DE95155A - - Google Patents

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DE95155A
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 42: Instrumente.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Kassenapparat, welcher dadurch gekennzeichnet ist, dafs mittelst desselben der Betrag jeder Einnahme auf einem Streifen aufgezeichnet und der aufgezeichnete Betrag dem Käufer sichtbar gemacht wird.
Auf der Zeichnung ist der Kassenapparat veranschaulicht; es zeigt:
Fig. ι eine Draufsicht nach abgenommenem Deckel,
Fig. 2 einen Schnitt nach Linie x-x der Fig. i, während die
Fig. 3, 4, 5 und 6 Einzelheiten des Apparates darstellen,
Fig. 7 eine Draufsicht von Fig. 2,
Fig. 8 eine Draufsicht von Fig. 3.
Der Kassehapparat besteht aus einem Gehäuse a, welches derartig getheilt ist, dafs der eine Theil die Druckvorrichtung zum Aufzeichnen der jeweiligen Einnahme, der andere Theil die Kasse b enthält. Letztere wird durch eine Rolldecke c geschlossen gehalten, welche das Oeffnen der Kasse nur dann gestattet, wenn der Betrag der jeweiligen Einnahme vermerkt ist. Der Verschlufs der Kasse durch die Rolldecke erfolgt selbstthätig.
Der je nach der geleisteten Bezahlung zu notirende Betrag wird mittelst der in Schlitzen e8 geführten drei Hebel e, e1 und e2 eingestellt. Die Hebel e, e1 und e1 stehen mit den Kettenrädern h, h1 und /z'2 derart in Verbindung, dafs je nach Bethätigung eines Hebels das entsprechende Kettenrad eine Drehung erfährt, wie Fig. 6 veranschaulicht. Ueber den Kettenrädern hhlh2 laufen die Ketten 221Z2, welche wieder über Kettenräder k k1 k"1 führen. Letztere stehen mit den entsprechenden Typenwalzen /, Z1 und Z2 derart in Verbindung, dafs bei Drehung des Kettenrades k die Walze /2 und bei Drehung des Kettenrades k1 die Walze Z1 und bei Drehung des Kettenrades A:2 die Walze Z in Thätigkeit gesetzt wird. Die Walzen Z, Z1 und Z2 tragen erhabene Zahlen von ο bis 9, welche bei stattfindender Drehung der Walzen von einem mit Druckfarbe getränkten Kissen m im Behälter m1 mit Farbe versehen werden. Ein zum Aufdrucken der Zahlen dienender Papierstreifen η läuft von der Rolle w2 (Fig. 3) nach der Walze n1, woselbst sich der Papierstreifen, nachdem letzterer die Anprefs- und Druckvorrichtung passirt hat, mit der aufgedruckten Notiz aufrollt. Die Anprefsvorrichtung wird bei Umdrehung des Zahnrades ο in Thäligkeit gebracht. Die Achse o3 des kleinen Zahnrades 0 trägt eine excentrisch angeordnete Scheibe 0*, welche in der am Rahmen o6 der Anprefsvorrichtung befestigten Coulisse ο7 gleitet. Der Rahmen oe ist um einen Bolzen o8 drehbar gelagert und wird derselbe somit bei Bethätigung der in der Coulisse ο7 geführten Scheibe 0* mit seiner vorderen Fläche vor die Typenwalzen I, I1 und Z2 bewegt bezw. von denselben entfernt. Um jedoch eine gute Anpressung des Papierstreifens η gegen die Typenwalzen zu erzielen, ist die Scheibe 0* mit einem Stift o5 ausgerüstet, welcher bei Drehung der Scheibe o4 um die Achse o8 einem doppelarmigen Hebel o9 eine Schwingung ertheilt. Letzterer ist um den Drehbolzen ο8 des Rahmens o6 mittelst einer Hülse beweglich gelagert und steht mit seinem kürzeren Hebelarm mit einer Flügelstange o10 in Verbindung,
welche an ihrem anderen Ende ein in einer Führung o11 des Rahmens o6 geführtes Prefskissen o12 trägt. Die Anordnung des Stiftes o5 ist derartig, dafs derselbe nach stattgefundener Bewegung des Rahmens o6 vor die Typenwalzen H1I"1 vermittelst der excentrisch angeordneten Scheibe o4 das Prefskissen o12 infolge des nunmehr auf den doppelartnigen Hebel o9 auszuübenden Druckes nach aufsen drängt und somit den Papierstreifen η fest gegen die Typenwalzen Z, Z1 und Z2 prefst. Durch eine Feder o13 wird der doppelarmige Hebel o9 sowie das Prefskissen o12 in seine ursprüngliche Lage zurückbefördert. Ferner ist um den Bolzen o8 ein Hebel o14 gelagert, der an seinem freien Ende einen der Höhe des Papierstreifens η entsprechend hoch ausgebildeten Stift o15 trägt, welcher unter dem Einflufs einer Feder o16 eine sichere Führung des Papierstreifens η bewirkt. Die Achse o3 ist ferner mit einer Kurbel ρ ausgerüstet, welche den zur Bethätigung der Papieraufwickelvorrichtung dienenden Stift p1 trägt. Der um den Bolzen p2 drehbar gelagerte Hebel pa ist durch seinen am freien Ende vorgesehenen Schlitz j?4 mit dem Stift p1 in Verbindung gebracht, wodurch somit bei stattfindender Drehung der Kurbel ρ in der Pfeilrichtung χ dem Hebel ps ein Ausschlag ertheilt wird. Der durch den Bolzen p5 mit dem Hebel p3 drehbar verbundene doppelarmige Hebel pe ist mit seinem einen Ende durch den Stift p1. mit einem um die Achse p8 drehbar gelagerten Hebel p% beweglich verbunden. Letzterer ist mit einer Sperrklinke ρ10 ausgerüstet, welche mit einem ebenfalls auf der Achse ps angeordneten Sperrrade p11 in Eingriff steht. Das andere Ende des Hebels pe gleitet mittelst seines Schlitzes p1'2 über den Stift p13, woraus hervorgeht, dafs bei Bethätigung des um den Bolzen p2 schwingenden Hebels ps der Hebel p9 das Sperrrad p11 sowie die damit verbundene Papierrolle κ1 in Drehung versetzt.
Die Drehung des kleinen Zahnrades ο und der damit verbundenen Kurbel ρ wird durch die Einwirkung einer Feder auf das grofse Zahnrad o2 bewirkt. Der Hebel d, welcher um den Bolzen d1 lagert und mit seinem längeren Arm aus dem Gehäuse a des Apparates herausragt, dient zur Arretirung bezw. Freigabe des Kurbelzapfens p1, indem sich einer der gabelförmig ausgebildeten Schenkel des kürzeren Hebelarmes vor den Zapfen p1 legt, wie Fig. 2 veranschaulicht. Um eine Freigabe der Kurbel und der damit verbundenen Anprefsvorrichtung erst nach Einstellung der Typenwalzen Z, Z1 und Z2 vornehmen zu können, ist der Hebel d mit einem um den Bolzen ei2 drehbar gelagerten Winkelhebel d3 versehen, dessen kürzerer Schenkel als Sperrklinke dient, welche sich auslöst, wenn der in der Ruhelage abwärts hängende lange Schenkel des Winkelhebels ds in die Höhe gehoben wird. Zu diesem Zweck sind die Hebel e e1 e2 ebenfalls als Winkelhebel ausgebildet, deren abwärts gerichtete Schenkel derartig gekröpft sind, dafs jeder derselben bei stattfindender Bethätigung der Hebel e el e2 auf den Stift e3, auf welchem der längere Schenkel des Winkelhebels dz ruht, einwirkt. Der Stift e3 ist am Ende des geraden Schenkels des um den Bolzen e4 schwingenden Hebels e5 befestigt, dessen U-förmig gebogener zweiter Schenkel als Gegengewicht dient. Die Rolldecke c, welche die eigentliche Kasse abschliefst, wird durch eine Feder s nach vorn gedrückt und hält somit stets die Kasse geschlossen. Soll die Kasse geöffnet werden, was jedoch nur nach stattgefundener Notirung der zu kässirenden Summe erfolgen kann, so schiebt man mit der Hand die Rolldecke zurück, wodurch die zum Aufrollen der Decke dienenden Scheiben t in Rotation gelangen und dieselbe auf die Welle t1 übertragen. Letztere trägt an ihrem einen Ende eine Kurbel i2, welche mit ihrem Kurbelzapfen ί3 eine um den Zapfen if4 excentrisch drehbar gelagerte Scheibe f5 bethätigt, zu welchem Zweck dieselbe einen eigenartigen Schlitz ts besitzt. Durch eine Sperrklinke t1 wird bei Bethätigung der Scheibe i5 eine zweite Scheibe i8 in Rotation versetzt, und zwar findet bei jedesmaligem Zurückschieben der Rolldecke c eine Fünftelumdrehung statt. Dies wird dadurch erreicht, dafs nach stattgefundener Fünftelumdrehung der Kurbel f2 letztere die Scheibe i5 so weit herumgedreht hat, dafs die Feder i9 in die Aussparung t10 der Scheibe t5 gelangt und letztere am Weiterdrehen hindert. Hierbei hat die Scheibe i5 vermöge ihrer Excentricität eine derartige Stellung eingenommen, dafs der Kurbelzapfen t3 ungehindert in dem Schlitz ίβ weiter rotiren kann, bis die Rolldecke c vollständig geöffnet ist. Der Zapfen t* dient auch zur Aufnahme des grofsen Zahnrades o2, welches durch eine mit der Scheibe ts verbundene Spiralfeder r beeinflufst wird. Diese Feder wird bei jedesmaligem Oeffnen der Rolldecke aufgezogen, wogegen die erhaltene Spannung zur Bethätigung der Anprefsvorrichtung nach dem Niederdrücken des Hebels d aufgehoben wird.
Die bereits erwähnten Zahnräder g, gl und g2 stehen mit kleinen Zahnrädern gB, g-4 und gh in Eingriff, welche unter Anwendung eines Vorgeleges g6 die Typenwalzen g1 in Drehung versetzen. Durch letztere wird nach jedesmaliger Zahlung die Summe zugezählt, und ist somit der in der Kasse vorhandene Betrag von den Typenwalzen g1 zu jeder Zeit abzulesen..
Hat eine Zahlung stattgefunden, so werden die Hebel e, e1 und e2 dem zu zahlenden

Claims (1)

  1. Betrage entsprechend eingestellt, wobei eine Auslösung des Winkelhebels ds stattfindet. Wird hierauf der Hebel d heruntergedrückt, so gelangt die Feder r zur Wirkung, indem dieselbe das Zahnrad o2 und somit auch das Zahnrad ο in Drehung versetzt, wobei mittelst der Kurbel ρ die Papieraufwickelvorrichtung in Thä'tigkeit tritt, während die Excenterscheibe o4 die Anprefsvorrichtung bethätigt. Hierauf kann mit der Hand die Rolldecke c zurückgeschoben werden, was ein Drehen der Kurbel i2 Und ein Anspannen der Feder r bewirkt. Wird die Rolldecke freigegeben, so schnellt dieselbe, durch die Feder s beeinflufst, selbsttätig zurück und kann erst dann wieder geöffnet werden, wenn der Stift p1 durch den Hebel d freigegeben ist.
    Patenτ-Ansρröche:
    i. Kassenapparat mit durch Stellhebel eingestellten Typenwalzen fl, I1 und P), da-'durch gekennzeichnet, dafs nach dem Niederdrücken des Sperrhebels (d) die Kurbel (p) eine Drehung erfährt und ein über Rollen fn1 n2) geführter und sich selbstthätig verschiebender Papierstreifen fn) mittelst einer Anprefsvorrichtung gegen die Typenwalzen fl, ll und P) gedrückt wird, und die eigentliche, durch eine Rolldecke (c) verschlossene Kasse nach Freigabe der Kurbel (p) geöffnet werden kann, welche nach stattgefundener Einzahlung durch eine Feder fs) selbstthätig geschlossen wird.
    Bei dem unter i. beanspruchten Apparat die Anordnung einer Anprefsvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dafs mittelst der Kurbel (p) und der damit verbundenen excentrischen Scheibe fo*), welche in einer Coulisse (ο1) gleitet, eine abwärts- bezw. aufwärtsschwingende Bewegung des Druckrahmens (o6j herbeigeführt wird, und gleichzeitig mittelst des Stiftes (oi), des doppelarmigen Hebels fo9) sowie der Flügelstange (O10J ein Kissen (O12J das Anpressen des Papierstreifens fn) gegen die Typenwalzen fl, ll und P) bewirkt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.

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