DE94553C - - Google Patents

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DE94553C
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    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05DSYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
    • G05D13/00Control of linear speed; Control of angular speed; Control of acceleration or deceleration, e.g. of a prime mover

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung besteht in einer Bremse, für deren Einrichtung insbesondere die Absicht mafsgebend war, dem sogenannten »Fortlaufen« von Dynamomaschinen, welches z. B. auf Kriegsschiffen häufig durch die plötzliche Unterbrechung des Stromkreises bei der Regulirung der Suchlicht - Kohlen veranlafst wird.
Das Wesen der Erfindung besteht darin, mit einem rohrenden Theile der betr. Maschine Reibungselemente, z. B. ein Paar Lederkissen, so zu verbinden, dafs sie unter der Wirkung der Fliehkraft sich mit einem allmälig zunehmenden Theile ihrer Oberfläche gegen die Innenfläche eines feststehenden Ringes legen, der gegen Erhitzung gesichert ist.
Die Erfindung ist in den beiliegenden Zeichnungen veranschaulicht.
Fig. ι giebt die Vorderansicht mit den Theilen in der Ruhelage und Fig. 4 mit völlig angelegten Kissen. Fig. 2 ist die Oberansicht und Fig. 3 eine Seitenansicht zu Fig. 1. Fig. 5 stellt eine Abänderung bezüglich der Reibungselemente dar.
In dem an der Welle A befestigten Rahmen B sind in Lagern α α zwei Paare von Trommeln C C1 drehbar derart angeordnet, dafs die Trommel C jeden Paares der Trommel C1 des anderen Paares gegenübersteht. Bei jedem Paar ist mit einem mit dessen Trommel C1 starr verbundenen Arm b ein scheibenförmiger Flügel d vermittelst Gelenkes c in Zusammenhang. Die beiden Arme b überkreuzen sich. Indem Federn e e oben an Arme e1, welche in e'2 zwischen C C1 befestigt sind und unten an einen Bund D der Welle A fassen, ist den Armen b beständig das Bestreben ertheilt, an die Welle A "heranzurücken; ebenso auch streben Torsionsfedern f die Gelenke c an die Welle heranzuziehen.
Zwischen den Trommeln jeden Paares CC1 ist auf einem mit diesen zusammenhängenden Bolzen g ein Hebel E, Fig. 1, drehbar, an dessen oberem Ende ein vorzugsweise aus Leder kissenartig hergestelltes Reibungselement h befestigt ist. Unterhalb des Drehpunktes sind beide Hebel durch eine Schraubenfeder s verkuppelt, welche die unteren Hebelenden zusammenzuziehen . also die Kissen auswärts gegen den mit dem oberen Lager der Welle A starr verbundenen Ring F zu legen strebt, wobei jedoch die Trommelnaben, als Hemmung wirkend, für gewöhnlich Berührung ausschhefsen.
Um die Bewegung der Arme b und somit der Kissen h synchron zu gestalten, ist, wie in Fig. ι punktirt angedeutet, ein unterer Punkt k der Trommel C1 des einen Paares durch ein Metallband j mit einem oberen Punkt Z der gegenüberstehenden Trommel C des anderen Paares verbunden, und ein unterer Punkt V-der Trommel C1 des letzteren Paares mit einem oberen Punkt k1 der Trommel C des ersten Paares durch ein Metallband j1. Erfährt also einer der Arme b Auswärtsschwingung, so dreht er durch die betr. Trommeln den anderen Arm b entsprechend vor.
Die Spannung der Federn e e ist durch Ausbildung des Bundes D zu einer auf Welle A verschiebbaren Hülse verstellbar. Hierzu ist der betr. Theil der Welle mit Schraubengewinde versehen, und es setzt sich die Hülse gegen eine gerändelte Mutter m; Drehung der
Hülse ist durch einen von Welle A durch einen Schlitz der Hülse fassenden Stift η ausgeschlossen. Wird die Spannung der Federn e e durch Verschiebung der Hülse nach unten erhöht, so erfährt,, die Auswärtsschwingung der Arme b eine entsprechende Widerstandserhöhung, und es bedarf einer entsprechenden Verstärkung der Fliehkraft, um die Kissen an den Ring zu bringen. . Ebenso ist auch dier Spannung der die Gelenke c hereinziehenden Torsionsfedern f regelbar gemacht, indem sie vermittelst feststellbaren Rädchens ρ loser oder straffer zusammengedreht werden können.
Läuft die Maschine mit normaler Geschwindigkeit, so regeln die Flügel rf, indem, sie je nach Ab- und Anschwellung der Fliehkraft ein- oder auswärts schwingen, die Geschwindigkeit durch den Widerstand, welchen sie an der Luft finden, und der um so gröfser wird, je weiter sie nach aufsen schwingen. Wird der Motor entlastet, so erfährt er plötzliche Beschleunigung und es wirkt nun die Fliehkraft so stark, dafs nunmehr auch die Arme b nach aufsen gezogen und durch Drehung der Trommeln C C1 die Kissen h gegen den Ring F gebracht werden. Dieselben legen sich zunächst nur mit ihrem oberen Theile an; wächst die Beschleunigung weiter, so erfahren die Trommeln Weiterdrehung und die Hebel stellen sich nun unter entsprechender Spannung der Feder- s immer steiler, wodurch ein entsprechend gröfserer Theil ihrer Oberfläche gegen den Ring gebracht wird, bis schliefslich, wie in Fig. 4 gezeigt, die Kissen mit ihrer ganzen Oberfläche gegen den Ring pressen.
Fig. 5 zeigt die Einrichtung der Reibungskissen dahin abgeändert, dafs dieselben, zu Curven h1 ausgebildet, in waagrechter Ebene auf den Hebeln E drehbar sind. Eine Feder u strebt die Curve mit dem Spitzentheil gegen den Ring zu legen, was jedoch unter normalen Umständen eine am Hebel angeordnete Hemmung w verhindert. Die Krümmung der Curve ist derart, dafs die Ordinaten am hinteren Ende χ nach der Spitze t hin allmälig abnehmen und also bei der Auswärtsbewegung des Hebels E die Curve zunächst nur mit dem vordersten Theile angelegt und durch den Druck der Feder u angeprefst wird; fernere Auswärtsbewegung bringt dann einen entsprechend zunehmenden Theil der Curve gegen F, wobei der Federdruck wächst, bis schliefslich die ganze Curve anliegt und vom Hebel E unmittelbar angeprefst wird.
Die beschriebene Vorrichtung kann auch in Verbindung mit dem gewöhnlichen Regulator für die Kraftzufuhr benutzt werden.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Bremsregler für Kraftmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dafs innerhalb eines feststehenden Ringes liegende, durch Federkraft aufser Berührung mit dem Ringe gehaltene, um eine gemeinsame Achse umlaufende Bremsbacken bei stetiger Zunahme der Geschwindigkeit mit stetig wachsender Berührungsfläche gegen den Ring geprefst werden.
2. Eine Ausführungsform des unter 1. gekennzeichneten Bremsreglers, bei der die Bremsbacken h durch in senkrechter Ebene schwingende Hebel E mit drehbaren Trommeln C oder C1 und weiter durch Glieder b c mit den durch Federkraft ef in ihrer Wirkung auf die Trommeln geregelten Fliehscheiben d verbunden sind (Fig. 1 bis 4).
3. Eine Ausführungsform des unter 1. gekennzeichneten Bremsreglers, bei der die bogenförmigen Bremsbacken h1 unter Federwirkung u stehen und auf den Hebeln E waagrecht drehbar angeordnet sind (Fig. 5).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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