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Reihenklemme Die Verhältnisse in Bergwerken unter Tage und in ähnlichen
Anlagen ergeben für die Isolierteile von Schaltanlagen-Reihenklemmen besonders ungünstige
Betriebsbedingungen. und erfordern daher bei der baulichen Gestaltung von Reihenklemmen
besondere Maßnahmen. Vor allem sind es Nässe und Verschmutzung, welche hauptsächlich
durch feuchte Luft und durch sie herumgetragene Kohleteilchen hervorgerufen werden,
welche mit der Zeit die Isolationsgüte von Reihenklemmen zunehmend mindern. Wegen
der fast ständig hohen Luftfeuchtigkeit besteht andauernd große Neigung zu Schwitzwasserbildung,
die durch die Eigenart der Beivetberung zeitweise besonders hoch ist.
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Es wurde bereits erkannt, daß die Isolation im Spalt zwischen benachbarten
Klemmen als naturgegelbene Schwachstelle zu betrachten ist und. in konstruktiver
Beziehung besondere Beachtung -erfordert. Dies hängt damit zusammen, daß die Oberflächen
der Isolierkörper im Klemmenspalt nicht gereinigt und daher nicht dielektrisch regeneriert
werden können, weil, sie der Zugänglichkeit praktisch entzogen sind. In diesem Bestreben
wurde bereits vorgeschlagen, die Isolation im Klemmenspalt
durch
gegenüber Normalverhältnissen erheblich verlängerte Kriechstrecken zwischen Potentialträger,
d. h. dem metallischen Klemmkörper und Erde, d. h. der Tragschiene, zu verbessern.
Dies gelang ohne Vergrößerung der Abmessungen des Isolierkörpers durch Anordnung
von Rillen zwischen Klemmkörper und Tragschiene. Die entscheidende Maßnahme bestand
hierbei darin, durch genau konforme Anordnung der Rillen auf der Vorder- und Rückseite
des Isolierkörpers den diaelektrischen Kurzschluß der Rillen bei aneinandergeTeihten
Klemmen auszuschließen. Unter den geschilderten Betriebsbedingungen in Bergwerken
unter Tage und ähnlichen Voraussetzungen besteht die Gefahr, daß die unter anderen
Einbauverhältnissen so gut wie uriverschmutzt bleibenden Rillenwände von Feuchtigkeitsniederschlägen
bedeckt werden, die aus bekannten Gründen ihrerseits die Isolationsgüte mindern
können, wenn auch in geringerem Grade als bei gleichzeitiger Anwesenheit von halbleitendem
Schmutz (Kohleteilchen). Die Feuchtigkeitsniederschläge entstehen in der Regel bei:
plötzlichem Temperaturwechsel und besonders dann, wenn wärmere Luft mit hohem Feuchtigkeitsgehalt
von den angenommen kühleren Isolierteilen der Klemme vorbeistreicht. Die Warmluft
dringt hierbei in die Klemmenspalte ein und verursacht Niederschläge an den kalten
Wandflächen, somit auch an den Rillenwänden. Die Niederschlagsneigung geht zurück
und hört schließlich ganz auf, wenn die Körpertemperatur sich der Temperatur der
Umgebungsluft angeglichen hat. Hieraus folgt, daß die Schwitzwasserbildung in der
Rille nur als vorübergehende Beeinträchtigung der Isolationsgüte aufzufassen ist
und die nur so lange dauert, wie der Feuchtigkeitsniederschlag auf den Rillenwänden
besteht. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Zeit des Bestehens solcher
Feuchtigkeitsniederschläge auf die Wände der zur Kriechstreckenverlängerung im Klemmenspalt
angewendeten konfrontierten Rillen zu vermindern, d. h. entstandene Feuchtigkeitsbeschläge
möglichst schnell zum Verschwinden zu bringen.
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Die Erfindung bezieht sich daher auf eine Reihenklemme mit auf beiden
Breitseiten ihres Isolierkörpers zwischen dem Klemmstück und dem Klemmfuß übereinstimmend
und sich gegenseitig deckend angeordneten, die Kriechstrecke verlängernden Rillen,
und sie ist dadurch gekennzeichnet, daß die Rillen auf einer Seite offen sind d-h.
an einer Seite der Umfangslinie des Isoliergehäuses enden. Vorzugsweis#e wird die
Off enseite der Rille, bezogen auf praktisch übliche Einbauverhältnisse der
Klemme, auf der Seite der Rastvorrichtung angeordnet, d. h. dem Erdboden zugewendet,
so daß die geschlossen Seite der Rille sich oben befindet und kein Staub in die
Rillen fallen kann.
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In der zeichnerischen Darstellung ist ein Ausführungsbeispiel des
Erfindungsgegenstandes veranschaulicht. Die Figur zeigt die Reihenklemme von der
Seite mit Schnitt durch die erhabenen Teile. Darin bedeutet i das Isoliergehäuse
und z hülsenförmige AnschlußsteHen, in welche die Anschlußleiturig g eingeführt
und durch die Klemmschrauben q. unter Zwischenschaltung der Strombrüake 5 festgeklemmt
wird. Mit 15 ist eine Tragschiene bezeichnet, auf welcher die Klemmen durch ein
an ihrem Fuß angebrachtes Schnappschloß 6 durch Rastwizkung gehalten werden. Ein
geeignetes Mittel, die in den .erwähnten Verhältnissen liegende Sondergefährdung
auszuschließen, besteht - wie bereits anderweitig vorgeschlagen -darin, zwischen
die Spannung führenden Teeule- und »Erde« auf beiden Seiten des Klemmengehäuses
parallel verlaufende Rillen g einzuordnen, die je paarweise von Klemme zu Klemme
sich zu einem Hohlkanal ergänzen und dadurch einen dielektrischen Kurzschluß an
der betreffenden Stelle durch die Rückseite der Nachbarklemme vermeiden. Dabei ist
es wichtig, die offene Seite der Rillen so am Isoliergehäuse anzuordnen, daß nach
Art der durch die aus der Figur ersichtliche unsymmetrische Tragschvenenausführung
vorgegebenen richtigen Einbaustellung der .erfindungsgemäßen Klemme die offene Stelle
der Rillen stets dem Erdboden zugekehrt und damit das Hineinfallen von Staub in
die Rillen ausgeschlossen ist. Es ist ferner wichtig, die Rillen mit rechteckigem
Querschnitt, also im Unterschied zu sonstiger Gepflogenheit nicht mit abgerundeten
Ecken auszuführen, weil hierdurch das Einwandern von Staub in die Rillen weitgehend
unterdrückt wird. Ferner ist es vorteilhaft, wenn die Rillen bogenförmig verlaufen.
Alle diese beschriebenen Maßnahmen, die mit der Einordnung von Rillen 9 in das Isoliergehäuse
zusammenhängen, bewirken, daß ein großer Anteil der in den Spalten zwischen den
einzelnen Klemmen vorhandenen Kriechstrecken auf praktisch nahezu unbegrenzte Zeit
dielektrisch vollwertig bleibt und damit eine dauernd hohe elektrische Sicherheit
erfindungsgemäßer Reihenklemmen gewährleistet.
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Die der Erfindung zugrunde liegenden Baugedanken sind nicht streng
auf Schaltanlagen-Reihenklemmen beschränkt und können auch beim Bau anderer elektrischer
Geräte in gleichem Sinne mit großem Nutzen angewandt werden. Ihre Darlegung und
Erläuterung an den Verhältnissen einer Schaltanlagen-Reihenklemme ist jedoch deshalb
besonders lehrreich, weil an diesen wichtigen Geräten des Anlagenbaus besonders
schwer zu erfüllende Isolierbedingungen bestehen und sich aus der Aneinanderreihung
der Klemmeneinheiten die isoliertechnisch so schwer beherrschbaren Spalte zwischen
benachbarten Klemmen ergeben.