DE94206C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE94206C DE94206C DENDAT94206D DE94206DA DE94206C DE 94206 C DE94206 C DE 94206C DE NDAT94206 D DENDAT94206 D DE NDAT94206D DE 94206D A DE94206D A DE 94206DA DE 94206 C DE94206 C DE 94206C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- frame
- lever
- rods
- rod
- rail
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N iron Substances [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 description 2
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B62—LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
- B62H—CYCLE STANDS; SUPPORTS OR HOLDERS FOR PARKING OR STORING CYCLES; APPLIANCES PREVENTING OR INDICATING UNAUTHORIZED USE OR THEFT OF CYCLES; LOCKS INTEGRAL WITH CYCLES; DEVICES FOR LEARNING TO RIDE CYCLES
- B62H1/00—Supports or stands forming part of or attached to cycles
- B62H1/10—Supports or stands forming part of or attached to cycles involving means providing for a stabilised ride
- B62H1/12—Supports or stands forming part of or attached to cycles involving means providing for a stabilised ride using additional wheels
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Handcart (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 63: Sattlerei und Wagenbau.
HENRY LEWIS DAVIS in RILBURN, London.
Stützvorrichtung für Zweiräder.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 23. Oktober 1896 ab.
Bei Fahrrädern sind seitlich angeordnete Unterstützungsrollen, die von der Lenkstange
aus bethätigt werden, bekannt. Die vorliegende Erfindung betrifft eine Anordnung derartiger
Rollen an einer direct hinter dem Vorderrad am Rahmen befestigten senkrechten Schiene.
Die Tragstangen für die Rollen sind mit ihrem oberen Ende an einen auf der erwähnten
Schiene gleitenden Rahmen angelenkt, während sie an einem anderen geeigneten Punkt ihrer
Länge durch Streben mit der Schiene verbunden sind. Der Rahmen steht unter Federwirkung
und hat infolge dessen beständig das Bestreben, sich zu senken, wodurch die Rollentragstangen
ebenfalls gesenkt und aus einander gespreizt, d. h. in die Gebrauchsstellung gebracht
werden.
Ein an dem Rahmen angebrachter federnder, als Sperrhaken ausgebildeter Doppelhebel greift
hierbei hinter Zähne an der Gleitschiene und sichert den Rahmen und also auch die Rollen
in der Gebrauchsstellung. Zum Heben des Rahmens und um die Rollen aufser Betrieb
zu setzen, tritt ein zweiter an dem Rahmen sitzender Doppelhebel in Thätigkeit; letzterer
wird durch Zugstangen beeinflufst und löst zunächst den Sperrhaken aus, worauf die
weitere Wirkung der Zugstangen zum Heben des ganzen Systems benutzt wird.
Die Neuerung ist auf der beiliegenden Zeichnung näher dargestellt, und zwar zeigt:
Fig. ι ein Fahrrad in der Seitenansicht,
Fig. 2 ,in der Vorderansicht. Auf beiden
Figuren befinden sich die Rollen in der Gebrauchsstellung.
Fig. 3 bis 8 zeigen Einzelanordnungen für die Anbringung bezw. die Bewegung der Hülfsrollen.
Wie aus Fig. 1 zu ersehen, ist mittelst einer Hülse α oder in anderer geeigneter Weise an
der Rahmenstange A eine verticale Stange oder Schiene C in passender Entfernung vom Vorderrad
B befestigt. Die Stange oder Schiene C kann irgend eine geeignete Querschnittsform
haben. Es dürfte jedoch vortheilhaft T-Eisen zu verwenden sein (s. Fig. 7). Das untere Ende
der Schiene C befindet sich dicht über dem Boden und ist durch eine Stange D mit dem
unteren Ende der Rahmenstange A vortheilhaft in der Nähe der Tretkurbelachse verbunden.
Die Stange D wird vortheilhaft in ihrer Länge veränderlich hergestellt, um die Vorrichtung
an Rahmen verschiedener Gröfse und Gestalt anbringen zu können. Es wird dies am besten
in der aus Fig. 5 errsichtlichen Weise geschehen, indem ein mit Gewinde versehener voller Theil
in den zweiten hohl ausgebildeten hineingeschraubt wird. Die Befestigung sowohl der
Stange C an der Hülse α, wie auch der
Stange D an ihren beiden Enden geschieht am besten mittelst Zapfen. ■'
Auf der Schiene C gleitet ein Rahmen, welcher in seinem Querschnitt dem der Schiene C
angepafst ist. Wird für letztere ein T-Eisen verwendet, so besteht der Rahmen am besten
aus zwei Theilen F und G (Fig. 7), deren letzterer die Mittelschiene c von C vollständig
Und die Grundschiene d zur Hälfte umfafst, während der Theil F nur die Grundschiene d
bedeckt und theilweise über die . seitlichen
Kanten hinweggreift, wie dies aus Fig. 7 deutlich zu erkennen ist. Der Theil G ist mit
zwei Paar Vorsprüngen b b' versehen, welche so angeordnet sind, dafs sie zwei Zapfen e e',
welche gleichzeitig die Rahmentheile F und G verbinden, als Lager dienen. An ihrem unteren
Ende sind die Theile F und G in ganz ähnlicher Weise durch Bolzen f verbunden. Die
oberen Zapfen e und e' dienen gleichzeitig zum Halten der Enden zweier Stangen HH,
deren Zweck später erklärt werden wird. Der Rahmentheil F trägt an seinem oberen Ende
zwei Backen g, in deren Verbindungszapfen ein Doppelhebel J gelagert ist. Das obere
Ende dieses Hebels ist zu einer aus den Armen h gebildeten Gabel (Fig.'8) ausgestaltet.
Am unteren Ende des Theiles F sind zwei ähnliche Backen j angebracht, welche ebenfalls
einen Doppelhebel K tragen, der an seinem unteren Ende mit einer Klinke k versehen ist,
welche unter gewissen Bedingungen, auf die weiter unten näher zurückgekommen werden
wird, mit Vorsprüngen oder Zähnen I auf der Schiene C in Eingriff-kommen kann, wobei der
Hebel durch die Spannung einer Feder m, welche sein oberes Ende beeinflufst, in seiner Lage
gesichert wird. Es ist hierbei zu beachten, ,dafs der Hebel K sich mit seinem oberen
Ende stets hinter dem' Hebel J befindet.
Der erwähnte Rahmen F G kann auf der Stange oder Schiene C auf- und niedergleiten,
wobei eine Spiralfeder L beständig bestrebt ist, ihn nach unten zu ziehen. Die Spiralfeder L
ist mittelst des Hakens η an G und mittelst des Hakens 0 an der Stange D befestigt.
Die Vorrichtung zum Aufwärtsbewegen des Rahmens besteht in der Hauptsache aus zwei
Zugorganen N (Ketten, Stangen, Drähte oder Schnüre), die einerseits in Ringe ρ der Gabelanne
h eingreifen (Fig. 8), andererseits mit einem Hebelpaar O (Fig. 3) verbunden sind,
welche an einer auf der Stange P der Vordergabel sitzenden Hülse p" drehbar befestigt
sind. Durch kurze Lenkerstangen s sind die Hebel O mit um Zapfen ρ' drehbaren Doppelhebeln
R verbunden, welch letztere durch eine Stange S zum Ausschwingen gebracht werden
können.
Ein an der Lenkstange T' um t drehbarer Hebel T dient zur Auf- und Abbewegung der
Stange 5. Der Hebel T ist nach Art des bekannten
Bremshebels ausgebildet und kann hinter einem federnden Haken w an der Lenkstange
festgehalten werden.
Die Anordnung der bereits erwähnten Stangen HH' ist am besten aus den Fig. 2 und 6
zu erkennen. Mit ihren oberen Enden sind dieselben, wie gleichfalls bereits weiter oben
gesagt, in Zapfen e e' oben an dem Rahmen FG befestigt. An einer passenden Stelle auf ihrer
Länge sind sie aufserdem noch durch Stangen V verbunden. Zwei Federn Z (Fig. 6) sind ständig
bestrebt, die Stangen H nach aufsen zu drücken. Die Stangen können rohrförmig oder solid hergestellt
werden, vortheilhaft ist es, eine Anordnung nach Fig. 6 (links) zu wählen, bei welcher
die Stangen aus zwei Stücken bestehen, die teleskopartig in einander verschoben werden
können. Eine kräftige Feder X" verspannt die beiden Theile gegen einander,
während ein in dem Schlitz X' gleitender Stift X die Bewegung der Stangentheile gegen
einander begrenzt. Die Stangen HH sind unten gabelförmig gestaltet und vortheilhaft
nach dem Hinterrad der Maschine zu etwas umgebogen (Fig. 1). In den Gabeln sind die
Rollen W gelagert. In der Ruhestellung halten die Stangen H die Räder W aufser Contact
mit dem Boden (Fig. 6 rechts), in welcher Stellung sie durch den Hebel T, welcher von
dem federnden Haken n> an der Lenkstange gesichert wird, gehalten werden.
Um die Rollen W in die Gebrauchsstellung überzuführen, braucht der Fahrer nur den
Hebel T aus seinem Haken n> zu lösen, alsdann wird die Spiralfeder L den Rahmen F G
herunterziehen,, wodurch die Stangen HH
infolge der Wirkung der Streben V in die gespreizte Stellung übergehen und den Boden
berühren. In dieser Stellung werden sie alsdann durch Klinke k, welche den Rahmen
mit Hülfe der Zähne / am Wiederhochgehen verhindert, gehalten. Um Stöfse zu vermeiden
und eine gewisse Neigung des Fahrrades zum Boden zu gestatten, sind die Federn X" in die
Haltestangen H eingeschaltet.
Um die Rollen W wieder hoch zu heben und aufser Berührung mit dem Boden zu
bringen, wird nur der Hebel T an die Lenkstange gedrückt. Es erfolgt hierdurch ein
Niedergehen der Stange S (Fig. 3) und dadurch ein Ausschwingen des Hebelsystems RsO,
wodurch die Stangen N angezogen werden, welche zunächst, indem sie die Gabel h in
die punktirt gezeichnete Stellung nach Fig. 5 bringen, die Klinke k des Hebels K aufser
Eingriff mit den Zähnen / der Schiene C bringen und dann den Rahmen F G entgegen
der Wirkung der Feder L heben. Derselbe Effect liefse sich natürlich erreichen, wenn bei
der Hebelvorrichtung nach Fig. 3 statt der beiden durch die kurze Lenkerstange s verbundenen
Hebel R O letzterer über seinen Drehpunkt verlängert und direct mit der
Stange 5 verbunden würde.
Die vorstehend beschriebene Einrichtung kann vortheilhaft von Anfängern benutzt werden.
Beim Tourenfahren ist die Vorrichtung vorzüglich beim Beschreiben von Curven anzuwenden,
indem durch das auf einer Seite mitlaufende Hülfsrad ein Ausgleiten vermieden wird. Die Vorrichtung kann auch bequem so
eingestellt werden, dafs die Hülfsrollen für gewöhnlich den Boden nicht berühren, die
Stangen H so gespreizt sind, dafs die Rollen sich dicht über dem Boden befinden und
dann bei seitlicher Neigung des Fahrrades ein Umfallen vermeiden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine aus zwei seitlichen, von der Lenkstange . aus einzustellenden Stützrollen bestehende Stützvorrichtung für Zweiräder, dadurch gekennzeichnet, dafs die durch Abwärtsbewegen eines an einer festen Schiene (C) gleitenden Rahmens (F G) in die Gebrauchslage gebrachten Stützstangen (HH') durch eine in die Führungsschiene (C) greifende Sperrklinke '(K) festgestellt sind, wobei durch die mittelst Zugstange (N) bewirkte Drehung .eines an dem Gleitrahmen (F G) gelagerten Hebels (J) die Sperrklinke ausgerückt und durch weiteren Zug an der Zugstange der Rahmen gehoben wird und die' Stützstangen aufser Gebrauch gesetzt werden.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE94206C true DE94206C (de) |
Family
ID=365564
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT94206D Active DE94206C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE94206C (de) |
-
0
- DE DENDAT94206D patent/DE94206C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE94206C (de) | ||
| DE608349C (de) | Spreizrollenstuetze fuer Fahrraeder und Kraftraeder | |
| DE110963C (de) | ||
| DE108080C (de) | ||
| DE108643C (de) | ||
| DE570420C (de) | Lehrvorrichtung fuer Fahr- und Motorraeder | |
| DE91437C (de) | ||
| DE817080C (de) | Kinderwagen | |
| DE31436C (de) | Neuerung an dreirädrigen Velo- I cipeden | |
| DE62969C (de) | Einspannvorrichtung für Zugthiere | |
| DE236725C (de) | ||
| DE84254C (de) | ||
| DE217971C (de) | ||
| DE199128C (de) | ||
| DE189676C (de) | ||
| DE189968C (de) | ||
| DE235331C (de) | ||
| AT166141B (de) | Kinderwagen mit schwenkbar angeordneten Radachsen | |
| DE89573C (de) | ||
| DE73000C (de) | Vorrichtung zum Bohnen von Fufsböden | |
| DE99855C (de) | ||
| DE446752C (de) | Gefedertes Fahrrad | |
| DE82960C (de) | ||
| DE101601C (de) | ||
| DE23825C (de) | Neuerungen an Eisenbahn-Velocipeden |