DE94659C - - Google Patents

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DE94659C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D02YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
    • D02HWARPING, BEAMING OR LEASING
    • D02H13/00Details of machines of the preceding groups
    • D02H13/16Reeds, combs, or other devices for determining the spacing of threads

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Nach dem Leimen oder Schlichten und Trocknen der Webketten müssen die Kettenfäden bekanntlich durch einen verstellbaren Kamm, gelochtes Eisenblech, eingelegte Eisenstangen oder dergl. wieder aus einander getheilt werden, um beim nachfolgenden Weben glatt und ohne Aufenthalt (Auseinanderkreuzen seitens des Arbeiters u. s. w.) verarbeitet werden zu können.
Sind nun einzelne Fäden oder Fadengruppen zu sehr mit einander verpappt oder verworren (durch schlechtes Scheeren und dergl.), so reifsen 'sie beim Passiren des Kammes bezw. der Theilstäbe oft in gröfserer Anzahl gleichzeitig. Dieses hat nun abermaliges Reifsen der vielen Knoten etc. im Webstuhl, also geringere Production, höheren Weblohn, unsaubere und fehlerhafte Waare, Reparaturarbeiten in der nachfolgenden Appretur, weil die fehlenden Fäden von Hand nachgenäht werden müssen, u. s. w. zur Folge.
Diesen Uebelständen soll durch die vorliegende Vorrichtung entgegengetreten werden, indem die Maschine sofort zum Stillstand gebracht wird, wenn sich solche verworrenen oder verpappten Fäden vor dem Oeffner festsetzen.
Zu diesem Zwecke sind hier der Theilungskamm bezw. die Theilstäbe nicht, wie sonst üblich, fest und unbeweglich, sondern sie sind nach Art eines Pendels schwingend aufgehängt. Sobald diese Theilvorrichtungen nun durch verkreuzte, verpappte etc. Fäden gezwungen werden, über eine bestimmte Grenze hinauszuschwingen, so wird durch eine Fallvorrichtung, Gewicht- oder Federzug der Treibriemen sofort auf die Losscheibe geleitet, der Oeffner selbst aber kann während des Auslaufens der Maschine noch weiter schwingen, so dafs das Eintreten eines Fadenbruchs gänzlich ausgeschlossen ist.
Auf beiliegender Zeichnung sind in den Fig. ι bis 8 mehrere Ausführungsformen der Vorrichtung dargestellt.
Fig. ι und 5 zeigen einen vielfach angewendeten Oeffner α für Leim-, Trocken- und Aufbäum-Maschinen bekannter Bauart. Derselbe ist hier in b drehbar gelagert und schwingt unter normalen Umständen in dem Bogen I bis II; wird er aber durch verworrene, verpappte Fäden oder durch die Enden der Webketten gezwungen, über den Punkt II hinauszuschwingen, so zieht derselbe mittelst regelbarer Kette c oder dergl. einen Schieber d an, infolge dessen der Hebel g unter dem Einflufs des Gegengewichts h nach unten fällt und durch Kette i und Ausrücker k der Hauptriemen der Maschine auf die Losscheibe geleitet wird; der Oeffner selbst aber kann noch drei- bis viermal so weit nachschwingen, als zum Auslaufen der Maschine nöthig ist, ohne dafs hierbei ein Reifsen der Fäden eintreten würde.
Durch das Herabfallen des Gegengewichtes h wird ein Druckcontact / geschlossen, welcher seinerseits mittelst Leitung m eine beliebige elektrische Signalvorrichtung in Bewegung setzt und den betreffenden Meister oder Leiter von der Unachtsamkeit des Arbeiters benachrichtigt.
Das Gegengewicht η dient zur Ausgleichung der dichteren oder lockeren Einstellung der Webketten.
Die Ausführungsform nach Fig. 2 und 6 ist nach Obigem ohne Weiteres verständlich. Auch in diesem, wie in dem nächstfolgenden Falle ist die Vorrichtung mit einer der bekannten Leim-, Trocken- und Bäum-Maschinen in Verbindung gebracht worden. Treten die verkreuzten, verworrenen Fäden oder die Enden der Webketten vor den Oeffner a, welcher leicht in b schwingt, so wird er über seinen normalen Ausschlag II hinausbewegt, zieht mittelst Kette c die Zugstange d an, wodurch der um f drehbare und unter dem Einflufs eines Gegengewichtes h stehende Hebel g ausgelöst wird und herabfällt. Mit diesem Herabfallen wird gleichzeitig ein Druckcontact geschlossen, um in diesem Fall eine Signalvorrichtung ertönen zu lassen.
Die in Fig. 3 und 7 dargestellte Vorrichtung weist eine Aenderung der vorbeschriebenen Anordnung dahin auf, dafs hier noch ein Stift, Bolzen oder dergl. ο vorgesehen ist, durch welchen der Kamm a, nachdem die Vorrichtung in Wirkung getreten, schnell noch weiter vorgeschoben und so die verpappten Fäden nicht erst längere Zeit vor demselben belassen werden. Bewegt wird dieser Bolzen 0 durch den Hebel g unter Einflufs des Gegengewichtes h und der Druckstange d, indem letztere zurückgedrängt und der Oeffner α von dem Stift ο mitbewegt wird, wobei der Hebel g noch in einer Nuth der Stange d zweckentsprechend geführt werden kann.
Nach der bei einer Schlichtmaschine moderner Bauart getroffenen Anordnung (Fig. 4 und 8) treten an Stelle des schwingenden Oeffners oder Kammes α die Theilstäbe a1.
Der Theilstab a1 ist auch hier um b1 schwingend angeordnet; wird nun dieser Theilstab gezwungen, über die Stellung II hinauszuschwingen, so hebt er mittelst des Winkelhebels α1 α3 und Kette c1 den Sperrhebel g1 hoch, wodurch die doppelarmige Sperrklinke d1 freigegeben und von der Feder ρ angezogen wird. Diese Klinke dl ist andererseits mit der Zugstange q verbunden, welch letztere, durch die erhaltene Bewegung entsprechend verschoben, die Ausrückung des Hauptriemens und damit den Stillstand der Maschine bewirkt. Der Hebelarm a3 ist durch ein Gewicht η belastet.
Sind nun die verkreuzten, verpappten oder sonst verworrenen Fäden aufgetheilt und die Maschine eingerückt, so stellt sich die Vorrichtung selbsttätig wieder in ihre ursprüngliche Stellung ein; wird diese aber eingeschaltet, ohne dafs die Fehler oder Mängel von dem Arbeiter beseitigt worden sind, so wird die Maschine sofort wieder ausgerückt.
An Stelle der hier gewählten Anordnung können auch sämmtliche Theilstäbe einzeln oder gemeinschaftlich mit der Ausrückvorrichtung verbunden werden. Im Uebrigen aber steht diese Anordnung den wiederholten Ein- und Ausschaltungen der Maschine, die zu jeder beliebigen Zeit vorgenommen werden können, keineswegs hinderlich im Wege.
Da ferner Webketten zuweilen auch vor dem Scheeren geschlichtet werden, so müssen dieselben also auch vor dieser Operation den Oeffner passiren.
Es bedarf wohl kaum noch der Erwähnung, dafs die Vorrichtung sowohl bei Seidenketten, die bekanntlich doch nur vom Scheerbaum auf den Webbaum umgebäumt werden, dabei aber auch einen (allerdings entsprechend zarten) Oeffner passiren, als auch bei allen übrigen Fäden- und Webketten in Anwendung gebracht werden kann, ohne damit den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu überschreiten.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Vorrichtung zur Verhütung von Fadenbrüchen beim Oeffhen und Theilen von Webketten aller Art, dadurch gekennzeichnet, dafs der Oeffner (a) schwingend angeordnet ist, daher von den verpappten oder verworrenen Fäden mitgenommen und über einen vorher bestimmten Ausschlag (II) hinausbewegt wird, infolge dessen die Maschine ausgerückt und somit ein Reifsen der Fäden verhindert wird, wobei noch, nachdem die Vorrichtung in Wirkung getreten, der Oeffner weiter vorschwingen kann, um die Fäden von demselben zu entfernen und sie leicht aus einander theilen zu können.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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