DE9408597U1 - Vlieskalander - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Vlieskalander der dem Oberbegriff des Anspruchs 1 entsprechenden Art.
Ein solcher Vlieskalander ist aus der DE 37 12 276 Cl, Fig. 3, bekannt. Ein kritischer Bereich ist bei derartigen
Vlieskalandern die Zone des Übergangs der auf dem Transportband herangeführten Lage des Vlieses in den Walzspalt. Insbesondere
wenn es sich um Krempelvliese mit kurzer Faserlänge handelt, die im Walzspalt im Thermobonding-Verfahren
verfestigt werden sollen, ist in der Übergangszone bei höheren Geschwindigkeiten im Bereich von 3 00 m/min durch vielerlei
Einflüsse eine Neigung der losen Vlieslage zum Verzug und zum Auffliegen zu beobachten. Die Vlieslage muß ja auf
einer kurzen Strecke frei, d.h. ohne Unterstützung durch das Transportband oder ein sonstiges Hilfsmittel in den Walzspalt
hinübergelangen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Vlieskalander in der Übergangszone so auszugestalten, daß das Verhalten
des Vlieses auch bei höheren Arbeitsgeschwindigkeiten verbessert ist.
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Diese Aufgabe wird durch die in Anspruch 1 wiedergegebene Erfindung gelöst.
Es soll also in der Übergangszone die Verungleichmäßigung
oder gar Auflösung der sauber gelegten Vliesschicht bei höheren Arbeitsgeschwindigkeiten verhindert werden.
Die Art der Hilfseinrichtung kann je nach dem zu beobachtenden
störenden Einfluß unterschiedlich sein. Es versteht sich, daß auch mehrere der in Betracht kommenden
Hilfseinrichtungen gleichzeitig vorhanden sein können.
Wenn elektrostatische Aufladungen des Vlieses und des Transportbandes eine Rolle spielen, sei es, daß sie das
Vlies in der Übergangszone infolge gleichnamiger Aufladung
auseinandertreiben, sei es, daß das Vlies an dem Transportband festhaftet und von diesem um die letzte Umlenkrolle
mitgenommen wird, so ist als Hilfseinrichtung eine Einrichtung
zur elektrischen Entladung der Fasern des Vlieses bzw. des Transportbandes zweckmäßig (Anspruch 2).
Eine derartige Hilfseinrichtung kann beispielsweise
einen unter der letzten Umlenkrolle des Transportbandes angeordneten Ionisierstab umfassen, der sich mit geringem
Abstand längs der letzten Umlenkrolle erstreckt und das Transportband neutralisiert (Anspruch 3).
Eine andere in Betracht kommende Hilfseinrichtung sind
Leitbleche gemäß Anspruch 4, die durch die umlaufenden Walzen oder das Transportband entstehende Luftströmungen beeinflussen
.
Das Vlies ist ja eine ganz lockere Faserschicht, die von der mitgerissenen Luft bei Geschwindigkeiten im Bereich
von 300 m/min schon erheblich in Unordnung gebracht werden kann. Die Leitbleche sollen sich quer über die Bahnbreite
erstrecken und Luftströmungen abfangen, um sie von der Vlieslage fernzuhalten bzw. hinwegzuleiten.
Die Strömungssituation kann aber auch dadurch beeinflußt
werden, daß die Hilfseinrichtung nicht nur passive Leitelemente, sondern gewissermaßen aktive Luftförderelemente
in Gestalt von Saug- oder Blasdüsen umfaßt, die die aerodynamischen Druckverhältnisse im Bereich der Übergangszone
so beeinflussen, daß die Vlieslage ungestört bleibt (Anspruch
5). Es könnte also z.B. die von der oberen Walze des Vlieskalanders mitgeführte, auf die Vlieslage niedergehende
Luftschicht vor Erreichen der Vlieslage abgesaugt werden, damit die Vlieslage nicht durcheinandergebracht wird.
Eine weitere Möglichkeit zur Beeinflussung der Vlieslage
in der Übergangszone auf aerodynamischem Wege besteht
gemäß Anspruch 6 in der Bildung eines Luftkissens unter der Vlieslage, auf welchem die Vlieslage die freie Strecke zum
Walzspalt überwinden kann.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung
schematisch dargestellt.
Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen
Vlieskalanders,
Fig. 2 bis 7 zeigen Teilansichten der Übergangszone mit verschiedenen Hilfseinrichtungen.
Der in Fig. 1 wiedergegebene Vlieskalander 100 umfaßt einen Walzenständer 1 mit zu beiden Seiten der Bahn vorgesehenen
aufrechten Säulen 2. In Laufrichtung der das Vlies 16
ergebenden Faserschicht 15 gesehen vor der Säule 2 ist ein Walzenpaar 5,6 übereinander gelagert, welches den Walzspalt
40 bildet. Das Walzenpaar 5,6 besteht aus einer oberhalb der Bahn gelagerten Gegenwalze 5, die als durchbiegungssteuerbare
Walze ausgebildet sein kann, und einer unter der Bahn angeordneten beheizten Prägewalze 6, die beispielsweise ein
über ihre Oberfläche gleichmäßiges reliefartiges Punktmuster aufweist, welches die Verfestigungspunkte des Vlieses ergibt.
Die beheizte Prägewalze 6 ist an Schlitten 7 an an den Seiten der Säulen 2 vorgesehen Geradführungen 8 über hydraulische
Anstellvorrichtungen 9 vertikal heb- und senkbar. In dem Ausführungsbeispiel ist die Gegenwalze 5 an den Säulen 2
feststehend gelagert und wird der Walzspalt 40 durch Absenken der unteren Prägewalze 6 geöffnet.
Die Zuführeinrichtung 10 umfaßt ein Transportband 11,
welches eine jedenfalls in dem letzten Bereich vor dem Walzspalt 40 ebene, im Sinne des Pfeiles bewegte, in einem Winkel
zur Horizontalen von O - 30°, in dem gezeigten Ausfüh-
• «
rungsbeispiel etwa 15°, leicht abfallende Transportfläche
bildet, auf der die lose Faserschicht 15 aus thermoplastischem Fasermaterial mit hoher Geschwindigkeit in der Größenordnung
von z.B. 300 m/min herangebracht wird. Die letzte Umlenkrolle 12 des Transportbandes 11 ist so dicht wie möglich
an den Walzspalt 40 herangerückt, damit die Übergangsstrecke 20, in der sich die Faserschicht 15 unterstützungslos
von dem Transportband 11 in den Walzspalt 40 hineinbewegen muß, möglichst kurz bleibt. Die Neigung des Transportbandes
11 dient dazu, den Übergang zu erleichtern, indem die Faserschicht 15, wenn sie bei höheren Geschwindigkeiten nach
dem Verlassen des Transportbandes 11 im ersten Moment ihre Richtung beibehält, dennoch genau in den Walzspalt 40
trifft.
Die von dem Transportband 11 herangebrachte Faserschicht 15 aus thermoplastischen Fasern wird beim Durchlauf
durch den Walzspalt 40 durch die Prägungen der beheizten Prägewalze 6 stellenweise verschweißt und auf diese Weise zu
einem zusammenhängenden bahnförmigen Vlies 16 umgewandelt, welches über Umlenkwalzen 3,4 hinweggefördert wird.
Aus Fig. 2 geht hervor, daß sich die Übergangszone 20
etwa zwischen den oberen Scheiteln a, b der Umlenkwalze 12 und der Prägewalze 6 erstreckt. Sie kann, wie geometrisch
ohne weiteres ersichtlich ist, eine gewisse Länge nicht unterschreiten. Die Faserschicht 15 muß die Übergangszone 20
frei zurücklegen.
Um zu verhindern, daß elektrostatische Effekte etwa in Gestalt einer Aufladung des Transportbandes 11 das Verhalten
der Faserschicht 15 in der Übergangszone 20 beeinträchtigen, ist eine Hilfseinrichtung 30 in Gestalt einer sich dicht
außerhalb des Transportbandes 11 längs der Umlenkrolle 12 unterhalb derselben erstreckenden Ionisierstabes 21 vorgesehen,
der das umlaufende Transportband 11 fortlaufend entlädt.
Die Walzen 5,6 laufen mit einer erheblichen Umfangsgeschwindigkeit
in der Größenordnung 300 m/min um und nehmen dabei an ihrer Oberfläche Luftschichten im Sinne der Pfeile
2 2,23 {Fig. 3) mit, die ohne besondere Maßnahmen im Bereich
der Übergangszone 20 auf die freilaufende Faserschicht 15 treffen und diese in Unordnung bringen würden. Um das Eindringen
dieser mitgenommenen Luftschichten in den Übergangsbereich 20 zu verhindern, ist eine Hilfseinrichtung 40 in
Gestalt oberhalb der Faserschicht 15 angeordneter Leitflächen 17,18 und einer unterhalb derselben angeordneten Leitfläche
19 vorgesehen, die die Luftschichten ablenken bzw. zurückhalten.
Die Hilfseinrichtung 50 der Fig. 4 umfaßt eine sich
über die Breite der Bahn erstreckende Schlitzdüse 24, an die eine Vakuumpumpe 25 angeschlossen ist, die Luft aus der
Übergangszone 20 im Bereich unter der Faserschicht 15 absaugt, um den durch die im Sinne des Pfeiles 23 von unten
eingeschleppte Luft erzeugten Staudruck zu beseitigen.
Die Hilfsvorrichtung 60 der Fig. 5 umfaßt sich quer
über die Bahnbreite von unten in die Übergangszone 20 hineinerstreckende Luftkanäle 26, die an ihrem oberen Ende so
ausmünden, daß sie eine im Sinne der durch den Pfeil angedeuteten Bewegungsrichtung der Faserschicht 15 verlaufende
Luftströmung unter der Faserschicht 15 erzeugen, die die Faserschicht 15 in der Übergangszone 20 bei ihrem Übergang
in den Walzspalt 40 unterstützen und ein tragendes Luftkissen bilden. Aus dem Bereich zwischen der in Fig. 5 rechten
Begrenzung 27 des Luftkanals 26 kann die Luft im Sinne des Pfeiles 28 abgesaugt werden, um wie in Fig. 4 die Entstehung
eines Überdrucks in der Übergangszone unter der Faserschicht 15 zu vermeiden.
Claims (9)
1. Vlieskalander mit einem Paar übereinander angeordneter
einen Walzspalt (40) bildender Walzen (5,6) und mit einer Zuführeinrichtung (10) mit einem im wesentlichen eben,
unter einem Gefälle von 0° bis 30° bis kurz vor dem Walzspalt (40) führenden Transportband (11), auf dem die lose
Faserschicht (15) dem Walzspalt (40) zuführbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß in der Übergangs zone (20) von dem Transportband
(11) zum Walzspalt (40) eine Hilfseinrichtung (30,40,50,50) zur Unterstützung des ungestörten Übergangs
der auf dem Transportband (11) liegenden Faserschicht (15) in den Walzspalt (40) vorgesehen ist.
2. Vlieskalander nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfseinrichtung (30) eine Einrichtung zur
elektrischen Entladung der Fasern der Faserschicht (15) bzw. des Transportbandes (11) umfaßt.
3. Vlieskalander nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Einrichtung ein sich dicht außerhalb des Transportbandes (11) längs der letzten Umlenkrolle (12) derselben
sich erstreckenden Ionisierstab (21) umfaßt.
4. Vlieskalander nach einem der Ansprüche 2 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfseinrichtung (40) Leit-
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bleche (17,18,19) umfaßt, die durch die umlaufenden Walzen (5,6) oder das Transportband (11) entstehende Luftströmungen
beeinflussen.
5. Vlieskalander nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfseinrichtung (50) Saugdüsen
(24) oder Blasdüsen umfaßt, die die aerodynamischen Druckverhältnisse in der Übergangszone (20) beeinflussen.
6. Vlieskalander nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfseinrichtung (60) eine
Einrichtung (26) zur Bildung eines Luftkissens umfaßt, welches die Faserschicht (50) von dem Transportband (11) in den
Walzspalt (40) trägt.
7. Vlieskalander nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß in dem der Übergangs zone (20) in
Transportrichtung unmittelbar vorangehenden letzten Abschnitt (31) des Transportbandes (11) eine weitere Hilfseinrichtung
(70,80) zur Unterstützung der geordneten Flachlage der Faserschicht (15) auf dem Transportband (11) vorgesehen
ist,
8. Vlieskalander nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die weitere Hilfseinrichtung (70) einen sich über
den gesamten den wirksamen Arbeitsbereich des Transportbandes (11) entsprechenden Grundriß des letzten Abschnitts (31)
des Transportbandes ersteckenden, an eine Vakuumpumpe (334) angeschlossenen Absaugkasten (33) umfaßt und das Transportband
(11) luftdurchlässig ist.
9. Vlieskalander nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die weitere Hilfseinrichtung (80) oberhalb des Transportbandes (11) angeordnete Luftdüsen (35) umfaßt,
die eine zur Faserschicht (15) parallele und diese überdekkende, mit etwa der Transportgeschwindigkeit dicht oberhalb
der Faserschicht (15) in Transportrichtung verlaufende laminare Flächenströmung (37) erzeugen.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE9408597U DE9408597U1 (de) | 1994-05-25 | 1994-05-25 | Vlieskalander |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE9408597U DE9408597U1 (de) | 1994-05-25 | 1994-05-25 | Vlieskalander |
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|---|---|---|---|
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Country Status (1)
| Country | Link |
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