DE938323C - Mit Sondenextraktion arbeitende Ionenquelle - Google Patents

Mit Sondenextraktion arbeitende Ionenquelle

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DE938323C
DE938323C DER10140A DER0010140A DE938323C DE 938323 C DE938323 C DE 938323C DE R10140 A DER10140 A DE R10140A DE R0010140 A DER0010140 A DE R0010140A DE 938323 C DE938323 C DE 938323C
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ion
probe
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plasma
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DER10140A
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Inventor
Otto Dipl-Phys Reifenschweiler
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Philips Intellectual Property and Standards GmbH
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Philips Patentverwaltung GmbH
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    • H—ELECTRICITY
    • H01—ELECTRIC ELEMENTS
    • H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J27/00—Ion beam tubes
    • H01J27/02—Ion sources; Ion guns
    • H01J27/16—Ion sources; Ion guns using high-frequency excitation, e.g. microwave excitation

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Electron Sources, Ion Sources (AREA)

Description

  • Mit Sondenextraktion arbeitende Ionenquelle Die Erfindung betrifft eine mit Sondenextraktion arbeitende Ionenquelle, insbesondere eine solche, die aus einem Plasma und vorzugsweise aus einem elektrischen Gasentladungsplasma schöpft.
  • Eine Ionenquelle ist bekanntlich eine Anordnung zur Herstellung von gebündelten Ionenstrahlen. Man kennt schon solche Ionenquellen verschiedener Art, wie z. B. Pendelionenquellen, die mit Glühkathode arbeiten, und auch Ionenquellen, die aus einem sogenannten Plasma, insbesondere einem Plasma einer elektrischen Gasentladung, schöpfen.
  • An eine gute Ionenquelle, insbesondere der letztgenannten Art, werden im allgemeinen folgende Anforderungen gestellt: Sie soll bei einem Minimum an Gasverbrauch einen möglichst großen nutzbaren Ionenstrom liefern, und zwar mit tunlichst homogener Energie der austretenden Ionen. Gewünscht ist ferner geringer Leistungsbedarf und großer Anteil an Atomionen im Strahl bei in dieser Güte einwandfrei gesicherter Arbeitsweise im Dauerbetrieb, wobei je nach dem besonderen Verwendungszweck der Ionenquelle unter Umständen auch die eine oder andere der genannten Forderungen mehr in den Vordergrund treten kann.
  • Hinsichtlich der Grundlage der am meisten gebräuchlichen Plasmaionenquellen, auf die sich die Erfindung in- erster Linie bezieht, sei zum besseren Verständnis der Bedeutung der Erfindung einleitend noch folgendes bemerkt: Diese Ionenquellen arbeiten im Prinzip nach folgendem Schema: Die Ionen werden innerhalb eines Entladungsraumes in einer Gasentladung erzeugt, hervorgerufen im wesentlichen durch - Elektronenstoß. Die freie Weglänge der- Elektronen gegenüber den Gasmolekülen soll dabei kleiner sein, als die Dimensionen des Entladungsraumes betragen. Damit dieser Bedingung bei für die Praxis geeigneten räumlichen Verhältnissen entsprochen werden kann, muß im Entladungsraum ein entsprechender Druck in der Größenordnung von etwa zo-2 mm Hg herrschen. Dem genannten Entladungsraum für die Ionenquelle ist dann ein Untersuchungsraum angeschlossen, in den die Ionen eintreten müssen, wobei sie meist durch elektrische Beschleunigungslinsen noch nachbeschleunigt- und fokussiert werden. Hier dürfen sie allerdings keine Wechselwirkung mit den Gasmolekülen erleiden. Die freie Weglänge der Ionen gegenüber den Gasmolekülen muß also größer als die Dimensionen des Untersuchungsraumes sein. Im Untersuchungsraum muß daher ein wesentlich geringerer Druck als im Entladungsraum aufrechterhalten werden, und zwar etwa in der Größenordnung -von 1o-5 mm Hg.
  • Damit die Ionen vom Entladungsraum in den Untersuchungsraum übertreten können, sind diese beiden Räume an ihrer Verbindungsstelle mit einem Durchlaß, dem sogenannten Kanal versehen. Zur Aufrechterhaltung des Druckunterschiedes zwischen dem Entladungsraum und dem Untersuchungsraum bedient man sich der bekannten Wienschen Durchströmungsmethode. Man läßt durch ein geeignetes Ventil kontinuierlich Gas in den Entladungsraum einströmen und pumpt aus dem Untersuchungsraum mittels Hochvakuumpumpen dauernd ab. Der genannte Verbindungskanal hat also zwei Aufgaben zu erfüllen: Er soll auf der einen Seite möglichst vielen Ionen den Durchtritt vom Entladungsraum in den Untersuchungsraum ermöglichen und auf der anderen Seite dem vom Entladungsraum nach dem Untersuchungsraum durchströmenden Gas einen möglichst großen Strömungswiderstand entgegensetzen. Die Erfüllung der ersten Aufgabe erfordert einen möglichst weiten und kurzen, die Erfüllung der zweiten Aufgabe einen möglichst engen und langen Kanal. Um den Gasverbrauch, vor allen Dingen auch mit Rücksicht auf die erforderliche Pumpleistung, aber in erträglichen Grenzen zu halten, darf man den Kanal nicht zu weit und zu kurz: machen. Hinsichtlich der Erfüllung der beiden genannten, sich widersprechenden Bedingungen liegt ein bisher noch ungelöstes Problem vor, dessen Behebung die Erfindung mit bezweckt.
  • Wenn man- keinen außergewöhnlich hohen Gasverbrauch zuläßt, wozu ein hoher Aufwand an Pumpleistung erforderlich wäre, bleibt fast immer der größte Teil der der Entladung entnommenen Ionen am Kanal hängen, und nur ein kleiner Bruchteil gelangt, nutzbar werdend, in den Untersuchungsraum: Bei Zulassung eines weiten und kurzen Kanals macht außerdem oft die Fokussierung der Ionen in einen Strahl. durch die Beschleunigungslinse Schwierigkeiten.
  • Die vorliegende Erfindung hat es sich demgemäß also zur Aufgabe gestellt, eine Lösung zu finden, die eine optimale Ionenausbeute bei einem Mindestaufwand an Pumpleistung erzielen läßt, wobei es darauf ankommt und gezeigt wird, wie man mit einer Ionenquelle bei einem möglichst kleinen Gasverbrauch einen möglichst hohen nutzbaren Ionenstrom dadurch erzeugen kann, daß man möglichst viele der Entladung entnommene Ionen durch einen Kanal mit hohem Strömungswiderstand so hindurchbringt, daß sie ein nachbeschleunigbares und fokussierbares Ionenbündel ergeben.
  • Außerdem sind noch die folgenden grundlegenden Besonderheiten für die Erfindung von wesentlicher -Bedeutung: Bei einer Gruppe von Ionenquellen, auf die sich die Erfindung vorzugsweise bezieht, werden die Ionen mittels einer Gleichspannung, die als Saugspannung bezeichnet wird, aus dem _sogenannten Plasma einer Gasentladung herausgezogen.- Bei diesem als Sondenextraktion bezeichneten Verfahren zur Gewinnung von Ionen aus einer Entladung ist nachstehendes Verhalten dieses Vorganges zu beobachten: Das Plasma der Gasentladung bleibt infolge der an der Anode liegenden Spannung auf positivem Potential in der Größenordnung von einigen kV gehalten. Die an sich bekannte Extraktionssonde, in der sich der, wie schon erwähnt, als Sondenkanal bezeichnete Kanal befindet; wird in oder an das Plasma gebracht und auf negativem Potential gegenüber dem Plasma gehalten. Infolge der Potentialdifferenz zwischen Extraktionssonde und Plasma weicht das Plasma von der Extraktionssonde zurück, es bildet sich zwischen Extraktionssonde und Plasma ein Dunkelraum, der durch eine relativ scharfe Grenze vom Plasma abgetrennt ist. Nahezu die ganze Saugspannung zwischen der Anode und der Extraktionssonde fällt in dem Dunkelraum vor der Extraktionssonde ab. Die Plasmagrenze wirkt dabei gewissermaßen als ionenemittierende Fläche, aus der die Ionen mit ihrer thermischen Energie austreten. Sie werden dann durch das elektrische Feld zwischen Plasmagrenze und Extraktionssonde in Richtung auf die letztere beschleunigt, und ein Teil gelangt durch den Sondenkanal in den Untersuchungsraum. -Da die Sondenextraktion an sich schon für ein großes Verhältnis von Ionenstrom zu Gasverbrauch -günstiger ist als andere Methoden der Ionenentnahme und sie außerdem auch in bezug auf die anderen, eingangs erwähnten Anforderungen, die eine Ionenquelle erfüllen soll, keine Nachteile gegenüber 'den anderen Ionengewinnungsmethoden mit sich bringt, würden die der Erfindung zugrunde liegenden Untersuchungen und Verbesserungen insbesondere für die Ionenentnahme mittels Sondenextraktion durchgeführt.
  • Damit dabei die aus dem Kanal einer Ionenquelle austretenden Ionen nachbeschleunigt und in einen Strahl fokussiert, also nutzbar gemacht werden können, muß die vorgesehene Beschleunigungslinse ein reelles Bild des Ausgangs des Sondenkanals erzeugen. Außerdem müssen die Ionen aber auch durch die Beschleunigungslinse hindurchtreten, d. h. noch besser, das Ionenbündel soll zur Vermei- Jung. stärkerer sphärischer Aberrationen der-: Beschleunigungslinse diese Linse--nicht mehr als zur Hälfte ihres Durchmessers erfüllen. Bei den bei Sondenextraktion vorkommenden IonengeschWindigkeiten und den daraus sich ergebenden Spannungsverhältnissen an der Beschleunigungslinse führt dies zur Forderung, daß die Divergenz des Ionenbündels möglichst nicht größer @ als r : zo ausfällt.
  • Eine in der erläuterten Weise aufgebaute Anordnung bzw. Vorrichtung zur Entnahme von- jebündelten Ionenstrahlen aus einem Plasma nennt man also ein Ionenextraktionssystem, welches aus der Extraktionssonde mit dem Sondenkanal besteht und eventuell aus weiteren Elektroden und Isolatoren zur Verbesserung der Wirkungsweise.
  • Untersuchungen haben nun ergeben, daß man die Sondenextraktion als eine ionenoptische Abbildung der sich beim Einbringen der negativen Extraktionssonde in das Plasma bildenden Plasmagrenze auffassen kann; denn das als elektrische Linse wirkende Potentialfeld des Ionenextraktionssystems entwirft ein reelles Bild der Plasmagrenze. Von ganz grundsätzlicher Bedeutung für die Erfindung ist dabei, daß sich bei dieser Abbildung infolge des ihr zugrunde liegenden Strahlenganges im Verlauf des Ionenstrahls eine starke Einschnürungsstelle ergibt.
  • In technischer Auswertung der Erkenntnisse dieses Vorganges ist hieraus die folgende Aufgabe gestellt: Es soll durch Einbringen einer gegen das Plasma negativen Extraktionssonde eine Plasmagrenze als ionenemittierende Fläche geeigneter Größe an einer geeigneten Stelle hergestellt werden. Gemäß der Erfindung weist bei einer mit Sondenextraktion arbeitenden Ionenquelle, insbesondere einer solchen, die aus einem Plasma, vorzugsweise aus einem elektrischen Gasentladungsplasma, schöpft, in welcher eine gegenüber dem zü extrahierenden Plasma bzw. gegenüber dein Positivwert der Plasmagrenze auf negativem Potential gehaltene Extraktionssonde vorgesehen ist, die eine ionenoptische Abbildung der Plasmagrenze bewirkt, so daß ein Maximum an Ionen an einer geeigneten Stelle durch einen minimalen Durchlaßquerschnitt hindurchtritt und zu einem nachbeschleunigbaren Ionenbündel konzentriert wird und wobei die Anordnung so gewählt ist, daß die Kreuzungs-(Verengungs-) bzw. Bündelungsstelle der Ionenstrahlung für die genannte Abbildung im Bereich des Sondenkanals an einer bestimmten Stelle liegt, der Sondenkanal an der Bündelungsstelle der Ionenstrahlung eine Kanalverengung auf. - Die Kanalverengung kann z. B. als verstellbare Blende ausgeführt sein. Die Verstellbarkeit der Blende kann dabei hinsichtlich ihrer Weite, ihrer Formlänge oder hinsichtlich ihrer Stellung längs des Sondenkanals in Betracht kommen.
  • Zur weiteren Vervollkommnung der Lösung des gestellten Problems im Sinne der Erfindung können dann noch dienlich sein eine dementsprechend besonders geeignete geometrische Formgebung des Ionenextraktionssystems und die zusätzliche Anbringüng von zu diesem System gehörenden Isolatoren sowie das Vorsehen von zusätzlichen, auf geeignetem Potential und an günstiger Stelle befindlichen Elektroden. Untersuchungen haben ergeben, daß die Form der Sonde, wie sie durch das Einbringen der Kanalblende in den Kanal erhalten wird, für die Bildung eines nachbeschleunigbaren Ionenbündels besonders günstig ist, wenn diese Form derjenigen eines Topfes entspricht, in dessen Boden sich eine Bohrung für den Durchtritt der Ionen befindet. Aber auch bei einer Anbringung der Kanalblende derart, daß diese Blende mit dem oberen Rand des Sondenkanals abschneidet, läßt sich eine in bezug auf hohen Ionenstrom und kleinen Gasverbrauch gegenüber einer Anordnung ohne Kanalblende erheblich verbesserte Wirkungsweise erzielen. Es lassen sich auch stufenweise oder kurvenmäßig geformte Drosselungsstellen im Sondenkanal zur Anwendung bringen.
  • Die erfindungsgemäßen Maßnahmen entsprechen also einer Vorkehrung, die den Strömungswiderstand des Sondenkanals erheblich zu erhöhen gestattet und somit den Gasverbrauch wesentlich herabsetzen läßt, ohne das dadurch der nutzbare Ionenstrom kleiner wird, wobei dies geschieht in Ausnutzung der Erkenntnis von der Einschnürung des Ionenstrahls, hervorgerufen durch die zustande gebrachte ionenoptische Abbildung und diese Einschnürungsstelle im Sondenkanal durch eine als »Kanalblende« bezeichnete Verengung zweckgemäß ausgenutzt wird. Es haben nun wider jedes Erwarten Untersuchungen gezeigt, daß sich gleichzeitig mit der Herabsetzung des Gasverbrauchs außerdem eine beträchtliche Vergrößerung des durch den Sondenkanal hindurchtretenden Ionenstroms ergibt, was einer wesentlichen Erhöhung der Ausbeute der Ionenquelle entspricht. Es darf also daraus geschlossen werden, daß durch Einbringen einer Kanalblende die ionenoptischen Eigenschaften des Extraktionssystems erheblich zu Gunsten des nutzbaren Ionenstroms geändert werden, was vermutlich auf die dadurch erzielte bzw. bedingte Änderung der geometrischen Gestalt der Extraktionssonde zurückzuführen ist.
  • Genaue Versuche ließen erkennen, daß trotz der wesentlich verbesserten Ionenausbeute, wie sie bei Einbringung einer Kanalblende im Sondenkanal eintritt, trotzdem immer noch ein beträchtlicher Teil der Ionen hinter der Kanalblende als Verlust auf die Kanalwandung auftrifft. Um auch dies noch unter Erhöhung des nutzbaren Ionenstroms zu vermeiden, wird gemäß entsprechender Weiterbildung der Erfindung der aus der Kanalblende austretende Ionenstrahl mittels einer elektrischen Linse, die als »Ionenkondensor« bezeichnet sei, so konzentriert, daß ein größerer Teil der Ionen durch die Beschleunigungslinse hindurchtritt. Die für die Konzentration günstigsten Verhältnisse erhält man dabei, wenn man den Ausgang des Sondenkanals durch den Ionenkondensor am Ort der Beschleunigungslinse abbildet.
  • Zur weiteren Fokussierung kann man nun allerdings nicht mehr den Kanalausgang selbst mittels der Beschleunigungslinse abbilden. Statt dessen wird hierfür jetzt zweckmäßig ein Strahlquerschntt zwischen dem Ionenkondensor und der Beschleunigungslinse als Gegenstand für diese Linse benutzt. Ein solcher Strahlquerschnitt läßt sich gut mittels einer Blende abgrenzen. Besonders geeignet ist dazu der in der Brennebene des Ionenkondensors liegende Strahlquerschnitt. Erwähnt sei, daß man einen Ionenkondensor auch bei solchen Innenquellen mit Vorteil zur Anwendung bringen kann, die mit einem ohne Kanalblende ausgestatteten Sondenkanal arbeiten.
  • Die der Erfindung zugrunde liegenden Untersuchungen haben aus der Erkenntnis, daß die Sondenextraktion als innenoptische Abbildung der Plasmagrenze wirksam wird, aus zwei Ähnlichkeitsgesetzen der Elektronenoptik, aus der Formel für den Strömungswiderstand des Sondenkanals und aus der Bestimmung für den Abstand der Plasmagrenze von der Extraktionssonde als Funktion der Saugspannung ebenfalls ein Ähnlichkeitsgesetz für Ionenextraktionssysteme ableiten und experimentell bestätigen lassen. Es lautet wie folgt:- Bei einer ähnlichen Vergrößerung des Ionenextraktionssystems einschließlich Plasmagrenze um den Faktor k -nehmen Innenstrom und Gasverbrauch um k2 zu. Dabei ist zur ähnlichen Mitvergrößerung der Plasmagrenze die Saugspannung so zu erhöhen, daß der Abstand der Plasmagrenze von der Extraktionssonde mit dem Ionenextraktionssystem vergrößert wird.
  • Das angegebene Ähnlichkeitsgesetz für Ionenextraktionssysteme gibt jetzt auch die Möglichkeit, die optimalen technischen Bedingungen für den Entwurf bzw. den Bau jeder Innenquelle gewünschter Leistung ermitteln zu können, gegebenenfalls an Hand eines Modells. Ergibt z. B.. ein entwickeltes Ionenextraktionssystem in einem Anwendungsbeispiel einen bestimmten nutzbaren Innenstrom, so gelangt man zu einem verlangten, beispielsweise höheren Innenstrom durch Anwendung des fraglichen Ähnlichkeitsgesetzes. Dabei -steigen nämlich nach dem genannten Gesetz Innenstrom und Gasverbrauch proportional miteinander an. Sollte bei diesem Vorgehen der zugelassene Gasverbrauch vor dem Erreichen des verlangten Innenstroms überschritten werden, so wäre zur weiteren Steigerung des Innenstroms bis zum verlangten Wert die Innendichte im Plasma zu erhöhen. Eine Erniedrigung des Innenstroms erhält man entsprechend durch eine ähnliche Verkleinerung des Ionenextraktionssystems.
  • Nachfolgend wird die Erfindung mit ihren wesentlichen Einzelheiten an Hand von Zeichnungen noch in Ausführungsbeispielen näher erläutert und beschrieben. Es zeigt Fig: i als Stand der Technik in einer schematischen Längsschnittansicht eine Hochfrequenz= ionenquelle nach Thonemann mit Beschleunigungslinse bekannter Art, Fig. 2 ein Ionenextraktionssystem mit Extraktionssonde unter Einzeichnung der der Erfindung entsprechenden innenoptischen Abbildung; die Plasmagrenze, zwei Elementarbündel des Ionenstrahls undeinige Äquipotentialflächen sind schematisch dargestellt eingetragen; Fig. 3 zeigt ein Ionenextraktionssystem mit einfacher Kanalblende, Fig. 4 ein Ionenextraktionssystem mit abgestufter Kanalblende, Fig.5 ein Ionenextraktionssystem mit doppelkonischer Kanalblende, die auch kurvenmäßig abgerundet sein kann, Fig.6 ein Ionenextraktionssystem mit Extraktionssonde, ausgeführt speziell in Topfform und mit vorgesetztem zylindrischem Isolator, Fig, 7 ein Ionenextraktionssystem mit Extraktionssonde in Topfform ohne vorgesetzten zylindrischen Isolator (die Extraktionssonde ist außen von einem Isolator umgeben), Fig.8 ein Ionenextraktionssystem mit Kanalblende, wobei die Kanalblende mit dem oberen Rand des Sondenkanals abschneidet, Fig.9 ein Ionenextraktionssystem mit Ionenkondensor und mit Beschleunigungslinse, Fig. io und ioa eine ähnliche Vergrößerung eines mit einer Kanalblende versehenen Ionenextraktionssystems unter Anwendung des Vergrößerungsfaktors 1,5, wobei Fig. ioa die dieser Vergrößerung entsprechende Darstellung ist, Fig. i i eine graphische Darstellung des nutzbaren Innenstroms IA bei einem Ionenextraktionssystem ohne Kanalblende, bei einem solchen mit Kanalblende und bei einem um den Faktor k = 1,5 vergrößerten Ionenextraktionssystem, ebenfalls versehen mit Kanalblende, wobei der Innenstrom aufgetragen ist als Funktion der Saugspannung US in Anwendung bei einer Hochfrequenzionenquelle mit einer Sendeleistung von iio W; Fig. i2 zeigt eine graphische Darstellung des nutzbaren Innenstroms IA ohne und mit Kanalblende als Funktion der Sendeleistung NHF bei einer Hochfrequenzionenquelle, Fig. 13 eine graphische Darstellung des nutzbaren Iönenstroms IA ohne und mit Ionenkondensor als Funktion der Saugspannung US bei einer Hochfrequenzionenquelle mit einer Sendeleistung von 16o W.
  • Die in Fig. i veranschaulichte, bereits mit einer Beschleunigungslinse arbeitende HF- Ionenquelle nach T h o n e m a n n dient zur Kennzeichnung des Standes der Technik. Bei ihr wird in dem aus Glas bestehenden Entladungsraum i z. B. bei einer Sendeleistung von i5o bis 300W und einer Frequenz von 2o MHz eine elektrodenlose HF-Ringentladung -mittels induktiver Kopplung angeregt. Das Plasma der HF-Entladung wird durch die Anode 2 auf positivem Potential von einigen kV gehalten. Die Extraktionssonde ist mit 3 bezeichnet. Sie ragt in das Plasma hinein und ist gegenüber diesem negativ. Wie einleitend aber schon erwähnt wurde, weicht das Plasma von der Extraktionssonde zurück, und es bildet sich eine Plasmagrenze als innenemittierende Fläche. Die Extraktionssonde ist von einem Glaszylinder 4 umgeben, wie es sich für die Sammlung der Ionen in Richtung zum. Sondenkanal 5 als günstig erwiesen hat. Ein Teil dieser Ionen gelangt durch den Sondenkanals in den Untersuchungsraum 6, wo sie durch die elektrische Beschleunigungslinse 7 weiter nachbeschleunigt und fokussiert werden. Das Gas wird bei 8 zugeführt, das Hochvakuum im Untersuchungsraum durch Abpumpen bei g aufrechterhalten.
  • Fig. 2 zeigt einen vergrößerten Ausschnitt eines Ionenextraktionssystems einer Ionenquelle entsprechend Fig. i. Wie oben schon dargelegt wurde, haben Untersuchungen gezeigt, daß das aus Plasmagrenze io, Glaszylinder 4 und Extraktionssonde 3 bestehende Ionenextraktionssystem bei geeigneter Sondenspannung und richtiger Bemessung der Größenverhältnisse der Sonde an einer gewünschten Stelle ein reelles Bild ii der Plasmagrenze entwirft und daß sich im Strahlengang des Ionenstrahls eine Einschnürungsstelle 12' befindet. Zwei Elementarbündel des Ionenstrahls 12 und einige Äquipotentialflächen 13 sind in Fig. 2 schematisch eingezeichnet.
  • Um den Widerstand für das durch den Sondenkanal durchströmende Gas möglichst groß zu machen und dadurch den Gasverbrauch herabzusetzen, wurde nun an der Einschnürungsstelle des Ionenstrahls entsprechend der Erfindung eine als »Kanalblende« 14 bezeichnete Verengung angebracht, wie dies in Fig. 3 gezeigt ist. Wie schon ausgeführt, wurde dadurch nicht nur eine Abnahme des Gasverbrauches, sondern auch noch unerwarteterweise eine beträchtliche Zunahme des nutzbaren Ionenstroms erzielt. io bedeutet wieder die Plasmagrenze, 15 ist schematisch die Begrenzung des Ionenbündels.
  • Um nun ein möglichst großes Verhältnis von nutzbarem Ionenstrom zu Gasverbrauch zu bekommen, muß man die Kanalblende möglichst dem Strahlengang des Ionenstrahls anpassen. Fig.4 und 5 zeigen zwei mögliche Ausführungen dieses Gedankens. In Fig. 4 ist eine stufenförmige Kanalblende 16, in Fig. 5 eine konische Kanalblende 17 in den Sondenkanal eingesetzt.
  • Die Kanalblenden können auswechselbar ausgeführt werden, um sie leichter besonderen Bedingungen anpassen zu können. Die Erhöhung des Ionenstroms durch die Kanalblende beruht vermutlich auf einer Änderung der ionenoptischen Eigenschaften des Ionenextraktionssystems infolge der Gestaltsänderung der Extraktionssonde durch das Einbringen der Kanalblende in den Sondenkanal. Als günstig für die Bildung eines gebündelten Ionenstrahls hat sich für die Extraktionssonde z. B. die Form eines Topfes mit senkrechten oder schrägen Wänden und horizontalem oder schrägem Boden erwiesen. In dem Boden des Topfes befindet sich ein Loch für den Durchtritt des Ionenstrahls. Die Bohrung in dem Boden des Topfes muß sich dabei an der Einschnürung des Strahlenganges befinden und den Ionenstrahl möglichst eng umschließen, um ein großes Verhältnis von durchtretenden Ionen zu durchströmendem Gas zu erhalten.
  • Fig. 6 zeigt als Beispiel eine solche Extraktionssonde in Topfform 18 mit vorgesetztem Glaszylinder oder sonstigem zylindrischen Isolator ig. Das Ionenextraktionssystem hat hier die gleiche geometrische Gestalt wie in Fig. 3 und deshalb die gleiche ionenoptisch günstige Wirkung für die Bildung eines intensiven nachbeschleunigbaren Ionenstrahls. Die Bohrung im Boden des Topfes 2o befindet sich wieder an der Einschnürungsstelle des Ionenstrahls.
  • In Fig.7 ist ein Ionenextraktionssystem mit topfförmiger Extraktionssonde 18 ohne vorgesetzten zylindrischen Isolator dargestellt. Untersuchungen haben gezeigt, daß ein solches Ionenextraktionssystem ebenfalls hohe Ionenströme ergibt. Dabei ist es zweckmäßig, die Extraktionssonde außen mit einem Isolator 21 zu umgeben, damit auf die Außenfläche der Extraktionssonde kein Einstrom von Ionen erfolgen kann. Auch die Anbringung der Kanalblende 22 ganz oben im Sondenkanal, so daß sie mit dem oberen Rand der Extraktionssonde abschneidet, ergibt einen höheren Ione-nstrom als ohne Kanalblende. Diese Anordnung ist in Fig. 8 dargestellt.
  • Wie schon einleitend erwähnt, trifft auch nach Einbau der Kanalblende in den Sondenkanal immer noch ein wesentlicher Teil der der Entladung entnommenen Ionen hinter der Kanalblende auf die Kanalwände auf bzw. geht ein gewisser Teil des von der Sonde erfaßten Ionenstroms wegen zu großer Divergenz für die Nachbeschleunigung verloren. Eine weitere Erhöhung des nutzbaren Ionenstroms wurde nun dadurch erreicht, daß er gemäß entsprechender Weiterbildung der Erfindung, wie in der Anordnung nach Fig. g veranschaulicht, durch eine elektrische Einzellinse 23, genannt »Ionenkondensor«, nochmals so konzentriert wird, daß mehr Ionen durch die Beschleunigungslinse 7 hindurchtreten. Dabei wird am besten der Ausgang des Sondenkanals bzw. der Kanalblende durch den Ionenkondensor am Ort der Beschleunigungslinse abgebildet.
  • Es ergibt sich dann ein Strahlengang 24, wie er in Fig, g eingezeichnet ist. Als Gegenstand für die Bildung eines reellen Bildes durch die Beschleunigungslinse muß nun ein Strahlquerschnitt hinter dem Ionenkondensor genommen werden. Entsprechend Fig. g ist dazu ein Strahlquerschnitt durch eine Blende 25 abgegrenzt, und zwar handelt es sich, was besonders günstig ist, um den Strahlquerschnitt in der Brennebene des Ionenkondensors.
  • Eine elektrische Einzellinse arbeitet bei Ionen mit einem positiven Mittelpotential, so daß man die Linsenspannung durch Unterteilung der Sangspannung erhalten kann. Noch besser ist es, wenn man die Linse so einstellt, daß'sie optimal mit der Saugspannung als Mittelpotential konzentriert. Man kann dann die Linsenmittelelektrode direkt mit der Saugspannung verbinden und kommt so auch in den Besitz der anderen Vorteile eines solchen Zweipolsystems.
  • Außer einer elektrischen Einzellinse kann als Ionenkondensor auch eine magnetische Linse angewendet werden, wobei man zusätzlich noch eine Aussonderung unerwünschter Ionensorten erreichen kann. Bei Verwendung einer elektrischen Einzellinse kann man eine bessere Konzentration noch dadurch- erreichen, daß man nun die dritte'Linsenelektrode 26 auf tieferes Potential bringt, woduteh man -dann eine - elektrische Immersionslinse mit Mittelelektrode hat. Die Mittelelektrode dieser elek= trischen Einzellinse -bzw. diese Immersionslinse kann man außerdem durch Anlegen variabler Spannungen zur Hilfsfokussierung verwenden, d. h., man kann damit den durch die'Beschleunigungslinse gebildeten Brennfleck auf einen bestimmten Ort einstellen. Bei dieser Anwendung ist allerdings das Einsetzen einer Blende 25 nicht günstig, weil- die Lage der Brennebene nicht feststehend ist. -Wie schon in der Einleitung ausgeführt, wurde durch die Ableitung eines »Ähnlichkeitsgesetzes für Ionenextraktionssysteme« eine Vorschrift zur Erlangung optimaler technischer Bedingungen erhalten. Fig. ro und ioa geben ein Beispiel für die Anwendung-dieses- Ahnlichkeitsgesetzes: 27 ist das ursprüngliche Ionenextraktionssystem mit Kanalblende, schematisch eingezeichneter Plasmagrenze io und einem Elementarbündel des Ionenstrahls i2. 28 ist ein um den. Faktor k = i;5 danach- ähnlich vergrößertes Ionenextraktionssystem-.- - Es ergibt gegenüber dem Ionenextraktionssystern 27 - einen um den Faktor k2 = i,52 = 2,25 höheren Ionenstrom und Gasverbrauch.
  • In den Fig. iz bis 13 sind einige Meßergebnisse dervorbekannten undeinerfinordnung entsprechend der Erfindung graphisch dargestellt. Kurve 29- in Fig. i i zeigt den nutzbaren Ionenstrom IA als Funktion- der Saugspannung US bei denn von T h o n e man n angegebenen Ionenextraktionssystem, Kurve 3o dieselbe Abhängigkeit des nutzbaren Ionenstroms bei dem durch Einsetzen einer Kanalblende nach Fig.3 verbesserten Ionenextraktionssystem. Zum Arbeiten mit der Ionenquelle wird die Saug= spannung US jeweils so eingestellt, daß man das Maximum des Ionenstroms erhält. Wie °Fig. i i zeigt; hat der nutzbare Ionenstrom durch Einsetzen der Kanalblende um den Faktor 2;6 zugenommen. Gleichzeitig damit wurde der Gasverbrauch auf -die Hälfte herabgesetzt. Kurve 3 i zeigt den nutzbaren Ionenstrom, den man nach ähnlicher Vergrößerung des für Kurve 30 benutzten Ionenextraktionssystems um den Faktor 1,5 gemäß Fig. io- erhält. Der Ionenstrom hat bei der ähnlichen Vergrößerung um den Faktor 2,2 zugenommen, was der erwarteten Zunahme mit guter Genauigkeit entspricht: Da der Gasverbrauch dabei ebenfalls um .etwas =über das zweifache zugenommen hat, hat man nun wieder etwa den gleichen Gasverbrauch wie bei dem für Kurve 29 benutzten Ionenextraktionssystem -nach T h onem a n n, j edoch einen etwa sechsmal so hohen Ionenstrom. Dieses -Ergebnis wurde allein durch Einsetzen einer einfachen Kanalblende nach Fig.-3 und durch Anwendung des Ähnlichkeitsgesetzeserzielt.
  • In Fig. i2- ist der nutzbare donenstrom IA mit und ohne- Kanalblende- in -Abhängigkeit-- von der Sendeleistung-NHP dargestellt, und zwar- zeigt Kurve 32 den Ionenstrom ohne Kanalblende und Kurve 33 den Ionenstrom -mit Kanalblende gemäß Fig. 3: Man sieht wieder die etwa dreifache Zunähme des. nutzbaren Ionenstroms durch Einsetzen der - Kanalblende bei gleichzeitiger Abnahme des Gasverbrauches auf die Hälfte.
  • Fig. 13 zeigt den nutzbaren Ionenstrom IA bei einem Ionenextraktionssystem mit Kanalblende einmal ohne Ionenkondensor (Kurve 34) und einmal mit Ionenkondensor (Kurve 35) in -Abhängigkeit -vQn der Saugspannung US. Die Zunahme des Ionenstroms durch den'Ionenkondensor beträgt in diesem Beispiel fast das Dreifache.
  • Durch gleichzeitige Benutzung der Kanalblende und des Ionenkondensors und Anwendung des Ähnlichkeitsgesetzes wurde bis jetzt eine Steigerung des'nutzbaren Ionenstroms um den Faktor 15 bis 2o bei gleichem Leistungsaufwand, gleichem Gasverbrauch und gleichem apparativen Aufwand erzielt. Bei Sendeleistungen von 15o bis 300 W wurden nutzbare Ionenströme von 5 bis io mA erhalten, die durch Erhöhung der Sendeleistung noch weiter gesteigert werden können.
  • Bei den vorstehend angeführten Ergebnissen handelt es-sich um Versuche mit einer Anordnung als Ausführungsform entsprechend der Erfindung, die jedoch noch nicht das Optimum des erzielbaren Erfolges erbracht hat. -Man kann jedoch schon aus diesen Resultaten erkennen, daß die Technik der Ionenstrahlerzeugung durch die Erfindung entscheidend verbessert -worden' ist. Dieser Fortschritt schon allein ist durch folgende Tatsachenbegründet: Es sind wesentlich höher als bisher fokussierbare Ionenströme erreicht. Es sind dabei Stromsteigerungen erzielt um den Faktor 2o bei gleichem Leistungsaufwand; .gleichem Gasverbrauch und gleichem- apparativem Aufwand.
  • Ferner kommt hinzu, daß die nutzbaren Ionenströme nunmehr einen -wesentlichen Teil' des verbrauchten Gases ausmachen bei bis jetzt schon erzielten Werten von 25'bis 300/0. Dieses Werte lassen sich voraussichtlich bei sorgfältig im Sinn der Erfindung weiter vervollkommneten Ausführungsformen noch auf über 50 % -steigern gegenüber den bisher bekannten Ergebnissen, bei denen diese Ionenströme nur einen recht geringen Bruchteil des gesamten, durch den Kanal hindurchströmenden Gases betrugen. Es-waren dabei nämlich i bis 21/o im allgemeinen schon -sehr gute Werte.
  • Abschließend ist noch darauf hinzuweisen, daß die Erfindung in einem breiten Rahmen Anwendung finden kann; nämlich bei allen Gasentladungen mit Plasma und überhaupt prinzipiell bei jedem Plasma beliebiger Herkunft. Die früher angegebenen Ionenquellen 'für hohe Ionenströme und großen Ionenanteil des Gasverbrauches (z. B: Pendellionenquelle mit Glühkathode) sind Einzelausführungen, bei denen die allgemeine Anwendbarkeit durch entscheidende Nachteile - (z. B. schlechte- Betriebssicherheit, schwere Fokussierbarkeit der- austretenden Ionen, geringer Atoinionenanteil): stark beeinträchtigt ist. Die durch die Erfindung wesentlich verbesserte Sondenextraktion kann demgegenüber jedoch bei den meisten Gasentladungen angewendet werden. Man kann also, nachdem man nunmehr eine Sondenextraktion mit hohem Wirkungsgrad gefunden hat, durch eine geeignete Wahl der Gasentladung für die Erfüllung derj enigen Anforderungen sorgen, die an eine für einen bestimmten Verwendungszweck verlangte Ionenquelle gestellt werden.
  • Wenn oben von einer Kreuzungsstelle des Ionenstrahls gesprochen wird, so kann dies auch der Brennfleck des ionenoptischen Systems bedeuten oder das reelle Bild der Plasmagrenze. Es ist damit in jedem Fall gemeint die engste Bündelungsstelle des Ionenstrahls.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Mit Sondenextraktion arbeitende Ionenquelle, insbesondere solche, die aus einem Plasma und vorzugsweise aus einem elektrischen Gasentladungsplasma schöpft, in welcher eine gegenüber dem zu extrahierenden Plasma bzw. gegenüber dem Positivwert der Plasmagrenze auf negativem Potential gehaltene Extraktionssonde vorgesehen ist, die eine ionenoptische Abbildung der Plasmagrenze bewirkt, so daß ein Maximum an Ionen an einer geeigneten Stelle durch einen minimalen Durchlaßquerschnitt hindurchtritt und zu einem nachbeschleunigbaren Ionenbündel konzentriert wird, und wobei die Anordnung so gewählt ist, daß die Kreuzungs- (Verengungs-) bzw. Bündelungsstelle der Ionenstrahlung für die genannte Abbildung im Bereich des Sondenkanals an einer bestimmten Stelle liegt, dadurch gekennzeichnet, daß der Sondenkanal an der Bündelungsstelle der Ionenstrahlung eine Kanalverengung aufweist.
  2. 2. Ionenquelle nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Verengung des Sondenkanals als Blende ausgebildet ist. 3. Ionenquelle nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Blende des Sondenkanals verstellbar vorgesehen ist, und zwar hinsichtlich ihrer Weite, ihrer Form, Länge und/oder hinsichtlich ihrer Stellung längs des Sondenkanals. 4.. Ionenquelle nach Anspruch i und folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Blende Topfform hat mit einer Bohrung im Topfboden. 5. Ionenquelle nach Anspruch i und folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der aus der Kanalblende austretende Ionenstrahl mittels einer elektrischen Linse (Ionenkondensor) so konzentriert ist, daß ein größerer Teil der Ionen durch die Beschleunigungslinse hindurchtritt, als ohne Anwendung eines Ionenkondensors. 6. Ionenquelle nach Anspruch i und folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß zur Fokussierung des Ionenstrahls ein Strahlquersehnitt zwischen Ionenkondensor und Beschleunigungslinse als Abbildungsgegenstand gewählt ist, wobei dieser Ouerschnitt vorzugsweise mit einer Blende abgegrenzt ist und dieser abgebildete Strahlquerschnitt ebenfalls vorzugsweise in der Brennebene des Ionenkondensors liegend gewählt wird. Angezogene Druckschriften: »Journal de P'hysique et 1e Radium«, Bd. 13, 1952, S.491; »Nucleonics«, Bd. g, 1951, H.
  3. 3, S. 18 bis 23.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1059581B (de) * 1956-03-28 1959-06-18 Siemens Ag Plasmaquelle fuer geladene Teilchen
DE1128177B (de) * 1957-06-13 1962-04-19 Leybolds Nachfolger E Massentrennungssystem
DE1277590B (de) * 1958-06-23 1968-09-12 Associated Electrical Ind Manc Ionenquelle fuer ein Massenspektrometer, bestehend aus einem Ionenerzeugungssystem und mehreren als elektrostatische Linse wirkenden Beschleunigungselektroden

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