DE946877C - Verfahren zur Erhoehung der Loesungsgeschwindigkeit von nitriertem schichtfoermigem Sulfitzellstoff - Google Patents

Verfahren zur Erhoehung der Loesungsgeschwindigkeit von nitriertem schichtfoermigem Sulfitzellstoff

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DE946877C
DE946877C DEI8731A DEI0008731A DE946877C DE 946877 C DE946877 C DE 946877C DE I8731 A DEI8731 A DE I8731A DE I0008731 A DEI0008731 A DE I0008731A DE 946877 C DE946877 C DE 946877C
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DE
Germany
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nitrocellulose
nitrided
layered
wood pulp
pulp
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Expired
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DEI8731A
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English (en)
Inventor
Ronald Arthur Furlong
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Imperial Chemical Industries Ltd
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Imperial Chemical Industries Ltd
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Publication date
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Expired legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08BPOLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
    • C08B5/00Preparation of cellulose esters of inorganic acids, e.g. phosphates
    • C08B5/02Cellulose nitrate, i.e. nitrocellulose
    • C08B5/04Post-esterification treatments, e.g. densification of powders, including purification

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Description

  • Verfahren zur Erhöhung der Lösungsgeschwindigkeit von nitriertem schichtförmigem Sulfitzellstoff Die Erfindung betrifft die Herstellung von Nitrocellulose in einer Form, in der sie sich in Lösung mitteln beim Lösen auf die übliche Art schnell löst, aus schichtförmigem Sulfitzellstoff. DerartigeLösungen finden Anwendung zur Herstellung von durchsichtigen Nitrocellulsekunstmassen, Kunstleder, Firnissen und Lacken.
  • Nach einem Verfahren zur Herstellung von Nitrocellulose aus Holzzellstoff zerteilt man den schichtförmigen Zellstoff, der z. B. eine Schichtdicke von I,6 mm besitzen kann, in kleine Stücke, z. B. Quadrate von 3,2 mm Kantenlänge, die dann mit einer nicht weniger als 40 4/l Salpetersäure enthaltenden Nitriersäure behandelt werden. Das Nitrieren kannnachdem sogenannten » mechanischen Verfanhren « ausgeführt werden, wobei man einen Teil der Säure in ein Gefäß einbringt, dann die Cellulose und schließlich die restliche Säuremenge zusetzt und die Reaktion unter Rühren fortführt, bis man die Nitrierung für vollständig hält. Dann kann man die Säure abzentrifugieren und das Produkt mit einem Wasserüberschuß wässern, woraufhin man es einer weiteren Behandlung, wieBeuchen oder Kochen, unterzieht, um seine Viskosität her- abzusetzen, und es schließlich wäscht und das überschüssige Wasser entfernt. Die auf diese Weise erhaltende sogenannte dichte Nitrocellulose besitzt noch die physikalische Struktur der Cellulose vor dem Nitrieren. Zur Umwandlung dieser dichten Nitrocellulose in ein Produkt von der Form und den Eigenschaften einer aus Baumwollintefs hergestellten Nitrocellulose ist vorgeschlagen worden, die dichte Nitrocellulose in irgendeinerVerfahrensstufe nach dem Nitrieren in einem Holländer zu zerschneiden. Ein solches Verfahren ist jedoch nicht befriedigend, da bei einem derartigen Zerschneiden nicht ein vollständig faserartiges Erzeugnis, sondern ein solches mit harten Knollen oder Stellen entsteht, das zur Lösung in den für diesen Zweck üblichen Lösungsmitteln ein längeres Rühren erfordert.
  • Es ist auch schon vorgeschlagen worden, das gleiche Ziel durch Zerkleinerung der sogenannten dichten Nitrocellulose zu erreichen, wie sie nach dem Verm, indern der Viskosität oder dem Stabilisieren anfällt. Auch dieses Verfahren ist nicht befriedigend, da das Produkt in dieser Verfahrensstufe äußerst spröde ilst und beim Zerkleinern einen großen Anteil an feinem Material liefert, das sich von der abfließenden Flüssigkeit schwer abscheiden läßt und daher zu großen Verlusten führt.
  • Weiterhin ist vorgeschlagen worden, Nitrocellulose aus Holzzellstoff durch Zerfasern, Zerfetzen oder Zerkleinern des Zellstoffes vor dem Nitrieren herzustellen. Nach diesen Verfahren entsteht jedoch ein sehr fein zerteiltes Produkt, das große Verluste bedingt Es wurde nungefunden, daß ein dem durch Nitrieren von Baumwollinters- erhaltenen Produkt ähnliches Erzeugnis erhalten wird, wenn man den zerschnittenen schichtförmigen Holzzellsto.ff zunächst n, itriert und vor dem Buchen oder Kochen -in einer Mühle vermahlt, in welcher zwei gegenüberstehende Scheiben eine Drehbewegung gegeneinander ausführen.
  • Die Erfindung schlägt nunmehr ein Verfahren zur Erhöhung der Lösungsgeschwindigkeit von nitriertem schichtförmígem Sulfitzellstoff vor, das dadurch gekennzeichnet ist, daß die nitrierten schichtförmigen Hol zzellstoffs tücke vor, während oder nach dem ersten Waschen, jedenfalls aber vor dem Koch-bzw. Beuchvorgang ein oder mehrmals derart einem Mahlprozeß unterworfen werden, daß die Fasern der nitrierten Holzzellstoffstücke ohne wesentliche Zerkleinerung getrennt werden.
  • Alle anderen Verfahrensstufen außer dem Vermahlen können in der bei derHerstellungvonNitrow cellulose aus Holzzellstoff bekannter Weise ausgeführt werden. So kann man die Nitrierung z. B. nach dem Topfverfahren, nach dem Verdrängungsverfahren oder nach dem mechanischen Verfahren ausführen. Die Entfernung der Säure kann z. B. durch Verdrängung oder Zentrifugieren mit an- -schließendem Wässern erfolgen. Auch das Waschen kann in ähnlicher Weise ausgeführt werden, und die Stabilisierung kann durch Kochen oder Beuchen erfolgen. Mitunter kann es erwünscht sein, die gemahlene Nitrocellulose einer Zerfaserung zu unter werfen, ebenso, wie es mit der aus Baumwollinters hergestellten Nitrocellulose geschieht In den zur Ausführung der Erfindung geeigneten Mühlen ist gewöhnlich eine Scheibe feststehend, während sich die andere Scheibe dreht und das Mahlgut durch die Mitte der feststehenden Scheibe zugeführt und an einer Stelle des. Umfanges abgeführt wird. Sehr gute Ergebnisse erhält man mit gerillten Scheiben, in welchen die Rillen in der Mitte tief sind und nach dem Umfang zu flacher werden; das erfindungsgemäße Verfahren wird daher vorzugsweise mit Mühlen dieser Art ausgefühst. Eine für das Verfahren nach der Erfindung geeignete Mühle ist in dem »Chemical Engineers Handbooka, Herausgeber: J. H. Perry, 3. Auflage, S. II44 (Fig. 48), beschrieben.
  • Der nitrierte Holzzellstoff wird in Form eines Breies durch die Mühle hindurchgeführt. Gewöhnlich ist ein Durchgang ausreichend; gewünschtenfalls kann das Gut aber auch mehrmals durch die Mühle hindurchgehen. Das nitrierte Gut kann vor, während oder nach dem ersten Waschen vermahlen werden, die Vermahlung muß aber unbedingt vor dem Kochen. oder Beuchen stattfinden. Nach dem erfindungsigemäßen Verfahren entsteht sehr wenig feines Material, und dieses ist, soweit es überhaupt entsteht, innerhalb loser Bündel nitrierter Fasern gebunden, welche infolge der Wirkung der Mühle gekräuselt oder lose zusammengeballt sind.
  • Die nachfolgenden Beispieie veranschaulichen die Erfindung. Die angegebenen Teile und Prozentgehalte beziehen sich auf das Gewicht.
  • Beispiel 1 980 kg eines schichtförmigen Sulfitzellstoffes werden nitriert, mit kaltem Wasser gewaschen und abtropfen gelassen. Der nitrierte Holzzellstoff wird in eine Scheibenmühle zusammen mit einer Menge Wasser eingeführt, die zur Bildung eines Breies von I Teil Nitrocellulose auf 6I Teile Wasser ausreicht. Die Scheibenmühle besitzt einen Durchmesser von etwa 20 cm, und die Scheiben, von denen eine feststeht und die andere umläuft, weisen auf ihren gegenüberliegenden Flächen Nuten auf und stehen in einem Abstand von 4,5 mm voneinander.
  • Die Durchsatzgeschwindigkeit durch die Mühle beträgt 35 kg/Std., berechnet auf trockene Nitrocellulose. Die Hauptmenge des Wassers wird ablaufen gelassen, und die Nitrocellulose wird gebeucht. Das gebeuchte Gtu wird erst zierinal mit heißen, dann zweimal mit kaltem Wasser gewaschen und daraufhin durch Zentrifugieren entwässert. Das Produkt hat einen Stickstoffgehalt von II,?O/o (berechnet auf das trockene Gut), eine Viskosität von 8 Pos, sein (gemessen an einer 40%igen Lösung in 950/oigem Aceton) und einen Wassergehalt von 36,40/0. Der ses Produkt gleicht völlig einem Erzeugnis von gleichem Stickstoffgehalt und gleicher Viskosität, welches aus Baumwollinters hergestellt ist.
  • So wurden z. B. 10 g des nach diesem biepsiel hergestelletn Produktes bis auf eien Wassergehalt von 0,5 O/o getrocknet und zu 100 g eines Lack- lösungsmittels hinzuge£ügt, welclles aus 25% aliphatischen Estern, 20 °/o aliphatischen Alkoholen und 55% aromatischen Kohlenwasserstoffen bestand. Das Ganze wurde schwach gerührt, wobei die Nitrocellulose innerhalb von I5 Minuten vollständig in Lösung ging.
  • 10 g einer in ähnlicher Weise getrockneten, aus Baumwollinters hergestellten Nitrocellulose von gleichem Stidcstoffgehalt und gleicher Viskosität wurden zu 10 g des gleichen Lacklösungsmittels zugesetzt und das Ganze schwach gerührt. Die Nitrocellulose brauchte zu ihrer vollständigen Lössung 17 Minuten.
  • 10 g einer in ähnlicher Weise getrockneten Nitrocellulose von dem gleichen Stickstoffgehalt und der gleichen Viskosität, die aus Holzzellstoff unter Auslassung des Vermahlens hergestellt war, wurden zu IOOg des gleichen Lacklösungsmittels zugesetzt und das Ganze schwach gerührt. Die vollständige Lösung dieser Nitrocellulose erforderte 100 Minuten.
  • Beispiel 2 1090 kg Holzzellstoff wurden nitriert und gewaschen. Das gewaschen Gut wird zu einem 1 Teil Nitrocellulose auf 6I Teile Wasser enthaltenden Brei ausgemacht und in einer Scheibenmühle nach Beispiel I mit einer Durchsatzgeschwindigkeit von 35 kg/Std. (berenchet auf die trockene Nitrocellulose) vermahlen. Das vermahlene Gut wird gebeucht und in einem Bertram-Holländer zerkleinert.
  • Die Nitrocellulose wird darauf einmal mit heißem und einmal mit kaltem Wasser gewaschen und zentrifugiert. Das Produkt hat einen Stickstoffgehalt von Io,g30/o (bezogen auf das trockene Gut), eine Viskosität von 14 Poisen (gemessen an einer 40%-igenLösung in 95 0/oigem Aceton) und einen Wassergehalt von 3I,9 % und besitzt das gleiche Aussehen und Verhalten wie eine aus Baumwollinters hergestellte Nitrocellulose von gleichem Stickstoffgehalt und gleicher Viskosität. so wurden z. B. 4 g diese Materials getrocknet und zu einem Gemisch von 100 g 92%igem Äthanol und 10 g Kampfer zugesetzt, worauf das Ganze schwach gerührt wurde. Die Nitrocellulose löste sich in 30 Minuten völlig auf.
  • 4 g einer in ähnlicher Weise getrockneten Nitrocellulose von gleichem Stickstoffgehalt und gleicher Viskosität, die aus Holzzellstoff ohne Vermahlen hergestellt war, wurden ebenfalls zu 100 g des gleichen Lösungsmittels zugesetzt, und das Ganze wurde leicht gerührt. Diese Nitrocellulose hrauchte zu ihrer vollständigen Lösung go Minuten.
  • Beispiel 3 1090 kg Holzzellstoff werden nitriert. Die Reaktionsmischung wird mit Wasser zu einem Brei von 1 Teil itrocellulose auf 54 Teile Wasser ange macht, der in einer Scheibenmühle nach Beispiel I mit einem Scheibendurchmesser von 45,5 cm und einem Scheibenabstand von 4,5 mm mit einer Durchsatzgeschwindigkeit von 131 kg/Std. (berechnet auf trockene Nitrocellulose) vermahlen wird.
  • Der vermahlene Brei wird dann ablaufen gelassen, abgezogen, in einen Druckkessel gepumpt und gebeucht. Das gebauchte Gut wird 30 Minuten lang in einem Holländer zerkleinert, einmal mit heißem und einmal mit kaltem Wasser gewaschen und zentrifugiert. Die so erhaltene Nitrocellulose hat einen Stickstoffgehalt von 11,74% (bezogen auf das trockene Gut), eine Viskosität von g Pol sein (gemessen an einer 40%igen Lösung in 95%igem Aceton) und einen Wassergehalt von 34,20/0. Sie besitzt das Aussehen und Verhalten einer aus Baumwollinters hergestellten Nitrocellulose von gleichem Stickstoffgehalt und gleich er Viskosität.
  • So wurden z. B. 10 g des Produktes getrocknet und zu 100 g des im Beispiel I beschriebenen Lacklösungsmittels zugesetzt und das Ganze leicht gerührt. Hierbei löste sich die Nitrocellulose in 20 Minuten vollständig auf.
  • 10 g einer aus Beauwollinters hergestellten Nitrocellulose von gleichem Stickstoffgehalt und gleicher Viskosität wurden zu 100 g des Lacklösungsmittels zugesetzt und das Ganze leicht gerührt. Die Nitrocellulose löste sich imerhalb von 18 Minuten vollständig auf.
  • 10 g einer in ähnlicher Weise getrockneten Nitrocellulose aus Holzzellstoff von gleichem Sticlçstoffgehalt und gleicher Viskosität, die ohne den Verfahrensgang des Vermahlens hergestellt war, wurden zu 100 g des Lacklösungsmittels zugesetzt, und das Ganze wurde leicht gerührt. Diese Nitrocellulose benötigte zur vollständigen Lösung 100 Minuten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Erhöhung der Lösungsgeschwi ndigkei t von nitriertem schichtförmigem Sulfitzellstoff, dadurch gekennzeichnet, daß die nitrierten schichtförmigen Holzzellstoffstücke vor, während oder nach dem ersten Waschen, jedenfalls aber vor dem Koch- bzw. Beuchvofgang, ein oder mehrmals derart einem Mahlprozeß unterworfen werden, daß die Fasen der nitrtierten Holzzelstoffstücke ohen wesentihe Zerkleinerug getrennt wirden.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 594 209.
DEI8731A 1953-06-10 1954-06-01 Verfahren zur Erhoehung der Loesungsgeschwindigkeit von nitriertem schichtfoermigem Sulfitzellstoff Expired DE946877C (de)

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GB946877X 1953-06-10

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DEI8731A Expired DE946877C (de) 1953-06-10 1954-06-01 Verfahren zur Erhoehung der Loesungsgeschwindigkeit von nitriertem schichtfoermigem Sulfitzellstoff

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE594209C (de) * 1929-05-27 1934-03-14 Ici Ltd Verfahren zur Herstellung von Nitrocellulose

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE594209C (de) * 1929-05-27 1934-03-14 Ici Ltd Verfahren zur Herstellung von Nitrocellulose

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