DE940580C - Vorrichtung zum Beschicken eines mit Gas gefuellten Behaelters mit stueckigem Gut mittels eines Einschleusgefaesses - Google Patents
Vorrichtung zum Beschicken eines mit Gas gefuellten Behaelters mit stueckigem Gut mittels eines EinschleusgefaessesInfo
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Description
- Vorrichtung zum Beschicken eines mit Gas gefüllten Behälters mit stückigem Gut mittels eines Einschleusgefäßes In der chemischen Industrie ist es oft notwendig, einen Behälter, dessen Inhalt nicht mit Luft in Berührung kommen soll und der daher immer mit einem Gas gefüllt sein muß, periodisch oder fortlaufend mit körnigem oder pulverigem Gut zu beschicken, ohne daß dabei Luft in den Behälter gelangt oder Gas aus dem Behälter entweicht. Man geht dabei meist so vor, daß der Behälter mittels eines Einschleusgefäßes gefüllt wird. Dieses füllt sich bei der Entleerung vom Beschickungsgut mit Luft oder mit dem Gas, mit dem der Behälter gefüllt ist, so daß es notwendig ist, das Einschleusgefäß mit inertem Gas auszuspülen, wofür eine bestimmte Gasmenge aus dem Behälter, eine noch größere Menge an inertem Gas sowie ein gewisser Zeitaufwand erforderlich sind. Da dieser Vorgang bei jeder periodischen Beschickung notwendig ist, entsteht ein unerwünscht hoher Verbrauch an inertem Gas und gegebenenfalls an Gas aus dem Behälter.
- Dieser Nachteil wird bei der im folgenden beschriebenen Vorrichtung gemäß der Erfindung behoben und eine einfachere Bedienung ermöglicht.
- Die Vorrichtung zum Beschicken eines mit Gas gefüllten Behälters mit stückigem oder pulverigem Gut mittels eines Einschleusgefäßes ist im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, daß die Gaszuleitung für das inerte Gas in einen Gleichdruck- regler mündet, der sowohl mit dem Behälter als auch mit dem Einschleusgefäß in Verbindung steht, wobei der Gleichdruckregler bewirkt, daß der Druck im Einschleusgefäß von dem im Behälter nur wenig bzw. nur um einen beabsichtigten Betrag abweicht. In Abb. I ist eine Ausführungsform für eine periodische Füllung dargestellt.
- Es ist I ein Einschleusgefäß mit den Verschlüssen 2 und 9, das über ein Zellenrad 3 mit einem Behälter 4 verbunden ist. Die Zuleitung 5 für das inerte Gas führt zum Gleichdruckregler 6, der durch die Leitung 7 mit dem Einschleusgefäß I und durch die Leitung 8 mit dem Behälter 4 verbunden ist.
- Die Wirkungsweise der Vorrichtung bei periodischer Beschickung über das Einschleusgefäß 1 ist folgende: Wenn das Einschleusgefäß I mit dem Beschickungsgut gefüllt ist, wird der Verschluß 2 geschlossen und der Verschluß g geöffnet, worauf durch das Zellenrad 3 dem Behälter 4 das stückige oder pulverige Gut zugeführt wird. Während des Absinkens des Gutes wird dem Einschleusgefäß I durch die Leitung 7 inertes Gas zugeführt. Der Gleichdruckregler 6 bewirkt, daß im Einschleusgefäß 1 und im Behälter 4 praktisch der gleiche Druck herrscht. Auf diese Weise wird verhindert, daß das Gas aus dem Behälter 4 in das Einschleusgefäß I übertritt und umgekehrt. Zweckmäßig beläßt man im Einschleusgefäß I immer etwas Beschickungsgut, damit keine direkte Verbindung zwischen dem Einschleusgefäß I und dem Behälter 4 entsteht und ein Gasaustausch zwischen den beiden verhindert wird. Nach Entleerung des Einschleusgefäß es I wird der untere Verschluß g geschlossen, der Verschluß 2 geöffnet und Beschickungsgut nachgefüllt. Da das Einschleusgefäß I schon mit inertem Gas gefüllt ist, braucht es nicht, wie das sonst üblich ist, mit inertem Gas ausgespült werden, bevor eine neue Füllung erfolgt und sich dann der Vorgang wiederholt, wie eben beschrieben.
- Wenn die Beschickung des Einschleusgefäßes I kontinuierlich erfolgen soll, ist eine Abänderung der Vorrichtung notwendig. Die Abb. 2, die diese darstellt, entspricht der Abb. I mit dem Unterschied, daß im Einschleusgefäß I ein Einbau 12 vorgesehen ist, z. B. in Form eines mit dem engeren Teil nach unten gerichteten Pyramidenstumpfes, der die Bildung eines Hohlraumes in der Füllung des Einschleusgefäßes I bewirkt. Dieser Hohlraum ist mit dem Gleichdruckregler 6 verbunden. Der Hohlraum, an welchen der Gleichdruckregler 6 angeschlossen ist, kann aber auch zwischen mehreren Einschleusbehältern, die hintereinandergeschaltet sind, gebildet werden, wobei diese Behälter gegebenenfalIs auch durch Förderorgane miteinander verbunden sein können. Für die Druckregelung bestehen verschiedene Möglichkeiten. Wird der Druck im Behälter 4 etwas höher gehalten, so kann eine Spülung des in diesen eintretenden Gutes bewirkt werden. Es ist dann zweckmäßig, dauernd oder periodisch aus dem Hohlraum Gas ab- und aus der Zuleitung 7 eintreten zu lassen, damit sich das Gas aus dem Behälter 4 im Hohlraum nicht anreichert. Ein Ansteigen des Druckes im Hohlraum zeigt an, daß das Gäs aus dem Behälter 4 durch das Beschickungsgut hindurch in das Einschleusgefäß I gedrungen ist. Andererseits zeigt ein Absinken des Druckes im Hohlraum an, daß Gas durch die darüber befindliche Schicht des Beschickungsgutes gedrungen ist. Dieses muß dann oben nachgefüllt werden. Die Druckmesser können mit Anzeigevorrichtungen verbunden sein, die optisch oder akustisch die Bedienung aufmerksam machen, sobald eine unerwünschte Veränderung der Betriebsverhältnisse eingetreten ist.
- Die Vorrichtung kann überall dorf mit Vorteil angewandt werden, wo es sich darum handelt, Substanzen in einen Behälter einzuführen, in dem sie mit der Atmosphäre nicht in Berührung kommen sollen. Dabei kommen z. B. solche Substanzen in Betracht, die im Behälter 4 chemisch verändert werden und dabei Gase, z. B. brennbare, entwickeln, wie dies beim Ablöschen von Calciumcarbid mit Wasser der Fall ist. In diesem Fall soll verhindert werden, daß bei der Umsetzung Luft zugegen ist und Acetylen entweicht. In ähnlicher Weise können die Vorrichtungen auch für andere Umsetzungen dienlich sein.
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Vorrichtung zum Beschicken eines mit Gas gefüllten Behälters mit stückigem Gut mittels eines Einschleusgefäßes, dadurch gekennzeichnet, daß die Gaszuleitung (5) für das inerte Gas in einen Gleichdruckregler (6) mündet, der sowohl durch eine Leitung (8) mit dem Behälter (4) als auch durch eine Leitung (7) mit dem Einschleusgefäß (I) in Verbindung steht, wobei der Gleichdruckregler bewirkt, daß der Druck im Einschleusgefäß von dem im Behälter nur wenig bzw. nur um einen beabsichtigten Betrag abweicht.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß durch Einbauten im Einschleusgefäß (I) ein Hohlraum in dem damit gefüllten Gut entsteht, der mit dem Gleichdruckregler (6) in Verbindung steht.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlraum im Einschleusgefäß (I) durch einen mit dem engeren Ende nach unten gerichteten Pyramidenstumpf (I2) gebildet wird.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlraum zwischen mehreren hintereinander angeordneten Einschleusgefäßen gebildet wird, welche zweckmäßig durch Förderorgane miteinander verbunden sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW14268A DE940580C (de) | 1954-06-25 | 1954-06-25 | Vorrichtung zum Beschicken eines mit Gas gefuellten Behaelters mit stueckigem Gut mittels eines Einschleusgefaesses |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEW14268A DE940580C (de) | 1954-06-25 | 1954-06-25 | Vorrichtung zum Beschicken eines mit Gas gefuellten Behaelters mit stueckigem Gut mittels eines Einschleusgefaesses |
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| DE940580C true DE940580C (de) | 1956-03-22 |
Family
ID=7595242
Family Applications (1)
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| DEW14268A Expired DE940580C (de) | 1954-06-25 | 1954-06-25 | Vorrichtung zum Beschicken eines mit Gas gefuellten Behaelters mit stueckigem Gut mittels eines Einschleusgefaesses |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE940580C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3612314A1 (de) * | 1986-04-11 | 1987-10-15 | Krupp Polysius Ag | Silo fuer loses schuettgut |
-
1954
- 1954-06-25 DE DEW14268A patent/DE940580C/de not_active Expired
Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE3612314A1 (de) * | 1986-04-11 | 1987-10-15 | Krupp Polysius Ag | Silo fuer loses schuettgut |
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