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Schutzunterlage aus Gummi für Haarwickel Bei der Heißdauerwelle wurde
das Kopfhaar in einzelne Partien, sagenannte Strähnen, unterteilt. Jede dieser Strähnen
wird mit einer Grundklammer abgeklamm.ert. Die Abklammerung soll jede Strähne dampfdicht
gegen die Kopfhaut abschließen und die durch den Heizkörper .abstrahlende und leitende
Wärme vom Kopf abschirmen.
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Die hierzu verwendeten Grundklammern bestehen in der Regel aus zwei
gelenkig miteinander verbundenen Metallschenkeln, die mit elastischen und wärmeisolierenden
Materialien ummantelt sind.
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Je nach -dem Werkstoff und der Konstruktion der Grundklammern werden
Gummiunterlagen untergelegt, durch die ein erhöhter Wärmeschutz erzielt wird. Die
Gummiunterlagen sind Gummiplatten in der ungefähren Größe der Grundklammern und.
einer Stärke von etwa a mm; sie weisen in der Mitte einen Längsschlitz auf, durch
den die Haarsträhne hindurchgesteckt wird.
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Die so vorbereitete Strähne wird dann auf den Wickler aufgewickelt.
Der Haarwickel wird mit einer Packung (einem sogenannten Sachet) abgedeckt und das
Ganze mit einer Einschie'bespange gehalten. Ani Stelle der Packung, die die Wärmeübertragung
vom Heizkörper auf den Haarwickel puffern soll und in der Regel aus einem getränkten
Papier oder Leinenläppchen besteht, sind noch Gummiläppchen bekannt, die zweckmäßigerweise
gleich mit der Grundklammer fest verbunden sind und durch besondere Klemmen zusammengehalten
werden müssen. Auf den so vorbereiteten Haarwickel wird der Heizkörper aufgesetzt.
Durch die vom Heizkörper auf den Haarwickel einwirkende
Wärme vollzieht
sich der Wellprozeß. Die erforderliche Temperatur ist über dem Siedepunkt des Wassers
daher wird dieses Verfahren als »Heißwelle« bezeichnet. Für die Heißwelle ist auch
:eine Grundklammer aus zwei Schenkeln bekannt, deren breiterer Schenkel eine trogartige
Rinne aufweist. Die eine Längskante dieser Rinne liegt tief nahe der Trennfuge,
während die andere Längskante diametral gegenüber hoch liegt. In den Stirnseiten
sind Ausschnitte, die genau dem Durchmesser der Wickler entsprechen. Ein Deckel,
der auch als Heizkörper ausgebildet sein kann, schließt die trogartige Rinne ab.
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Eine Klammer hält die Teile fest zusammen. Diese Grundklammer ist
aber nur für eine bestimmte Größe von Haarwicklern. geeignet und nur für die Heißwelle
gedacht. Außerdem weist sie den Nachteil auf, daß das Arbeiten mit ihr verhältnismäßig
umständlich ist.
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Bei *dem Kaltwellverfahren dagegen wirken die Präparate bei Körpertemperatur.
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Bei der aus diesen beiden Verfahren hervorgegangenen » Lau-« oder
»Mildwelle« wird mit Temperaturen von ungefähr 5o° C gearbeitet.
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Während bei der Heißwelle das Präparat nach dem Wel'lprozeß verbraucht
ist, muß das relativ stärkere Präparat für die Kalt- und Mildwelle nach einer Einwirkungszeit
von etwa 15 Minuten oxydiert oder, wie es in der Fachsprache heißt, fixiert werden.
Zur Fixierung werden die- Haarwickel mit Fixiermitteln in flüssiger Form bespült
oder mit Fixiermitteln in Schaumform betupft.
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Für die »Lau-« oder »Mildwelle« ist eine derart strenge Abklammerung,
wie sie für die Heißwelle beschrieben wurde, nicht erforderlirih. Das führte zur
Verwendung von Gummisachets, die in Anwendung und Herstellung wesentlich einfacher
sind.
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Man verwendete geschlitzte Gummizylinder (s. Abb. i), die über den
Haarwickel gestülpt werden-. Diese waren entweder glatt oder mit Durchbrüchen versehen.
Aus diesen hat sieh die Form laut Abb, 2 entwickelt. Diese bestehen aus einer schwächeren
zylindrischen Hülle und aus zwei aus stärkerem Material anschließenden Lappen, die
die Wärme von der Kopfhaut abhalten.
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Diese Ausführung hat jedoch den Nachteil, daß die vorhandene zylindrische
Form nur für einen bestimmten Wicklerdurchmesser vorteilhaft ist. Für eine Dauerwelle
sind jedoch Wickler verschiedener Durchmesser erforderlich. Außerdem wird der in
seiner Grundform meist doppelkonische Wickler nicht immer voll zylindrisch durch
die Haarsträhne ausgefüllt, andererseits können die aufgewickelten Haare mehr oder
wenigzr den Durchmesser des Wicklers überragen.
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Daraus. ergibt sich, daß sich 'bei einem kleineren Wickel das Gummisachet
beim Aufsetzen des Heizkörpers überlappt (s. Abb. 3).
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Bei einem stärkeren Wickler hingegen wird nicht der ganze Umfang des
Wicklers von dem zylindrischen Teil des Gammisachets eingehüllt, so daß der aufgesetzte
Heizkörper nicht voll untergreifen kann und die durch den Spalt tretenden Dämpfe
die Kopfhaut verletzen. Weiter wird die Ansatzkrause, auf die bei der Dauerwelle
großer Wertgelegt wird, unscharf.
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Ein wesentlicher Nachteil 'dieser Gummisachets ist, -daß sie bei der
Fixierung vom Haarwickel abgenommen werden müssen.
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Diese Übelstände werden durch die erfindungsgemäße, miteinem Längsschlitz
ausgestatteteSchutzunterlage aus Gummi oder ähnlichem Material für Haarwickler behoben.
Seitlich des Längsschlitzes sind -symmetrische, bogenförmige Lappen vorgesehen.,
die eine etwa U-förmige Rille zum Einlegen 'des, mit der aufgewickelten Haarsträhne
versehenen Wicklers bilden. Die Ausführung ist aus nachstehender Beschreibung und
aus den Abbildungen ersichtlich, und zwar zeigt Abb. ¢ die Schutzunterlage in perspektivischer
Darstellung, Abb, 5 die Schutzunterlage in Draufsicht und Abb. 6 eine aufgewickelte
Strähne mit Schutzunterlage und aufgesetztem Heizkörper in Vorderansicht.
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Die Schutzun%rdagebesteht aus einem elastischen und wärmeisolierenden
Material. Die Unterplatte i ist stärker gehalten. In der Mitte der Schutzunterlage
ist ein Längsschlitz 3, der etwa drei Viertel der -Gesamtlänge -ausmacht. Seitlich
dieses Schlitzes sind zwei bogenförmige Lappen .2 angebracht.
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Zum Aufsetzen der Schutzunterlage wird der Schlitz durch den Daumen
und Zeigefinger der linken Hand auseinandergehalten und bis auf einen Abstand von
etwa 3 bis 5 mm von der Kopfhaut über die Haarsträhne gezogen.
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Dann wird die Sbhutzunterlage mit der rechten Hand von den Fingern
der linken Hand abgezogen und an die Kopfhaut herangeschoben. Durch die elastische
Spannung des Materials wird die Haarsträhne dicht eingeklemmt.
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Nun erfolgt das Wickeln der Strähne. Wird der Wickel in die Schutzunterlage
bei Beendigung des Wickelns :eingelegt, legen sich die beiden Lappen 2, die elastisch
mit der Grundplatte i verbunden sind, an den Wickel q. an. Auf den so, vorbereiteten.
Haarwickel wird der Heizkörper 5 aufgesetzt.
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Bei der Fixierung braucht die Schutzunterlage nicht abgenommen, zu
werden, sondern die beiden elastischen Lappen :2 werden zurückgebogen, so daß der
Wickel freigelegt ist. So kann die Fixierung allseits wirksam werden. Die Unterplatte
i schützt die Kopfhaut gegen die Berührung durch das die Haut reizende -Fixiermittel,
so daß die üblichen Watteabdeckungen entfallen.
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Zur besseren Wärmeisolierung kann die Unterplatte i auf der Unterseite
oder beiderseits mit Ansätzen, Rillen od. ä. versehen sein, wie das ja bereits bei
Schutzhüllen nach der Abb. 2 bekannt ist.