DE93788C - - Google Patents

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DE93788C
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    • G07CHECKING-DEVICES
    • G07FCOIN-FREED OR LIKE APPARATUS
    • G07F17/00Coin-freed apparatus for hiring articles; Coin-freed facilities or services
    • G07F17/30Coin-freed apparatus for hiring articles; Coin-freed facilities or services for musical instruments
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 42: Instrumente.
Selbstkassirender Phonograph.
Vorliegende Einrichtung dient zum selbstthätigen Oeffnen der Hörschlä'uche und Auslösen des Triebwerkes von Phonographen durch Einwerfen einer Geldmünze und Ziehen an einem Griff. Es können beliebig viele Hörschläuche an' einem und demselben Automaten angeordnet werden, so dafs mehrere Personen, nachdem eine jede derselben einen Hörschlauch durch Einwerfen der betreffenden Münze in die dazugehörige Einwurfsöffnung geöffnet hat, gleichzeitig hören können.
Vor der Benutzung mufs der Phonograph jedesmal aufgezogen . werden, zu welchem Zwecke aufsen eine Kurbel, etwa mit einer Kette, befestigt wird, so dafs jeder Besucher das Aufziehen selbst bewerkstelligen kann.
Der selbstkassirende Phonograph kann entweder so ausgeführt werden, dafs nur eine Nickelmünze von bestimmter Gröfse denselben bethätigen kann, während eine gleich grofse Kupfermünze wirkungslos bleibt, oder so, dafs eine beliebige Geldmünze von bestimmter Gröfse verwendet werden kann.
In beiliegender Zeichnung zeigen Fig. 1 bis 3 die erste Ausführungsform, Fig. 5 und 6 die zweite, während die übrigen Figuren Einzelheiten in gröfserem Mafsstabe darstellen.
Bei der ersten Ausführungsform ist im Innern des Automatengehäuses neben der Einwurfsöffnung ι ein Hufeisenmagnet 2 an einer um einen Zapfen 4 drehbaren Platte 3 befestigt. Der Magnet hat den Zweck, einen Mifsbrauch des Automaten durch Einwerfen von minderwerthigen Münzen (Kupfermünzen) zu vermeiden, da derselbe bekanntlich nur Nickelmünzen anzieht und festhält, während er auf Kupfermünzen keinen Einfiufs hat, dieselben . daher beim Einwerfen direct in eine Sammelrinne 5 fallen. ■ ,
Die Platte 3 besitzt eine schiefe Ebene, auf welche die Kante einer mit dem Griff 6 mittelst Stiftes 7 verbundenen und geführten Platte 8 derart gleitet, dafs durch Herabziehen des Griffes 6 die Platte 3 mit dem Magneten um den Zapfen 4 gedreht wird (in der Zeichnung nach links), bis die von dem Magneten festgehaltene Münze einen doppelarmigen Hebel g, 10 berührt. Zieht man den Griff 6 weiter herab, so gleitet, da die schiefe Ebene der Platte hier aufhört, die Platte 8 an der Platte 3 abwärts, ohne dieselbe weiter zu drehen; nun aber drückt der Stift 7 einen auf der Platte 3 drehbar angeordneten Hebel 11 nieder. Letzterer schiebt hierbei einen ebenfalls auf der Platte 3 geführten Stift 12 gegen die Münze, entfernt dadurch dieselbe sammt dem Arme 9 des Hebels 9, 10 von dem durch einen Stift 13 an der Weiterbewegung verhinderten Magneten und bringt so die Münze über die seitlich von der Einwurfsöffnung angebrachte Rinne 14.
Dadurch wird gleichzeitig auch der Hörschlauch ι 5 geöffnet, indem ein an dem Arme 10 des Hebels 9, 10 befestigtes Klemmplättchen 16, welches den Hörschlauch gegen eine an dem Gehäuse befestigte Platte 17 drückt und zusammenquetscht, von letzterem abgehoben wird, worauf sich der Schlauch vermöge seiner Elasticität öffnet.
Um das Oeffnen des Schlauches durch Ziehen an dem Griffe ohne vorheriges Einwerfen der Münze zu vermeiden, besitzt der Arm 9 des Hebels 9, 10 eine Aussparung, in
welche der Stift 12 beim Ziehen an dem Griff hineingeschoben wird, ohne den Hebel zu bethä'tigen.
Läfst man nun den Griff 6 los, so wird derselbe, sowie die Platte 3, Hebel 11 und Stift 12 durch die bezw. Federn 18, 19 und 20 in die ursprüngliche Lage zurückgebracht, während der Hebel 9, 10 durch einen Haken 21 festgehalten wird. Die dadurch frei gewordene Münze fällt in die Rinne 14, rutscht in dieser hinab in eine gemeinsame Rinne 22, durch welche sie schliefslich auf eine an dem Arme 23 eines doppelarmigen Hebels 23, 24 befestigte Schaufel 25 gelangt. Der ,Hebel ist durch ein auf dem Arme 24 desselben beweglich angebrachtes Gegengewicht 26 so ausbalancirt, dafs auf dieser Seite ein kleines Uebergewicht entsteht, wodurch die unbelastete Schaufel stets nach oben gegen die Oeffnung der Rinne 22 gehoben wird. Sobald aber die Münze auf die Schaufel fällt, bewegt sich letztere abwärts, bis die Münze herausgleitet und auf den Boden des Gehäuses fällt. Gleichzeitig bewegt sich der mit einer Oese (in welcher ein Draht 27 gleitet) versehene Arm 24 aufwärts, bis die Oese an einen am Ende des Drahtes angebrachten Widerstand (Knopf oder dergleichen) stöfst, wodurch dann der Draht mit hochgezogen wird und einen an seinem unteren Ende befestigten, das vorher aufgezogene Triebwerk A des Phonographen hemmenden Sperrhaken 28 ausrückt, so dafs nun die Walze 29 durch das Triebwerk in Bewegung gesetzt wird. Der ausgerückte Sperrhaken 28 wird durch einen um den Stift 30 greifenden Haken 3 1 fixirt;
Zum Aufziehen des abgelaufenen Triebwerkes wird eine Kurbel 32 von aufsen durch eine entsprechende Oeffnung auf die Kurbelwelle 33 gesteckt, wobei ein mit dem Arme 34 auf der Kurbelwelle aufliegender doppelarmiger Hebel 34, 35 weggeschoben und um die mit demselben verbundene Welle 36 gedreht wird. Hierdurch wird erstens mittelst des auf der Welle 36 befestigten Hebels 37 die Membran von der Walze 29 abgehoben, um ein Beschädigen der letzteren beim Aufziehen zu vermeiden; zweitens wird der Fixirhaken 31 durch den auf dem Hebel 34, 35 gleitenden Stift 39 ausgerückt, so dafs der Sperrhaken das Triebwerk wieder hemmt; schliefslich wird durch den Arm 35 des Hebels 34, 35 eine Stange 40 und durch Hebel 41 eine Welle 42 gedreht, so dafs der auf derselben befestigte Stift 43 den Haken 21 ausrückt und der nun frei gewordene Hebel 9, 10 vermöge der Feder 44 in seine ursprüngliche Lage zurückspringt, wodurch das Klemmplättchen 16 den Schlauch wieder zusammenquetscht.
Um ein zu weites Aufziehen und eine hieraus folgende Beschädigung des Phonographen zu vermeiden, ist ein Mitnehmer 45 so angeordnet, dafs die Walze 29, wenn sie nahe an dem Ende der Welle 46 angelangt ist,- denselben mitnimmt, wodurch mittelst eines Hebels 47, 48 ein Stift 49 durch eine entsprechende Oeffnung in dem Gehäuse hervorgeschoben wird und so ein Weiterdrehen der Kurbel 32 verhindert.
Bei der zweiten Ausführungsform (Fig. 5 und 6) fällt der Magnet weg, an Stelle desselben tritt eine etwas schräg gestellte Platte 50 mit einem Ansätze 51, wodurch ein directes Herunterfallen der Münze verhindert wird. Im übrigen ist der Mechanismus derselbe wie bei der ersten Ausführungsform.

Claims (6)

Patent-Ansprüche:
1. Selbstkassirender Phonograph mit mehreren Hörschläuchen, dadurch gekennzeichnet, dafs durch Einwerfen einer Geldmünze und Ziehen an einem Griff oder Knopf (6) ein dazugehöriger Hörschlauch (15) geöffnet wird und die herabfallende Münze die Hemmung des Triebwerkes (A) auslöst, während durch Aufstecken einer zum Aufziehen des Triebwerkes dienenden Kurbel (32) auf die Kurbelwelle (33) alle geöffneten Hörschläuche wieder geschlossen, das Triebwerk gehemmt und die Membran während des Aufziehens des Triebwerkes von der Walze abgehoben wird.
2. Eine Ausführungsform des durch Anspruch 1 geschützten selbstkassirenden Phonographen, gekennzeichnet durch einen zum Festhalten der aus paramagnetischer Nickellegirung bestehenden Münze dienenden Magneten (2) in Verbindung mit einem drehbaren, plattenförmigen Hebel (3) und einem daran drehbar befestigten zweiten Hebel (11), die beide durch einen mit einem aufsen am Gehäuse befindlichen Griff (6) verbundenen Schieber (8) bethätigt werden, wobei der Hebel (11) einen auf dem Hebel (3) gelagerten Stift (12) gegen die Münze schiebt, zum Zwecke, einen Hebel (9, 10) so weit zu drehen, dafs der Hörschlauch (15) von dem ihn verschliefsenden Klemmplättchen befreit und der Hebel (9, 10) selbst durch einen Haken (21) festgehalten wird.
3. Eine Ausführungsform des Phonographen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs die Geldmünze einen zweiarmigen Hebel (23, 24) durch Einfallen in eine daran befestigte Schaufel (25) dreht, zum Zwecke, mittelst eines mit dem Hebel verbundenen Drahtes (27) eine das Triebwerk hemmende Sperrklinke (28) auszurücken und sie mittelst eines auf ihrem freien Ende angebrachten Stiftes (30) und eines hakenförmigen Hebels (31) im ausgerückten Zustande zu erhalten.
4· Eine Ausführungsform des Phonographen nach Anspruch ι, gekennzeichnet durch einen auf der Kurbelwelle liegenden, um eine Welle (36) drehbaren doppelarmigen Hebel (34, 35), der mit einer Welle (42) durch eine Stange (40) und einen Hebel (41) derart verbunden ist, dafs durch Drehen desselben beim Aufstecken der Kurbel (32) auf die Kurbelwelle (33) auch die Welle (42) gedreht wird und ein darauf befestigter Stift (43) den Sperrhaken (21) ausrückt, zum Zwecke, die Hörschläuche zu schliefsen.
5. Eine Äusführungsform des Phonographen nach Anspruch ι bis 4, gekennzeichnet durch einen auf dem Sperrhaken (31) angebrachten Stift (39), der auf der Oberkante des Hebels (34) bei dessen Drehung entlang gleitet, zum Zwecke, durch das Einstecken der Kurbel (32) den Sperrhaken (31) auszuklinken und durch den Sperrhebel (28) das Triebwerk anzuhalten.
6. Eine Ausführungsform des Phonographen nach Anspruch 1 bis 5, gekennzeichnet durch einen auf der Welle (36) befestigten Arm (37), zum Zwecke, die'Membran (38) durch Drehen der Welle (36) mittelst des Hebels (34, 35) beim Aufstecken der Kurbel (32) von der Walze abzuheben.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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