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Anordnung zur Regelung der Frequenz von Ablenkspannungen Bei Fernsehempfängern
der üblichen Art sind! für gewöhnlich zwei Bedienungsmittel vorgesehen, und zwar
einerseits für Zeilensynchronisierung, andererseits für Bildsynchronisierung. Die
eigentlichenRegelmittel bestehen aus einstellbaren Widerständen oder auch Spulen
bzw. Kondensatoren, *und sind in einer der an sich bekannten Regelschaltungen zur
Synchronisierung der örtlich erzeugten Ablenkspannungen durch die empfangenen Synchronisierimpulse
bestimmt.
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Es ist nun empfehlenswert, die Anzahl der Be dienungs- und insbesondere
Regelorgane bei Fernsehempfängern möglichst zu verringern, um die Bedienung auch
für den Laien zu erleichtern. Im Zusammenhang hiermit bezieht sich die vorliegende
Erfindung darauf, die bisher normalerweise' getrennt vorgesehenen Einstellmittel
für die Zeilen-und Bildsynchronisierung zu einem einzigen Regelmittel zu vereinigen.
Bei. den meisten Geräten ist ja eine Nachregelung der Synchronisierung nur in verhältnismäßig
geringen. Grenzen. erforderlich. Trotzdem wäre es nicht unbedingt zu empfehlen,
die beiden. Regelmittel für Zeilen- und Bildsynchronismus vollkommen, und für alle
Zeit starr miteinander zu kuppeln.
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Zur Lösung dieser technischen Aufgabe ' unter Berücksichtigung der
vorstehenden Bedingungen hat die Erfindung nunmehr eine Anordnung zur Regelung der
Frequenz von Zeilen- bzw. Bildablenkspannungen in. Fernsehempfängern zum Gegenstand,
bei der die stetig einstellbaren Regelmittel - z. B. Widerstände -für Zeilen- und
Bildablenkung
auf verschiedenen Einstellachsen sitzen, die je einen Bedienungsknopf tragen, wobei
aber diese Achsen miteinander derart kuppelbar sind, da.ß beim - Bewegen des einen
Bedienungsknopfes der andere mitbewegt wird, bei getrennter Einstellnotwendigkeit
jedoch der eine Knopf unabhängig vom anderen bewegbar ist. Der Benutzer eines solchen
Gerätes kann. dann, wenn der Synchronismus nach Einschaltung des Fernsehgerätes
noch unvollkommen ist, in den meisten Fällen die gewünschte Korrektur dadurch erzielen,
daß er eines der beiden Bedienungsmittel für die Regler bewegt. In den meisten Fällen
wird sich dann das hiermit gekuppelte andere Regelglied ebenfalls in die erforderliche
Korrekturstellung begeben. Erweist es sich dagegen als notwendig, die Zeilensynchronisierung
unabhängig von der Bildsynchronisierung einzustellen, so ist dem Benutzer die Möglichkeit
gegeben, beide Regelmittel unabhängig voneinander einzustellen, indem entweder die
mechanische Verbindung zwischen beiden ausgekuppelt oder das eine während der Bewegung
des anderen festgehalten oder gegen das andere verstellt wird, wobei der Benutzer
dann gleichzeitig beide Hände benötigt.
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Es war an sich bekannt, mehrere elektrische Regler durch ein gemeinsames
Bedienungsmittel einzustellen. Hierbei handelte es sich jedoch um ein Rundfunkgerät,
bei dem einer oder mehrere der zur Bedienung erforderlichen Drehknöpfe konstruktiv
mit einem Druckknopf verbunden sind, der im eingedrückten Zustand dem betreffendem
Drehknopf eine andere oder eine zusätzliche Funktion verleiht. Im Unterschied zum
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist bei dieser bekannten Anordnung eine stufenförmige
Einstellung der einen Größe, und zwar des Wellenbereiches eines Rundfunkempfängers,
vorgesehen. Bei der vorliegenden Erfindung sind jedoch beide Regelmittel stetig
einstellbar ausgebildet.
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Die einfachste Lösung der erfinderischen Aufgabe besteht darin, die
Achsen der beiden Regelmittel konzentrisch zueinander als Voll- und Hohlachse anzuordnen,
wobei zwischen beide i eine Friktion besteht, die ausreicht, um beim Drehen des
einen Knopfes die mit dem anderen Knopf verbundene Achse mitzunehmen, die jedoch
dadurch überwunden werden kann, daß je eine Hand des Benutzers an je einem Regelknopf
angreift. Eine andere Möglichkeit besteht in einer Nebeneinanderanordnung der beiden
Einstellachsen unter Verwendung einer gegebenenfalls ein- und ausrückbaren Kupplung
zwischen diesen beiden Achsen.
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Das Prinzip der Erfindung sowie einige Ausführungsbeispiele sind in
der Zeichnung erläutert. Es zeigt Fig. i eine Ein- und auskuppelbare Anordnung zweier
Regelglieder unter Verwendung zweier konzentrischer Achsen, Fi.g. 2 eine Anordnung
von parallel zueinander verlaufenden Bedienungsachsen, die miteinander ein- und
auskuppelbar sind. Gemäß Fig. i, die eine Schnittdarstellung in etwa natürlichem
Maßstab ist, sind zwei Regelwiderstände oder sonstige drehbar einzustellende Regelglieder
i und 2 -vorgesehen, von :denen beispielsweise das Regelmittel i für den Zeilensynchronismus,
das Regelmittel2 für den Bildsynchronismus bestimmt ist. Der Widerstand i ist mit
einem Abgriff 3 versehen, der an einer Hohlachse 4 sitzt, die, durch die Gehäusewand
5 hindurchragend, in einem Bedienungsknopf 6 endet. Der Regelwiderstand 2 hat in
ähnlicher Weise einen Abgriff 7, der mit einer zur Hohlachse 4 konzentrischen Vollachse
8 verbunden ist, die in einem Bedienungsknopf 9 endet. Die beiden Achsen 4 und 8
sind so miteinander gekuppelt, daßf beim Bedienen eines der beiden Drehknöpfe 6
bzw. 9 jeweils die andere Achse und somit das andere Einstellmittel mitgenommen
wird. Diese Mitnahmemittel bestehen in einem z. B. kegelförmigen Ansatz io auf der
Achse 8, an dessen schräger Außenfläche ein der Richtung dieser Außenfläche angepaßter
Ansatz i i anliegt. der zur Hohlachse 4 gehört.
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Diese Reibungskupplung zwischen den Teilen io und i i arbeitet in
Verbindung mit den übrigen Teilen der Anordnung in folgender Weise: Beim Bedienen
eines der beiden Drehknöpfe 6 bzw. 9 bewegen sich beide Achsen 4 und 8 infolge der
Reibung zwischen io und i i. Der hierbei erforderliche Reibungsdruck wird beispielsweise
durch die Federung des Abgriffs 3 erzielt, der sich gegen den feststehenden Widerstand
i abstützt, bzw. auch durch eine besondere Feder 12, die in axialer Richtung an
dem Reibkegel io der Achse 8 angreift. Wünscht nun der Benutzer nur eines der beiden
Regelmittel. z. B. den Widerstand i, zu bedienen, so übt er außer der Drehbewegung
auf den Einstellknopf 6 einen axialen Druck in Richtung der beiden gezeichneten
Pfeile aus und hebt dadurch die Reibverbindung zwischen den Teilen io und i i unter
Überwindung der Federung des Teiles 3 auf. Soll dagegen beispielsweise das Regelmittel
2 allein betätigt werden, so wird der Bedienungsknopf außer einer entsprechenden
Drehung einem axialen Zug in Richtung des nach rechts gerichteten Pfeiles unterworfen,
wodurch die Reibverbindung zwischen io und i i, in diesem Fall unter Überwindung
der Federkraft 12, ebenfalls gelöst wird.
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Die Anordnung nach Fig.2, die im gleichen Maßstab wie Fig. i, jedoch
im Unterschied zu dieser in Draufsicht dargestellt ist, zeigt wieder die beiden
festliegenden Regelwiderstände i und 2, die, beispielsweise in gemeinsamer Ebene
liegend, an einem Chassisteil montiert sind. Die beiden zugehörigen Einstellachsen
4 bzw. 8 durchsetzen hier die Gerätewand 5 nebeneinander und parallelliegend. Mit
3 bzw. 7 sind wieder die Abgriffe an den beiden Widerständen i und 2 dargestellt.
Die Achse .I endet in dem Bedienungsknopf 6, die Achse 8 in dem Knopf 9. Zur wahlweisen
Aus- und Einkupplung der beiden Achsen 4 und 8 ist nun auf jeder dieser Achsen je
ein Kegelrad 13 bzw. 14 angeordnet, die untereinander durch ein Zwischenkegelrad
15-, das bei 16 gelagert ist, in Verbindung stehen. Diese
Verbindung
kann entweder eine Reibverbindung oder eine Zahnverbindung sein. Die Wirkungsweise
ist derart, daß beim einfachen. Drehen an einem der Knöpfe 6 bzw. g durch das Getriebe
13, 1q., 15 jeweils die andere Achse und damit das andere Einstellmittel mitgenommen
wird. Soll dagegen nur eines der beiden Einstellmittel bewegt werden, so wird auf
den betreffenden Einstellknopf in Richtung des axial verlaufenden Pfeiles ein leichter
Druck ausgeübt, durch den die Verbindung des betreffenden Kegelrades 13 oder
1q. mit dem Zwischenrad 15 gelöst wird. Nach Aufhören dieses axialen Druckes gelangen
die Reibflächen der Kegelräder unter dem Druck der Feder 3 oder 7 wieder miteinander
in-Eingriff.
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Die in den beiden Figuren gezeigten Konstruktionen sind in verschiedener
Weise abwandelbar. Beispielsweise kann bei einer Anordnung gemäß Fig. 2 die axiale
Federwirkung statt durch die Abgriffe 3 und 7 auch durch besondere Federn hervorgerufen
werden, die grundsätzlich in ähnlicher Art angeordnet sind wie die Feder 12 gemäß
Fig. i, nur mit dem Unterschied, daß in diesem Fall die Achsen q. und 8 nach außen
gedrückt werden müssen. Eine Vereinfachung der Anordnung gemäß Fig. i kann dadurch
verwirklicht werden, daß die Teile io und ii fortgelassen werden und die beiden
Achsen q. und 8 mi"einander so in Reibverbindung stehen, daß beim Drehen eines Bedienungsknopfes
die andere Achse stets ohne weiteres mitgenommen wird.
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Die elektrische Anordnung der beiden Einstellmittel i und 2 für den
Zeilen- bzw. Bildsynchronismus ist in den Zeichnungen nicht mit dargestellt; im
Zusammenhang hiermit sind die üblichen Reglerschaltungen anwendbar.