DE940108C - Verfahren zum Verbessern der Haftfestigkeit von bituminoesen Stoffen an Faserstoffen, insbesondere fuer die Herstellung von bituminoesen Stoffbahnen - Google Patents

Verfahren zum Verbessern der Haftfestigkeit von bituminoesen Stoffen an Faserstoffen, insbesondere fuer die Herstellung von bituminoesen Stoffbahnen

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DE940108C
DE940108C DEB19221A DEB0019221A DE940108C DE 940108 C DE940108 C DE 940108C DE B19221 A DEB19221 A DE B19221A DE B0019221 A DEB0019221 A DE B0019221A DE 940108 C DE940108 C DE 940108C
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Hans Braun
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    • D21H17/00—Non-fibrous material added to the pulp, characterised by its constitution; Paper-impregnating material characterised by its constitution
    • D21H17/63—Inorganic compounds
    • D21H17/70—Inorganic compounds forming new compounds in situ, e.g. within the pulp or paper, by chemical reaction with other substances added separately
    • D—TEXTILES; PAPER
    • D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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    • D06M11/00—Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with inorganic substances or complexes thereof; Such treatment combined with mechanical treatment, e.g. mercerising
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Description

  • Verfahren zum Verbessern der Haftfestigkeit von bituminösen Stoffen an Faserstoffen, insbesondere für die Herstellung von bituminösen 'Stoffbahnen Es ist eine bekannte Eigenschaft der meisten. organischen und anorganischen Faserstoffe, die für die Herstellung von bituminösen Bedachungs-und Dichtungsstoffen, z. B. Dachpappe, Dichtungsbahnen u. dgl., in Frage kommen, daß sie »hydrophil«, d. h. der Benetzung durch Wasser leichter zugänglich sind als der Benetzung durch bituminöse Stoffe. Die notwendige Haftung der bituminösen Stoffe an der Faser wird daher bei Feuchtigkeitszutritt stark beeinträchtigt. Dieser Mangel läßt sich auch dann nicht vollständig beheben, wenn solche Faserstoffe unter Ausschluß von Feuchtigkeit mit bituminösen Stoffen umhüllt worden sind.
  • Legt man nämlich so behandelte Faserstoffe einige Zeit in Wasser, so wird der bituminöse Film von der Faser abgedrängt, so daß diese mit dem Wasser in unmittelbare Berührung kommt. Die Einwirkung des Wassers führt bei organischen Faserstoffen zu Quellungserscheinungen und Raumveränderungen, bei längerer Dauer, namentlich unter Luftabschluß, zu Fäulnis und Verrottung. Bei anorganischen Faserstoffen löst sich der Verband zwischen Bitumen und Faser, es entsteht eine Lockerung des Gefüges und eine Verminderung der Festigkeit, die bei Einwirkung von Witterungseinflüssen weiter fortschreitet.
  • Um diese Erscheinungen, die sich in der Praxis als sehr nachteilig erwiesen haben, zu vermeiden, hat man in verschiedenen Richtungen Versuche unternommen. Einerseits hat man die bituminösen Tränkmittel zu verbessern versucht, indem man ihnen Stoffe, wie hochmolekulare Verbindungen mit polaren Gruppen, zusetzte, die deren Benetzungsfähigkeit steigern. Sie reicht aber nicht aus, um andrängendes Wasser von der Faser fernzuhalten. Andererseits hat man auch die Faser behandelt und sie z. B. mit ölen von, hoher Oberflächenspannung vorhenetzt oder sie mit einer wasserlöslichen Metallsalzlösung imprägniert, jeweils mit dem Ziel, das Verfaulen der organischen Faser zu verhindern. Man hat also in diesem Fall den Zutritt das andrängenden Wassers in Kauf genommen und nur eine einzige seiner nachteiligen Wirkungen und auch nur für eine begrenzte Zeit ausgeschaltet. Die nachteilige Raumvergrößexung durch Quellung, die Blasenbildung durch bei Sonnenbestrahlung entstehenden Wasserdampf und die Absprengung der bituminösen Deckschicht mit nachfolgender Haarrißbildung unter Frosteinwirkung bleiben bestehen. Die -Erfindung beruht auf der Erkenntnis, da.ß zur Vermeidung aller Nachteile des Wasserzutritts zur Faser die Haftung des bituminösen Stoffs auf der Faser noch weiter gesteigert werden muß, und daß dies überraschenderweise nicht durch Behandlung des Bitumens, sondern durch Oberflächenbehandlung der Faser erreichbar ist.
  • Die Erfindung setzt sich deshalb zum Ziel, die Oberfläche der mit bituminösen Stoffen zu überziehenden Fasern so, zu beeinflussen, daß eine feste Haftung der bituminösen Stoffe auch bei Zutritt von Wasser gewährleistet ist. Zu diesem Zweck ist gemäß der Erfindung vorgesehen., daß auf den Fasern mindestens ein Oxydhydrat der Schwermetalle, insbesondere das des Eisens, niedergeschlagen wird und die so behandelten Fasern gegebenenfalls getrocknet werden.
  • Ein solcher Niederschlag ist wasserunlöslich, haftet fest auf den Fasern und besitzt ausgezeichnete Benetzungseigenschaften gegenüber den bituminösen Stoffen. Um :0xydhydrate..-au:d-^'aser niederzuschlagen, können.bel.i' lge Wege eingeschlagen, werden. -SSo kann das Eisenoxydhydrat entweder durch Fällung aus einer Eisensalzlösung, z. ,B: Eisensulfat, unmittelbar auf der Faser niedergeschlagen werden, gegebenenfalls unter Beifügung eines Netzmittels zur Erzielung gleichmäßiger Verteilung. Das Hydrat kann aber auch in Form einer kolloidalen Lösung vorgebildet und die Lösung zum Benetzen. der Faser verwendet werden: Sowohl die Salzlösung als auch die kolloidale Hydratlösung können, wenn man vor der Tränkung des Faservlieses mit Bitumen ein Bindemittel zum Verkitten nicht filzender, z. B. Glasfasern, verwendet, auch diesem: Bindemittel zugemischt werden. Wird das Metallsalz einem dieser Bindemittel zugesetzt, so wird das Oxydhydrat in dieser Mischung gefällt: Nach dem Trocknen haftet das Eisenoxydhydrat fest und unlöslich auf der Faser: Bei der dann folgenden Tränkung mit bituminösen Stoffen geht es mit diesen eine so innige Verbindung ein, daß auch bei längerer Wasserlagerung keine Loslösung des Bindemittels von der Faser mehr eintritt. Beispiel z Einem Papierstoff werden im Holländer ö;5 bis_ i ?/o Eisen, bezogen auf trockenen Stoff, in Form eines zwei- und/öder dreiwertigem Salzes in wäßriger Lösung zugemischt. Nach guter Durchmischung wird es durch Zugabe eines alkalisch reagierenden Stoffes (z. B. Ammoniak, Kalk), gegebenenfalls in Gegenwart eines Oxydationsmittels (z. B. Wasserstoffperoxyd) als dreiwertiges Oxydhydrat auf die Faser ausgefällt. Nach beendigter Fällung kann der Stoff in bekannter Weise auf Papier bzw. Rohpappe verarbeitet werden. Dieses Papier bzw. die Rohpappe werden in üblicher Weise mit Bitumen getränkt. Beispiel 2, Bei der Herstellung von Glasfaservliesen werden gewöhnlich Bindemittel verwendet, um die Fasern, die j a bekanntlich kein Verfilzungsvermögen haben, zusammenzuhalten. Als Bindemittel kann man beispielsweise Harnstoff-Forrnaldehyd-Harze nehmen. Diese werden in der wasserlöslichen A-Form aufgebracht und unter Einwirkung von Wärme gehärtet. Zu diesem Harz (A-Stufe) gibt man eine kolloidale Eisenhydratlösung in solcher Menge, daß eine starke Gelbbraunfärbung auftritt. Die Bildung des Faservlieses" geschieht in der üblichen Weise. Auch dieses Vlies wird dann nach bekannten Methoden mit Bitumen getränkt. Beispiel 3 Zur Herstellung von Glasfaservliesen kann man auch so vorgehen, daß man die kolloidale Eisenlösung im Bindemittel selbst erzeugt Hierzu gibt man zu dem in der A-Stufe vorliegenden Harz eine abgemessene Menge Eisenfeilspäne und gegebenenfalls etwas Oxydationsmittel. Man läßt unter Rühren -einige Zeit stehen und kann dann die fertige, kolloidales Eisenoxydhydrat enthaltende Harzmischung in bekannter Weise weiterverwenden (s. Beispiel 2).

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Verbessern der Haftfestigkeit von bituminösen Stoffen an Faserstoffen, insbesondere für die Herstellung von bituminösen Stoffbahnen, dadurch gekennzeichnet, daß auf den Fasern mindestens: ein Oxydhydrat der Schwermetalle, insbesondere das des Eisens, niedergeschlagen wird und die so behandelten Fasern gegebenenfalls getrocknet werden. -2. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, da.ß das Oxydhydrat durch Ausfällen aus einer entsprechenden Metallsalzlösung auf den Fasern niedergeschlagen wird. 3. Verfahren nach Anspruch idadurch gekennzeichnet, daß das Oxydhydrat durch Benetzen der Fasern mit kolloider Oxydhydratlösung auf tdiesen niedergeschlagen wird. 4. Verfahren nach Anspruch z und a, dadurch gekennzeichnet, daß bei Anwendung eines Bindemittels zum Verkitten. der Fasern das Oxydhydrat in diesem aus -einer Metallsalzlösung ausgefällt und dadurch während des Verkittens auf den Fasern niedergeschlagen wird. 5. Verfahren nach Anspruch z und 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei Anwendung eines Bindemittels zum Verkitten der Fasern die kolloide Oxydhydratlösung dem Bindemittel zugesetzt und dadurch das Oxydhydrat während des Verkittens auf den Fasern niedergeschlagen wird. 6. Verfahren nach Anspruch z oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der Angezogene Druckschriften: Abraham, Asphalts and allied Substances, 5. Auflage, 1944, S. 545; britische Patentschrift Nr. 307 465; USA.-Patentschriften Nr. 2 o5 i 577, 2 346 947; deutsche Patentschriften Nr. 221 93 i, 622 499, 811 689. Metallsalzlösung bzw. kolloiden Oxydhydratlösung ein Netzmittel zugesetzt wird.
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Citations (6)

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