DE940418C - Mischroehre mit eingebautem Sekundaerelektronenvervielfacher - Google Patents
Mischroehre mit eingebautem SekundaerelektronenvervielfacherInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H03—ELECTRONIC CIRCUITRY
- H03D—DEMODULATION OR TRANSFERENCE OF MODULATION FROM ONE CARRIER TO ANOTHER
- H03D7/00—Transference of modulation from one carrier to another, e.g. frequency-changing
- H03D7/06—Transference of modulation from one carrier to another, e.g. frequency-changing by means of discharge tubes having more than two electrodes
- H03D7/10—Transference of modulation from one carrier to another, e.g. frequency-changing by means of discharge tubes having more than two electrodes the signals to be mixed being applied between different pairs of electrodes
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
- H01J43/00—Secondary-emission tubes; Electron-multiplier tubes
- H01J43/02—Tubes in which one or a few electrodes are secondary-electron emitting electrodes
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Power Engineering (AREA)
- Microwave Tubes (AREA)
Description
(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 15. MÄEZ1956
F 4598 VIII c j 2ig
(Ges. v. 15. 7. 1951)
In modernen Empfangsisehaltungen werden heute
allgemein Mischröhren zur Überlagerung der Empfangsfrequenz mit einer Oszillatorfrequianz
verwendet. Diese Mischröhren bestehen im wesentlichen aus einer Glühkathode, einem normalen
Steuergitter sowie einem diesem Steuersystem nachgeordneten weiteren Steuersystem, welches zur Einführung
der Überlagerumgsfrequenz dient. Dabei wird das erste Steuergitter wie üblich im Raumladegebiet
betrieben. Das zweite Steuersystem arbeitet nach dem Prinzip der sogenannten Verteilungssteuerung,
d. h., es wird ein Teil des auf die Steuerelektrode zu fließenden Elektronenstromes
auf eine Sammelelektrode gelenkt, während ein anderer Teil der Ausgangselektrode zugeführt wird.
Normalerweise besteht das Verteilungssystem aus einer positiven Beschleunigungselektrode, welche
dem ersten Steuergitter nachgeordnet ist und die Rolle der Sammelelektrode übernimmt, und einem
zweiten Steuergitter sowie gegebenenfalls weiteren Schirmelektroden, auf deren Bedeutung hier nicht
weiter eingegangen zu werden braucht. Dem zweiten Steuergitter wird die Überlagerungsfrequenz von einem Ctezillatorsystem geliefert,
welches entweder in derselben Röhre mit eingebaut oder außerhalb der Röhre vorgesehen wird. Die
Röhre besitzt jedoch eine Anzahl Nachteile, die Anlaß zu verschiedenen Änderungsvorschlägen gegeben
haben. Es bildet sich nämlich in der Verteilungssteuerstufe zwischen dem Steuergitter und
der Beschleunigungselektrode eine Raumladung aus, deren Dichte im Rhythmus der Oszillatorfrequenz
schwankt. Bei großen Steueramplituden kann es zu Verzerrungen durch Raumladung kommen.
Unter anderem folgt z.B. die Raumladung in ihren Dichteschwankungen nicht trägheitslos der
Steuerspannung. Außerdem werden Elektronen, die aus dem Steuerraum des ersten Steuergitters durch
das Beschleunigungsgitter hindurch in den zweiten ίο Steuerraum gelangen, bei gesperrtem Verteilungsgitter zurückgedrückt und gelangen wieder in den
Raum zwischen erstem Steuergitter und Beschleunigungsgitter, wo sie zu Störungen im Kreis des
ersten Steuergitters Anlaß geben. Durch solche Verkoppelungen zwischen Eingangs- und Osizillatorkreis
kann es zu Schwankungen der Frequenz des Oszillatorsystems kommen, die ebenfalls sehr
unerwünscht sind.
Es ist bereits vorgeschlagen'worden, denArbeitspunkt
des von einer steuerfähigen Glühkathode gelieferten Stromes bei Sekundärelektronenvervielfacherröhren
z. B. durch negative Vorspannung des Steuergitters so weit zu verschieben, daß. das
Steuersystem im Anlaufstromgebiet arbeitet. Es
werden die Vorteile erhalten, daß bei einer festen geforderten Gesamtsteilheit der Ruhestromanteil
im Ausgang wesentlich herabgesetzt und eine entsprechend geringe Belastung der Ausgangselektrode
erzielt wird. Die Erfindung macht von diesem Vorteil Gebrauch und verbessert durch Anwendung
dieses Prinzips auf eine Mischröhre gleichzeitig die Eigenschaften derselben.
Gemäß der Erfindung wird bei einer Mischröhre zur Verwendung in einer Schaltung, bei der das
erste Steuergitter im Anlauistromgebiet arbeitet und an den Eingangskreis gelegt ist, während das
zweite nach dem Prinzip der Verteilungss'teueriung arbeitende Steuergitter mit dem Oszillator verbunden
ist, innerhalb der Röhre vor der Anode eine an sich bekannte Anordnung zur Sekundärelektronenvervielfachung
vorgesehen, die den Elektronenstrom auf die gewünschte Stromstärke bringt. Zweckmäßig wird die relative Steilheit des ersten
Steuergitters, nämlich das Verhältnis von Steilheit zu Kathodenstrom, größer als 4 gewählt. Der in
dem Sekundärvervielfacher entstehende Strom soll zweckmäßig nicht mehr als 100 mA betragen.
Die Vorteile der Erfindung bestehen darin, daß sich in dem Verteilungssteuersysteim keine störende
Raumladung ergeben kann und daß die Rückwirkungen der Stromschwankungen in dem Verteilungssteuersystem
auf das erste Steuergitter wegen der geringen Stromstärke ebenfalls so gering sind,
daß ihnen keine praktische Bedeutung mehr zukommt. Es wird somit erreicht, daß Verkopplungen
zwischen den beiden Steuergittern nicht mehr vorkommen, was sonst nur durch weitgehende
Trennung der Steuergitter unter Verlust von Steuerempfindlichkeit möglich ist. Gleichzeitig
ist aber mit der Erfindung noch der besondere Vorteil einer erheblich höheren Steilheit an dem
ersten im Anlaufetromgebiet arbeitenden Gitter verbunden. Bei gleichen Kathodengrößen und vergleichbaren
Ausgangsströmen läßt sich eine Steigerung dieser Steilheit um einen Faktor 10 gegenüber
den bislang üblichen Mischröhren erreichen. Im folgenden werden an Hand der Fig. 1 und 2
Ausführungsbeispiele der Erfindung beschrieben. In Fig. ι ist R eine evakuierte RöhrenhüUe, z. B.
ein Glasgefäß, in dessen Innern an dem einen Ende ein normaler Elektronenvervielfacher 5 eingebaut
ist. In dem Ausführungsbeispiel bestehen die Elektroden des Sekundärelektronenvervielfachers aus
hintereinanderldegenden, leicht sekundäremittierenden Netzen 1 bis 8, die auf steigendem Gleichspan-""
nungspotential liegen. Wegen des homogenen Feldes vor dem Eingang des Netzvervielfachers
und der großen Eintrittsöffnung ist dieser für die Zwecke der Erfindung besonders geeignet. Die Erfindung
ist jedoch nicht auf die Verwendung von NetzverviekEachern beschränkt.
Gegenüber idem Eingang des Sekundärelektronenvervielfachers
befindet sich am anderen Ende der Röhre eine Glühkathode 9, deren Längsachse senkrecht
auf den Flächen des Nefczvervielfachers steht.
Die Glühkathode ist umgeben von einem Steuergitter 10 sowie von einem Beschleunigungsgitter 11,
welches gegenüber der Kathode auf positiver Spannung liegt. Die negative Vorspannung des
Steuergitters und die positive Spannung der Beschleunigungselektrode
sind erfinidungsgemäß so bemessen, daß das Verhältnis von Steilheit/tRuhestrom
> 4 ist. Von der Kathode aus gesehen hinter dem Beschleunigungsgitter liegt das sogenannte
\7erteilungsgitter 12, welches ein gegenüber der
Besehleuiiigungsekktrode negatives Potential besitzt.
Ferner ist ein weiteres Beschleunigungsgitter 13 vorgesehen. Je nach dem Potential des Gitters
12 wird ein mehr oder weniger großer Teil des Stromes durch die Maschen hindurchgelassen oder
auf das Gitter 11 zurückgedrückt. Das ganze Steuersystem wird umgeben von einer kegelstumpfförmig
gestalteten Elektrode 14. Dabei ist die weitere öffnung des Kegelstumpfes dem Eingang
des Sekundärelektronenvervielfachers zugekehrt. Die Elektrode 14 kann negativ vorgespannt sein
und lediglich zur Umlenkung der Elektronen auf den Sekundärelektronenvervielfacher dienen oder
positiv vorgespannt und in diesem Fall mit sekundäremittierendem Material überzogen sein.
Zum Betrieb der Röhre werden dem ersten Steuergitter 10 die zu verstärkenden hochfrequenten
Signale und dem zweiten Steuergitter 12 eine von einem Oszillator erzeugte Wechselspannung konstanter
Amplitude zugeführt. Es ergibt sich dann vor dem Eingang des Sekundärelektronenvervielfachers
ein mit der Schwebungsfrequenz modulierter Elektronenstrom, der nunmehr in bekannter
Weise weiter verstärkt und schließlich einem Verbraucher zugeführt wird.
Fig. 2 zeigt ein weiteres Mischsystem, bei dem Elektroden zur Erzeugung der benötigten Oszillatorspannung
in derselben Röhre angeordnet sind. Die Glühkathode 9 ist hier von zwei nebeneinanderliegenden
Steuerelektroden umgeben. Von diesen ist das eine Steuergitter 10 von den weiter
oben beschriebenen gitterförmigen bzw. konusförmigen Elektroden umgeben, während das andere
Steuergitter 15, welches vorzugsweise an dem von dem Sekundärelektronenvervielfacher abgewendeten
Ende der Kathode liegt, lediglich von einer zylindrischen Anode 16 umschlossen ist und einen
Teil eines normalen Triodensystems bildet. Die in diesem Hilfssystem erzeugte Oszillatorfrequenz
kann dann in an sich bekannter Weise dem zweiten Steuergitter des Mischsystems zugeführt werden.
Um ein schwingungsfähiges System und ein im Anlaufstrotngebiet arbeitendes System miteinander
in einer Röhre zu vereinigen, kann die Kathode auch aus zwei verschieden beheizten Abschnitten
bestehen. Dabei liefert der stark beheizte Teil Elektronen für den Oszillator und der schwächer
beheizte Teil solche für das Überlagerungssystem. Die Vornahme einer Verteilungssteuerung ist
nicht allein auf die Verwendung der oben beschriebenen konzentrischen Gitter beschränkt. Es ist
auch möglich, die positive Beschleunigungselektrode, die die nicht in den Sekundärelektronenvervielfacher
gelangenden Elektronen auffängt, als den Elektronenstrom seitlich umschließenden Zylinder
auzubilden.
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE:I. Mischröhre zur Verwendung in einer Schaltung, bei der das erste Steuergitter im Anlaufstromgebiet arbeitet und an den Eingangskreis gelegt ist, während das zweite Steuergitter, welches nach dem Prinzip der Verteilungssteuerung arbeitet, mit dem Oszillator verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb der Röhre vor der Anode eine an sich bekannte Anordnung zur Sekundärelektronenvervielfachung vorgesehen ist, die den Elektronenstrom auf die gewünschte Stromstärke bringt.
- 2. Mischröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Oszillatorfrequenz von einem in der Röhre eingebauten Elektrodensystem geliefert wird, welches mit dem Mischsystem eine gemeinsame, jedoch im Oszillatorteil stärker beheizte Kathode besitzt.
- 3. Mischröhre nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der in dem Sekundär vervielfacher eintretende Strom nicht mehr als 100 .«A beträgt.
- 4. Mischröhre nach einem der vorhergehenden Ansprüche zur Verwendung in einer Schaltung, bei der das Verhältnis von Steilheit zu mittlerem Kathodenstrom größer als 4 gewählt wird.Angezogene Druckschriften:
Recepteurs modernes de T. S. F., 1932, S. 379; Lehrbuch der Hochfrequenztechnik von Vilibig, 1937, S.238;
deutsche Patentschrift Nr. 738 853.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen©509669 3.56
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF4598D DE940418C (de) | 1940-05-15 | 1940-05-16 | Mischroehre mit eingebautem Sekundaerelektronenvervielfacher |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE872043X | 1940-05-15 | ||
| DEF4598D DE940418C (de) | 1940-05-15 | 1940-05-16 | Mischroehre mit eingebautem Sekundaerelektronenvervielfacher |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE940418C true DE940418C (de) | 1956-03-15 |
Family
ID=25952327
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEF4598D Expired DE940418C (de) | 1940-05-15 | 1940-05-16 | Mischroehre mit eingebautem Sekundaerelektronenvervielfacher |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE940418C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1015947B (de) * | 1951-10-23 | 1957-09-19 | Telefunken Gmbh | Verstaerkerroehre mit hohem elektronischem Eingangswiderstand |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE738853C (de) * | 1932-07-24 | 1943-09-03 | Telefunken Gmbh | Oszillatormischrohrschaltung fuer UEberlagerungsempfang |
-
1940
- 1940-05-16 DE DEF4598D patent/DE940418C/de not_active Expired
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE738853C (de) * | 1932-07-24 | 1943-09-03 | Telefunken Gmbh | Oszillatormischrohrschaltung fuer UEberlagerungsempfang |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1015947B (de) * | 1951-10-23 | 1957-09-19 | Telefunken Gmbh | Verstaerkerroehre mit hohem elektronischem Eingangswiderstand |
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