DE947219C - Vorrichtung zum Halten und Handhaben schwerer Schmiedestuecke u. dgl. - Google Patents
Vorrichtung zum Halten und Handhaben schwerer Schmiedestuecke u. dgl.Info
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- DE947219C DE947219C DEB857D DEB0000857D DE947219C DE 947219 C DE947219 C DE 947219C DE B857 D DEB857 D DE B857D DE B0000857 D DEB0000857 D DE B0000857D DE 947219 C DE947219 C DE 947219C
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21J—FORGING; HAMMERING; PRESSING METAL; RIVETING; FORGE FURNACES
- B21J13/00—Details of machines for forging, pressing, or hammering
- B21J13/08—Accessories for handling work or tools
- B21J13/10—Manipulators
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Forging (AREA)
- Manipulator (AREA)
Description
- Vorrichtung zum Halten und Handhaben schwerer Schmiedestücke u. dgl. Die Erfindung behandelt eine Vorrichtung zum Halten und Handhaben schwerer Schmiedestücke u. dgl. Solche Vorrichtungen benutzt man zum Verholen, Drehen und Wenden von Barren, Knüppeln und Blöcken aus den Wärmeöfen und unter den Schmiedehämmern und Pressen. Die Vorrichtungen bestehen im allgemeinen aus einem als Selbstfahrer ausgebildeten Stützrahmen, auf dem ein Zangenhalter mit Zange schwenkbar gelagert ist.
- Beim Schmieden verkürzt sich das Werkstück unter dem Schlag -des Schmiedehammers in der Schlagrichtung. Der Schlag überträgt sich deshalb vom Werkstück auf die Zange und den Zangenhalter und die ganze Vorrichtung. Die Gelenke der Vorrichtung werden dadurch stärkstens beansprucht, was zu einem raschen Verschleiß führt. Auch die auf der Vorrichtung sitzende Bedienungsperson leidet unter den harten Schlägen.
- Man hat deshalb bereits Vorrichtungen entwickelt, bei der die Zange gegenüber dem Zangenhalter abgefedert ist, -um die vom Werkstück übertragenen Schläge von derVorrichtung fernzuhalten. Bei den bekannten Vorrichtungen dieser Art ist das Vorderteil des Zangenhalters in der Senkrechten zum Stützrahmen bzw. dem Fahrgestell der Vorrichtung schwenkbar und zwischen der Zange und dem Vorderteil des Zangenhalters eine kräftige Schraubenfeder vorgesehen, so daß sich die Zange unter Schlägen auf das Werkstück gegenüber dem Zangenhalter verlagern kann. Für eine wirksame Schlagdämpfung muß die Schraubenfeder aber eine gewisse Länge haben. Dadurch vergrößert sich die Gesamtlänge der Vorrichtung, was beim Verfahren der Vorrichtung zwischen engen Gängen und umenge Kurven nachteilig ist.
- Bei der Vorrichtung gemäß der Erfindung ist die Schlagdämpfung so angeordnet, daß sie -die Baulänge der Vorrichtung nicht vergrößert. Dies ist bei der Erfindung dadurch erreicht, daß der Zangenhalter in seinem Vorderteil an einem um - eine waagerechte Achse des Stützrahmens drehbaren Winkelhebel befestigt ist und das Hinterteil- des Zangenhalters mit dem Stützrahmen durch ein Hubgetriebe verbunden ist, in dem das Zangenhalterhinterteil gegen Schläge auf die Zange nachgiebig gelagert ist. Die nachgiebige Lagerung besteht bei. der Erfindung aus einer von der Kolbenstange des Hubgetriebes durchsetzten Drghgelenkmanschette und einer zwischen dieser Drehgelenkmanschette und einem verstellbaren Widerlager an der Kolbenstange angeordneten und in der Spannung regelbaren Feder. Das Dämpfungsglied wirkt bei der Erfindung im Gegensatz zu den bekannten Vorrichtungen in der Senkrechten und beansprucht so in der Fahrzeuglänge keinen besonderen Raum. Dadurch wird die Vorrichtung kurz -und wendig. Außerdem ist das Dämpfungsglied der in der Nähe der Zange vom Werkstück ausgestrahlten großen Hitze entzogen und wird so geschont.
- Der am Zangenvorderteil angelenkte Winkelhebel ist mit einem im Stützrahmen gelagerten Verstellgetriebe verbunden. Das Hubgetriebe und das Verstellgetriebe sind jeweils -für sich um waagerechte Achsen im Stützrahmen schwenkbar gelagert. Dadurch kann man den Zangenhalter mit der Zange nicht nur parallel zum Stützrahmen in einem weiten Bereich heben und senken, sondern auch um den Kopf des Vorderteils -in einer senkrechten Ebene in einem erheblichen Winkel schwenken. Die Zange wird dadurch sehr beweglich und kann bei stillstehendem Stützrahmen einen verhältnismäßig weiten Bereich zur Aufnahme des Werkstücks erfassen. Dies erleichtert und vereinfacht die Bedienung der Vorrichtung.
- Die Schlagdämpfung kommt nicht nur bei Schlägen auf das Werkstück, sondern auch beim Nachfedern des Werkstücks .nach dem Schlag zur Wirkung. Dadurch wird die Vorrichtung mit ihren Gelenken als Ganzes geschont. Auch von der Bedienungsperson, ,die zur Bedienung der Vorrichtung meist darauf sitzt, werden die unangenehmen Schläge ferngehalten.
- Die Zeichnung bringt ein Ausführungsbeispiel für die Erfindung: Dabei zeigt Fig. i eine Seitenansicht der Vorrichtung, Fig. 2 eine Draufsicht auf die Vorrichtung nach Fig. r und Fig. 3 eine vergrößerte Teilansicht der gleichen Vorrichtung von unten her gesehen., Laut Zeichnung ruht die Vorrichtung auf einem Stützrahmen 2 auf den Rädern 3. Der Stützrahmen 2 ist im Beispiel -ein Selbstfahrer. Der Fahrer sitzt. im Sitz 4. Der Stützrahmen 2 trägt eine hohle Stange 5 mit einem Kontaktring 6 am oberen Ende als Stromzuführung. Mit diesem wirkt ein drehbares und mit einem elektrischen Kabel 8 verbundenes Kontaktelement 7 zusammen. Das Kabel 8 speist die Vorrichtung mit elektrischem Strom und führt vom Kontaktelement 7 zu einer Rolle, die ständig-nahe dem Boden ist und je nach der Bewegung der Vorrichtung das Kabel ab- oder aufrollt.. Ein Elektromotor treibt die Räder 3. Seine Stromzuführung erfolgt durch die Hohlstange 5 vom Kontaktring 6. Weiter trägt der Stützrahmen 2 eine hydraulische Pumpe, die ebenfalls von einem Elektromotor betrieben wird. Auch dieser Elektromotor wird über die Hohlstange 5 gespeist. Die Steuerung des Fahrgestells und der sonstigen Bewegungselemente der Vorrichtung erfolgt in bekannter Art und wird deshalb nicht besonders beschrieben.
- Auf dem Stützrahmen 2 ist ein Zangenhalter 9 mit einem als Greifer ausgebildeten Vorderteil 9" gelagert, das eine Zange io zum Greifen des Werkstücks hat: Der Zangenhalter 9 ist in seinem Hinterteil ii_ um seine Achse drehbar. Zum Heben und Senken des Zangenhalters 9 ist am Rahmen :2 bei 12 ein Winkelhebel 13 drehbar befestigt, der einen normalerweise etwa horizontal gerichteten Arm 14 hat, an dem der Zangenhalter 9 bei 15 drehbar gelagert ist. Unter dem Stützrahmen 2 ist ein von waagerechten Achsen 16 gelenkig getragener Flüssigkeitszylinder 17 angeordnet. In diesem. Zylinder 17 wird ein Kolben mit einer Kolbenstange 18 betätigt, die bei ig an dem normalerweise etwa lotrecht gerichteten Arm 2o des Winkelhebels 13 drehbar befestigt ist. Der- Zylinder 17 wird durch eine hydraulische Pumpe so mit Druckflüssigkeit versorgt, daß man den Kolben mit der Kolbenstange 18 in Fig. i nach -rechts bewegen kann, um so den Winkelhebel 13 im Linkssinn um seine Drehachse zu schwingen, wodurch das. Vorderteil 9" des Zangenhalters 9 mit der Zange lo angehoben wird.
- Am Stützrahmen 2 ist bei 21 noch ein zweiter, etwa senkrecht 'gerichteter Flüssigkeitsdruckzylinder.22 drehbar befestigt, in dem ein Kolben mit einer Kolbenstange 23 betätigt wird. Die Kolbenstange 23 hat einen Ringflansch 24, auf dem ein GuTimipolster 25 liegt. Auf den Gummipolster 25 ruht eine Drehgelenkmanschette 26 mit einer lotrechten Bohrung zur freien Führung der Kolbenstange 23 (Fig. i). Die Drehgelenkmanschette 26 hat zwei (Querzapfen 27, die das Hinterteil i i des Zangenhalters 9 gelenkig tragen. Die Kolbenstange 23 hat an ihrem oberen Ende eine Stellmutter 28, unter der eine Scheibe 29 liegt. Zwischen dieser Scheibe 29 und der Drehgelenkmanschette 26 ist eine Druckfeder 3o eingespannt, deren Spannung mit der Stellmutter 28 regelbar ist.
- Die Steuerorgane zum Drehen und Öffnen bzw. Schließen der Zange io sind, soweit dargestellt, mit 31 bezeichnet, werden aber als nicht zur Erfindung gehörig nicht weiter erläutert.
- Mit den Kolben in den Zylindern 17 und 22 kann man den Zangenhalter 9 mit der Zange io heben, senken und schwenken, wie die gestrichelten Linien von Fig. i andeuten. Vorderteil 9" und Hinterteil i i des Zangenhalters 9 können dabei unabhängig voneinander oder zugleich gehoben oder gesenkt werden. Dabei schwenkt der Zangenhalter 9 oder verlagert sich parallel zum Stützrahmen 2. Die Zange io läßt sich dadurch mit dem Werkstück leicht und schnell in beliebige Stellungen manövrieren. Ist das Werkstück z. B. für Schmiedearbeiten über dem Amboß, so können Zangenhalter 9 und Zange io die in Fig. i gestrichelte Lage haben. Beim Schmieden verkürzt sich nun das Werkstück in der Senkrechten. Dabei wird das Vorderteil 9" des Zangenhalters 9 vom Schmiedehammer auf den Amboß mit großer Wucht heruntergeschlagen. Deshalb dreht sich der Zangenhalter 9 um die Achse 15, wobei das Hinterteil ii mit der Drehgelenkmanschette 26 längs der Kolbenstange 23 nach oben gleitet und dabei von der Feder 3o dämpfend abgefangen wird. Beim Abheben des Schmiedehammers vom Werkstück senkt sich das Hinterteil i i wieder und wird dabei vom Gummipolster 25 dämpfend abgefangen. Dadurch kann die Vorrichtung auch schwere Schläge elastisch abfangen, was den ganzen Mechanismus schont.
- Bei genügend schwerer Belastung des Hinterteils i i kann die Feder 30 auch wegfallen. Das Hinterteil wirkt dann wie ein Gegengewicht dämpfend. Wirksamer und sicherer arbeitet aber die Feder 30.
- Die Anordnung der Feder 3o am Hinterteil i i des Zangenhalters 9 nimmt die Feder aus. dem Bereich der größten Wärme, der das Vorderteil 9" mit der Zange io ausgesetzt ist. Dadurch wird die Feder geschont. Ohne die elastische Lagerung des Zangenhalterhinterteils ii wäre der Winkelhebel 13 während des Schmiedens schweren Biegekräften ausgesetzt. Die Aufhängung des Zylinders 17 unter dem Stützrahmen 2 nach Fig. i ermöglicht ferner das Senken des Zangenhaltervorderteils 9" bis knapp über den Boden, ohne daß man den Zangenhalter 9 dabei ungünstig neigen muß.
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum Halten und Handhaben schwerer Schmiedestücke u. dgl. mit einem Zangenhalter und einer gegenüber Schlägen abgefederten Zange, wobei das Vorderteil des Zangenhalters in der Senkrechten zum Stützrahmen (Fahrgestell der Vorrichtung) schwenkbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Zangenhalter (9) in seinem Vorderteil (9a) an einem um eine waagerechte Achse (i2) des Stützrahmens (2) drehbaren Winkelhebel (i3) befestigt ist und das Hinterteil (ii) des Zangenhalters (9)_ mit dem Stützrahmen (2) durch ein Hubgetriebe (22, 23) verbunden ist, in dem das Zangenhalterhinterteil (ii) gegen Schläge auf die Zange (io) nachgiebig gelagert ist.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die nachgiebige Lagerung aus einer von der Kolbenstange (23) des Hubgetriebes (22, 23) durchsetzten Drehgelenkmanschette (26, 27) und einer zwischen dieser Drehgelenkmanschette und einem verstellbaren Widerlager an der Kolbenstange (23) angeordneten und in der Spannung regelbaren Feder (3o) besteht.
- 3. Vorrichtung nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der am Zangenvorderteil (9a) angelenkte Winkelhebel (i3) mit einem im Stützrahmen (2) gelagerten Verstellgetriebe (i7, 18, i9) verbunden ist.
- 4. Vorrichtung nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Hubgetriebe (22, 23) und das Verstellgetriebe (i7, i8, 19) je für sich um waagerechte Achsen (2i bzw. 16) im Stützrahmen (2) schwenkte- --lagert sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 564 729; . britische Patentschriften Nr. 427 457, 5 11734; USA.-Patentschrift Nr. 1 308 593.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| US357852A US2345572A (en) | 1940-09-23 | 1940-09-23 | Manipulator |
Publications (1)
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