DE95389C - - Google Patents
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C12—BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
- C12C—BEER; PREPARATION OF BEER BY FERMENTATION; PREPARATION OF MALT FOR MAKING BEER; PREPARATION OF HOPS FOR MAKING BEER
- C12C1/00—Preparation of malt
- C12C1/027—Germinating
- C12C1/0275—Germinating on single or multi-stage floors
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Lüftung des Keimguts wird in pneumatischen Mälzereien dadurch bewirkt, dafs
die entsprechend präparirte Luft von oben nach unten oder umgekehrt, also stets in verticaler
Richtung durch das auf perforirtem Boden liegende Keimgut durchgedrückt, durchgesaugt
oder durchgeblasen wird, während die schlechte Luft von der guten Luft abgesaugt oder von
dieser einfach verdrängt wird.
Die Erfahrung zeigte nun, dafs die Kohlensäure und die damit gemengte schlechtere,
wärmere Luft, weil die Kohlensäure auch eine höhere specifische Wärme als die atmosphärische
Luft besitzt, im unteren Theil der Malzhaufen bis zu einer Höhe von ca. 12 cm hartnäckig
haftet, indefs die oberen Schichten selbst bei 70 bis 80 cm hohen Haufen kühl sind oder
zumindest sehr rasch beim Durchsaugen der kühleren Tennenluft abkühlen und sich auch
viel länger kühl erhalten als die unteren.
Es wurden nun Versuche dahingehend angestellt, inwieweit sich die unteren wärmeren
Schichten des Keimguts allein ventiliren lassen, ohne dafs die oberen, kühleren und nicht
ventilirbedürftigen Schichten hiervon beeinflufst werden.
Zu diesem Zwecke wurden die Haufen mittelst luftdichter Decken bis auf eine sich am Boden
hinziehende Spalte abgeschlossen und wurde auf diese Weise eine Regulirung der Temperatur
der Haufen in weit geringerer Zeit als sonst erzielt, wobei sich überdies eine gröfsere
Gleichförmigkeit des Gewächses ergab.
Der Zweck, diese Erfahrungen systematisch zu verwerthen, führte zu vorliegender Erfindung,
welche darin besteht, dafs die präparirte Luft nicht von oben nach unten oder umgekehrt
das Keimgut durchdringt, sondern in horizontaler Richtung nahe am Boden in höchstens
20 cm hoher Luftschicht durch das Keimgut getrieben oder geblasen wird, indefs die schlechte
Luft ebenfalls in horizontaler Richtung vor der guten Luft her in einen mit perforirten Platten
bedeckten und im Tennenpflaster versenkten schmalen Kanal abfliefst, bezw. im Abfliefsen
durch die in diesem Kanal herrschende Saugwirkung unterstützt wird.
Es ist klar, dafs die Luft nicht scharf abgegrenzt der Richtung gegen den Abflufskanal
folgt, aber dadurch wird ein innigerer Temperatur- und Feuchtigkeitsausgleich zwischen den
naturgemäfs kühleren oberen und wärmeren untersten Schichten erzielt.
Zur Ausführung des Verfahrens dienen einerseits Druckkanäle und andererseits Saugkanäle,
die in abwechselnder Reihenfolge parallel zu einander und zu den Schmalseiten der Malztenne
in einer den Malzhaufen entsprechenden Länge angeordnet sind und von denen die
Druckkanäle ca. 20 cm. über dem Tennenpflaster rechts und links offen und mit durchlochten
oder geschlitzten und durch Klappen verschliefsbaren Blechtafeln versehen sind, während die
Saugkanäle im Tennenpflaster versenkt und oben mit perforirten und mit letzterem in einer
Ebene liegenden Platten überdeckt sind, um ein Durchfallen des Keimguts zu verhindern.
Die Druck- oder Luftzuführungskanäle, welche in den die einzelnen Malzhaufen von einander
trennenden Zwischenwänden angeordnet sein
Claims (2)
- bezw. deren unteren Theil bilden können, münden mit ihrem einen Ende in einen parallel zu und nahe den Lä'ngswänden der Malztenne liegenden Hauptdruckkanal und die Saugkanäle mit ihrem einen Ende in einen Hauptsaugkanal, welcher in gleicher Weise wie der Hauptdruckkanal an der gegenüberliegenden Seite der Malztenne angeordnet ist.Es wird somit ein Kanalsystem gebildet, welches aus zwei parallel zu einander liegenden Hauptkanälen und senkrecht zu diesen stehenden Zwischenkanälen besteht, die abwechselnd mit ersteren communiciren.Diese Querkanäle sind in Abständen bis zu 1,5 m, die sich wirksam genug in Bezug auf die Vertheilung der Luft in den unteren Malzschichten erwiesen haben, ausgeführt.In den Hauptdruckkanal wird die entsprechend präparirte Luft mittelst einer Compressionspumpe eingedrückt und gelangt demnach in die Querkanäle, aus welchen sie beiderseits ausströmt und die unteren Schichten der dazwischenliegenden Malzhaufen in horizontaler Richtung durchdringt.Die schlechte Luft wird somit gegen die Mitte jedes Malzhaufens getrieben, und zwar ebenfalls in wesentlich horizontaler Richtung, und fliefst in den Saugkanal, in deren Hauptkanal eine Saugpumpe arbeitet.Patenτ-Ansprüche:ι . Ein Verfahren der pneumatischen Tennenmälzerei, dadurch gekennzeichnet, dafs durch den Malzhaufen, welcher auf einem aus beliebigem Material hergestellten, jedoch im Wesentlichen nicht durchlochten Boden lagert, ein künstlich erzeugter Luftstrom nahe am Boden der Tenne in horizontaler Richtung hindurchgeführt und die mit Kohlensäure geschwängerte Luft in wesentlich horizontaler Richtung verdrängt oder abgesaugt wird.
- 2. Eine Malztenne zur Ausführung des unter i. genannten Verfahrens, gekennzeichnet durch nahe über dem Boden der massiven Tenne ausmündende, eventuell in den Wänden und Zwischenwänden, welche den Malzhaufen begrenzen, angeordnete Kanäle, welche es ermöglichen, einen im Wesentlichen horizontalen Luftstrom durch die unteren Schichten des Malzhaufens zu führen und die mit Kohlensäure angereicherte Luft in wesentlich horizontaler Richtung abzuleiten.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE95389C true DE95389C (de) |
Family
ID=366635
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT95389D Active DE95389C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE95389C (de) |
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