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Vorrichtung zum Aufnehmen und Wenden von Torf Die auf einem Trockenfeld
mit dem Ableger eines Torfbaggers in parallelen Sodensträngen abgelegten Soden müssen
nach einiger Zeit der Abtrocknung aufgesetzt oder gewendet werden, damit die auf
dem Trockenfeld liegenden Flächen der Soden nach oben gewendet werden und eine weitere
Nachtrocknung erfolgen kann. Dieses Aufsetzen und Wenden wurde lange Zeit von Handvorgenommen,
was aber einen langdauernden, mühsamen Arbeitsaufwand mit sich brachte. Man hat
daher versucht, Verfahren und Vorrichtungen zu entwickeln, um diese mühsame und
unwirtschaftliche Handarbeit zu mechanisieren.
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In diesem Zusammenhang sind Vorrichtungen bekanntgeworden, die zum
Aufnehmen der Torf-Soden mit umlaufenden, Klemmscheiben tragenden Aufnehmewalzen
oder walzenähnlichen Flächen versehen sind, wobei zum Entfernen der Soden von den
Klemmscheiben der Walzen eine Abstoßvorrichtung vorgesehen ist, die mehrere auf
der Walze befindliche Soden erfaBt und auf eine schiefe Ebene drückt, so daß die
Soden auf dieser schrägen Ebene mit der noch feuchten Seite nach oben wieder zum
Boden rutschen. Bei -dieser Vorrichtung besteht die Gefahr, daß die Soden sich bei
ihrem Abrutschen über die schiefe Ebene übereinanderlegen und da sie im Querschnitt
nicht mehr winklig sind, durcheinanderfallen und zu Boden rollen, so daß eine geordnete
Ablage nicht mehr gewährleistet ist. Auch eine bekanntgewordene Vorrichtung, mit
welcher
die auf der aufnehmenden Klemmscheibenwalze haftenden Soden
mittels umlaufenden Gabelzinken abgeschleudert und dabei gewendet werden sollen,
führt nichtmit Sicherheit zu einer ordnungsgemäßen Ablage, da es hierbei keinesfalls
gewährleistet ist, daß die vorher zum Boden gewandte Seite der Soden nach dem Wenden
oben liegt. Es ist ferner eine Vorrichtung bekanntgeworden, bei welcher die von
einer mit Stacheln versehenen Aufnehmewalze aufgespießten Soden auf entgegengesetzt
umlaufende, mit Stacheln versehene, als Wendeflächen wirkende Transportbänder übertragen
werden, wobei die Transportbänder mit einer Wendelung versehen sind, so daß die
auf dem Band liegenden Soden über 9o° gedreht und aufgerichtet werden, bevor sie
vom Band abfallen.
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Die Stacheln der Aufnehmewalze und der Transportbänder unterscheiden
sich in der Stärke, so daß kleine und größere Löcher in den Soden entstehen. An
der bekannten Vorrichtung sind die Transportbänder paarweise voresehen, so daß sich
die abzulegenden Soden stets- paarweise gegenüberstehen und somit nach dem Ablegen
ein Dach bilden sollen. Wenn die Soden mit dieser Vorrichtung, was nicht vorgesehen
ist, um i8o° gewendet werden sollten, bestünde auch hier die Gefahr, daß das Ablegen
sich nicht in der theoretisch gewünschten Weise vollzöge. Die Soden dürfen infolge
des Fehlens einer Abstoßvorrichtung nur so locker durch die Transportbänder getragen
werden, daß sie selbständig abfallen. Bei einem Wenden um i8ö° würde in diesem Falle
ein vorzeitiges Abfallen eintreten.
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Nach der Erfindung dagegen wird eine Vorrichtung zum Aufnehmen und
Wenden von Torf mit umlaufenden, mit Stacheln versehenen Aufnehmewalzen oder walzenähnlichen
Flächen zum Aufnehmen der Soden vom Boden und entsprechenden entgegengesetzt umlaufenden,
mit Stacheln versehenen Wendewalzen oder -flächen zum Abnehmen der Soden von den
Aufnehmewalzen derart ausgebildet, daß Leitbleche zur zwailgsweisen überleitung
der Soden von einer Walze oder Fläche auf die' andere in Verbindung mit Abstoßvorrichtungen
für die Soden von den Wendewalzen an der untersten Stelle der Wendewalzen vorgesehen
sind. Selbstverständlich läßt sich die Länge der Leitbleche den jeweiligen Verhältnissen
anpassen, insbesondere können sie so lang ausgebildet werden, daß die Soden von
den Walzen nicht vorzeitig abfallen. Die Aufnehmewalzen oder -flächen können neben
den Stacheln. zum Aufspießen auch Stößel zum Eindrücken größerer Löcher in- die
Soden besitzen, um die -Trocknungsoberfläche der Soden zu vergrößern. Wenn das Trockenfeld
in bekannter Weise durch eine auf dem Boden laufende Rillenwalze mit quer zu den
Sodensträngen verlaufenden Rillen bzw: Rippen versehen wird und die- Soden auf diesen
Rippen liegen, so kann die Trockenluft insbesondere auch durch diese Löcher gelangen,
so daß: die Soden durch die schornsteinartige Luftdurchströmung schneller getrocknet
werden.
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Durch die Vorrichtung nach der Erfindung ist ein zwangläufiges Wenden
und Ablegen der Soden erreichbar. Die Soden werden durch die Leitbleche fest auf
die Wendewalzen aufgedrückt und, gegebenenfalls unter Unterstützung der Leitbleche,
bis zu den Abstoßvorrichtungengeführt. Auf diesem Wege werden die Soden um i8o°
gedreht und gleichzeitig über die vorher abgestoßenen Soden hinweggeführt, bis sie
an einem genau zu -bestimmenden Platz abgelegt werden. Der gesamte Bewegungsablauf
der Soden ist somit zwangläufig festgelegt.
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In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform einer Vorrichtung
gemäß der Erfindung dargestellt. Es zeigt Fig. i die Vorrichtung von der Seite und
Fig. 2 eine Draufsicht nach Fig. i.
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Wie in den Fig. i und 2 dargestellt ist, besteht die Vorrichtung gemäß
der Erfindung aus einem treckerähnlichen Gerät, dessen Räder zu Aufnehmewalzen i
verbreitert sind. Auf den Laufflächen dieser Aufnehmewalzen sind Stacheln 2 angeordnet,
mit welchen die Soden beim Darüberfahren aufgepickt und mitgenommen werden. Die
Festigkeit der angetrockneten Soden ist so groß, daß unbedenklich mit der Vorrichtung,
deren spezifischer Flächendruck infolge der breiten Walzen gering ist, über die
Soden gefahren werden kann, ohne diese zu zerstören. Hinter jeder Aufnehmewalze
r ist jeweils eine Wendewalze 3 angeordnet; die ebenfalls mit Stacheln 2 versehen
ist. Über den Wendewalzen befindet sich je ein Leitblech q:, welches die Soden von
den Stacheln der Aufnehmewalzen i abstreift und auf die Stacheln der Wendewalzen
3 drückt. Die Soden werden nun von den über Kettengetriebe 5 angetriebenen Wendewalzen
3 mitgenommen, gewendet, über die vorher abgelegten Soden hinweggeführt und im unteren
Tiefpunkt 6 der Walzen 3 abgestreift. Zum Abstreifen der Soden von den Stacheln
der Wendewalzen dient je eine mittels Exzenters 7 angetriebene und im Rhythmus nach
unten ausfahrbare Schiene 8 od. .dgl., welche im Tiefpunkt 6 die Soden jeweils von
den Stacheln abdrückt; so daß sie im freien Fall auf das Trockenfeld fallen. Zwischen
den Aufnehmewalzen i und den Wendewalzen 3 ist an einem Hebelarm io in an sich bekannter
Weise eine Rillenwalze 9 angeordnet, die auf der Bodenfläche des Trockenfeldes rollt
und dieses mit Längsrillen bzw. Rippen in Richtung der Fahrbewegung versieht. Die
gewendeten Torfsoden liegen dann nach dem Wenden mit der nassen Seite nach oben
auf den Rippen des Trockenfeldes, so daß auch Luft von unten an die gewendeten Torfsoden
gelangt und dadurch die Trocknung beschleunigt wird.
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Zur Unterstützung des Trocknens können neben den Stacheln auf den
Aufnehmewalzen noch größere Stößel vorgesehen sein.