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Mittels Federlaufwerks angetriebenes Fahrspielzeug Die Erfindung bezieht
sich auf ein mittels Federlaufwerks angetriebenes Fahrspielzeug als Flugzeugmodell
für Bodenfahrt, das zwei quer zur Fahrtrichtung liegende angetriebene Laufräder
und ein vorzugsweise nicht angetriebenes vorderes oder hinteres Laufrad, z. B. als
Schlepprad, aufweist.
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Derartige dreiräderige Fahrspielzeuge können beispielsweise als Dreiräderfahrzeuge,
dreiräderige Autos oder insbesondere als Flugzeugmodelle für Bodenfahrt ausgebildet
sein. Die bekannten Dreiradfahrzeuge haben den Nachteil, daß, falls nicht das dritte
Rad lenkbar ist, mit ihnen allgemein nur eine Geradeausfahrt erfolgen kann, so daß
das spielende Kind das Spielzeug entweder nur im Leerlauf oder für eine Geradeausfahrt
einschalten kann. Dies ist besonders nachteilig bei Flugzeugmodelle für Bodenfahrt,
bei denen die beiden Fahrwerke und zwei oder vier Propeller gemeinsam von dem Federlaufwerk
angetrieben werden.
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Die Nachteile können gemäß Erfindung dadurch vermieden werden, daß
das Fahrspielzeug, also Flugzeugmodell, zur wahlweisen Einstellung einer Leerlaufstellung,
einer Geradeausfahrt und einer Kurvenfahrt nach links oder rechts Einrichtungen
aufweist, durch welche die Antriebsverbindung von Federlaufwerk und angetriebenen
Laufrädern einzeln und gemeinsam abschaltbar vorgesehen ist. Durch die nach der
Erfindung vorgeschlagene Einrichtung wird die Möglichkeit erhalten, mit dem Flugspielzeug
eine Links- oder Rechtskurve auszuführen, was den erzielbaren Spielreiz wesentlich
erhöht.
Die Wirkung einer Kurvenfahrt nach links oder rechts kann
nach der Erfindung mit einfachen Mitteln erzielt werden, indem die zum Antrieb der
Fahrwerke bzw. der Laufräder dienenden Antriebswellen mittels Langloch in dem Laufwerksrahmen
lagern und durch vorzugsweise am Laufwerksrahmen schwenkbar vorgesehene Schalthebel
von dem Laufwerk an- und abkuppelbar ausgebildet sind.
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Die Erfindung eignet sich für alle dreiräderigen Spielfahrzeuge, insbesondere
Flugmodelle, bei denen die nebeneinanderliegenden Laufräder. von dem Federlaufwerk
angetrieben werden. Eine besonders reizvolle Spielmöglichkeit ergibt sich bei Anwendung
der Erfindung an einem zwei- oder viermotorigen Flugzeugmodell für Bodenfahrt, bei
dem die Propeller zusammen mit den Fahrwerken von dem Federlaufwerk angetrieben
werden.
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Weitere Merkmale der. Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung
eines Ausführungsbeispiels und aus den Patentansprüchen.
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In den Zeichnungen stellt dar: Fig. i den vorderen Teil eines Flugzeugrumpfes
in der Nachbildung eines viermotorigen Verkehrsflugzeuges mit Bugrad mit eingebautem.
Federlaufwerk im Flugzeugbug, Fig. 2 eine Draufsicht auf den mittleren Teil des
Flugzeugmodells gemäß Fig. i bei teilweise aufgeschnittener Flugzeugoberseite, Fig.
3 eine Ansicht von Fahrwerk und Federlaufwerk des Modells gemäß Fig. i und 2 von
hinten, Fig.4 eine Ansicht von dem hinteren Teil des Federlaufwerks und dem ,Fahrwerk
von oben gemäß Schnitt III-III in Fig. 3 und Fig.5 eine perspektivische Gesamtansicht
des Flugzeugmodells gemäß Fig. 1 bis 4.
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Nach den Zeichnungen handelt es sich um das Modell eines viermotorigen
Verkehrsflugzeuges, das mit angedeuteten Einziehfahrwerken i und 2 unterhalb der
Tragflügel und einem Bugfahrwerk 3 unterhalb-der Flugzeugkanzel versehen ist. Der
Laufwerksrahmen 4 ist in dem Flugzeugbug 5 untergebracht, so daß der Schwerpunkt
des Flugzeuges zwischen den Fahrwerken i bzw. 2 und 3 liegt. Im hinteren Teil des
Federlaufwerks befindet sich in bekannter Weise eine um die Welle 6 drehbare exzentrische
Masse 7, die als Ablaufbremse dient. An' dieser Schwungmasse 7 greift der umgebogene
Lappen. 8 eines zweiarmigen Hebels .9 an, der um die Achse i o, schwenkbar an dem
Laufwerksrahmen 4 vorgesehen ist und dessen unterer Hebelarm am Ende mit einem Bedienungsknopf
1 i aus Kunststoff versehen ist, der an der Unterseite aus dem Flugzeugmodell herausragt.
Durch Verschwenken des Hebels g kann das Laufwerk ein- und ausgeschaltet werden.
Zum Aufziehen des Laufwerks dient in bekannter Weise die Vierkantwelle 12.
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Nach Fig. 4 kämmt das Zahnrad 13 des. Federlaufwerks mit einem Kitzel
14, das fest mit einer Welle 15 verbunden ist, die an beiden Enden ein Stück über
den Laufwerksrahmen 4 vorsteht. Mit den Enden der Welle 15 sind über elastische
Wellen 16 die Wellen 17 der beiden inneren Propeller 18 des Flugzeugmodells verbunden.
Mit dem Kitzel 14 kämmen ferner zwei weitere Ritze] ig und 2o, die am Ende der Wellen
21 und 22 vorgesehen sind. In der Nähe ihrer äußeren Enden weisen die beiden Wellen
21, 22 je ein Kitzel 23 bzw. 24 auf, die über je ein Zwischenrad 25 (Fig. i) mit
einem Zahnrad 26 im, Eingriff sind,. welch letzteres mit der die Laufräder 27 tragenden
Welle 28 fest verbunden ist. Die Wellen 2i, 22 stehen weiterhin etwas über die Kitzel
23 und 24 vor und sind jeweils ebenfalls über eine elastische Welle 29 bzw.
30 mit den Wellen 31 der äußeren Propeller 33 und 34 verbunden. Wie aus Fig.
4 zu ersehen ist, sind die Wellen 21 und 22 in der Nähe ihrer äußeren Enden in aufgebogenen
Lageraugen 35 .und 36 gelagert. Ihre Lagerung in dem Laufwerksrahmen4 erfolgt mittels
Langlöcher 37. Weiterhin ist an jeder Seite des Laufwerksrahmens um eine Achse
39 bzw. 40 schwenkbar je ein Hebel 41-bzw. 42 vorgesehen, die mit einem Anschlag
43 bzw. 44 versehen sind und -mit ihrem unteren Ende aus einem Schlitz des Flugzeugrumpfes
herausragen. Das herausragende Ende ist mit je einem Kugelgriff 45,46 aus Kunststoff
versehen.
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Die Antriebsweise für die Propeller ist den Figuren zu entnehmen.
Befinden sich die beiden Schalthebel 4a bzw. 42 in ihrer nach vorn verschwenkten
Lage, so werden auf Grund der Federwirkung der elastischen Wellenteile 29 und 3o
die beiden Wellen 21 und 22 in eine Lage verschwenkt, bei der die beiden Kitzel
ig und 2o mit dem Kitzel 14 im Eingriff stehen, es werden also bei Freigabe des
Federlaufwerks durch den Handgriff i i beide Fahrwerke und alle vier Propeller angetrieben,
so daß das Flugzeugmodell geradeaus fährt. Wird der linke Schalthebel 41 nach rückwärts
verschwenkt, so wird die Welle 21 in dem Langloch 37 nach hinten verschoben, so
daß das Kitzel ig 'außer Eingriff mit dem Kitzel 14 gelangt. Nunmehr wird nur das
-rechte Fahrwerk angetrieben, wobei ebenfalls außer den beiden inneren Propellern
18 noch der Propeller 34 rechts außen angetrieben wird. Das Flugzeug führt infolgedessen
eine Kurvenfahrt nach links aus. Wird dagegen der rechte Schalthebe'142 nach hinten
verschwenkt, so erfolgt in analoger Weise eine Kurvenfahrt nach rechts, wobei jetzt
das linke-Fahrgestell und der am äußersten links liegende Propeller 33 vom Federlaufwerk
angetrieben werden. Werden alle beide Schalthebel 41 und 42 nach hinten verschwenkt,
so sind beide Fahrwerke ausgeschaltet. Das Federlaufwerk läuft jetzt ab, ohne daß
sich das Flugzeug vorwärts bewegt; wobei lediglich die mit dem Federlaufwerk direkt
gekuppelten beiden inneren Propeller 18 mitlaufen.