DE951015C - Demodulationsschaltung - Google Patents
DemodulationsschaltungInfo
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- H—ELECTRICITY
- H03—ELECTRONIC CIRCUITRY
- H03D—DEMODULATION OR TRANSFERENCE OF MODULATION FROM ONE CARRIER TO ANOTHER
- H03D1/00—Demodulation of amplitude-modulated oscillations
- H03D1/08—Demodulation of amplitude-modulated oscillations by means of non-linear two-pole elements
- H03D1/10—Demodulation of amplitude-modulated oscillations by means of non-linear two-pole elements of diodes
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Description
AUSGEGEBEN AM 18. OKTOBER 1956
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21a4 GRUPPE 29oi
INTERNAT. KLASSE H03d
E 9508 VIIIa 121 α±
Eric John Gargini, Yiewsley, West Drayton, Middlesex (Großbritannien)
ist als Erfinder genannt worden
Electric & Musical Industries Ltd., Hayes, Middlesex (Großbritannien)
Demodulationsschaltung
Patentiert im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland vom 8. September 1964 an
Patentanmeldung bekanntgemadit am 24. November 1965
Patenterteilung bekanntgemadit am 27. September 19G6
Die Priorität der Anmeldungen in Großbritannien vom 8. September 1953 und 27. August 1954
ist in Anspruch genommen
Diese Erfindung bezieht sich auf Schaltungen zur Gleichrichtung modulierter, insbesondere amplitudenmodulierter
Trägerschwingungen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, in einer Gleichrichterschaltung sowohl Störungen zu unterdrücken
als auch eine wesentliche Verstärkung der gleichgerichteten Schwingungen zu ermöglichen.
Erfindungsgemäß enthält eine Gleichrichterschaltung zwei Kapazitäten, deren erste von einer angelegten
Trägerschwingung und deren zweite vorzugsweise über eine Diode von der ersten Kapazität aufgeladen
wird, sowie einen Rückkopplungsweg, über den eine vorzugsweise durch einen Kathodenverstärker
von der zweiten Kapazität abgeleitete Spannung der ersten Kapazität derart zugeführt
wird, daß die zweite Kapazität in Abhängigkeit von den aufeinanderfolgenden Perioden der Trägerschwingung
auf eine Spannung aufgeladen wird, die größer als die Amplitude der Trägerwelle ist.
Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Er- ap findung ist die zweite Kapazität so mit einem Ableitungsweg
versehen, daß die an ihr stehende Spannung einen von der Augenblicksamplitude der
empfangenen Trägerschwingung abhängigen Gleich-
gewichtswert annimmt. Bei einem anderen Ausführungsbeispiel
sind Mittel vorgesehen, die diesen Kondensator periodisch immer wieder auf eine bestimmte
Spannung entladen.
Zur näheren Erläuterung wird die Erfindung an Hand einiger in den Zeichnungen dargestellter Ausführungsbeispiele
beschrieben.
Bei der Schaltung nach Abb. ι wird eine amplitudenmodulierte
Trägerwelle, die an der Induktivität ι Hegt, der erfindungsgemäßen Gleichrichterschaltung
zugeführt, die aus den Kondensatoren 2 und 3 und den Gleichrichtern 4 und 5 besteht. Statt der dargestellten
Röhrengleichrichter können auch Kristalldioden verwendet werden. Die sich am Kondensator 3
ausbildende Spannung wird dem Steuergitter einer Röhre 6 zugeführt, die durch den Widerstand 7 in
ihrer Kathodenleitung als Kathodenverstärker arbeitet. Die dadurch an der Verbindung der Widerstände 7
und 9 auftretende Spannung wird der Anode des ao Gleichrichters 4 und damit der Kapazität 2 als Rückkopplungsspannung
zugeführt. Weiterhin wird die Verbindungsstelle des Kondensators 3 und des Gleichrichters
5 über einen Entladungsschalter 12 in der Form einer Diode dem Abgriff eines Potentiometers 13
verbunden, das dem Anodenwiderstand einer Röhre 14 parallel geschaltet ist. Die Röhre 14 bildet mit einer
weiteren Röhre 15 eine Multivibratorschaltung 17 an sich bekannter Art, bei der jedoch dem Anodenwiderstand
19 der Röhre 14 ein Kondensator 18 parallel
geschaltet ist. Wenn z. B. eine videomodulierte Trägerwelle hoher Frequenz, z. B. 200 MHz, am Eingang
der Gleichrichterschaltung liegt, so tritt an der Verbindungsstelle der Widerstände 7 und 9 die gleichgerichtete
und verstärkte Modulationsschwingung auf, die über eine Serieninduktivität 20 abgegriffen werden
kann. Zur Erzeugung einer automatischen Gittervorspannung ist das Steuergitter der Röhre 6 über die
Widerstände 8 und 9 mit der Kathode dieser Röhre verbunden, wobei der Widerstand 9 in bekannter
Weise durch eine Kapazität überbrückt sein kann. Der Kondensator 2 und die Gleichrichter 4 und 5
sind zur Gammasteuerang im Falle des Fernsehempfanges über einen Widerstand 10 mit dem Abgriff
eines Potentiometers 11 verbunden. Bei der Erläuterung der Wirkungsweise der Schaltung
nach Abb. 1 sei angenommen, daß der Kondensator 3 zu Beginn entladen ist. Die erste negative
Halbwelle der Trägerschwingung öffnet den Gleichrichter 4 und lädt damit den Kondensator 2 annähernd
auf die Spitzenamplitude dieser Trägerhalbwelle auf, wobei die rechte Elektrode des Kondensators 2 gegen
die linke Elektrode positiv wird. Während der nächsten Halbwelle der Trägerschwingung, die in
positiver Richtung geht, wird der Gleichrichter 5 geöffnet, und der Kondensator 2 entlädt sich dadurch
in den Kondensator 3 und bewirkt dabei einen positiven Spannungsanstieg an diesem Kondensator und
damit auch am Steuergitter der Röhre 6. Die Eingangsimpedanz dieser Röhre ist sehr groß, und ihre
Kathodenspannung folgt ,der Steuergitterspannung. Die an der Verbindung der Kathodenwiderstände 7
und 9 gemessene Spannungsänderung wird als positive Rückkopplung der Anode des Gleichrichters 4 zugeführt,
um die rechte Elektrode des Kondensators 2 annähernd auf die Spannung der besagten Verbindungssteile
zu halten. Während der nächsten negativen Halbwelle der Trägerschwingung steigt die
Spannung der rechten Elektrode des Kondensators 2 erneut gegen die der linken Elektrode an, wobei sich
dieser Spannungsanstieg dem Potential der Verbindungssteile der Widerstände 7 und 9 überlagert.
Bei der folgenden positiven Trägerhalbwelle erhält der
Kondensator 3 daher eine zweite Spannungserhöhung von annähernd gleicher Amplitude wie bei der ersten
positiven Halbwelle. Durch die Wiederholung dieses Vorgangs entsteht an der Steuerelektrode der Röhre 6
und damit am Ausgang der Schaltung ein stufenförmiger Spannungsverlauf. Die Höhe der einzelnen
Stufen entspricht der jeweiligen Amplitude der angelegten Trägerwelle. Während dieses Vorgangs ist
die Diode 12 durch eine positive Spannung an ihrer Kathode gesperrt, da die Röhre 14 der Multivibratorschaltung
nicht leitet. In periodischen Intervallen wird jedoch die Multivibratorröhre 14 geöffnet, so daß
durch die Verminderung der Spannung an ihrer Anode und damit an der Kathode der Diode 12 diese die
Kondensatoren 2 und 3 entlädt. Damit ist der stufenförmige Spannungsanstieg beendet, und ein neuer Anstieg
beginnt wieder durch Sperrung der Multivibratorröhre 14. Die Röhre 14 ist jeweils nur für eine sehr
kurze Zeitdauer geöffnet, so daß die Ausgangsspannung an der Verbindung der Widerstände 7 und 9
aus einer stufenförmigen Schwingung besteht, bei der jede Periode dieselbe Stufenzahl aufweist, wobei die
erreichte Endamplitude gemäß den verschiedenen Stufenhöhen der Modulation der Trägerwelle entspricht.
Abb. 2 a zeigt einige aufeinanderfolgende Perioden einer solchen Stufenschwingung und die der Modulation
entsprechende Umhüllungskurve 21. Bei einer Trägerfrequenz von etwa 200 MHz wählt man die
Frequenz des Multivibrators 17 in der Größenordnung von z. B. 5 MHz, nämlich höher als die höchste Bildfrequenz.
Verwendet man eine Schwingungsform nach Abb. 2 a zur Steuerung des Elektronenstrahls einer
Bildwiedergaberöhre, so erscheint das Bild als eine Folge von Punkten, die eine höhere Frequenz als die
höchste Bildfrequenz haben, mit der Wirkung, daß die Zeilenstruktur des Bildes verringert wird.
Der Kondensator 3 hat eine Kapazität, die kleiner oder vergleichbar mit der des Kondensators 2 ist, und
lädt sich während jeder Ladungsperiode auf eine Spannung auf, die größer als die Amplitude der
Trägerwelle ist, wenn diese Amplitude sich während einer Ladungsperiode nicht stark ändert. Daher
arbeitet die Schaltung mit einer Verstärkung, die der Anzahl der Perioden der Trägerwelle während einer
Ladungsperiode proportional ist. Es ist erwünscht, daß die Kapazität 3 größer als die Steuergitterkathodenkapazität
der Röhre 6 ist.
Da die beschriebene Gleichrichterschaltung über mehrere aufeinanderfolgende Perioden der Trägerwelle
integriert, schwächt sie die auftretenden Störimpulse. Eine weitere Schwächung der Störimpulse
großer Amplitude wird durch den Kondensator 18 erzielt, der in Verbindung mit dem Anodenwiderstand 19
eine Sägezahnschwingung mit positivem Spannungsanstieg an der Anode der Röhre 14 erzeugt. Der Anstieg
dieser Sägezahnschwingung ist gerade etwas steller als der mittlere Anstieg der stufenförmigen
Schwingung am Kondensator 3 bei maximaler Amplitude der empfangenen Trägerwelle. In diesem Fall
ist die Sperrspannung an der Röhre 12 immer klein, so daß ein Störimpuls großer Amplitude den Spannungsanstieg
an dem Kondensator 3 wesentlich erhöht und damit die Röhre 12 einschaltet, die dadurch den
Störimpuls begrenzt. Eine ähnliche Wirkung tritt auch ein, wenn die Trägerwelle eine kleine Amplitude
hat, da die Vorspannung der Röhre 12 während der Erzeugung der stufenförmigen Schwingung fortschreitend
erhöht wird. Abb. 2 b zeigt einen Teil der Sägezahnschwingung, die an der Kathode der Röhre 12
liegt und durch die Dauer der kurzen Sägezahnflanken die Entladungszeit des Kondensators 3 bestimmt.
Für eine Gammasteuerung ist ein Potentiometer 11 vorgesehen, dessen Abgriff auf eine Spannung eingestellt
werden kann, die entweder über oder unter dem statischen Potential der Verbindungsstelle von
9' und 7 liegt. Die Aufladung oder Entladung des Kondensators 2 erfolgt daher in Abhängigkeit von der
Einstellung des Potentiometers und des Modulationspegels mit einer Zeitkonstanten, die durch die Widerstände
10, 11 und den Kondensator 2 bestimmt ist,
und erhöht oder vermindert die Höhe der einzelnen Stufen jeder Ladungsperiode. Die dadurch bewirkte
relative Erhöhung oder Verminderung der Verstärkung verschiedener Bildamplituden ergibt eine Gammasteuerung.
Weiterhin kann die Gijte der Kontrastregelung durch die Einstellung von 11 geregelt werden.
Der Widerstand 10 kann auch weggelassen werden, wenn man gleichzeitig verhindert, daß der Abgriff bis
an die Enden des Potentiometers 11 verschoben werden kann.
Abb. 3 zeigt eine Schaltung, deren Verstärker gegenüber der Schaltung nach Abb. 1 durch eine weitere
Verstärkerröhre 22 erhöht wird. Das Steuergitter dieser Röhre ist über einen Kondensator mit der Anode
der Röhre 6 verbunden, so daß die Ausgangsspannung an der Anode der Röhre 22 wegen des Anodenwiderstandes
23 eine verstärkte Form der am Steuergitter der Röhre 6 liegenden Stufenschwingung darstellt.
Diese Ausgangsspannung der Röhre 22 wird über ein Verzögerungsnetzwerk 24 und den Kondensator 3
dem Steuergitter der Röhre 6 zugeführt und verursacht dadurch eine verzögerte Rückkopplung. Teilt
man z. B. die Entladungsperiode in fünf Zeitabschnitte ein und wählt die Verzögerungszeit gleich der Dauer
eines solchen Zeitabschnitts, so setzt die »Rückkopplung«
erst nach dem zweiten Zeitabschnitt ein, da wegen der Zeitverzögerung die Röhre 12 für den ersten
Zeitabschnitt geöffnet bleibt. Eine Periode der Ausgangsschwingung nach Abb. 3 ist in Abb. 4 gezeigt.
Durch die Wirkung der verzögerten Rückkopplung wird — wie man sieht — die Verstärkung der Gleiche
richterschaltung wesentlich erhöht, da nach jedem Zeitabschnitt der mittlere Anstiegswinkel vergrößert
wird.
Abb. 5 zeigt eine Schaltung zur Gleichrichtung tonmodulierter Trägerschwingungen, die im wesentlichen
mit der nach Abb. ι übereinstimmt, wobei entsprechende Teile die gleichen Bezugszahlen tragen.
Bei Modulation mit Tonfrequenzen kann die Frequenz, mit der der Kondensator 3 entladen wird, viel kleiner
sein als bei Videomodulation. Daher ist bei einer Trägerfrequenz der gleichen Größenordnung, wie bei
Abb. ι angenommen, die erreichbare Verstärkung der Gleichrichterschaltung entsprechend höher. Jedoch
wird in der Schaltung nach Abb. 5 kein frei schwingender Oszillator zur Entladung des Kondensators 3 verwendet,
da ein derartiger Oszillator ein Rauschen im Lautsprecher verursachen würde, das auf das Abschneiden
der Trägerschwingung in- verschiedenen Schwingungsphasen zurückzuführen ist. Die Entladung
des Kondensators 3 wird statt dessen durch eine Schwingung erzielt, deren Frequenz mit der der
empfangenen Trägerwelle gekoppelt ist. Diese Schwingung wird in einer als Pentode gezeichneten Röhre 25
erzeugt, die einen abgestimmten Anodenkreis 26 besitzt. Die empfangene Trägerwelle Hegt am Steuergitter
der Röhre 25, deren Anodenkreis 26 auf eine
Unterharmonische der Trägerfrequenz -^- abgestimmt
ist. Die Ausgangsschwingung an der Anode der Röhre 25 liegt über bekannte parallel geschaltete
Koppelschaltungen 29 und 30 an den Steuergittern von zwei weiteren Röhren 27 und 28. Die Röhre 28
entspricht der Röhre 12 in Abb. 1 und stellt die Entladungsröhre
für den Kondensator 3 dar. Die Rohre 27 ist ein nicht linearer Verstärker, der einen auf die
Harmonische der Resonanzfrequenz des Kreises 26,
Jh
9S
und zwar auf (JV — ι) η- abgestimmten Anodenkreis
31 enthält. Die Anode der Röhre 27 ist in bekannter Weise über das i?C-Glied 32 auf das Bremsgitter
der Röhre 25 zurückgekoppelt. Wenn die Schaltung in eingeschwungenem Zustand arbeitet, modulieren
die am Bremsgitter der Röhre 25 liegenden
Schwingungen der Frequenz (JV — 1) — die empfangenen
Trägerwellen der Frequenz fh, so daß im Anodenkreis 26 der Röhre 25 eine Stromkomponente
der Schwebungsfrequenz -^- auftritt. Daher entstehen
am abgestimmten Kreis 26 Spannungsänderungen dieser Frequenz, die gleichzeitig am Steuergitter der
Röhre 28 liegen und den Kondensator 3 periodisch entladen.
In dem beschriebenen Beispiel der Abb. 5 werden die an der Kathode der Röhre 6 stehenden gleichgerichteten
Ausgangssignale der Schwingspule 33 des Lautsprechers 34 über einen Transformator 35 zugeführt,
dem ein bekanntes Tiefpaßfilter 36 nachgeschaltet ist. Der Transformator 35 bildet zugleich
die Kathodenimpedanz der Röhre 6 und muß bei der Entladungsfrequenz des Kondensators 3 eine optimale
Kathodenbelastung bei gegebener Ausgangsleistung darstellen. Da der Transformator für Schwingungen
der Entladungsfrequenz bemessen sein muß, kann die erforderliche Impedanz durch eine relativ niedrige
Bemessung seiner Induktivität erzielt werden, so daß der Transformator also relativ billig, ausgeführt sein
kann. Weiterhin ist der Ausgangswiderstand des
Transformators bei Tonfrequenz sehr gering, was für die Dämpfung von eventuellen Resonanzen erwünscht
ist.
Die Erfindung beschränkt sich nicht auf Schaltungen,
bei denen die Rückkopplung für den Gleichrichter 4 zur Einstellung des Modulationspegels von
einer Kathodenverstärkerröhre erzielt wird, sondern kann auch mit anderen bekannten Rückkopplungsschaltungen betrieben werden. Zum Beispiel kann die
ίο Kathodenverstärkerschaltung der Röhre 6 durch einen
zweistufigen Verstärker ersetzt werden, bei dem die Anode der ersten Röhre mit dem Steuergitter der
zweiten Röhre gekoppelt ist und der Ausgang von der Anode der zweiten Röhre abgenommen wird.
Dabei kann die Rückkopplung für den Gleichrichter 4 z. B. von einem Spannungsteiler abgegriffen werden,
der parallel zum Ausgang geschaltet ist.
In den bisher gezeigten Ausführungsbeispielen der Erfindung wird der Kondensator 3 über eine Schalt-
ao anordnung, z. B. die Diode 12 in Abb. 1, periodisch
auf einen bestimmten Pegel entladen. Abb. 6 zeigt ein abweichendes Ausführungsbeispiel der Erfindung,
in dem die Schalterdiode 12 und die zugehörige Schaltung weggefallen sind und bei dem zur Entladung des
as Kondensators 3 die Gleichrichter 4 und 5 durch Ableitwiderstände
37 und 38 überbrückt sind. Die gleichgerichtete Schwingung wird an einem Transformator39
abgenommen. In dieser Form der Erfindung lädt sich der Kondensator 3 auf eine Gleichgewichtsspannung
auf, deren Höhe der Modulation entspricht. Die Zeitkonstante des Kondensators 3 und der Serienschaltung
der Widerstände 37 und 38 muß ausreichend kurz sein, damit die Ausgangsspannung der Modulation
folgen kann. Dies bringt zwar, verglichen mit Abb. 1, einen gewissen Verlust an Verstärkung mit sich, verringert
jedoch neben einer Ersparnis an Schaltungselementen die Störungen, die sonst durch Ausstrahlung
des Multivibrators oder eines sonstigen für die Steuerung des Schalters 12 verwendeten Oszillators
auftreten würden. Für die verschiedenen Bestandteile einer Schaltung nach Abb. 6, die zur Gleichrichtung
einer durch tonfrequente Signale modulierten Trägerwelle von 28 MHz dienen soll, sind z. B. folgende
Werte geeignet:
Kondensator 2 330,0 pF
Kondensator 3 20,0 pF
Kondensator 40 0,1 μ¥
Kondensator 42 11,0 μΈ
Widerstand 37 1,0 MOhm
Widerstand 38 100,0 kOhm
Widerstand 9 130,0 Ohm
Widerstand 41 1,0 kOhm
Eingangsscheinwiderstand des
Transformators 9 bei Modu-
Transformators 9 bei Modu-
lationsfrequenz 3,0 kOhm
Ausgangsscheinwiderstand des
Transformators 9 5,0 Ohm
Positive Hochspannungsversorgung 250,0 Volt
Bei der Schaltung nach Abb. 6 vermindert sich die Vorspannung der Dioden 4 und 5 mit dem Ansteigen
der Spannung an der Steuerelektrode der Röhre 6, und zwar weil zwangläufig die Kathodenspannung der
Gitterspannung nicht vollständig nachfolgt. Das verursacht eine Nichtlinearität und begrenzt damit die
Verstärkung der Schaltung. Höhere Verstärkung kann jedoch mit einer Schaltung nach Abb. 7 erzielt
werden, in der die Kathodenleitung mit einem Abgriffpunkt der Primärwicklung des Transformators 39 verbunden
ist. Die Rückkopplung zum Gleichrichter 4 wird von einem einstellbaren Abgriff an einem
Spannungsteiler43 abgegriffen, der parallel zur Primärwicklung des Transformators 39 liegt. Durch geeignete
Einstellung des Abgriffs an Spannungsteiler kann die rückgekoppelte Spannung mit guter Annäherung
gleich der Trägerwellenamplitude gemacht werden. Obgleich die Erfindung für die Gleichrichtung
amplitudenmodulierter Trägerschwingungen besonders geeignet ist, ist sie nicht darauf beschränkt, sondern
kann auch für die Gleichrichtung anderer Modulationsarten, z. B. von breite- oder lagemodulierten Impulsen,
verwendet werden. Die Schaltung nach Abb. 7 kann z. B. mit einer Rückkopplungsamplitude arbeiten,
die größer als die Trägeramplitude ist. In diesem Falle ist der Kathodenverstärker durch Vorspannung
annähernd gesperrt, derart, daß die Schaltung in diesem Zustand vernarrt, solange das Eingangssignal
eine vorbestimmte Schwelle nicht überschreitet. Die Schaltung arbeitet dann im wesentlichen in der gleichen
Weise wie die Schaltung der Abb. 6 und hat eine relativ niedrige Verstärkung. Wenn die Schwelle
jedoch überschritten wird, setzt ein positiver Rückkopplungsvorgang ein, so daß nach einigen Perioden
der Trägerwelle die Röhre 6 ins Sättigungsgebiet gesteuert wird. Die Schaltung arbeitet dann mit einer
sehr hohen Verstärkung, bis das Signal wieder unter die Schwelle fällt. Diese Schaltung ist sehr gut zur
Gleichrichtung von Trägerwellen geeignet, die mit breite- oder lagemodulierten Impulsen moduliert sind,
in welchem Fall die erzielte Begrenzerwirkung erwünscht ist. Weiterhin kann durch geeignete Einstellung
der Schwelle in einer solchen Schaltung auch eine brauchbare Störunterdrückung erzielt werden.
Claims (7)
1. Demodulationsschaltung, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Kapazitäten vorgesehen sind,
deren erste von einer angelegten Trägerschwingung und deren zweite, vorzugsweise über eine Diode,
von der ersten aufgeladen wird, und daß ein Rückkopplungsweg vorgesehen ist, über den eine vorzugsweise
durch einen Kathodenverstärker von der zweiten Kapazität abgeleitete Spannung der
ersten Kapazität derart zugeführt wird, daß die zweite Kapazität in Abhängigkeit von den aufeinanderfolgenden
Perioden der Trägerschwingung auf eine Spannung aufgeladen wird, die größer als die Amplitude der Trägerschwingung ist.
2. Demodulationsschaltung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Ableitungsweg für die zweite Kapazität vorgesehen ist, derart,
daß die an ihr stehende Spannung einen von der Augenblicksamphtude der Trägerschwingung abhängigen
Gleichgewichtswert annimmt.
3. Demodulationsschaltung nach Anspruch ι,
dadurch gekennzeichnet, daß Mittel zur periodischen Entladung der zweiten Kapazität auf eine
vorgegebene Spannung vorgesehen sind.
4. Demodulationsschaltung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zur periodischen Entladung der zweiten Kapazität einen
Schalter enthalten, der einerseits mit der Kapazität und andererseits mit einer Spannungsquelle verbunden
ist, die den Schalter während der Ladeperioden der Kapazität sperrt, und daß die Spannung
während der Ladeperioden veränderlich ist, derart, daß die Ansprechschwelle des Schalters
kleiner als sonst notwendig gemacht werden kann.
5. Demodulationsschaltung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zur
periodischen Entladung durch die Trägerfrequenz synchronisiert sind.
6. Demodulationsschaltung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückkopplungsamplitude
so eingestellt ist, daß Schwingungen erregt werden, sobald die Signalamplituden eine bestimmte Schwelle überschreiten, und daß
Mittel zur Begrenzung der Amplitude dieser Schwingungen vorgesehen sind.
7. Demodulationsschaltung' nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite
Kapazität in einer zeitverzögernden Rückkopplungsschaltung angeordnet ist.
30
In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschrift Nr. 2 437 493;
deutsche Patentschrift Nr. 691 561; französische Patentschrift Nr. 961 732 ;
Proc. I, R. E., März 1946, S. 130P bis 137P.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 509596/87 11.55 (609 652 10.56)
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB2477353A GB756746A (en) | 1953-09-08 | 1953-09-08 | Improvements relating to detector circuits for amplitude modulated carrier waves |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE951015C true DE951015C (de) | 1956-10-18 |
Family
ID=10217034
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEE9508A Expired DE951015C (de) | 1953-09-08 | 1954-09-08 | Demodulationsschaltung |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE951015C (de) |
| FR (1) | FR1112135A (de) |
| GB (1) | GB756746A (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE691561C (de) * | 1936-11-30 | 1940-05-30 | Rca Corp | Diodenschaltung zur Hochfrequenzgleichrichtung |
| US2437493A (en) * | 1945-06-12 | 1948-03-09 | Hazeltine Research Inc | Diode detector circuit |
| FR961732A (de) * | 1950-05-19 |
-
1953
- 1953-09-08 GB GB2477353A patent/GB756746A/en not_active Expired
-
1954
- 1954-09-07 FR FR1112135D patent/FR1112135A/fr not_active Expired
- 1954-09-08 DE DEE9508A patent/DE951015C/de not_active Expired
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR961732A (de) * | 1950-05-19 | |||
| DE691561C (de) * | 1936-11-30 | 1940-05-30 | Rca Corp | Diodenschaltung zur Hochfrequenzgleichrichtung |
| US2437493A (en) * | 1945-06-12 | 1948-03-09 | Hazeltine Research Inc | Diode detector circuit |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB756746A (en) | 1956-09-12 |
| FR1112135A (fr) | 1956-03-08 |
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