DE938255C - Piezoelektrisches Element - Google Patents
Piezoelektrisches ElementInfo
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- DE938255C DE938255C DEN8442A DEN0008442A DE938255C DE 938255 C DE938255 C DE 938255C DE N8442 A DEN8442 A DE N8442A DE N0008442 A DEN0008442 A DE N0008442A DE 938255 C DE938255 C DE 938255C
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- H—ELECTRICITY
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- H04R—LOUDSPEAKERS, MICROPHONES, GRAMOPHONE PICK-UPS OR LIKE ACOUSTIC ELECTROMECHANICAL TRANSDUCERS; ELECTRIC HEARING AIDS; PUBLIC ADDRESS SYSTEMS
- H04R17/00—Piezoelectric transducers; Electrostrictive transducers
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- H—ELECTRICITY
- H10—SEMICONDUCTOR DEVICES; ELECTRIC SOLID-STATE DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H10N—ELECTRIC SOLID-STATE DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H10N30/00—Piezoelectric or electrostrictive devices
- H10N30/01—Manufacture or treatment
- H10N30/04—Treatments to modify a piezoelectric or electrostrictive property, e.g. polarisation characteristics, vibration characteristics or mode tuning
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein piezoelektrisches Element, das aus einer oder mehreren
Platten aus durch Wasser nicht angreifbarem, piezoelektrisch empfindlichem Material mit polykristallinischer
Struktur zusammengebaut ist, wobei jede Platte auf zwei parallelen Seiten mit einer
elektrisch leitenden Schicht versehen ist.
Solche Platten werden gewöhnlich durch Sinterung einer Kristallmasse oder durch Vereinigung
der Kristalle mittels eines Bindemittels hergestellt. Geeignete Stoffe für diese Platten sind z. B. Blei-,
Barium- und Calcium-Barium-Titanat, Barium-Zirkonat u. dgl. Ohne weitere Maßnahmen sind
solche Platten piezoelektrisch nicht empfindlich, aber man kann eine dauernde piezoelektrische
Empfindlichkeit dadurch induzieren, daß sie einem elektrischen Felde ausgesetzt werden. Dazu werden
die zwei leitenden Schichten einer Platte mit je einem Pol einer Spannungsquelle verbunden, worauf
die angelegte Spannung während einiger Zeit aufrechterhalten wird. Manchmal wird das Element
während dieses Vorgangs einer mechanischen Spannung unterworfen.
Es ist bekannt, piezoelektrische Elemente mit in Wasser löslichen Stoffen, wie z. B. Rochellesalz, vor
der Einwirkung von Feuchtigkeit zu schützen; dazu sind verschiedene Gebilde entwickelt worden, die
das Element feuchtigkeitsfrei einschließen, ohne dessen Beweglichkeit stark zu verringern. Gemäß
der Erfindung hat es sich ergeben, daß es auch bei einem piezoelektrischen Element mit nicht durch
Wasser angreifbaren Kristallen vorteilhaft ist, es feuchtigkeitsfrei einzuschließen, da gefunden wurde,
daß die Größe der elektrischen, durch eine mechanische Erschütterung erzeugten Spannung, d. h. der
Ausgangsspannung, infolge Feuchtigkeit in der
Nähe des piezoelektrischen Elements erniedrigt wird.
Ein piezoelektrisches Element nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß es von einer
haftenden, ein chemisch gehärtetes Kunstharz enthaltenden Schicht umgeben ist.
Solche Schichten können angebracht werden, indem das piezoelektrische Element mit einer
Lösung eines Kunstharzvorkondensats bedeckt und
ίο das Kunstharz gehärtet wird, welche Erhärtung
gewöhnlich durch Erhitzung des auf diese Weise behandelten Elements in einem Ofen erfolgt.
Vorzugsweise wird die Kunstharzschicht dünn, d. h. mit einer Stärke von weniger als 0,2 mm gehalten,
um zu verhüten, daß die im Element erzeugten Schwingungen hinderlich gedämpft werden.
Geeignete Kunstharze sind Kondensate von Urea oder Melamin mit Formaldehyd und einem Alkohol,
z. B. Butanol. Eine zufriedenstellende Wirkung haben auch Gemische aus Urea- oder Melaminf
ormaldehydharzen und Alkydharzen, da die dadurch erzielten Schichten nicht spröde und in Stärken
von 0,2 mm und weniger hinreichend feuchtigkeitsbeständig sind, um das Element zu schützen.
Außerdem lassen sich solche Schichten herstellen, ohne daß eine Temperatur von 1500 C überschritten
wird; sonst könnte das Element infolge Erweichung des zur Befestigung gewisser Einzelteile erforderlichen
Lots beschädigt werden. Es hat sich ergeben, daß solche Schichten das piezoelektrische Element
besser vor der Einwirkung von Feuchtigkeit schützen können als manche Schichten aus einem
thermoplastischen Kunstharz oder einem anderen ähnlichen Produkt.
Es ist bekannt, daß der Wirkungsgrad eines solchen Elements um so größer ist, je größer, unter
im übrigen gleichen Verhältnissen, der angelegte Spannungsunterschied ist, und zum Erhalten eines
empfindlichen Elements ist man also bestrebt, die Spannung möglichst zu steigern. Praktische Gründe
beschränken jedoch die Größe der anzulegenden Spannung, da stets gewisse Ableitungen auftreten,
und manchmal tritt sichtbarer Überschlag ein, wodurch es schwierig ist, die elektrische Spannung im
verlangten Wert aufrechtzuerhalten. Diese unerwünschten Erscheinungen können zwar gewissermaßen
herabgemindert werden, z. B. indem eine möglichst porenfreie Struktur der Platten vorgesehen,
die Polarisierung in feuchtigkeitsfreier Umgebung durchgeführt und die Plattenecken abgerundet
werden, aber auch dann treten diese Nach-. teile auf, besonders wenn die Starke des polarisierenden
elektrischen Feldes groß gewählt wird. Daher wurden keine höheren Feldstärken als 20 bis
22 kV/cm angewendet, so daß piezoelektrische Elemente erwähnter Art mit einem höheren als einer
polarisierenden Feldstärke von 20 bis 22 kV entsprechenden Wirkungsgrad nicht hergestellt werden.
Die Durchführung der Erfindung beseitigt diese Nachteile weitgehendst, und die üblichen Feldstärken
können ohne Bedenken angewendet werden, wodurch die Herstellung solcher piezoelektrischen
Elemente vereinfacht wird. Außerdem läßt sich eine wesentlich höhere Feldstärke anwenden, da die
Polarisierung" mit Feldstärken von mehr als 25 kV/cm, z. B. 35 'bis 45 kV/cm, ganz oder nahezu
bedenkenfrei ist. In äußersten Fällen, wenn die Platten sehr genau konstruiert sind, kann man
sogar Feldstärken von 60 kV/cm anwenden.
Bei Durchführung der Erfindung können viele Arten von Materialien zu der maximalen piezoelektrischen
Empfindlichkeit polarisiert werden, da es sich ergibt, daß bei Erhöhung der polarisierenden
Feldstärke schließlich ein Sättigungswert erreicht wird, oberhalb dessen eine Erhöhung der Feldstärke
-keine weitere Erhöhung der dauernden piezoelektrischen Empfindlichkeit herbeiführt. Dieser Sättigungswert
liegt für viele piezoelektrisch empfindliche Materialien oberhalb der bisher angewendeten
Feldstärke, er läßt sich jedoch mittels der gemäß der Erfindung anwendbaren polarisierenden Feldstärken
häufig erreichen.
Fig. ι der Zeichnung zeigt einen vergrößerten Schnitt eines piezoelektrischen Elements nach der
Erfindung. Die Bezugsziffern 1 und 2 bezeichnen je
eine Platte aus polykristallinischem Bariumtitanat ,mit einer Stärke von 0,25 mm. Die Ziffern 3 und S
bezeichnen je eine Silberschicht. Die Ziffer 4 bezeichnet zwei durch eine Lötschicht verbundene
Silberschichten. Mit 6 ist die das Element umgebende Lackschicht aus einem gehärteten Ureaformaldehyd
- Butanolkondensat bezeichnet. Die Schichten 3 und 5 sind leitend mit den festgelöteten
Drähten 7 verbunden, die gemeinsam einen der Pole des Elements bilden. Der andere Pol wird durch
einen an der Schicht 4 festgelöteten Metalldraht 8 gebildet.
In Fig. 2 ist in einer graphischen Darstellung die Größe eines polarisierenden Gleichspannungsfeldes
als Abszisse aufgetragen und als Ordinate die Ausgangsleistung eines vorstehend geschilderten Elements
in mV, die durch eine mechanische Schwingung mit einer Frequenz von 120 Hz und konstanter
Amplitude erzeugt wird.
Der senkrechte Strich A bezeichnet den Wert der i°5
polarisierenden Feldstärke von 22 kV/cm, die ohne die Durchführung der Erfindung zum Vermeiden
der geschilderten Schwierigkeiten nicht überschritten wird. Es ergibt sich, daß die Ausgängsspannung
dieses Elements bei der erwähnten Schwingung etwa 400 mV ist. Die Durchführung der Erfindung ermöglicht eine Erhöhung der polarisierenden
Feldstärke bis 40 kV/cm, wobei die Ausgangsspannung bis 525 mV steigt.
Wird eine polarisierende Feldstärke von 60 kV/cm angewendet, was nur bei genau konstruierten Elementen
durchführbar ist, so kann eine Ausgangsspannung von 600 mV erreicht werden.
Aus dem Verlauf der Kurve ist ersichtlich, daß dieser Wert der Feldstärke etwas oberhalb des
Sättigungswertes liegt.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Piezoelektrisches Element, das aus mindestens einer Platte aus durch Wasser nicht angreifbarem, piezoelektrisch empfindlichemMaterial mit polykristallinischer Struktur zusammengebaut ist, wobei jede Platte auf zwei parallelen Flächen mit einer elektrisch leitenden Schicht versehen ist, dadurch gekennzeichnet, ■daß das Element mit einer haftenden, ein chemisch gehärtetes Kunstharz enthaltenden Schicht umgeben ist.
- 2. Piezoelektrisches Element nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Kunstharzschicht weniger als 0,2 mm Stärke hat.
- 3. Piezoelektrisches Element nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schicht ein Melamin- oder Ureaformaldehydalkoholkondensat oder auch ein Gemisch aus einem Melamin- oder Ureaformaldehydkondensat und einem Alkydharz enthält.
- 4. Verfahren zum Polarisieren eines piezoelektrischen Elements nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine polarisierende Feldstärke von mehr als 25 kV/cm angewendet wird.
- 5. Piezoelektrisches Element, das durch das Verfahren nach Anspruch 4 erhalten ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Element eine Ausgangsspannung hat, die der Ausgangs- 2s leistung eines ähnlichen Elements entspricht, das mit einer polarisierenden Feldstärke von mehr als 25 kV/crn polarisiert ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 509 625 1.56
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL1098774X | 1953-02-12 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE938255C true DE938255C (de) | 1956-01-26 |
Family
ID=19869084
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEN8442A Expired DE938255C (de) | 1953-02-12 | 1954-02-11 | Piezoelektrisches Element |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE938255C (de) |
| FR (1) | FR1098774A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1297690B (de) * | 1967-08-28 | 1969-06-19 | Siemens Ag | Elektromechanisches Wandlerelement zur Umwandlung elektrischer Schwingungen in mechanische Schwingungen |
| DE1591298B1 (de) * | 1967-02-23 | 1972-03-09 | Murata Manufacturing Co | Piezoelektrisches filter |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JPS5963537A (ja) * | 1982-10-04 | 1984-04-11 | Oval Eng Co Ltd | 圧電センサ |
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1954
- 1954-02-10 FR FR1098774D patent/FR1098774A/fr not_active Expired
- 1954-02-11 DE DEN8442A patent/DE938255C/de not_active Expired
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1591298B1 (de) * | 1967-02-23 | 1972-03-09 | Murata Manufacturing Co | Piezoelektrisches filter |
| DE1297690B (de) * | 1967-08-28 | 1969-06-19 | Siemens Ag | Elektromechanisches Wandlerelement zur Umwandlung elektrischer Schwingungen in mechanische Schwingungen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR1098774A (fr) | 1955-08-22 |
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