DE948741C - Selbstanzeigende Waage mit Druckwerk - Google Patents
Selbstanzeigende Waage mit DruckwerkInfo
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- DE948741C DE948741C DESCH8319A DESC008319A DE948741C DE 948741 C DE948741 C DE 948741C DE SCH8319 A DESCH8319 A DE SCH8319A DE SC008319 A DESC008319 A DE SC008319A DE 948741 C DE948741 C DE 948741C
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01G—WEIGHING
- G01G23/00—Auxiliary devices for weighing apparatus
- G01G23/18—Indicating devices, e.g. for remote indication; Recording devices; Scales, e.g. graduated
Landscapes
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- General Physics & Mathematics (AREA)
- Inking, Control Or Cleaning Of Printing Machines (AREA)
Description
(WiGBl. S. 175)
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
AUSGEGEBEN AM 6. SEPTEMBER 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42f GRUPPE 32 01 INTERNAT. KLASSE G 01 g
Sch 8319 IX/ 42 f
. Carl Jolas, Darmstadt
ist als Erfinder genannt worden
Carl Schenck Maschinenfabrik G. m. b. H., Darmstadt
Selbstanzeigende Waage mit Druckwerk
Patentiert im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland vom 21. Dezember 1951 an
Patentanmeldung bekanntgem<acht am 17. Dezember 1953
Patenterteilung bekanntgemacht am 16. August 1956
Die Erfindung betrifft eine die Nettogewichte selbsttätig anzeigende Waage, die eine Tara-Ausgleichsvorrichtung
durch Nachstellen der Skala bzw. Anzeigeoptik auf den Nullwert nach Aufbringen der Taralast auf die Waage und ein Druckwerk
besitzt, das unabhängig von der Tara-Ausgleichsvorrichtung und Anzeige die Tara- bzw.
Bruttogewichte abdruckt.
Durch die Erfindung werden diese Waagen in ίο der Weise verbessert, daß der Bruttodruck nur
nach dem Taradruck stattfinden kann und eine Guteinfüllung nach vollzogenem Bruttodruck unmöglich
gemacht ist. Das Füllorgan wird erst wieder nach einem neuen Taradruck betätigungsbereit. Die
Lösung dieser Aufgabe ist dadurch gekennzeichnet, daß das Druckwerk mit zwei Einschaltvorrichtungen
für Tara- und Bruttodruck versehen ist, durch die beim Einschalten des Taradruckes die Einschaltung
für die Guteinfüllung freigegeben und beim Einschalten des Bruttodruckes gesperrt wird.
Weitere Merkmale der erfindungsgemäßen Waage bestehen darin, daß beim Einschalten des Taradruckes
die Tara-Ausgleichsvorrichtung gesperrt, beim Einschalten des Bruttodruckes hingegen frei-5-.,
gegeben wird, wobei die Betätigungsorgane für den Tara- und den Bruttodruck gegenseitig verriegelt
sein können. Zu den vorteilhaften Eigenschaften der neuen Waage, die aus der Beschreibung des
durch die Zeichnung schematisch abgebildeten Ausführungsbeispiels
hervorgehen, gehört auch, daß die Gutfüllung sich jederzeit bequem an der Anzeigevorrichtung
der Waage überwachen läßt.
Abb. ι zeigt die Ansicht der Auswäge- und Druckvorrichtung einer Leuchtbildwaage,
Abb. ι a einen Querschnitt der Tara-Ausgleichseinrichtung,
Abb. 2 die Einschaltvorrichtung des Zahlendruckers in Verbindung mit der Steuerung der
Materialzuführung bzw. Sperrung der Tara-Ausgleichsvorrichtung,
Abb. 3 die Einschaltvorrichtung in Verbindung mit der wechselseitigen Verriegelung für Tara-
und Bruttodruck.
Die von der Wägebrücke übertragene Meßkraft wird durch ein Stahlband 1 auf den Neigungshebel 2 übertragen, der in der Achse 3 pendelnd gelagert
ist. Entsprechend der Größe der Last schwingt das Neigungspendel 2 mit dem Skalendiapositiv
3' um einen der Last proportionalen Ausschlagswinkel aus, so daß ein entsprechender
Skalenausschnitt durch die Projektionsoptik 4 auf die Mattscheibe 5 mit der Zeigermarke 6 übertragen
wird.
Die Projektionsoptik 4 ist an einem Halter 7 befestigt, der koaxial mit der Pendelachse 3 schwenkbar
angeordnet ist. An dem Halter 7 ist eine Spindelmutter 8 angebracht, die durch Drehen der
Spindel 9 mittels der Handkurbel 10 verstellt werden kann. Durch diese an sich -bekannte Vorrichtung
wird nach Auflegen der Taralast die Optik dem Nullstrich der Skala nachgeführt bis die Skala
wieder mit ihrem Nullstrich an der Mattscheibe 5 einspielt.
Die der jeweiligen Last entsprechenden Ausschlagswinkel
des Neigungshebels 2 werden auf die Ziffernscheiben eines Druckwerkes übertragen. Die
für diese Übertragung erforderlichen Arbeitsgänge steuert ein selbsttätiger Antrieb derart, daß das
Pendel 2 nach seinem Ausschlag zunächst durch eine Zange 11 festgehalten, sodann der Tastbolzen
12 in den Bereich der festen Anschlagbolzen 13 gebracht,
hierauf die höheren Einheiten der Gewichtswerte abgetastet und auf Ziffernrollen des Druckwerkes
übertragen werden, und dann die Zange mit dem Pendel bis zum Anschlag des Tastbolzens 12
an den nächstliegenden Anschlagbolzen 13 durch Verschwenken um die Achse 3 entgegen der Ausschlagsrichtung
gedreht wird. Die Anschlagbolzen
13 sind so angeordnet, daß ihr Abstand jeweils den Oo höheren Einheiten des Gewichtswertes entspricht
(z. B. Hunderter und Tausender). Die rückgeführte Reststrecke hingegen entspricht den niedrigen Einheiten
(z. B. Einer und Zehner). Die Abtastung erfolgt also in zwei Stufen. Die Bewegungen des Abtastgliedes
werden demnach getrennt über Übertragungsmittel 14 auf die Ziffernscheiben 15 des
Druckwerkes übertragen.
Unabhängig davon, also gleichzeitig mit dem Ablauf des Druckwerkes, kann bereits die Nachstelloptik
4 mittels der Handkurbel 10 verstellt werden, so daß die Skala Null zeigt. Nun wird die
Nettolast, beispielsweise durch Ladeband, eingebracht und die vorgeschriebene Füllung kann an
der Skala, die nunmehr das Nettogewicht anzeigt, leicht verfolgt werden. Ist die Füllung beendet, so
wird das genaue Bruttogewicht durch einen erneuten Abdruck festgehalten. Das Druckwerk
arbeitet also vollkommen unabhängig von dem Taraausgleich, und es werden nur die Tara- bzw.
Bruttogewichte gedruckt, die sich wirklich auf der Wägebrücke befinden.
Da bei diesem Arbeitsvorgang Tara- und Bruttowägung miteinander abwechseln, wird für die Einschaltung
des selbsttätigen Druckwerkes je ein Taster für Tara- und Bruttodruck vorgesehen. Dabei
kann der gesamte Arbeitsvorgang mit dem Druckwerk gegenseitig verriegelt werden, so daß
mit Sicherheit falsche Drucke verhindert und die richtige Arbeitsfolge erzwungen wird.
In Abb. 2 ist mit 16 der Taster für die Einschaltung
des Taradruckes bezeichnet. Durch Drücken dieses Tasters 16 wird der Antriebsmotor für das
Druckwerk eingeschaltet und nach Ablauf sämtlicher Steuerungsvorgänge selbsttätig stillgesetzt.
Außerdem wird durch den Taster 16 ein mit einer Zugfeder 17 belasteter Hebel 18 in den Hebel 19
eingerastet und dadurch der Kontakt 20 geschlossen, durch den über ein Relais die Ladebandschaltung
Strom erhält. Das Ladeband kann also nur nach Auslösen des Taradruckes in Betrieb gesetzt
werden. Auf diese Weise ist der richtige "Taradruck erzwungen. Ist die Füllung beendet, so
wird durch Drücken des Tasters 21 der Bruttodruck ausgelöst, der nicht nur den Antriebsmotor
für das Druckwerk einschaltet, sondern auch den durch die Zugfeder 22 belasteten Rasthebel freigibt,
so daß durch Lösen des Kontaktes 20 die Ladebandschaltung gesperrt ist. Dadurch ist es unmöglich
gemacht, nach erfolgtem Bruttodruck noch Material zuzuladen.
Diese Schaltung kann gleichzeitig zur Sperrung der Tara-Ausgleichsvorrichtung 8 bis 10 verwendet
werden. Auf der Spindel 9 wird hierzu beispielsweise ein Sperrad 23 aufgesetzt. Erhält der
Magnet 24 durch Schließen des Kontaktes 20 Spannung, so wird die Spindel 9 durch den Sperrhebel
25 gesperrt, so daß der Taraausgleich während der Nettofüllung nicht verstellt werden kann. Fällt
beim Einleiten des Bruttodruckes durch den Taster 21 der Kontakt 20 ab, so wird der Taraausgleich 8
bis 10 für die folgende Wägung wieder freigegeben, da der Sperrhebel 25 durch die Zugfeder 26 ausgerastet
wird. Diese Sicherung dient lediglich zur Verhütung von irrtümlichen Verstellungen des
Taraausgleichs. Denn würde während der Netto- ias
wägung der Taraausgleich verstellt, so stimmte das
wirklich eingefüllte Nettogewicht nicht mehr mit dem an der Skala 5 angezeigten Gewicht überein.
Trotzdem wird jedoch infolge der Unabhängigkeit des Druckwerkes vom Taraausgleich das richtige
Bruttogewicht abgedruckt.
Zum Erzwingen der Arbeitsfolge Taradruck— Bruttodruck werden die Taster 16 bzw. 21 mit
einer weiteren Sperrvorrichtung verbunden. Abb. 3 zeigt diese Vorrichtung im Aufriß. Die beiden
Taster 16 und 21, die in Abb. 2 der besseren Übersichtlichkeit
wegen übereinander dargestellt waren, liegen zweckmäßig nebeneinander. Die Sperrvorrichtung
besteht beispielsweise aus einem Schieber 27, der mit Langlöchern 28 in festen Bolzen 29 ge-
führt ist. Am Schieber 27 sind zwei Sperrklinken 30 in den Zapfen 31 gelagert, die durch die Druckfeder
32 gegen Anschläge 33 angepreßt werden. Die dargestellte Lage der Sperrvorrichtung entspricht
dem Bewegungsablauf nach erfolgtem Taradruck.
Wird der Taster 21 zum Abdrucken des Bruttogewichtes
betätigt, so schiebt sich der Schieber 27 nach oben und der Taster 16 ist für die nun folgende
Tarawägung freigegeben. Beim Drücken des Tasters 21 weicht die Sperrklinke 30 etwas zur
Seite. Geht der Taster 21 in seine Ausgangsstellung zurück, so rastet sich die Sperrklinke 30 ein, so
daß nunmehr der Taster 16 frei und der Taster 21 gesperrt ist. Wird der Taster 16 zum Einleiten des
Taradruckes betätigt, so vollzieht sich der gleiche Vorgang in umgekehrter Richtung und nach Rückgang
des Tasters 16 in seine Ausgangsstellung ist die dargestellte Stellung der Sperre wieder erreicht.
Hierdurch ist verhindert, daß ein Tara- bzw. Bruttodruck wiederholt wird, und die Arbeitsfolge
Taradruck—Bruttodruck erzwungen, so daß ein neuer Taradruck erst dann möglich ist, wenn inzwischen
ein Bruttodruck ausgeführt worden ist.
Claims (3)
1. Selbstanzeigende Waage für Nettoanzeige mit Tara-Ausgleichsvorrichtung durch Nachstellen
der Skala bzw. Anzeigeoptik auf den Nullwert nach Aufbringen der Taralast auf die
Waage und mit einem Druckwerk, das unabhängig von Tara-Ausgleichsvorrichtung und
Anzeige die Tara- bzw. Bruttogewichte abdruckt, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckwerk
mit zwei Einschaltvorrichtungen für Tara- und Bruttodruck versehen ist, durch die
beim Einschalten des Taradruckes die Einschaltung für die Materialzufuhr freigegeben und
beim Einschalten des Bruttodruckes gesperrt wird.
2. Waage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß beim Einschalten des Taradruckes
die Tara-Ausgleichsvorrichtung gesperrt und beim Einschalten des Bruttodruckes freigegeben
wird.
3. Waage nach den Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet
durch die gegenseitige Verriegelung der Druckknöpfe für Tara- und Bruttodruck.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Prospekt Nr. D 3/9.40/10 000 HD 549 der Firma Bizerba-Waagenfabrik Wilhelm Kraut K.-G. in Balingen/Württ.
Prospekt Nr. D 3/9.40/10 000 HD 549 der Firma Bizerba-Waagenfabrik Wilhelm Kraut K.-G. in Balingen/Württ.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 609 602 S.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH8319A DE948741C (de) | 1951-12-21 | 1951-12-21 | Selbstanzeigende Waage mit Druckwerk |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH8319A DE948741C (de) | 1951-12-21 | 1951-12-21 | Selbstanzeigende Waage mit Druckwerk |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE948741C true DE948741C (de) | 1956-09-06 |
Family
ID=7425757
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DESCH8319A Expired DE948741C (de) | 1951-12-21 | 1951-12-21 | Selbstanzeigende Waage mit Druckwerk |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE948741C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1149949B (de) * | 1955-08-06 | 1963-06-06 | Siemens Ag | Klemmrollenkupplung |
-
1951
- 1951-12-21 DE DESCH8319A patent/DE948741C/de not_active Expired
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| None * |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1149949B (de) * | 1955-08-06 | 1963-06-06 | Siemens Ag | Klemmrollenkupplung |
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