DE940206C - Nachgiebiges Dichtungsglied fuer Schwenkfenster - Google Patents
Nachgiebiges Dichtungsglied fuer SchwenkfensterInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein nachgiebiges Dichtungsglied für ein Schwenkfenster in der
Schließlage, insbesondere für Kraftfahrzeuge, das aus einem in der Fensteröffnung befestigten Fußteil
besteht, der über einen Steg mit einem als Anlagefläche für das Fenster dienenden Kopfteil
in Verbindung steht. Der Kopfteil ragt hierbei in die Bewegungsbahn des unteren Scheibenrahmens.
Diese vorbekannten Dichtungsglieder benötigen im allgemeinen einen senkrecht zur Fensterscheibenebene gerichteten Anpreßdruck, um eine einwand
freie Dichtung zu erzielen, so daß zur Vervollkommnung der Dichtwirkung stets ein zusätzliches
Regelelement erforderlich wird. Bei Türdichtungen ists es bereits an sich bekannt, den Kopfteil eines
nachgiebigen Dichtungsteiles über einen dünnen Halsteil mit dem Fußteil zur Schwenkermöglichung
zu verbinden.
Die Erfindung bezweckt die Schaffung eines nachgiebigen Dichtungsgliedes, bei dem das Fenster
mit geringerem Kraftaufwand gut dichtend in die Schließstellung gebracht werden kann und sich
auch in dieser Schließstellung hält, ohne daß zusätzliche Haltemittel erforderlich sind, da bei der
erfindungsgemäßen Ausführungsform die Dichtkräfte im wesentlichen allein in Richtung der
Fensterscheibenebene auftreten.
Erfindungsgemäß ist der in an sich bekannter Weise über einen dünnen Halsteil mit dem Fußteil
zur Schwenkermögliehung verbundene Kopfteil mit der Schmalseite der Fensterscheibe entsprechenden
Anlageflächen versehen, infolge Verformung des Halsteiles bei geschlossenem Fenster symmetrisch
zur Fensterscheibenebene zur Anlage kommen.
Das Dichtungsglied nach der Erfindung ist außerdem mit einem symmetrischen Kopfteil versehen und weist eine zentrale Rippe und seitlich
herausspringende Qüerarme auf. Es kann auch der Fußteil des Dichtungsgliedes in an sich bekannter
Weise mit fest damit verbundenen so Flanschen bei geschlossenem Fenster zum Anliegen
gegen die ihn umgebenden Teile gebracht werden. Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung
ergeben sich aus der Beschreibung und den Zeichnungen, in denen verschiedene erfindungsgemäße
Ausführungsformen eines Dichtungsgliedes dargestellt sind. Es zeigt
Fig. ι .einen Teil einer Kraftwagentür von innen
gesehen, mit einem Teil der Fensteröffnung sowie
einem Schiebefenster und einem geschlossenen Schwenkfenster. Dabei ist in dem Zwischenraum
zwischen, dem Oberteil, dem geneigten Rande und dem Unterteil des Schwenkfenster einerseits und
den angrenzenden Teilen der Fensteröffnung andererseits eine erfindungsgemäße Dichtung vorgesehen,
Fig. 2 in vergrößertem Maßstabe, teils im Schnitt, einen Teil des Kraftwagens von außen
gesehen mit dem unteren Schwenkzapfen, der in ' gestrichelten Linien angedeutet ist,
Fig. 3 schaubildlich einen Teil der erfindungsgemäßen Dichtung,
Fig. 4 und 5 Schnitte gemäß den Linien 4-4 bzw. 5-5 in Fig, 1 in vergrößertem Maßstabe, und
zwar in verschiedenen Stellungen des Dichtungskopfes zu beiden Seiten des unteren Fensterschwenkzapfens bei geschlossenem Fenster,
Fig. 6 bis 8 weitere Ausführungsmöglichkeiten des erfindungsgemäßen Dichtungsgliedes,
Fig. 9 eine Teilseitenansicht des Schwenkfensters und dessen Wirkung auf das erfindungsgemäße
Dichtungsglied im Bereich des einen _ der beiden Fensterschwenkzapfen,
Fig. 10 ein Schema der Fensterschwenkbewegüng in bezug auf das erfindungsgemäße Dichtungsglied,
Fig. 11 bis 13 je einen Schnitt nach den
Linien ii-li, I2>-I2, 13-13 der'Fig. 9 und die
Wirkung des Dichtungskopfes beim Schwenken des Fensters aus seiner Offenstellung, gemäß Fig. 11 in
seine Schließstellung gemäß Fig. 13. Dabei wird vornehmlich veranschaulicht, wie der Umfang des
Scheibenrahmens mit dem Dichtungskopf zusammenwirkt und diesen in Richtung der Schließbewegung
wälzt oder verwindet und dadurch einen wirksamen wetterdichten Abschluß des Spieles
zwischen dem Fenster selbst und dessen öffnung ergibt,
Fig. 14 eine Draufsicht auf einen Teil des erfindunigsgemäßen
Dichtungsgliedes zu beiden Seiten des Fensterschwenkzapfens nach Entfernen des Fensters,
Vorzugsweise wird die Dichtung, wie sie die Zeichnungen zeigen, aus Gummi, einem nachgiebigen plastischen Stoff oder irgendeiner Vereinigung
geeigneter Stoffe hergestellt. Gummi, auch bildsamer, synthetischer (vulkanisierbarer) Gummi hat
sich als sehr zufriedenstellend erwiesen. Die Dichtung kann geformt werden, wird aber vorzugsweise
unter Benutzung üblicher Strangpreßverfahren hergestellt, weil eine so gefertigte Dichtung
in ihren Eigenschaften der durch Formen gefertig- So ten Dichtung überlegen ist.
Die Dichtung nach Fig. 3 besteht aus einem Halte- oder Fußteil 10 und einem einteiligen Kopf
12, der mit dem Fußteil 10 mittels eines biegsamen und nachgiebigen Halsteiles 14 verbunden ist. Alle
drei Teile bestehen aus einem Stück. Der Halsteil 14 erlaubt ein Verschwenken oder Verwinden des
Kopfes 12 als Ganzes nach beiden Seiten aus der in Fig. 3 gezeigten unbelasteten Symmetriestellung.
Der Kopf 12 liegt in dieser Stellung in der Ebene der Quermittellinie des geschlossenen
Fensters 15 (Fig. 1). Beim Schließen des Fensters wird der Dichtungskopf gedrückt und als Ganzes
nach rechts oder nach links verlagert (Fig. 4 und 5), je nach den auf ihn beim - Schließen des
Fensters 15 ausgeübten Kräften. Der Halte- oder Fußteil 10 kann verschiedene Formen haben, je
nach den Gegebenheiten, z. B. nach der Konstruktion der Fensteröffnung, für die er bestimmt ist.
Das Dichtungsglied nach den Beispielen der Fig. 1 bis 5 und 9 bis 14 ist für die üblichen Kraftwagenfester-Ausführungen mit Schwenkfenster 15 gedacht.
Das Fenster 15 ist in eine Fensteröffnung eingesetzt, die von der Feneterlaibung 11 der Tür
und der inneren Verkleidungsform 13 eingefaßt ist. Die Dichtung ist in einen kanalförmigen Träger 25
eingesetzt, der in der Fensteröffnung zwischen der Laibung 11 und der Verkleidung 13 befestigt ist.
Der Halte- oder Fußteil 10 des Dichtungsgliedes gemäß diesen Figuren und Fig. 3 ist vornehmlich für
solche üblichen Fensterausführungen geeignet und hat eine ebene Bodenfläche 16, schräg nach, aufwärts
verlaufende Seitenflächen 18 und 20 und nach einwärts gerichtete Kopfflächen 22 und 24. Der
Fußteil hat fest damit verbundene Flansche 26 und 28, die zum Anliegen zwischen den seitlichen
Flanschen des Kanals 25 und den Türteilen 11 und 13 kommen. Bei dieser Ausbildung erstrecken sich
die Flächen 22 und 24 nur für ein kurzes Stück einwärts, bis sie in die Anschlußstellen der iao
Flansche 26 und 28 übergehen.
Für eine besondere Befestigung des Dichtungsgliedes kann nach dem in Fig. 3 veranschaulichten
Beispiel eine Änderung der Gestalt des Dichtungsfußes unter Fortlassung der Flansche 26 und 28
rwünscht sein.
Ebenso erlaubt der Dichtungskopf eine unterschiedliche Gestaltung. Indessen hat sich die
Kreuzform nach Fig. 3 als äußerst praktisch herausgestellt. In Betracht kommt weiter die Form
nach Fig. 6. Mit Ausnahme dieser letzten Ausführung hat der Dichtungskopf in allen anderen
dargestellten Fällen eine kreuzförmige Gestalt, d. h. eine zentrale Rippe 17 und Seitenarme 19 und
2i, die zu beiden Seiten der Rippe angeordnet sind. Wie ersichtlich, ,sind die Rippe 17 und die Arme 19
und 20 im Bereich ihrer Anschlußstellen verstärkt und ergeben eine gekrümmte Umrißlinie, die von
dem äußeren Rande jedes der beiden Arme einwärts und aufwärts zum Rande der zentralen
Rippe 17 verläuft. Die zentrale Rippe 17 liegt bei unbelastetem Dichtungskopf in der gleichen Ebene
wie die Quermittellinie des Schwenkfensters 15 und ragt gewissermaßen in die Fensteröffnung und
damit in den Schwenkweg des Fensters derart hinein, daß sich die gewünschte Anlage am Umfang
des Scheibenrahmens 23 der Schwenkscheibe 15 ergibt.
Der Dichtungskopf 12 ist an seiner Unterseite,
und zwar im wesentlichen längs seiner Mittellinie mit dem Halsteil 14 verbunden, so daß die unteren
Flächen 30 und 32 der Seitenarme 19 und 21 einwärts
gerichtet sind und oberhalb der Oberseiten der Flansche 26 und 28 in den Halsteil 14 übergehen.
Die Flächen 34 und 36 der Seitenarme 19 und 20 verlaufen einwärts zur zentralen Rippe 17
hin und gehen in den auswärts gekrümmten unteren Teil der Rippe über.
Die zentrale Rippe 17 und die Seitenarme 19
und 20 bilden bei dieser Ausführung eine Art Doppelwinkel-Hebel-System, indem die Rippe 17
und der Arm 19 einen Winkelhebel und die Rippe 17 und der Arm 21 den anderen Winkelhebel darstellen,
Die gemeinsame Schwenkachse der beiden Winkelhebel liegt im nachgiebigen Hals i4· Dieser
hat einen verbreiterten Teil 14°, der in den Fuß
des Dichtungsgliedes übergeht. Bei der dargestellten Ausführung liegen die Seitenarme 19 und 21
rechtwinklig zur zentralen Rippe 17. Gleichwohl sind andere Neigungen der Seitenarme zur zentralen
Rippe möglich.
Die eigenartige Wirkung eines Hebelsystems veranschaulichen die Fig. n bis 13. Beim Schließen
des Fensters 15 kommt dessen Rahmen 23 von der Rahmenschwenkachse fortschreitend nach außen
zur Anlage an die zentrale Rippe 17 und neigt den ganzen Dichtungskopf 12, d. h. erteilt ihm eine
Schwenkbewegung um den Hals 14. Dabei wird der Arm 19 aufwärts geschwenkt und an den Umfang
des Rahmens 23 herangeführt. Im weiteren Verlauf der Schließbewegung des Fensters 15 wirkt die
zentrale Rippe 17 wie ein Hebelader um den Hals 14 als Achse schwenkt. Diese Schwenkwirkung
wird dem Arm 21 mitgeteilt, bis er auf die Oberseite des Dichtungsfußes 10 trifft. Dieser wirkt
gewissermaßen als Anschlag gegen eine weitere Kippbewegung des ganzen Dichtungskopfes. Ist
diese Anschlagstellung des Armes 21 erreicht, so übt der Dichtungskopf bei Fortsetzung der Schließbewegung
einen verstärkten Widerstand aus, der einen Druck auf die Rippe 17 und den Arm 19
gegen den Umfang des Rahmens 23 ergibt, sobald die endgültige Schließstellung gemäß Fig. 13 erreicht
ist. In diese Stellung ist der ganze Dichtungskopf 12 geneigt worden, bis die Unterseite 32
der Rippe 21 sich gegen die Oberseite des Flansches 28 abstützt und die Anlagefläche 34 des
Armes 19 den gesamten Umfang 52 des Glasscheibenrahmens
23 berührt, vgl'. Fig. 13. Während der Schwenkbewegung aus der Stellung nach
Fig. 11 in jene nach Fig. 13 ist der Dichtungskopf 12 außerdem im Bereich der Schwenkzapfen 44
und 46 (Fig. i, 2) in Längsrichtung verwunden worden, so daß auf der anderen Seite der
Schwenkzapfen die Stellungen der Arme 19 und 21 umgekehrt im Vergleich zu Fig. 11 bis 13 sind.
Die Rippe 17 und die Arme 19 und 21 ergeben in
Anlage am Umfang des Scheibenrahmens 23 solcherart einen wirksamen Wetterverschluß zu
beiden Seiten der Mittellinie des Rahmenumfanges.
Dabei ist noch hervorzuheben, daß die zwischen dem Dichtungskopf und dem Umfang des Scheibenrahmens
23 erzeugte Wetterdichtung Undichtigkeiten zwischen dem Rahmen und der Fensteröffnung
bei geschlossenem Fenster 15 ausschließt.
Die Rippe 17 und die Arme 19 und 21 des
Dichtungskopfes 12 sind so angeordnet, daß sie bei geschlossenem Fenster zwischen dem Rahmen 23
und der Fensteröffnung verdeckt sind. Lediglich ein Teil des Halses 14 liegt frei. Dieser Teil
bildet aber eine glatte Fläche, also keine Taschen oder sonstige Unregelmäßigkeiten, in denen sich
Wasser fangen oder halten kann.
Das Dichtungsglied ist an einer Wagentür 38 dargestellt, die ein Schiebefenster 40 und das
Schwenkfenster 15 zeigt, wobei beide Fenster durch eine Zwischenleiste 41 voneinander getrennt
sind. Bei der Tür 38 handelt es sich um die übliche Vordertür eines Kraftwagens, und zwar zeigt
Fig. ι die Innenseite dieser Tür. Das Schwenkfenster
ist mit im wesentlichen senkrechten Zapfen 44 und 46 versehen, so daß beim Öffnen der
Vorderteil des Fensters einwärts und der hintere Teil auswärts verlagert wird. Der Oberteil und
der geneigte Vorderrand 48 sowie auch der untere Rand 50 der Glasscheibe sind von einem Rahmen
23 mit U-förmigem Querschnitt eingefaßt (Fig. 2, 4, 5, 11 bis 13). Dieser Rahmen erstreckt
sich über den oberen Rand, den geneigten vorderen Rand und den unteren Rand der Glasscheibe. Eine
übliche Abdichtung 54 ist zwischen dem Rahmen 23 und der diese aufnehmende Scheibe 15 vorgesehen.
Wie aus den Fig. 4, 5 und 13 zu erkennen ist, ist der Dichtungskopf gegen den Rahmenumfang
abgedichtet und übergreift dabei nicht die Seiten des Rahmens 23 nach Art der bisher üblichen
Dichtungsstränge mit Dichtungslippen. Demgemäß kann der Riegel 62 (Fig. 1) unmittelbar am
Rahmen 23 angeordnet werden; denn es ist am inneren Seitenflansch des Rahmens 23 reichlich
Platz für die Anbringung der Klinke 62 und deren
Klinkengriff vorhanden. Es ist also nicht notwendig, in der bisher üblichen Weise eine besondere
Lagerung für den Riegel vorzusehen. Au: diesem Grunde werden die Kosten für die Anfertigung
und die Anbringung des Riegels vermindert. Darüber hinaus wird der Riegel kräftiger und
praktischer. Da die Wetterdichtung gemäß der Erfindung ohne Seitendrücke gegen den Rahmen
• 2>3 arbeitet, so läßt sich die Verriegelung mit dem
ίο Griff 62 ebenso wie das Schließen des Fensters
viel leichter und besser durchführen als bei den bisherigen Konstruktionen.
Die hier beschriebene Wetterdichtung ist für das linke und rechte Vorderfenster und auch für das
linke und rechte rückwärtige Fenster eines Kraftwagens geeignet und kann deshalb als Normteil
für alle Wagenmodelle und Konstruktionen verwendet werden. Es entfällt damit eine besonders
gestaltete Dichtung für jedes einzelne Fenster ein ao und desselben Wagens und für die verschiedenen
Wagen-Modelle und -Typen.
In Abweichung von der Kreuzform kann der Dichtungskopf 12 z-. B. eine quadratische Grundform
33 nach Fig. 6 erhalten. Ebenso kommt eine dreieckige Grundform oder eine andere geometrische
Form in Betracht.
Bei der Abwandlung nach Fig. 7 sind wiederum zwischen dem kanalförmigen Träger 55 und den
Innen- und Außenteilen 11 und 13 der Tür nachgiebige
Flansche 56 und 57 vorgesehen. Der kanalförmige Träger 55 hat eine schlitzförmige öffnung
58. Auch hier ist der Dichtungskopf 12 vermittels des Halsteiles 14 mit dem Fußteil verbunden. Der
Halsteil 14 ist nach unten zu erweitert und geht in den Fußteil 60 über. Dieser zeigt Einschnitte 63
und 64 für den Eingriff der den Längsschlitz 58 einfassenden Ränder. Bei dieser Ausführung wird
der Fußteil 60 durch den Schlitz 58 gepreßt und gegen Verlagern durch die Ränder gehalten, die
den Längsschlitz 58 begrenzen und in die Einschnitte 63 und 64 eingreifen.
Nach Fig. 8 besteht der die Wetterdichtung aufnehmende
kanalförmige Träger aus einem Ansatz 70 des Türbleehes 72 und einem Ansatz 7.1 des
inneren Türbleehes 74 unter Fortfall des kanalförmigen Trägers 25 und der Flansche 26 und 28.
Die beiden Teile 70 und 71 halten 'die Dichtung mit einwärts gezogenen Schultern 76 und 78. Der
Halsteil 14 ist wieder, nach außen und unten zum Fußteil' JJ hin' erweitert· unter Bildung zweier
Längsnuten 79 auf beiden Seiten des Fußes "J7
für den Eingriff der Schultern j6 und 78.
Der erweiterte Teil 14° des Halses hat auswärts
geneigte Seitenflächen. und schützt gegen eine Uberbeanspruchung des Halses an den dem Fuß
benachbarten Stellen. Aus dieser Ausführung erklärt sich, daß die auf den Kopf 12 ausgeübten
Verlagerungskräfte über die gesamte Wetterdichtung so verteilt werden, daß sich nur Drücke, aber
keine Zugspannungen ergeben. Auf diese Weise wird der Gefahr wirksam begegnet, daß der Hals
.14 wegen Uberbeanspruchung reißt. Bei geöffnetem Fenster kehrt der Kopf 12 auf Grund seiner Federwirkung
in die anfängliche Stellung zurück und behält diese so lange bei, bis eine Bewegung des
Fensters erneut eine Verlagerung und eine Wälzung gegen den Rahmenumfang der Scheibe
verursacht.
Die Wetterdichtung ergibt — wie dargestellt — eine einwandfreie symmetrische Trimmlinie sowohl
bei geöffnetem als auch bei geschlossenem Fenster. Die genauen Abmessungen und' Formen des
Dichtungskopfes 12 richten sich nach der Umrißlinie 52 des Rahmens 23. Die Zeichnungen nehmen
insoweit auf die übliche Rahmenform Bezug und zeigen also eine konvexen, leicht gerundeten
Rahmenumfang. Andere Umfangsformen sind dreieckig, rechteckig oder eben. Die, erfindungsgemäße
Wetterdichtung kann mit irgendeiner Rahmenform wirksam zusammenarbeiten. Desgleichen
kann der Zwischenraum zwischen dem Schwenkfenster und der Fensteröffnung innerhalb
der zugelassenen Fertigungstoleranzen schwenken, ohne die Dichtungswirkung der erfindungsgemäßen
Wetterdichtung zu stören.
Wie sich aus dem Vorgesagten ergibt, werden auf den Dichtungskopf bei der fortschreitenden
Schwenkbewegung des Fensters Torsionskräfte ausgeübt. Diese reichen aus, um den Widerstand
des Dichtungskopfes zu überwinden und diesen zu. verwinden. Die Nachgiebigkeit des Kopfes in Verbindung
mit jener des Halses resultiert in einer Gegenkraft gegen die Verwindungskräfte im
Sinne einer Rückführung der Teile in ihre entlastete Stellung. Dies veranlaßt den Kopf, einen
fortlaufenden Dichtungsdruck gegen den Umfang des Rahmens auszuüben, und zwar so lange, bis die
Torsionskräfte beim öffnen des Fensters aufgehoben werden. Auf diese Weise wird ein wetterdichter
Abschluß bei geschlossenem Fenster gewährleistet.
Claims (4)
- Patentansprüche:i. Nachgiebiges Dichtungsglied für ein Schwenkfenster in der Schließlage, insbesondere für Kraftfahrzeuge, das aus einem in der Fensteröffnung befestigten Fußteil besteht, der über einen Steg mit einem als Anlagefläche für das Fenster dienenden Kopfteil in Ver- no bindung steht und in die Bewegungsbahn des unteren Scheibenrahmens hineinragt, dadurch gekennzeichnet, daß der in an sich bekannter Weise über einen dünnen Halsteil (14) mit dem Fußteil (10) zur Schwenkermöglichung verbundene Kopfteil (12) mit der Schmalseite . (52) der Fensterscheibe entsprechenden Anlageflächen (33 bzw. 34 bzw. 36) versehen ist, die infolge Verformung des Halsteiles bei gegeschlossenem Fenster symmetrisch zur Fensterscheibenebene zur Anlage kommen.
- 2. Dichtungsglied nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kopfteil (12) symmetrisch ausgebildet ist und eine zentrale Rippe (17) mit seitlich herausspringenden Querarmen (19, 21) aufweist.
- 3- Dichtungsglied nach Anspruch ι oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Fußteil (io) in an sich bekannter Weise mit fest damit verbundenen Flanschen (26, 218) zum Anliegen gegen die ihn umgebenden Teile (ri, 12) versehen ist.
- 4. Dichtungsglied nach einem der Ansprüche 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Kopfteil (12) die Form eines Rechteckes hat, dessen eine Kante in den Halsteil (14) übergeht und dessen beide an den Halsteil nicht angrenzende Flächen (z. B. 33) konkav sind.Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 634860, 581038; französische Patentschriften Nr. 820 462,799036; französische Zusatzpatentschrift Nr. 39 692;
britische Patentschrift Nr. 439 309;
USA.-Patentschriften Nr. 2528264, 2498851, 2498429, 2139329.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 509 670 2.56
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US1063186XA | 1952-03-22 | 1952-03-22 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE940206C true DE940206C (de) | 1956-03-15 |
Family
ID=22310752
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW8879A Expired DE940206C (de) | 1952-03-22 | 1952-06-24 | Nachgiebiges Dichtungsglied fuer Schwenkfenster |
Country Status (2)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE940206C (de) |
| FR (1) | FR1063186A (de) |
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