüssigen CO, auszunutzen, und in den Waschmittelkreisläufen. wird durch Wahl geeigneter Drücke und Temperaturen. bei der Regenerierung des Waschmittels der C02-Gehalt des in den Waschturm 3 zurückkehrenden Waschmittels auf 3'/0- und. mehr gehalten.
  • Die Alisorptionswärme, welche hauptsächlich durch die, Verflüssigung großer C02-Mengen entsteht, wird von dem Hauptwaschkreislauf selbst aufgenommen und zurAbkühlung derWaschflüssigkeit fast restlos nutzbar gemacht, welche durch die Entspannung des Waschmittels über die Flüssigkeitsturbine 13 in die unter verschiedenen Drücken stehenden Entspannungsbehälter 16, 17, 1ä und f9 erfolgt. Das somit wieder abgekühlte Waschmittel wird von der Pumpe 1q. auf den Hauptwaschturrn 3 zurückgepumpt. Zur Abführung der für die Ab- kühlung des Gases innerhalb des Waschturmes 3 nötigen Wassermengen sowie zur Deckung des Kälteverlustes wird etwa in mittlerer Höhe des Waschturmes ein Ammoniakverdampfer, welcher an die Kältemaschine angeschlossen ist, eingeschaltet, und die Waschflüssigkeit über diesem Ammoniakverdampfer geleitet. Das Gas verläßt mit etwa -65°C den Waschturm 3 und wird bei etwa dieser Temperatur in den Nachwaschturm ¢ einer Feinreinigung zur Entfernung der noch im Gas enthaltenen Schwefelverbindungen (vorwiegend H2 S + C O S) geleitet. Diese Nachwaschung des Gases erfolgt mit völlig von Schwefelverbindungen freiem Methanol. Es ist ein besonderes Merkmal des Verfahrens, daß der Feinreinigungs-Waschturm keiner äußeren Kältequelle (Kältemaschine) bedarf, weil die Kälteverluste dieses Turmes sowie die verhältnismäßig geringen abzuführenden Absorptionswärmen durch Erwärmung des eintretenden-kalten Gases im Waschturm um einige Grade sowie durch Kühlung des regenerierten Waschmittels mittels des durch Entspannung tiefgekühlten Waschmittels des Hauptwaschmittelkreislaufes im Wärmeaustauscher 6 kompensiert werden.
  • Das den Feinreinigungsturm verlassende Reingas wird in dem Turboverdichter 5 auf einen Druck gebracht, welcher etwas über dem Druck des zu verarbeitenden Rohgases liegt. Dies geschieht, damit in den Wärmeaustauschern i und 2 auf keiner Fall durch etwaige Undichtheiten Rohgas in das gereinigte Gas eindringen und dieses verderben kann. Da die Kompression in dem. Turboverdichter 5 nur gering ist, erwärmt sich das Gas hierbei nicht sehr stark, so daß die hierdurch verlorengehende Kälte tragbar ist. Das gereinigte Gas steht mit etwa 2o bis 25°C zur Verfügung, sein Druck ist bei Betrieb des Turboverdichters etwas höher als 24 ata, bei Ausschaltung des Turboverdichters jedoch geringer. Deshalb ist ungünstigstenfalls mit einem Reingasdruck von 23 a,ta zu rechnen.
  • Die Abtrennung der in den Wärmeaustauschern 2 auskondensierten Kohlenwasserstofe von dem wäßrigen Methanol erfolgt in dem Vierstufen-Extrakteur 22. In diesen treten an dem einer. Ende eine Kohlenwasserstofffraktion als Extraktionsmittel . und an denn anderen Ende Wasser als Extraktionsmittel ein, während das zu zerlegende Kondensat in eine mittlere Stufe des Extrakteurs eingeführt wird. Die Kohlenwasserstofffraktion nimmt die Kohlenwasserstoffe auf und wird über den Wärmeaustauscher 23 der Destillierkolonne 24 zugeleitet. Diese wird in der Destillierblase 25 mit Hochdruckdampf beheizt, so daß die aufgenommenen Kohlenwasserstoffe überdestillieren und im Kondensator 26 kondensiert werden.. Letzterer wird durch kaltes CO.-Gas gekühlt. Das, Waschmittel wird aus dem Sumpf der Kolonne 24 durch die Pumpe 27 über den Wärmeaustauscher 23 zurück in den Extrakteur 22 .gefördert. Das Wasser-Methanol-Gemisch, welches auch andere Verunreinigungen, wie z. B. Schwefelverbindungen, enthält,. wird durch den im Extrakteur herrschenden Druck über den Vorwärmer 28 in die Destillierkolonne 29 gefördert. In dieser wird das Methanol durch Ausblasedampf abgetrieben und im kondensator 3o durch kalte Kohlendioxyd-Entspannungsgase kondensiert. Es wird im Zwischentank 31 gesammelt und von dort mittels der Pumpe 32 über den Tiefkühler 33 in die Wärmeaustauscher 2 zurückgeführt. Das Wasser und' andere 'höhersiedende Verunreinigungen fließen der Pumpe 34 zu, die es über den Wärmeaustauscher 28 abführt.
  • Die Regenerierung des im unteren Abschnitt des Hauptwasc`hturmes 3 zirkelhexenden Methanols erfolgt durch Destillation in der Kolonne 36. Das beladeneMethanol wird über dieWärmeaustauscher durch den im Waschturm 3 herrschenden Druck zugedrückt. Die Kohlenwasserstoffe sowie Wasser destillieren über und werden im Kondensator 37 kondensiert. Ein gewisser Teil des Kondensates dient als Rückfluß. Das Destillat wird mittels der Pumpe 38 dem; Extrakteur 22 zugedrückt. Die Destillierkolonne 36 wird durch die Destillierblase 39 beheizt (Niederdruckdampf). Das Methanol wird mit derPumpe 4o über den Wärmeaustaüscher 35 und den Tieflcühler 41, welcher mit verdampfendem Ammoniak gekühlt wird, in den Waschturm 3 zurückgefördert. Ein Teilstrom des Methanols wird hinter dem Wärmeaustauscher 35 abgezweigt und mit der Pumpe 42 in die Entwässerungskolonne 29 geführt. Die. diesem Teilstrom entsprechende Methanolmenge wird entweder aus dem Methanoltank 43 über -die Pumpe 44 oder aus dem Zwischentank 31 mittels der Pumpe 32 ergänzt.
  • Die Regenerierung des Methanols, welches den Hauptstrom des Waschturmes 3 darstellt, erfolgt mittels Entspannung- und wurde bereits beschrieben. ' Die Regenerierung des über den Feinreinigungs= turn 4 zirkulierenden Methanolstromes erfolgt in der Destillierkolonne g. Das Methanol wird im Wärmeaustauscher 7 und im dampfbeheizten Vorwärmer 8 (Niederdruckdämpf) _ erwärmt und in die Kolonne 9 entspannt. Die entweichenden Gase (C 02, H, S, C O S) werden: in dem Kühler i i mittels Kühlwasser und-im Kühler i i" mittels verdampfenden Ammoniaks (Kältemaschine) abgekühlt, um Verluste an Methanol zu vermeiden,. Die Destillierkolonne 9 wird durch die Destillierblase io beheizt (Niederdruckdampf). Das gereinigteMethanol wird mittels der Pumpe 45 über denWärmeaustauscher6 auf den Waschturm 4 zurückgegeben. Ein Teilstrom des Methanols kann in den Methanolsammelbehälter 43 abfließen. Aus dem Frisch-Methanolbehälter 46 kann mit der Pumpe 47 Frisch-Methanol sowohl in den Waschmittelkreislauf des Fesnreinigungsturmes 4 als auch in den Methanolsammelbehälter 43 nachgefüllt werden. Die notwendige Kälte wird durch den Ammoniakkompressor 48 und den Ammoniakverflüssiger 49 erzeugt.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Reinigen von Gasen durch Tiefkühlung undWaschung nachPatentg35 44, dadurch gekennzeichnet, daß als Waschmittel eine kältebeständige Lösung eines (oder mehrerer) vorzugsweise wasserhaltigen polaren organischen Stoffes mit flüssiger Kohlensäure und gegebenenfalls Kohlenwasserstoffen verwendet wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Kohlensäuregehalt des Waschmittels mindestens etwa 8 Gewichtsprozent oder darüber beträgt.
  3. 3. Verfahren nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß es zur Behandlung von Gasen mit mehr als io Volumprozent C02 benutzt wird. 4.. Verfahren nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Regenerierung des Waschmittels derart erfolgt, daß durch Einstellung geeigneter Drücke und Temperaturen der CO.,-Gehalt des in den Waschturm zurückgehenden Waschmittels nicht weniger als etwa 3 % beträgt. 5. Verfahren nach den Ansprüchen i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das zweckmäßig unter Druck stehende oder komprimierte Rohgas unter Zusatz einer sehr kleinen Waschmittedmenge auf Temperaturen von etwa -30 bis -6o° C abgekühlt wird. 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß man das Gas zunächst auf höhere Temperaturen, beispielsweise -I- 3° C ohne Zugabe des Waschmittels abkühlt. 7. Verfahren nach den Ansprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß vor der Abkühlung des Gases auf Temperaturen unter o° C höhersiedende Stoffe durch eine Ölwäsche- abgeschieden werden. B. Verfahren nach den Ansprüchen 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß an die Abkühlung des Gases unter o' C eine bei tiefen Temperaturen arbeitende Kohlenwasserstoffwäsche angeschlossen wird. g. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, däß die Regenerierung des bei der Abkühlung mit Gasbestandteilen beladenen polaren Waschmittels durch Extraktion, zweckmäßig Solventextraktion erfolgt. io. Verfahren nach Anspruch g, dadurch gekennzeichnet, daß das beladene Waschmittel in die mittlere Stufe einer Gegenstromextraktion eingespeist wird, in welcher zwei Lösungsmittel, z. B. Wasser und ein aliphatischer Kohlenwasserstoff, gegeneinanderfließen, worauf die getrennten Komponenten, z. B. durch Destillation, aufgearbeitet werden. I I. Verfahren nach den Ansprüchen i bis io, dadurch gekennzeichnet, daß das vorgereinigte Gas mit einem wenigstens 8 Gewichtsprozent Kohlendioxyd enthaltenden Waschmittel gewaschen wird. 1a. Verfahren nach Anspruch i i, dadurch gekennzeichnet, daß die Regenerierung des beladenen Waschmittels durch Entspannung und/oder Erwärmung und/oder azeotrope Destillation mit Wasser vorgenommen. wird. 13. Verfahren nach Anspruch ii, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Regenerierung des Waschmittels das Waschmittel selbst überdestilliert wird. 14- Verfahren nach Anspruch i i, dadurch gekennzeichnet, daß eine Regenerierung des Waschmittels durch Solventextraktion erfolgt. 15. Verfahren nach den Ansprüchen i bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß ein Hauptwaschmittelkreislauf angeschlossen wird, in dem mittels einer verhältnismäßig großen Menge eines wenigstens 8 Gewichtsprozent flüssige Kohlensäure enthaltenden Waschmittels gearbeitet wird. 16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Regenerierung des beladenen Waschmittels durch Entspannen erfolgt. 17. Verfahren nach den Ansprüchen i bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß eine Wäsche mit einem weitgehend regenerierten, jedoch wenigstens 8 Gewichtsprozent flüssige Kohlensäure enthaltenden Waschmittel angeschlossen wird, dessen Regenerierung durch Entspannung und anschließende Erwärmung bzw. Destillation erfolgt.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1222198B (de) * 1949-09-16 1966-08-04 Linde Ag Verfahren zur Regeneration der beladenen organischen polaren Absorptionsmittel aus Tieftemperatur-Gaswaschprozessen
FR2372650A1 (fr) * 1976-12-01 1978-06-30 Cng Res Co Procede de separation de gaz acides
EP0052838A1 (de) * 1980-11-20 1982-06-02 Linde Aktiengesellschaft Verfahren zum Entfernen von sauren Gasen, insbesondere Kohlendioxid, aus Gasgemischen

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