DE94280C - - Google Patents

Info

Publication number
DE94280C
DE94280C DENDATC0094280 DEC0094280A DE94280C DE 94280 C DE94280 C DE 94280C DE NDATC0094280 DENDATC0094280 DE NDATC0094280 DE C0094280 A DEC0094280 A DE C0094280A DE 94280 C DE94280 C DE 94280C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
naphthalene
water
acid
solution
dried
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDATC0094280
Other languages
English (en)
Publication of DE94280C publication Critical patent/DE94280C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Landscapes

  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Coloring (AREA)
  • Polyesters Or Polycarbonates (AREA)
  • Macromolecular Compounds Obtained By Forming Nitrogen-Containing Linkages In General (AREA)
  • Paper (AREA)
  • Heat Sensitive Colour Forming Recording (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Kο eηi g s (Ber. d. deutsch, ehem. Ges. X, 1532) hat zuerst unter Benutzung einer aromatischen Säure eine beständige Verbindung des Diazobenzols dargestellt, und dieses Princip ist auch bei dem Patente Nr. 81039 zur Herstellung beständiger Salze des Tetrazodiphenyls und Tetrazoditolyls zur Anwendung gelangt.
Diese haltbaren Salze des diazotirten Benzidins und Tolidins mit α- und ß-Naphtalinsulfonsäure sollen in der Färberei und Druckerei bei der Darstellung der unlöslichen Azofarben auf der Faser zur Verwendung. gelangen und den Färber der Mühe des Diazotirens entheben; dem steht aber die allzu geringe Löslichkeit dieser Verbindungen störend im Wege.
Die Erfahrung auf dem Gebiet der Färberei der unlöslichen Azofarbstoffe auf der Faser lehrt nämlich, dafs das Diazofärbbad vortheilhaft im Minimum eine Concentration von Y10 Mol. in Grammen diazotirtes Monoamin oder Y20 Mol. diazotirtes Diamin auf 1 1 Flüssigkeit besitzen soll. Die meisten Fabrikanten verwenden der Sicherheit wegen noch stärkere Bäder. Das Diazofärbebad für Nitranilinroth z. B. enthält gewöhnlich pro Liter wenigstens 14 g diazotirtes Nitranilin, dasjenige für Benzidinbraun mindestens 9,2 g. diazotirtes Benzidin, dasjenige für Tolidin mindestens 10,6 g diazotirtes Tolidin. .
Enthalten Färbebäder weniger Diazosalz, so resultirt von Anfang an eine magere, unegale, viel zu helle Färbung, welche bei fortgesetzter Benutzung des- Bades continuirlich abnimmt und bald ganz aufhört. Versuche mit den Salzen des Patentes Nr. 81039 ergeben nun, dafs keiner der vier darin angegebenen Körper diese erwünschte Löslichkeit besitzt. Das löslichste unter ihnen ist Tetrazoditolyl-a-naphtalinsulfonsäure. Es enthält ca. 33 pCt. seines Gewichtes diazotirtes Tolidin und es müfsten sich demnach 32 g davon im Liter Wasser lösen, um ein Tolidinbraunfärbebad zu bilden. Es gelingt nun kaum, 8 g davon in einem Liter in Lösung zu bringen. Will man in dieser gesättigten Lösung naphtolpräparirten Stoff färben, so resultirt eine hellbraunviolette, Ungleichmäfsige Färbung an Stelle des. satten dunkelbraunen Tolidinbrauns.
Diesen Uebelständen soll durch die vorliegende Erfindung abgeholfen werden. Es ist nämlich gelungen, in den Naphtalindisulfosäuren solche Säuren zu finden, welche den mit ihnen verbundenen Diazo- und Polyazokörpern grofse Beständigkeit und reichliche Löslichkeit zugleich verschaffen und somit die. Vorbedingungen zu einer ausgedehnten Anwendung bei der Darstellung der unlöslichen Azofarbstoffe auf der Faser erfüllen.
Sie werden in der Weise dargestellt, dafs man zu dem fein gepulverten trockenen naphtalindisulfosäuren Natron die äquivalente Menge eines Diazosulfats hinzufügt, das in möglichst

Claims (1)

  1. concentrirter Lösung dargestellt wird, aus welcher überschüssige Säure mit Kreide entfernt wurde. Die Bildung des gewünschten Salzes erfolgt durch' doppelte Umsetzung und ist daran zu erkennen, dafs das erst dünnflüssige Gemisch beim Rühren nach einiger Zeit zu einem sehr dicken Brei erstarrt. Dieser Brei wird als Ganzes bei 35 bis 40 ° auf flachen offenen Gefäfsen oder im Vacuumschrank getrocknet und die getrocknete Masse gepulvert.
    Zu dem beabsichtigten Zwecke braucht man keine reine Disulfosäure, sondern nur ein rohes Säuregemisch zu verwenden, das wie folgt dargestellt wird:
    20 kg Naphtalin und go kg Schwefelsäuremonohydrat werden 8 Stunden in einem emaillirten Kessel mit Rührwerk auf i6o° C. erhitzt. Nach dem Erkalten wird der Inhalt in Wasser gegossen und mit Kalk neutralisirt, vom ausgeschiedenen schwefelsauren Kalk durch Filtriren getrennt und das in Lösung befindliche Kalksalz der Naphtalindisulfosäure mit Soda in das Natronsalz übergeführt. Die vom kohlensauren Kalk abfiltrirte Lösung des Natronsalzes wird eingedampft und pulverisirt.
    Die haltbaren Salze der Naphtalindisulfosäuren und der Diazo- und Polyazokörper sind gelbe krystallinische Pulver, leicht löslich in Wasser, vor Sonnenlicht und Feuchtigkeit geschützt, unbegrenzt haltbar und aus warmem Wasser krystallisirbar. Beim Erhitzen auf dem Platinblech schmelzen sie unter Aufblähen und Zersetzung und verglimmen schliefslich ohne Verpuffung.
    B e i ρ i e 1 e:
    I. p-Nitrodiazobenzolnaphtalin-
    disulfosäure.
    280 kg p-Nitranilin werden mit einer Lösung von 150 kg Nitrit in 200 kg Wasser angeteigt und langsam in eine Mischung von 300 kg Schwefelsäure von 100 pCt. und 1000 kg Eis eingetragen.
    Die erhaltene Diazolösung wird mit 80 kg Kreide abgestumpft und nach dem Filtriren zu 350 kg naphtalindisulfosaurem Natron zugefügt.
    Das Gemisch, wird nach einigem Rühren sehr dickflüssig; der erhaltene Brei wird schliefslich bei 35 bis 40 ° getrocknet und der Rückstand gepulvert.
    II. Tetrazoditolylnaphtalindisulfosäure.
    Ein gesiebtes Gemisch von 212 kg fein gepulvertem Tolidin in 225 kg Schwefelsäure und 500 kg Wasser wird durch 500 kg Eis kalt gehalten und mit einer Lösung von 150 kg Nitrit in 500 kg Wasser diazotirt.
    Die erhaltene Diazolösung wird zu 350 kg naphtalindisulfosaurem Natron gegeben und das resultirende Gemisch im Vacuumschrank getrocknet.
    III. Tetrazodianisolnaphtalindisulfosäure.
    121 kg fein pulverisirtes Dianisidin, 100 kg Wasser, 120 kg Schwefelsäure von 100 pCt. und 500 kg Eis werden zur Diazotirung mit einer Lösung von 75 kg Nitrit in 100 kg Wasser versetzt, worauf 180 kg fein gepulvertes naphtalindisulfosaures Natron hinzugefügt werden; der resultirende dicke Brei wird im Vacuumschrank getrocknet.
    IV. Diazoazotoluolnaphtalindisulfosäure.
    226 kg o-Amidoazotoluol werden mit 110 kg Schwefelsäure von 100 pCt., 800 kg Wasser und Eis und 75 kg Nitrit diazotirt, zu 180 kg naphtalindisulfosaurem Natron hinzugefügt und der erhaltene dicke Brei im Vacuumschrank getrocknet.
    Pat ε ν τ - A ν s ρ R υ c η :
    Darstellung von für Färberei- und Druckereizwecke verwendbaren Producten, dadurch gekennzeichnet, dafs man in weiterer Ausbildung des durch Patent Nr. 81039 geschützten Verfahrens durch doppelte Umsetzung der naphtalindisulfosauren Alkalisalze und der Diazo- und Polyazosulfate haltbare Salze der Diazo- und Polyazobasen und der Naphtalindisulfosäuren erzeugt.
DENDATC0094280 Active DE94280C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE81039T

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE94280C true DE94280C (de)

Family

ID=5639355

Family Applications (4)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT92237D Active DE92237C (de)
DENDAT86367D Active DE86367C (de)
DENDATC0094280 Active DE94280C (de)
DENDAT81039D Active DE81039C (de)

Family Applications Before (2)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT92237D Active DE92237C (de)
DENDAT86367D Active DE86367C (de)

Family Applications After (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT81039D Active DE81039C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (4) DE81039C (de)

Also Published As

Publication number Publication date
DE81039C (de)
DE92237C (de)
DE86367C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE94280C (de)
DE2733107A1 (de) Hexakisazoverbindungen, verfahren zur herstellung und verwendung
DE80421C (de)
DE133714C (de)
DE638832C (de) Verfahren zur Herstellung von wasserloeslichen Polyazofarbstoffen
DE79029C (de) Verfahren zur Darstellung eines Monoazofarbstoffs aus ai a^-Dioxynaphtalindisulfosäure G
DE636358C (de) Verfahren zur Herstellung von kupferhaltigen Azofarbstoffen
DE557985C (de) Verfahren zur Darstellung von Disazofarbstoffen
DE337954C (de) Verfahren zur Darstellung von Azofarbstoffen
DE44775C (de) Neuerung in dem Verfahren zur Darstellung blauer Farbstoffe aus den Diamidodiphenoläthern mit der Naphtoldisulfosäure des Patents Nr. 40571. (I
DE268398C (de)
DE90010C (de)
DE737626C (de) Verfahren zur Herstellung von Trisazofarbstoffen
DE76507C (de) Verfahren zur Herstellung eines festen Farbstoffs aus Blauholzextract. •
DE227319C (de)
CH157035A (de) Verfahren zur Darstellung eines Azofarbstoffes.
DE63015C (de) Verfahren zur Darstellung eines blauen direct färbenden Disazofarbstoffe aus Tetrazoditolyl und Dioxynaphtalinmonosulfosäure
DE1071864B (de) Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher Schwefelfarbstoffe
DE1803346A1 (de) Nichttoxischer roter Monoazofarbstoff
DE271445C (de)
DE86100C (de)
DE620247C (de) Trockenpraeparate zur Herstellung von wasserunloeslichen Azofarbstoffen auf der Faser
DE461490C (de) Verfahren zur Herstellung von haltbaren Kuepenfarbstoffpraeparaten
DE732969C (de) Verfahren zur Herstellung von Hexakisazofarbstoffen
DE56456C (de) Verfahren zur Darstellung von Disazofarbstoffen des Azoxyanilins und seiner Homologen