DE954155C - Verfahren zur Herstellung von 4-Aminochromanen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 4-Aminochromanen

Info

Publication number
DE954155C
DE954155C DESCH14316A DESC014316A DE954155C DE 954155 C DE954155 C DE 954155C DE SCH14316 A DESCH14316 A DE SCH14316A DE SC014316 A DESC014316 A DE SC014316A DE 954155 C DE954155 C DE 954155C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
water
aminochromans
preparation
ether
hydrogenation
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DESCH14316A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Helmer Richter
Dr Martin Schenck
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer Pharma AG
Original Assignee
Schering AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Schering AG filed Critical Schering AG
Priority to DESCH14316A priority Critical patent/DE954155C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE954155C publication Critical patent/DE954155C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D311/00Heterocyclic compounds containing six-membered rings having one oxygen atom as the only hetero atom, condensed with other rings
    • C07D311/02Heterocyclic compounds containing six-membered rings having one oxygen atom as the only hetero atom, condensed with other rings ortho- or peri-condensed with carbocyclic rings or ring systems
    • C07D311/04Benzo[b]pyrans, not hydrogenated in the carbocyclic ring
    • C07D311/58Benzo[b]pyrans, not hydrogenated in the carbocyclic ring other than with oxygen or sulphur atoms in position 2 or 4

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Pyrane Compounds (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von 4-Aminochromanen Gegenstand des Hauptpatents 936 541 ist ein Verfahren zur Herstellung von 4-Aminochromanen der allgemeinen Formel in der R1 und R2 Wasserstoffatome, gesättigte oder ungesättigte Alkylreste oder gemeinsam mit dem Stickstoffatom den Rest eines heterocyclischen Ringsystems und R3 einen Phenyl- oder Aralkylrest bedeuten, das dadurch gekennzeichnet ist, daB man die entsprechenden 4-Chromanone entweder a)zu4-Chromanolen reduziert, diese in 4-Halogenchromane umwandelt und auf letztere Ammoniak oder primäre bzw. sekundäre Amine einwirken läBt oder b) auf dem Wege über ihre Oxime durch deren Hydrierung in primäre 4-Aminochromane überführt oder c) einer reduktiven Aminierung, vorzugsweise durch katalytische Hydrierung in Gegenwart von Ammoniak oder primärer bzw. sekundärer Amine, unterwirft, worauf man die nach a), b) oder c) erhältlichen primären oder sekundären 4-Aminochromane gegebenenfalls nach üblichen Methoden einer weiteren Alkylierung ihrer Aminogruppe unterwirft. Diese 4-Aminochromane besitzen therapeutisch wertvolle Eigenschaften, z. B. lang anhaltende lokalanästhetische Wirkung.
  • Es wurde nun gefunden, daß diese Eigenschaften auch solchen 4-Aminochromanen zukommen, die man in weiterer Ausbildung des Verfahrens gemäß Hauptpatent dadurch erhält, daß man 8-Alkyl-4-chromanone der allgemeinen Formel in der R3 einen vorzugsweise niederen Alkylrest und R4 sowie RS Wasserstoffatome oder vorzugsweise niedere Alkylreste bedeuten, als Ausgangsstoffe verwendet.
  • Soweit die als Ausgangsstoffe dienenden 8-Alkyl-4-chromanone nach einer besonders vorteilhaften Herstellungsweise, für die im Rahmen der vorliegenden Erfindung kein Schutz begehrt werden soll, durch Hydrierung derb entsprechenden 4-Chromone gewonnen werden, brauchen sie bei Anwendung der Variante a des Verfahrens nicht einmal isoliert zu werden, sondern können statt dessen in gelöstem Zustande sofort zu den entsprechenden- 4-Chromanolen weiterhydriert werden, die man anschließend nach der genannten Verfahrensweise weiterverarbeitet. Beispiel i 4,5 g rohes 2, 6, 8-Trimethyl-chromanon-(4), dargestellt aus 4,4 g 2, 6, 8-Trimethylchromon-(4) (F. 129 bis 13o°) durch Hydrierung mit Raneynickel und Abbrechen der Reaktion nach Aufnahme von i Mol Wasserstoff, werden nochmals mit Raneynickel in Methanol bei Normalbedingungen hydriert, wobei das 2, 6, 8-Trimethyl-chromanol-(4) (F. 115 bis 116°) entsteht. Ausbeute 3,8 g an umkristallisiertem Produkt. Die Hydrierung des Chromons kann auch in einem Zuge zum Chromanol unter den gleichen Reaktionsbedingungen durchgeführt werden.
  • 3,8 g 2, 6, 8-Trimethyl-chromanol-(4) werden bei Zimmertemperatur mit 2,7 g Thionylchlorid in Chloroform versetzt und sodann einige Stunden auf 5o° erwärmt. Die Reaktionsflüssigkeit wird im Vakuum eingedampft und der Rückstand in Äther aufgenommen. Nun wäscht man nacheinander mit Wasser, Natriumbicarbonatlösung und Wasser. Die Ätherlösung Wird über Natriumsulfat getrocknet, im Vakuum eingedampft und der Rückstand im Exsikkator über Phosphorpentoxyd nachgetrocknet. Das so gewonnene Rohchlorid wird direkt weiter mit Dimethylamin (5 g) in einer Druckflasche zur Reaktion gebracht. Man läßt den Ansatz über Nacht bei Zimmertemperatur . stehen und nimmt dann die Reaktionsmischung in Wasser und Äther auf. Die Ätherlösung wird mit Wasser neutral gewaschen und über geglühtem Kaliumcarbonat getrocknet. Man konzentriert die Lösung durch Eindampfen und fällt das Hydrochlorid des 2, 6, 8-Trimethyl-4-dimethylaminochromans mit ätherischer Salzsäure. Schmelzpunkt des Rohchlorids F. 222 bis 224°. Die Substanz läßt sich aus Methanol-Äther umkristallisieren (F. 225°).
  • Das als Ausgangsmaterial benötigte, bisher nicht beschriebene 2, 6, 8-Trimethylchromon-(4) kann z. B. aus 1, 3, 4-Xylenol über das 2-Oxy-3, 5-dimethylacetophenon (F. 57 bis 58°) durch weiteren Umsatz mit Essigester und Ringschluß.nach an sich bekannten Methoden gewonnen werden.
  • Beispiel 2 3,5 g rohes, öliges 8-Äthylchromanon-(4) werden in Methanollösung mit Raneynickel im Rollautoklav bei Zoo atü und ioo° zum 8-Äthylchromanol-(4) hydriert. Man erhält nach dem Absaugen vom Katalysator und dem Abdampfen des Lösungsmittels im Vakuum das 8-ÄthylchromanQ1-(4) als öligen Rückstand. Ausbeute 3,3 g. Die Prüfung auf vollständige Hydrierung erfolgte mit 2, 4-Dinitrophenylhydrazin. Das Reagenz ergab mit dem öligen Hydrierungsprodukt keine Ketoreaktion mehr.
  • 3,3 g rohes 8-Äthylchromanol-(4) werden bei Zimmertemperatur mit i,8 g Phosphortribromid und io ccm alkohol- und wasserfreiem Chloroform versetzt und sodann i1/2 Stunden auf 5o° erwärmt. Die Reaktionsflüssigkeit wird nach dem Abkühlen mit Eiswasser versetzt, die Chloroformschicht im Scheidetrichter abgetrennt und nacheinander mit Wasser, Bicarbonatlösung und Wasser gewaschen. Man trocknet nun die Chloroformlösung über Calciumchlorid und dampft sie sodann im Vakuum ein. Der Rückstand wird mit 15 ccm Diäthylamin versetzt und 48 Stunden bei Zimmertemperatur unter Feuchtigkeitsausschluß stehengelassen. Das ausgefallene Diäthylaxninhydrobromid wird abgesaugt und. das überschüssige Diäthylamin vom Filtrat abdestilliert. Den Rückstand nimmt man in Wasser und Äther auf. Die Ätherlösung wird mit Wasser neutral gewaschen und über geglühtem Kaliumcarbonat getrocknet. Durch Zusatz von ätherischer Salzsäure zu der getrockneten Ätherlösung fällt das Hydrochlorid des 8-Äthyl4-diäthylaminochromans sofort rein aus (F. 157 bis 16o°).
  • Das als Ausgangsmaterial. benötigte 8-Äthylchromanon-(4) kann aus o-Äthylphenol durch Umsetzung mit ß-Chlorpropionsäure und Ringschluß nach bekannten Methoden gewonnen werden.
  • Für die Herstellung der Ausgangsstoffe wird im Rahmen der vorliegenden Erfindung Schutz nicht begehrt. Beispiel 3 7,1g 2, 6, 8-Trimethylchromanol-(4) werden in trockenem, alkoholfreiem Chloroform gelöst und mit 10,4 g Phosphortribromid versetzt. Man erwärmt i1/2 Stunden auf 5o° unter Feuchtigkeitsausschluß und destilliert nach dem Abgießen von der ausgeschiedenen phosphorigen Säure im Vakuum Chloroform und überschüssiges Phosphortribromid ab. Den Rückstand bewahrt man einen Tag im Vakuumexsikkator über Phosphorpentoxyd und Kaliumhydroxyd auf. Das so gewonnene 2, 6, 8-Trimethyl 4-bromchroman wird nun unter Kühlung mit überschüssigem Piperidin, das gleichzeitig als Lösungsmittel fungiert, versetzt und über Nacht bei Zimmertemperatur stehengelassen. Dann erhitzt man das Reaktionsgemisch noch il/, Stunden auf 5o bis 6o° und nimmt anschließend in Äther und Wasser auf. Die Ätherlösung wird mit Wasser neutral gewaschen und über geglühtem Kaliumcarbonat getrocknet. Durch Zusatz von ätherischer Salzsäure zu der getrockneten Ätherlösung fällt man das Hydrochlorid des 2, 6, 8-Trimethyl-4-piperidinochromans aus. Der Schmelzpunkt des Hydrochlorids liegt bei 237 bis 238°. Die Ausbeute beträgt 75 °/o der Theorie, bezogen auf eingesetztes 2, 6, 8-Trimethylchromanol-(4).

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Weitere Ausbildung des Verfahrens zur Herstellung von 4-Aminochromanen gemäß Patent 936 571, dadurch gekennzeichnet, daß man als Ausgangsstoffe 8-Alkyl-4-chromanone der allgemeinen Formel in der R3 einen vorzugsweise niederen Alkylrest und R4 sowie R6 Wasserstoffatome oder vorzugsweise niedere Alkylreste bedeuten, verwendet.
DESCH14316A 1954-01-08 1954-01-08 Verfahren zur Herstellung von 4-Aminochromanen Expired DE954155C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DESCH14316A DE954155C (de) 1954-01-08 1954-01-08 Verfahren zur Herstellung von 4-Aminochromanen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DESCH14316A DE954155C (de) 1954-01-08 1954-01-08 Verfahren zur Herstellung von 4-Aminochromanen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE954155C true DE954155C (de) 1956-12-13

Family

ID=7427215

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DESCH14316A Expired DE954155C (de) 1954-01-08 1954-01-08 Verfahren zur Herstellung von 4-Aminochromanen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE954155C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US11084807B2 (en) 2016-08-18 2021-08-10 Vidac Pharama Ltd. Piperazine derivatives, pharmaceutical compositions and methods of use thereof

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US11084807B2 (en) 2016-08-18 2021-08-10 Vidac Pharama Ltd. Piperazine derivatives, pharmaceutical compositions and methods of use thereof
US12162868B2 (en) 2016-08-18 2024-12-10 Vidac Pharma Ltd.. Piperazine derivatives, pharmaceutical compositions and methods of use thereof

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1620450C3 (de) 1 - (2- Hydroxybenzyl) -2-piperazinomethylbenzimidazole, Verfahren zu ihrer Herstellung und diese enthaltende Arzneimittel
DE1194418B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Dihalogen-amino-benzylaminen oder deren Saeureadditionssalzen mit physiologisch vertraeglichen Saeuren
DE959191C (de) Verfahren zur Herstellung von 5-Amino-1, 2, 4-thiodiazolen
DE954155C (de) Verfahren zur Herstellung von 4-Aminochromanen
DE1802297C3 (de) Isopropylaminderivate und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE946058C (de) Verfahren zur Herstellung von 3-Aminoindanen
AT242150B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen, substituierten Dihydrochinoxalonen-(2) sowie von deren Salzen und quaternären Ammoniumverbindungen
DESC014316MA (de)
DE949947C (de) Verfahren zur Herstellung von basischen Bis-N-phenylurethanen
DE936571C (de) Verfahren zur Herstellung von 4-Aminochromanen
DE1078132B (de) Verfahren zur Herstellung substituierter Benzimidazole
DE865315C (de) Verfahren zur Herstellung von 3, 5-Dioxyphenylaethanolaminen
DE916055C (de) Verfahren zur Herstellung von Aminoverbindungen
AT251559B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Phenylisopropylaminen und deren Salzen
DE1018869B (de) Verfahren zur Herstellung von Aminoalkylpurinderivaten
DE1445648C (de) Homopiperazindenvate
DE1518652A1 (de) Verfahren zur Herstellung von pharmazeutisch wirksamen Derivaten des 2-Aminoindans
DE954599C (de) Verfahren zur Herstellung von Derivaten des 5-Amino-8-methyl-thiochromanons und -thiochromons
AT218518B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen alkylsubstituierten, basischen Tetralonderivaten
AT319960B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Pyridazinverbindungen
DE946540C (de) Verfahren zur Herstellung von alkylierten Dioxopiperidinen
AT209901B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen tertiären Aminen
DE1078122B (de) Verfahren zur Herstellung von 1-Cyclohexylaminoindanen und -aminohydrindanen
DE2355917A1 (de) Verfahren zur herstellung von hochreinem 1.3-bis-(beta-aethylhexyl)-5-amino- 5-methyl-hexahydropyrimidin
DE633983C (de) Verfahren zur Herstellung von Aminoalkoholen quaternaerer aromatisch-aliphatischer Ammoniumbasen