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Kontaktkopiermaschine Die Erfindung betrifft eine Kontaktkopiermaschine
mit einer Aufspanntrommel samt Spannmantel zum Aufspannen des zu belichtenden Kopiergutes,
mit mehreren dem Trommelmantal gegenüber im gleichen Radialabstand angeordneten
Leuchtröhren und einem um die Trommelachse drehbaren zylinderförmigen Blendschirm
zumAbschließen der im Maschinengehäuse vorgesehenen Beschickungsöffnung. Beiden
bekannten Lichtkopiermaschinen dieser Art ist die Kopierlichtquelle in Form einer
oder mehrerer Leuchtröhren innerhalb der durchsichtigen Aufspanntrommel ortsfest
oder um die Trommelachse rotierend angeordnet. Bei fester Anordnung der Spanntrommel
und zentrischer Lagerung der Leuchtröhre darf man einen bestimmten Radialabstand
zwischen Lichtquelle und Spannmantel nicht überschreiten, damit ungünstig lange
Belichtungszeiten vermieden werden. Eine Vergrößerung des Radialabstandes der stabförmigen
Lichtquelle würde zwar eine Vergrößerung des Durchmessers des Kopierzylinders und
damit der Pausfläche, dafür aber eine bedeutende Verlängerung der Belichtungszeiten
zur Folge haben. Umgekehrt wird durch eine Verkürzung des Radialabstandes der stabförmigen
Lichtquelle vom Kopierzylinder wohl die
Belichtungszeit verkürzt,
dafür aber wieder die ausnutzbare Aufspannfläche verringert. Bei Anordnung mehrerer
Leuchtröhren im Trommelinnenraum kann die Leuchtkraft zwar wesentlich gesteigert
werden, jedoch ist die gleichmäßige Ausleuchtung derTrommelfläche nur dann erreichbar,
wenn die Leuchtröhren in einem zur Trommelachse konzentrischen Kreis umlaufen. In
einem solchen Fall müssen Schleifringe und Bürsten im Stromkreis der Leuchtröhren
verwendet werden, wodurch die Stromzuführung unliebsame Störungsquellen erhält.
Außerdem läßt sich zwischen der inneren Trommehnantelfläche und der ortsfesten oder
rotierenden Leuchtröhrengruppe kein die ausnutzbare Trommelfläche nicht beeinträchtigender
Blendschirm zum Abdecken der Lichtstrahlen. für die Zeit des Einfegens und Herausnehmens
der zu belichtenden Papiere aus der Trommelbespannung einschalten, so daß zu diesem
Zweck die Lichtquelle ständig ein- und ausgeschaltet werden muß, damit das Papier
während des Einspannens und Herausnehmens nicht vor- oder nachbelichtet wird.
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Es ist auch bei Kopiermaschinen bekannt, das Pausgut während der Belichtung
durch endlose Bänder entweder über einen mit innenliegender Leuchtröhrengruppe ausgestatteten
Kopierzylinder oder über eine gewölbte Kopierschiebe hinwegzuführen, gegenüber welcher
eine.Gruppe von Leuchtröhren in kreisbogenförmiger Außenanordnung liegt. Bei beiden
Konstruktionen sind zwar die vorher aufgeführten Mängel vermieden, jedoch verteuern
das endlose Förderband und seine Führungsmittel die Kopiermaschine und machen sie
-störanfällig.
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Gemäß der Erfindung werden die Nachteile der erstgenannten Lichtkopiermaschineh
unter Vermeidung endloser Förderbänder für das Pausgut dadurch behoben, daß eine
lichtdichte, mit einem durchsichtigen Spannmantel versehene, drehbar gelagerte und
mit einer sie für die Dauer der Belichtung in Umdrehung versetzenden Antriebsvorrichtung
verbundene Aufspanntrommel vorgesehen ist und daß die Leuchtröhrengruppe außerhalb
der -Aufspanntrommel gegenüber dem Trommelmantel kreisbogenförmig angeordnet und
mittels des die Gehäuseöffnung abschließenden Blendschirmes gegenüber der Aufspanntrommel
abdeckbar ist.
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Zur Erleichterung des Einfegens des zu belichtenden Pausgutes zwischen
Spannmantel und Aufspanntrommel ist die Lichtkopiermaschine gemäß der Erfindung
derart ausgebildet, daß die Leuchtröhrengruppe, an einer über der Aufspanntrommel
im Abstand angeordneten, die Gehäusestirnwand bildenden Leiste beginnend, im rückwärtigen
Gehäuseteil angeordnet ist und daß frontseitig die Beschickungsöffnung bis zu einer
unter dem Niveau der Aufspanntrömmel liegenden Oberkante der Gehäusevorderwand verläuft,
so daß der diese Öffnung in der Schließlage lichtdicht abdeckende Blendschirm in
seiner vollständig in das Gehäuse eingeschobenen Stellung dem geöffneten Spannmantel
als gleitfähige Widerlagerfläche dient.
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Die erfindungsgemäß ausgebildete Lichtkopiermaschine eignet sich zum
Belichten aller lichtempfindlichen Papiere und kann bei verschiedener Größe bzw.
Länge der Trommel in Klein- und Mittelbetrieben mit besonderem Vorteil Verwendung
finden. Sie zeichnet sich besonders durch die Gleichmäßigkeit der Ausleuchtung der
zu belichtenden Fläche, durch die infolge günstiger Lichtausbeute möglichst kurze
Belichtungsdauer, durch ihre Verwendung für die verschiedenen Formatgrößen trotz
verhältnismäßig geringem Raumbedarf und nicht zuletzt durch die geringen Anschaffungs-
und Betriebskosten, leichte Anpassungsfähigkeit an alle elektrischen Anschlüsse
und leichte und einfache Bedienung gegenüber allen anderen bisher bekannten Lichtpausapparaten
und Maschinen aus.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäß ausgebildeten
Lichtkopiermaschine in Fig. i im Schaubild und in Fig. 2 im Querschnitt schematisch
veranschaulicht, die Fig. 3 und 4 zeigen schematisch eine beispielsweise Ausführungsform
einer Schalt- und Anzeigevorrichtung mit akustischem Signal und selbsttätig gesteuerter
Blende im Querschnitt und Grundriß.
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Die in Fig. i und 2 dargestellte Lichtpausmaschine enthält eine lichtdichte
Spanntrommel i mit einem glasklaren Spannmantel 2 aus einem geeigneten flexiblen
Material, dessen eines Ende am Trommelmantel i befestigt ist, wogegen sein anderes,
an einer Leiste 3 befestigtes Ende in üblicher Weise mittels in Gabeln 4 einsteckbarer
Spannschrauben 5 über den Trommelumfang spannbar ist, wobei die Gabeln 4 nahe der
Befestigungsstelle des anderen Spannmantelendes am Trommelumfang starr angebracht
sind. Die Spanntrommel i ist mit ihrer Drehachse 6 in Lagern zweier Wangen 7, 8
eines Gehäuses 9 drehbar gelagert, welches in kurzem Abstand über der Spanntrommel
i eine aus einer hochkantig angeordneten Leiste io gebildete Stirnwand ii besitzt.
Vor dieser Stirnwand ist die Trommel i frei zugänglich. Hinter der Stirnwand ix
besitzt das Gehäuse 9 einen sektorförmigen Hohlraum 12, in welchem mehrere, z. B,
vier Leuchtröhren 13, 14, 15 und 16 von gleicher Leuchtkraft auf einem zur Trommelachse
konzentrischen Kreisbogen bei geringstem Abstand von der Spanntrommel angeordnet
sind. Die Gehäuserückwand 17 ist auf der Innenseite als Reflektor ausgebildet oder
mit einem Reflektor i7d versehen und abnehmbar angeordnet, damit die Leuchtröhren
' gereinigt und ausgebaut werden können. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel bestrahlen
die Leuchtröhren den Trommelmantel im Bereiche eines Winkels von 9o°. Dieser Strahlungsbereich
kann j e nach Zahl und Anordnung der Leuchtröhren beliebig verkleinert oder vergrößert
werden,. Die Spanntrommel i -wird mittels eines Getriebes 18, ig und 2o durch einen
Elektromotor 21 mit sechs bis zehn Umdrehungen pro Minute angetrieben.
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Gleichmittig zur Spanntrommel i ist in geringem Abstand vom Trommelumfang
ein im Querschnitt kreisbogenförmiger Blendschirm 22 beweglich angeordnet, welcher
mit seinen Seitenwangen 23 auf der Spanntrommelachse 6 frei drehbar sitzt und in
der Umfangsrichtung von der Hinterkante 24 der die Stirnwand ii bildenden Leiste
io bis zur oberen Kante der vorderen Gehäusewand 25. reicht und so die sich i über
einen nahezu halbkreisförmigen Bereich er-
Streckende Gehäuseöffnung
26 und den sonst zugänglichen Teil des Trommelumfanges nach außen lichtdicht abschließt.
In dieser Schließlage liegt der Blendschirm 22 oben mit seinem Anschlag 27 an der
Innenkante der Stirnleiste io, mit seinem Anschlag 28 an der oberen Außenkante der
Gehäusefrontwand 25 an. Der Blendschirm 22 kann aus seiner Schließlage nach oben
in das Gehäuse eingeschwenkt werden, wobei er sich um die Spanntrommelachse 6 dreht
und zwischen die Spanntrommel i und die vier Leuchtröhren 13 bis 16 so tief einschiebt,
daß er mit seiner Stirnkante 27 nahe hinter der Frontwand 25 zu stehen kommt. In
dieser Lage des Blendschirmes 22 deckt dieser nicht nur die Leuchtröhren 13 bis
16 gegen den Trommelmantel i vollständig ab, sondern er dient auch dem vom Trommelmantel
i mit seinem einen Ende gelösten glasklaren, flexiblen Spannmantel 2 als Widerlagerfläche,
so daß das zu belichtende Papier samt der Kopiervorlage zwischen Spannmantel 2 und
Trommelmantel i vollständig eingeschoben werden kann. In der Offenstellung des Blendschirmes
22 bzw. bei abgeblendeten Röhren 13 bis 16 liegt der Blendenanschlag 28 an der Vorderkante
der. Stirnleiste io an.
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Die Wirkungsweise der Lichtkopiermaschine ist folgende: Die Leuchtröhren
13 bis 16 werden durch die Betätigung eines Schalters 29 in den Stromkreis eingeschaltet.
Der Blendschirm 22 wird zwischen Leuchtröhren 13 bis 16 und Trommelmantel
i gerückt. Die Spanntrömmel i wird von Hand gedreht, bis der Spannverschluß 4, 5
vorn liegt. Der Spannmantel 2 wird nach Lösen der Spannschrauben 5 abgesenkt und
die Kopiervorlage mit dem lichtempfindlichen Papier zwischen dem Trommelmantel i
und dem Spannmantel 2 eingelegt. Der entspannte, von der Trommel gelöste Spannmantel
2 stützt sich dabei auf der Innenfläche des Blendschirmes ab, so daß die Vorlage
und das zu belichtende Papier widerstandlos zwischen Spannmantel und Trommel eingeschoben
werden kann. Darauf wird der Spannmantel in üblicher Weise auf der Trommel i festgespannt.
Nunmehr wird der Blendschirm 22 von Hand nach vorn in die Schließlage gezogen, wobei
der Blendenanschlag 28 durch Niederdrücken des Schalters 3o den Motor 21 einschaltet.
Die Spanntrommel i rotiert und bewegt dadurch die Kopiervorlage mit dem lichtempfindlichen
Papier an den vier Leuchtröhren 13 bis 16 mit gleichförmiger Geschwindigkeit vorüber,
wodurch alle Stellen der Vorlage mit großer Gleichmäßigkeit, auch bei ungleicher
Leuchtdichte der einzelnen Leuchtröhren, belichtet"werden. Nach einer vorgeschriebenen
Belichtungsdauer ist die Lichtkopie fertig. Es wird nun der Blendschirm 22 von Hand
aus wieder in die Blendstellung zwischen Lichtquelle und Trommelmantel gerückt,
wobei sich der Motor 21 gleichzeitig wieder ausschaltet. Der Wechsel der Lichtkopie
kann nach Lösen des Spannmantels 2 vorgenommen werden. Es können auf diese Weise
die verschiedensten Formate belichtet werden, und es ist auch möglich, mehrere Vorlagen
kleinen Formats nebeneinander auf den Trommelmantel aufzuspannen und gleichzeitig
zu belichten.
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Für die Bedienung der Maschine ist es von großem Vorteil, wenn die
Belichtungszeit von vornherein einstellbar ist und durch eine an sich bekannte beliebige
Schalteinrichtung überwacht wird, welche nach Vollendung der jeweiligen Belichtungsdauer
ein akustisches Signal betätigt, den Blendschirm in die Blendstellung rückt und
alsdann den Antrieb 21 für die Aufspanntrommel i abschaltet. Ein Ausführungsbeispiel
einer solchen Schalteinrichtung zeigen die Fig. 3 und 4.
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Diese Schalteinrichtung besitzt eine Schraubenspindel 31, welche
außerhalb der Trommel i parallel zur Trommelachse 6 in den Gehäusewangen 7, 8 drehbar
gelagert und über eine Stiftscheibe 32, ein Zahnrad od. dgl. nach jeder Trommelumdrehung
um eine Teildrehung weitergeschaltet wird. In das Gewinde der Schraubenspindel 31
greift ein federnder, von Hand aus rückstellbarer Mitnehmer 34 ein, welcher von
der Schraubenspindel 31 im Ausmaß der Ganghöhe bei deren Drehung auf einer Stange
35 achsparallel zur Spindel verschoben wird. Dieser Mitnehmer 34 hat einen zweckmäßig
federnden Steuerfinger 36, in dessen Bewegungsbereich ein elektrischer Schalter
37 an Hand einer die Belichtungszeiten angebenden Skala 38 verstellbar und feststellbar
ist. Dieser Schalter 37 liegt in einem Stromkreis 45 mit einer akustischen Signalvorrichtung
39 und einem Auslöserelais 40, welches im stromlosen Zustand den Blendschirm 22
mit seinem zu einer Sperrast 41 ausgebildeten federnden Anker 42 in der Schließlage
festhält, im erregten Zustand dagegen freigibt, so daß der Blendschirm 22 unter
der Wirkung einer Spiralfeder 43 selbsttätig in die Blendstellung schwenkt und gleichzeitig
der Summer 39 ertönt. Der Blendschirm 22 schaltet unmittelbar nach Erreichen der
vollen Blendstellung mittels des Unterbrechers 44 den Elektromotor 21 ab, so daß
gleichzeitig reit der Abblendung der Lichtquellen 13 bis 16 auch der Stillstand
der Spanntrommel i erreicht wird. Nach Rückstellung des Mitnehmers 34 mit seinem
Steuerfinger 36 in die Anfangslage werden der Summer 39 und das Auslöserelais 40,
wieder abgestellt. Nach dem Wechsel der Kopiervorlage wird der Blendschirm 22 wieder
in die Schließlage von Hand aus vorgeschwenkt und dabei der Unterbrecher 44: geschlossen,
so daß der Motor 21 schon am Beginn der Rückstellung des Blendschirmes 22 in Tätigkeit
tritt und die Trommel i in Drehung versetzt, bevor die Abblendung aufgehoben wird.