DE946861C - Vorrichtung zum Zusammenbau zweier ringfoermiger, ineinandergreifender schwerer Bautele - Google Patents

Vorrichtung zum Zusammenbau zweier ringfoermiger, ineinandergreifender schwerer Bautele

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DE946861C DEE7803A DEE0007803A DE946861C DE 946861 C DE946861 C DE 946861C DE E7803 A DEE7803 A DE E7803A DE E0007803 A DEE0007803 A DE E0007803A DE 946861 C DE946861 C DE 946861C
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Description

AUSGEGEBEN AM 9. AUGUST 1956
Wenn in schweren Bauwerken ein ringförmiges Bauteil von sehr großen Abmessungen und beträchtlichem Gewicht aufgestellt werden soll, so ist man geneigt oder gezwungen, dieses Bauteil aus mehreren übereinandersitzenden Teilen herzustellen. Man will damit die Schwierigkeiten des Gusses und der Bearbeitung vermindern oder einen irgendwie beschränkten Raum nicht überschreiten, zulässige Grenzen der Transportgewichte innehalten oder vermeiden, daß beim Aufbau gar zu schwere Hebegeräte angewandt werden müssen.
Wenn ein solcher Hohlkörper aus mehreren übereinandersitzenden Teilen aufgebaut ist, so verwendet man zum Zusammenbau herkömmlicherweise Verflanschungen, die durch Ineinanderpassen zentriert werden. Damit diese Zentrierung zufriedenstellend ausfällt, ist hohe Herstellungsgenauigkeit erforderlich dergestalt, daß zwischen den aufeinandersitzenden Teilen keinerlei seitliches Spiel auftritt. Daher hat man bisher wie im normalen Maschinenbau Paßsitze beim Aufeinanderpassen der einzelnen Teile vorgesehen. Wenn es sich aber um ausgesprochene Schwerbauweise handelt, Bauwerke mit Durchmessern in der Größenordnung mehrerer Meter, mit Eigengewichten von mehreren 100 Zentnern und Belastungen von mehreren
ι oo Tonnen, dann bietet das Aufeinanderpassen der Teile beträchtliche Schwierigkeiten. Das Stück, das in Stellung zu bringen ist, muß an die Rollbrücke herangebrächt werden, und seine Achse muß absolut senkrecht stehen, damit bei der Passung, keine Schiefstellung erfolgt. Mit Aufbietung von viel Geduld und Zeit kommt man durch geschicktes Manövrieren wohl zum Ziel, aber es bleibt ein schwieriges und lästiges Montageproblem.
Die Erfindung zielt auf eine Einrichtung zum Zentrieren und Fixieren ringförmiger Bauteile, die im großen und ganzen Kegelstumpfform besitzen, auf anderen Bauteilen bei schwerer Bauweise, wobei man die Tatsache benutzt, daß sich das kegelstumpfförmige Teil verformt, wenn sein Eigengewicht, eine Traglast oder eine andere Kraft darauf einwirken, so daß sich die Durchmesser der Paßstellen ändern, indem die Seitenwand des Bauteils elastische Verformungen erleidet. Die Zentrier- und Befestigungseinrichtung gemäß der Erfindung besteht darin, daß bei der Bearbeitung der ineinandergreifenden Bauteile an den Paßstellen eines kegelstumpfförmigen Bauteils gegenüber einem anderen Bauteil .ein berechnetes Durchmesserspiel vorgesehen ist, das größer ist als das Spiel, welches sich aus den Bearbeitungstoleranzen ergibt, aber kleiner als die Durchmesseränderung, die das kegelstumpfförmige Teil unter Last erfährt, so daß sich das Spiel unter Last verringert oder verschwindet.
Die Erfindung wird im folgenden beschrieben und durch die Zeichnungen in verschiedenen Anwendungsbeispielen erläutert.
Fig. ι bis 3 erläutern schematisch den Grundgedanken, auf dem die Erfindung beruht. Fig. 1 zeigt einen hohlen Kegelstumpf, der noch nicht belastet ist; Fig. 2 und 3 zeigen denselben Kegelstumpf mit (übertriebener) Darstellung der elastischen Verformungen, die er erleidet, wenn er Druck- oder Zugbelastungen ausgesetzt wird; Fig. 4 bis 11 zeigen in Achsenschnitten und sehr
kleinem Maßstab erfindungsgemäß vereinigte, schwere Bauteile verschiedener Ausführungsformen unter der Wirkung der Kräfte, denen die kegelstumpfförmigen Teile ausgesetzt sind;
Fig. 12 zeigt in Gestalt eines halben Achsenschnittes eine praktische Anwendung beim Bau eines Wasserkraft-Turbogenerators mit senkrechter Achse.
Mit 10 ist in Fig.i ein etwa kegelstumpfförmiger Hohlkörper mit im Verhältnis zu seinen Durchmessermaßen dünner Wandstärke dargestellt. Die Kegelöffnung ist so beschaffen, daß die Schräge der Seitenwand verhältnismäßig gering ist. Aus Gründen zeichnerischer Deutlichkeit ist dieser Körper nur durch die Wandschnitte in einer Durchmesserebene und die Umrisse seiner beiden Endflächen dargestellt, die in zwei parallelen Ebenen P und Q liegen. Die Bauhöhe, die Entfernung der beiden Parallelebenen, ist mit A, die mittleren Durchmesser für die große und die kleine Endfläche sind mit D bzw. d bezeichnet. Man möge sich den Körper im Geiste vollkommen kegelig, gewichtslos und gänzlich unverformt, aber mit widerstandsfähiger Seitenwand vorstellen.
Wenn „man die beiden Endflächen zwei gleichen und entgegengesetzten Kräften unterwirft, die einander infolgedessen aufheben, wie dies der Fall ist, wenn eine Fläche eine Last trägt und die andere die entsprechende Stützwirkung ausübt, so erfährt der Hohlkörper Verformungen.
Wenn die Kräfte F wie in Fig. 1 gegeneinander gerichtet sind, so steht der Hohlkörper unter Druckbelastung und Will das Glockenprofil der Fig. 2 annehmen. Zerlegt man nämlich die Kräfte F in längs des Kegelmantels wirkende und in das Kräfteparallelogramm schließende Komponenten, so heben sich die längs des Kegelmantels wirkenden gegenseitig auf und die beiden das Kräfteparallelogramm schließenden Komponenten ergeben Biegekräfte, die den Hohlkörper an der Oberseite nach innen und an der Unterseite nach außen verformen. Die Höheyi vermindert sich auf das Maß A1 und der Durchmesser d der kleineren Endfläche auf das Maß ^1, während sich der Durchmesser D der größeren Endfläche auf das Maß D1 vergrößert. Die ursprünglich ebenen Endflächen werden leicht kegelstumpfförmig.
Wenn dagegen die Kräfte F voneinander weg gerichtet sind, so steht der Körper unter Zugwirkung. Es entstehen, wenn man wieder die Kräfte in der oben angegebenen Weise zerlegt, Biegekräfte, die den Körper an der Oberseite nach außen und an der Unterseite nach innen verformen. Der Hohlkörper nimmt etwa die Form an, wie sie in Fig. 3 dargestellt ist: der Durchmesser d der kleineren Endfläche vergrößert sich auf das Maß d2 und die Höhe A auf das Maß A2, während der Durchmesser D der größeren Endfläche auf das Maß D2 abnimmt. Auch in diesem Falle werden die ursprünglich ebenen Endflächen leicht kegelstumpfförmig verformt.
Die Verformungen sind stark übertrieben gezeichnet, um sie in den Bildern erkennbar zu machen; wenn es sich um Körper aus Metall handelt, so sind die wirklichen Verformungen nur mit Feinmeßinstrumenten nachweisbar.
Wenn man diesen theoretischen Fall in die Praxis überträgt, indem man ein ringförmiges, kegelstumpfförmiges Stück von großem Eigengewicht und großem Durchmesser betrachtet, das außer seinem Eigengewicht unter hoher Belastung steht, so können die Durchmesseränderungen be-· achtenswert sein. So können z. B. für ein Bauteil von mehreren Metern Durchmesser und für eine Last von mehreren 100 Tonnen die Veränderungen des Durchmessers in der Größenordnung 1 Millimeters liegen.
Diese Durchmesseränderungen werden erfindungsgemäß nutzbar gemacht, um schwere Stücke von Kegelstumpfform mit anderen Stücken zur Passung zu bringen, indem man bei der Bearbeitung ein berechnetes Spiel vorsieht, das 'das gegenseitige Einpassen beim Zusammenbau der Teile erleichtert. Das Durchmesserspiel wird so gewählt, daß beim Zusammenbau die Durchmesserverände-
rungen infolge der Verformungen, die durch das Eigengewicht und durch die bei der Belastung eines Teils noch zu erwartenden Kräfte hervorgerufen werden, das Spiel aufheben und einen Druck oder eine Verspannung der Seitenflächen der Paßstellen zur Folge haben. Damit wird eine sichere Zentrierung erreicht und doch der Zusammenbau wesentlich erleichtert.
Bei der Durchführung von Zusammenbauarbeiten gemäß der Erfindung muß man offensichtlich eine solche Verbindungsart wählen, daß die Seitenfläche der Lagerstelle als Außen- oder Innenfläche vorgesehen wird, je nachdem sich der einzupassende Teil unter Last im Durchmesser vergrößert
ig oder verkleinert.
In den Fig. 4 bis 11 sind verschiedene Anordnungen beispielsweise dargestellt. In allen Fällen ist das etwa hohlkegelige Teil in Übereinstimmung mit Fig. ι mit 10 bezeichnet (wenn es sich um zwei kegelförmige Teile handelt mit 10' und 10"), während das Gegenstück die Bezeichnung 11 bekommt.
In Fig. 4 ruht ein zylindrisches Teil 11 auf einer Unterlage, z. B. auf dem Boden, und trägt das kegelförmige Teil 10, das mit seiner größeren Endfläche aufliegt. Die Teile sind dadurch zusammengebaut, daß ein unterer Flansch 12 des kegeligen Teils auf einem Innenflansch 14 am oberen Rande des Teils 11 ruht, der von einem äußeren Wulst 13 begrenzt wird.
Infolge des berechneten gegenseitigen Spiels, das bei der Bearbeitung des Flansches und seiner Auflagerstelle eingehalten wird, bietet der Zusammenbau der Teileviel geringere Schwierigkeiten.
Wenn das Teil aufgesetzt wird, so will sich sein unterer Durchmesser unter der Wirkung seines Eigengewichts und namentlich der aufgebrachten Belastung vergrößern. Die Außenfläche des Flansches 12 nähert sich der Innenfläche des Wulstes 13, und wenn das Spiel beim Zusammentreten der Teile kleiner ist als die Vergrößerung des Durchmessers infolge der elastischen Verformung des Durchmessers am kegeligen Teil, so kommt mit Sicherheit ein Kontakt der Teile an der Berührungsfläche 15 zustande. Das sichert eine vollkommene gegenseitige Zentrierung der Teile.
Wenn aber das berechnete Spiel zwar ausreicht, um ein leichtes Aufsetzen des kegeligen Teils zu gestatten, aber kleiner ist als die Durchmesservergrößerung, die der Flansch des kegeligen Teils ohne Behinderung durch den Rand seiner Auflegerstelle erfahren würde, so ergibt sich eine starke Verspannung der beiden Seitenflächen, etwa vergleichbar mit der Wirkung kräftiger Bandagen, so daß die beiden Teile wie zu einem Stück zusammentreten und die üblichen Befestigungsmittel, ζ. B. Schrauben, ganz oder teilweise entbehrlich werden.
Wenn die zusammengesetzten Teile eine bedeutende Belastung zu tragen haben, so nimmt die Verspannungskraft in gleichem Maße zu. Die Einrichtung gemäß der Erfindung ist also im besonderen Maße wertvoll für Teile von sehr großem Durchmesser, die sehr bedeutende Belastungen oder Kräfte aufzunehmen haben.
Wenn man ungekehrt die Belastung wegnimmt, so verschwindet die durch die Verformung entstandene Verspannung zwischen den Teilen, und wenn man nun ein Hebegerät ansetzt, so erscheint das ursprüngliche Spiel wieder und gestattet das Anheben des Teils ohne Schwierigkeit. Der Wert der Einrichtung gemäß der Erfindung zeigt sich also beim Zusammenbau ebenso wie beim Auseinandernehmen.
Fig. 5 unterscheidet sich von Fig. 4 dadurch, daß das kegelstumpfförmige Teil 10 mit seiner kleineren Endfläche auf dem wie zuvor zylindrischen Teil 11 aufsitzt. Da hier die Verformung unter Last eine Verkleinerung des Durchmessers erstrebt, so muß die Seitenfläche, gegen die sich das Teil 10 anlegen soll, innen liegen. In diesem Beispiel endet das Teil 10 in einem Flansch, oder es ist durch einen verdickten Rand 16 verstärkt, der innen eine zylindrische Paßfläche enthält, und es ruht (unter den oben gemachten Vorbehalten) auf einem Außenflansch 17 des Teils 11. Die Verspannung erfolgt hier wiederum an der Berührungsfläche 15 gegen die Außenfläche der Verlängerung 18 der Außenwand des zylindrischen Teils, die selbst durch eine Verdickung verstärkt sein kann.
In den Beispielen der Fig. 6 und 7 ist die Anordnung der Teile der nach Fig. 4 und 5 entgegengesetzt: Das kegelstumpfförmige Teil 10 liegt unten und stützt sich auf eine Unterlage, während gs das andere Teil 11 wie vorher zylindrisch gestaltet ist und von dem kegeligen Teil getragen wird. Die Passungen haben demzufolge gegenüber den vorigen gewissermaßen umgekehrte Richtung.
Wenn die Vereinigung der beiden Teile an der kleineren Endfläche des Kegelstumpfes 10 erfolgt (Fig. 6), so will sich ihr Durchmesser verkleinern. Die Berührungsfläche 15 liegt also an diesem Teil innen. Das obere Teil 11, an seinem unteren Rande durch eine Verdickung 19 verstärkt, paßt sich in das untere Teil ähnlich wie in Fig. 4 ein: Die Lagerstelle besteht diesmal aus einem Innenflansch
20 in der kleineren Endfläche des Kegelstumpfes und einer gegebenenfalls verdickten Verlängerung
21 seiner Außenwand. Wenn dagegen wie in Fig. 7 die Vereinigung
an der größeren Endfläche des Kegelstumpfes erfolgt, so daß sich ihr Durchmesser vergrößern' will, dann muß die Berührungsfläche außen liegen: Das obere Teil 11 greift wie in Fig. S mit seinem verdickten Rand 22 um die Verlängerung 23 der Seitenwand des unteren (in diesem Falle des kegelförmigen) Teils herum und ruht auf einem Außenflansch 24 dieses Teils.
In den vorhergehenden Beispielen stand das kegelstumpfförmige Teil 10 in den verschiedenen Lagen, die es gegenüber seinem Gegenstück 11 einnahm, unter Druckbelastung. Demgegenüber handelt es sich bei den Beispielen der Fig. 8 und 9 um Zugbeanspruchungen. Die Verformungen haben also umgekehrten Richtungssinn.
In Fig. 8 ist ein zylindrisches Teil 11 aufgehängt. Es trägt ein kegelstumpfförmiges Teil io, dessen größere Endfläche unten liegt. Dieses kann im übrigen mit irgendeiner Masse belastet oder einer Zugkraft unterworfen sein, die es nach unten zieht. Diese Zugbelastung wirkt auf eine Durchmesservergrößerung der kleineren Endfläche hin, so daß die seitliche Berührungsfläche 15 am kegelstumpfförmigen Teil außen liegen muß. Die Vereinigung der Teile erfolgt wie nach Fig. 5 und 7 in der Weise, daß . die seitliche Berührungsfläche am unteren Teil 10 außen liegt; um aber dieses zu tragen, ist die Verbindungsfläche des unteren Stückes, hier die kleinere Endfläche des Kegelstumpfes 10, als Flansch 25 ausgebildet, der mit einem Gegenflansch 26, durch den der untere Rand des Teils 11 verstärkt ist, beispielsweise verschraubt sein kann. Das kegelförmige Teil 10 greift mit seiner verdickten Wandverlängerung 27 so in den unteren Rand des zylindrischen Teils π ein, und die Zentrierung wird durch die Verspannung der seitlichen Paßflächen 15 gesichert.
Wenn dagegen wie in Fig. 9 die hängende Konstruktion ,ein unteres kegelstumpf förmiges Teil 10 enthält, das mit seiner größeren Endfläche an dem oberen Teil befestigt ist, dann will die Zugkraft den Durchmesser der größeren Endfläche des Kegelstumpfes verkleinern. Das Teil 10 muß dann mit seinem Gegenstück an einer inneren Seitenfläche in Kontakt stehen, wie es bei den· unteren Teilen der Beispiele nach Fig. 4 und 6 der Fall war. Mit anderen Worten: wie in jenen Beispielen bedeckt die obere Randfläche des unteren Teils die untere Randfläche des oberen.' Die Teile ro und 11 sind mit Flansche 28 und 29 ausgestattet, die sich gegeneinanderlegen und miteinander verschraubt sind. Der untere Flansch 28 trägt einen Wulstrand 30, der sich bei der Durchmesserverkleinerung unter der Zuglast um den Umfang des Flansches 29 herumschließt und die Zentrierung des Teils 10 unter dem Teil 11 sichert.
Diese, letzteren beiden Beispiele sind besonders geartet, weil das kegelstumpfförmige Teil vor seiner Verformung an dem anderen Stück mit Schrauben angehängt werden muß. Diese Schrauben dürfen daher nicht stark angezogen werden, um die Verformung nicht zu behindern. Trotzdem kann man den Fall einer solchen Montage nicht ausschließen; wenn .man nun das kegelförmige Teil 10 anheben muß, um es unter dem schon in Stellung befindlichen Teil 11 zu befestigen, so kann dieses Anheben erfolgen, ohne dem systematisch vorgesehenen Spiel entgegenzuwirken. Es genügt, wenn man die Hubkraft an der unteren Endfläche des kegelförmigen Teils angreifen läßt. Durch sein Eigengewicht erfährt dieses Teil beim Anheben von unten eine Druckbeanspruchung, die diesem Spiel einen Größtwert zu erteilen strebt; denn der Druckbeanspruehung entspricht im Fall der Fig. 8 eine Durchmesserverkleinerung an der kleineren Anpaßfläche und im Falle der Fig. 9 eine Vergrößerung des Durchmessers der größeren Anpaßfläche.
Die beiden Teile können auch beide von Kegelstumpfform sein. Wenn ihre Schrägen in demselben Sinn verlaufen, dann trägt jedes, der beiden Teile durch seine eigene Verformung zu der Verspannung der seitlichen Kontaktflächen bei. Ein Beispiel hierfür gibt Fig. 10. Das kegelstumpfförmige 'Teil 10' ruht unten mit seiner kleineren Endfläche auf der Unterlage, und das obere Teil 10" ruht ebenfalls mit seiner kleineren Endfläche auf dem unteren. Das obere Teil 10" umfaßt mit Passung das untere Teil 10' ähnlich wie in dem Beispiel nach Fig. 7, auf das sich das Beispiel nach Fig. 10 zurückführen läßt, was auch durch die gleich Bezugnummern in beiden Bildern ausgedrückt' wird. Wie in der Fig. 7 vergrößert sich unter Last der Durchmesser der größeren Endfläche des unteren Teils 10' (10 in Fig. 7). Damit will sich die Wandverlängerung 23 gegen die Innenfläche 15 des verstärkten Randes 22 des oberen Teils legen. Da aber hier diese Fläche einem ebenfalls kegelstumpfförmigen Teil angehört, das unter Druckbelastung steht, so trachtet auch ihr Durchmesser danach, sich zu verkleinern. Das vorgesehene Spiel kann also doppelt so groß sein, wie man es unter sonst gleichen Umständen vorsehen .wird, wenn nur eins der beiden Teile die Kegelform hat.
Bei Zugbeanspruchung der Teile treten analoge Verhältnisse auf, wofür Fig. 11 ein Beispiel bietet. Das -Teil 10" ist mit seiner größeren Endfläche angehängt und trägt das ebenfalls kegelstumpfförmige Teil 10', das wiederum mit seiner größeren Endfläche daran· angehängt ist. Die Teile sind gewissermaßen ineinander eingehakt. Zu diesem Zweck enthält das obere Teil 10" einen ringförmigen Grund 31, der innen durch einen Wulstrand 32 begrenzt wird. Das untere Teil wird in das erste von oben her eingeführt, bevor das Teil ro' angehängt wird; es weist einen Außenflansch 33 auf, der durch einen abwärts weisenden Wulstränd 34 begrenzt wird. Unter der Zugkraft, der das Teil 10' ausgesetzt wird, will dieser Wulstrand den Innendurchmesser verkleinern, während unter der Zugwirkung das kegelige Stück 10" unter gleichzeitiger Durchmesservergrößerung des Innenwulstes seine kleinere Endfläche zu vergrößern trachtet. Die Wulstränder legen sich' gegeneinander mit einer Einspannpressung, die durch das vorgesehene Spiel bestimmt ist. Man kann dieses Beispiel mit dem der Fig. 9 vergleichen mit dem Unterschied, daß hier das untere Teil nicht angeschraubt, sondern eingehakt ist.
Wenn die angehängten Teile nach unten divergierten, so könnte man ebenso ein Unterhaken des unteren Teils unter das obere vorsehen, und es würde sich hinsichtlich der Verformungen eine Vergleichsmöglichkeit mit der Anordnung nach Fig. 8 ergeben. Im übrigen ist es klar, daß man auch in den Fällen nach Fig. 8 und 9 ein gegenseitiges Einhaken wie nach Fig. 1 r vorsehen könnte. Die Wandflächen der kegelstumpfförmigen Körper könnten statt der geraden Mantellinien auch mit gekrümmten Erzeugenden ausgebildet sein, so-.
fern nur die Teile wenigstens von allgemein nach einer Endfläche hin weiter werdender Gestalt sind und ihre Wandung bei hinreichender Länge eine genügend schwache Schräge aufweist. Man kann übrigens sehr oft im Hinblick auf eine Verbindung von Teilen der beschriebenen Art absichtlich wenigstens eines der beiden Teile entwerfen, indem man ihm eine kegelstumpfförmige Gestalt gibt, die diesen Angaben entspricht.
to Fig. 12 erläutert praktische Anwendungsbeispiele für die beschriebene Einrichtung bei der Konstruktion eines Wasser-Turbogenerators mit senkrechter Achse. In der Maschine ist 35 das Traggestell für die drehenden Teile; es besteht aus einer durchgehenden glatten Wandung, die nach unten enger wird, um das Wasser zu führen, das durch den Querschnitt 36 im Leitapparat eintritt und gegen das Turbinenrad 37 strömt.
Das Gestell 35 ist wegen seiner großen Höhe und seines großen Durchmessers aus zwei allgemein kegelstumpfförmigen Teilen zusammengesetzt. Das obere Teil 38 ist mit seiner größeren Endfläche auf die obere Ringfläche 39 des Leitapparates aufgeflanscht, das untere Teil 40 mit seiner größeren Endfläche bei 41 in das obere Teil 38 eingehakt, wie dies bei Fig. 11 beschrieben worden ist.
Dieses Teil nimmt auf einer inneren Schulter 42 einen zylindrischen Ring 43 auf, der das Drucklager 44 trägt; auf diesem lastet das ganze Gewicht der drehenden Teile. Der Ring 43 legt sich mit berechnetem Spiel um einen Wulstrand 45, der die Schulter 42 innen begrenzt. Unter der Wirkung des Gewichts und des in demselben Sinn auf das Turbinenrad wirkenden Wasserdruck ist das Teil 40 einer erheblichen Zugbelastung ausgesetzt: demzufolge will sich sein Durchmesser an der kleineren Endfläche vergrößern, und der Innenwulst 45 legt sich gegen die untere Fläche des Ringes 43, so daß dieser gegenüber dem Teil 40 zentriert wird. Dieses selbst zentriert sich in dem Teil 38 durch den Kontakt der seitlichen Paßflächen 41.
Um bei einem Wasserkraft-Turbogenerator, dessen drehende Teile aus übereinanderliegenden Ringen oder Trommeln zusammengesetzt sind, die an einem Druckring 46 aufgehängt sind, ein Auseinandernehmen zu ermöglichen, ruht die Kegeltrommel 47, die an dem Druckring angehängt ist, mit einem Flansch ihrer größeren Endflächen 48 auf einem Innenflansch 49 des Druckringes, was die Anwendung der Einrichtung gemäß der Erfindung ausschließt. Die günstigen Bedingungen dieser Einrichtung sind hier nicht verwirklicht, da die Konizität der Trommel 47 nur gering ist.
Dagegen kann man den Druckring 46 mit dem oberhalb von ihm angeordneten Ring 50 durch eine Einrichtung gemäß der Erfindung verbinden. Dieser Ring .5 ο erweitert sich nach oben sehr stark, um an den großen Durchmesser des Generatorläufers 51 Anschluß zu finden, und· trägt das erhebliche Gewicht dieses Läufers. Zum Zusammenbau dient ein Flansch 51 des Druckringes 46, der sich mit be- . rechnetem seitlichem Spiel in eine Ausdehnung im Flansch 53 des Ringes 50 einfügt. Die Flansche sind miteinander verschraubt.
Da die beiden kegelstumpfförmigen Teile 46 und 50 unter starker Druckbelastung stehen, so vergrößert sich der Durchmesser des eingeschlossenen Flansches 52, der eine größere Endfläche darstellt, während sich der Durchmesser des ausgedrehten Flansches 53, der einer kleineren Kegelstumpfendfläche angehört, verkleinert. Diese Formänderungen wirken zusammen, um das berechnete Spiel der Bearbeitung verschwinden zu lassen, und infolge des großen Durchmessers der Flansche entsteht eine merkliche Verformung der beiden Teile, so daß man nicht allein eine genaue Zentrierung, sondern auch eine wirksame Verspannung der beiden Ringe ineinander erhält. Zweckmäßig ist es, die Anordnung und Verteilung der Massen so vorzunehmen, daß die Verspannungskräfte nicht durch Fliehkraftwirkung aufgehoben werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    Vorrichtung zum Zusammenbau zweier ringförmiger, ineinandergreifender schwerer Bauteile, von denen wenigstens eines kegelstümpfförmig ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß bei Bearbeitung der ineinander eingreifenden Bauteile zwischen diesen ein Durchmesserspiel vorgesehen ist, das größer ist als das Spiel, welches sich aus den Bearbeitungstoleranzen ergibt, aber kleiner als die Durchmesseränderung, die das kegelstumpfförmige Bauteil infolge der von seiner Belastung herrührenden Verformung erfahren würde und die dieses Durchmesserspiel zu beseitigen strebt.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Klingelnberg, »Technisches Hilfsbuch«, 12. Auflage, Berlin, 1944, S. 97 und 498.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
    ©509 658/354 2.56 (609575 8.56)
DEE7803A 1952-09-16 1953-09-15 Vorrichtung zum Zusammenbau zweier ringfoermiger, ineinandergreifender schwerer Bautele Expired DE946861C (de)

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