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Zangenartiges Werkzeug zur Vorbereitung des Trennens durch Sprungerzeugung
von angeritzten Glasplatten Die Erfindung bezieht sich auf ein zangenartiges Werkzeug
zur Vorbereitung des Trenneris durch Sprungerzeugung von angeritzten Glasplatten.
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Es sind zangenartige Werkzeuge bekanntgeworden, die zur Vorbereitung
des Trennens durch Sprungerzeugung von angeritzten Glasplatten dienen, bei welchen
die eine auf der Kerblinienseite liegende Backe des Werkzeuges ein Unterstützungselement
und die andere ein Druckelement aufweist. Es hat sich jedoch gezeigt, daB ein derartiges
Werkzeug nicht in jeder Beziehung die erhöhten Anforderungen an ein schnelles und
sicheres Arbeiten erfüllt. Aus welchem Grunde diese bekannten Werkzeuge die genannten
Forderungen eines schnellen und sicheren Arbeitens nicht erfüllten, sei im nachstehenden
näher erläutert.
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Wenn Flachglas, insbesondere für Fensterscheiben, Spiegel od. dgl.,
zurechtgeschnitten werden soll, ist es üblich, einen Glasschneider, insbesondere
einen Diamanten, zum Ritzen zu verwenden, der entlang eines Lineals geführt wird.
Dadurch wird ein flacher Ritz in das Glas- eingeschnitten, wobei dieser Ritz nur
eine geringe Tiefe hat"die geringer ist als die Dicke des Glases.
Dieser
Ritz stellt die Linie dar, entlang welcher die Festigkeit des Glases geringer geworden
ist als in den anderen Teilen. Sofern in richtiger Weise von Hand oder in anderer
Weise eine Kraft oder ein Druck auf das Glas in der Nähe dieses Ritzes ausgeübt
wird, hat das Glas das Bestreben, entlang dieses Ritzes. zu springen, wobei Sprünge
in anderer Richtung nicht verlaufen. Es bedarf jedoch einer mehr oder weniger großen
Geschicklichkeit, um mit Sicherheit zu erreichen, daß die Bruchstellen entlang dieser
geschwächten Linie im Glas stattfinden, wobei diese geschwächten Linien durch das
Einritzen hergestellt worden sind. Ein geschickter Handwerker erreicht einen sauberen
Bruch beim Trennen des Glases.
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Bevor das Trennen in der geschilderten Weise stattfinden kann, muß
der Glaser, wie der Fachausdruck heißt, den Ritz »öffnen«, was durch Erzeugung eines
Sprunges oder Spaltes längs des ursprünglich hergestellten Ritzes erfolgt. Falls
dieses- »Öffnen« nicht sorgfältig erfolgt, treten Risse und Sprünge im Glas auf,
die von der ursprünglichen Kerbe, die durch den Diamanten hergestellt ist, abweichen
und das Flachglas unbrauchbar machen.
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Zum besseren Verständnis der Erfindung sollen einige öfters auftretende
Erscheinungen geschildert werden, wenn Flachglas Spannungen unterworfen wird.
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Wenn flächenförmiges Material durch von Hand ausgeübte Kräfte einer
Biegung, einer Streckung über einen beschränkten Bereich ausgesetzt wird, treten
Spannungen in dem flächenförmigen Material auf. Das Material kann aber auch schon
Spannungen im Inneren aufweisen, die aus Ungleichmäßigkeiten während der Herstellung
des Flächenmaterials herrühren. Man kann auf der Oberfläche dieser flächenartigen
Gebilde Linien anzeichnen, längs denen, die Spannung die gleiche Richtung und den
gleichen Betrag aufweist. Diese Linien sollen im nachfolgenden als »Spannungslinien«
bezeichnet werden.
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Sobald die Spannungen im Material eine bestimmte Grenze erreichen,
stellen sich Sprünge im Material ein. Diese Sprünge folgen solchen Stellen im Material,
an denen die Bruchfestigkeit geringer ist als die Spannung an diesen Stellen. Bei
einem isotropen Material, wie bei Flachglas, folgen die Sprünge den Linien der Maximalspannung.
Wenn jedoch das Flachglas längs einer bestimmten Linie wesentlich geschwächt ist,
so ist die Wahrscheinlichkeit größer, daß die Spannung längs dieser Linie die Bruchfestigkeit
des Materials früher erreicht, als dies bei anderen Stellen des Flachglases der
Fall ist, so daß das Flachglas längs dieser geschwächten Linie springt. Falls die
ausgeübten Kräfte jedoch im Flachglas Spannungen hervorrufen, deren Spannungslinien
nicht parallel (vielmehr in der Richtung abweichend) zu jener Linie geschwächter
Festigkeit verlaufen, kann es eintreten, daß die Spannung längs einer solchen Linie
die Bruchfestigkeit an der geschwächten Linie wesentlich übersteigt. Falls die Differenz
zwischen der Spannung längs dieser nicht parallelen Linie und der Spannung längs
der geschwächten Linie größer ist als die Differenz zwischen der Bruchfestigkeit
längs dieser beiden Linien, springt das Flachglas nicht längs der geschwächten Linie,
sondern längs der Linie der maximalen Spannung.
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An diese erwähnten charakteristischen Eigenschaften muß man sich erinnern,
falls die Kräfteverhältnisse beurteilt werden sollen, die auf Flachglas zur Einwirkung
kommen, in welchem eine flache Kerbe durch einen Glasschneider eingeschnitten. worden
ist.
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Falls es erwünscht ist,- Flachglas längs einer geraden Linie zu trennen,
wird ein flacher Ritz in das Glas längs der gewünschten Linie eingeschnitten, und
es wird von Hand eine Kraft auf .das Glas in der Nachbarschaft dieses Ritzes ausgeübt,
beispielsweise durch Biegen, wodurch Spannungen ausgelöst werden, die die Bruchfestigkeit
längs der geschwächten Linie überschreiten, die durch die in das Glas eingearbeitete
Kerbe dargestellt wird. Auf diese Weise wird im Glas ein Sprung erzeugt, der vorzugsweise
dieser geschwächten Linie folgt, die längs der Kerbe verläuft. Falls die aufgewendete
Kraft ausreichend groß ist und die Spannungslinien, die aus dieser Kraft resultieren,
in der erforderlichen Richtung verlaufen, d. h. längs der Kerbe, ist es möglich,
den Sprung im Glas mit Sicherheit ausschließlich längs dieser Kerbe verlaufen zu
lassen, und sobald der Glaser erkennt, daß der Sprung richtig verläuft, kann er
eine geringe zusätzliche Kraft ausüben, damit das Glas längs der ganzen Kerbe von
einer Kante zur anderen springt, um so eine saubere Trennung der beiden Teile des
Glases längs der gewünschten Linie zu erreichen.
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Der hier beschriebene Vorgang, durch den ein Anfangssprung längs der
Kerbe erreicht wird, wird gewöhnlich als »Öffnen« des Ritzvorganges bezeichnet.
Bei dem weiteren »Öffnen« hat der Sprung das Bestreben, der Kerbe über seine ganze
Länge zu folgen. Es kann jedoch vorkommen, daß trotzdem die Kerbe vollständig geöffnet
worden ist, indem der Sprung von der einen zur anderen Glaskante verlaufen ist,
die beiden Teile doch noch mehr oder weniger fest zusammenhalten auf Grund der Adhäsionskraft
des Materials. Sofern die Kerbe längs einer mehr oder weniger geraden Linie erfolgt,
ist diese Adhäsionskraft sehr gering, so daß das »Öffnen« der Kerbe und das Trennen
der Teile in einem einzigen Arbeitsgang stattfinden kann.
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Handelt es sich jedoch um einen mehr oder weniger komplizierten Schnitt
in Form einer komplizierten Kurve, so ist es schwer und oftmals unmöglich, Spannungslinien
im Flachglas zu erhalten, die im wesentlichen in der gleichen Richtung längs der
Kerbe verlaufen. In solchen Fällen versucht der Fachmann, das »Öffnen« schrittweise
vorzunehmen, d. h. er ist bestrebt, zunächst einen Anfangssprung über eine kurze
Länge der Kurve zu erreichen. Alsdann bewegt er sich um eine kurze Entfernung außerhalb
dieses Sprunges längs
der Kerbe und wiederholt den Vorgang des »Öffnens«
der Kerbe durch einen weiteren Schritt, um so schrittweise längs der Kurve fortzuschreiten.
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Es sei erinnert, daß um die Stelle herum, an der der Sprung stattfindet,
ein Bereich hoher innerer Spannung im Flachglas vorhanden ist. Daher ist es relativ
leicht, ein weiteres »Öffnen« der kurvenförmigen Kerbe zu erreichen. Trotzdem muß
der Glaser sorgfältig vorgehen, damit nicht der Sprung außerhalb der Kerbe verläuft
und so ein unbrauchbares Gebilde erhalten wird. Durch Ausüben weiterer Kräfte in
der Nachbarschaft der Stelle, an welcher der Sprung stattfindet, wird der Sprung
längs der eingeritzten Kerbe so lange verlängert, bis er das weit entfernt liegende
Ende erreicht, oder bis er bei einer geschlossenen Kerbkurve den Anfangspunkt der
Kerbe erreicht hat; damit ist die Kerbe vollständig geöffnet. In diesen Fällen,
wo kurvenförmige Kerben zur Anwendung kommen, sind die Adhäsionskräfte des Glases
beachtlich, so daß die Trennung der beiden Teile des Flachglases längs der Kerblinie
von dem Vorgang des »Öffnens« der Kerblinie in getrennten Arbeitsgängen erfolgen
muß. Daher muß* der Vorgang des »Öffnens« der Kerblinie von dem Vorgang des Trennens
der Teile deutlich unterschieden werden, so daß tatsächlich zwei verschiedene Vorgänge
stattfinden, falls ein Trennen längs einer Kurvenlinie vorgenommen werden soll.
Andererseits sind beim »Öffnen« längs einer geraden Trennlinie die Adhäsionskräfte
zwischen den Teilen gering, so daß diese Teile sich leicht voneinander trennen lassen.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung werden diese geschilderten Nachteile
dadurch vermieden, daß bei einem zangenartigen Werkzeug das an der einen Backe angeordnete
Unterstützungselement in Form einer großflächigen Platte ausgebildet ist. Dadurch
wird erreicht, d-aß diese Platte im Bereich der angeritzten Linien praktisch möglichst
überall ebenflächig auf der Glasplatte aufliegt. Es ist zweckmäßig, auf der bei
der Handhabung des Gerätes der Glasplatte zugekehrten Seite der Werkzeugplatte mindestens
eine mit dem Verlauf der an der Glasplatte vorgesehenen Kerblinie in tYbereinstimmung
zu bringende Rinne vorzusehen. Werden mehrere derartige Rinnen an der Werkzeugplatte
angeordnet, ist es vorteilhaft, diese Rinnen sich in der großflächigen Platte rechtwinklig
kreuzen zu lassen. Die Platte wird zweckmäßig aus einem transparenten Material gefertigt,
das etwas weicher als die zu behandelnde Glasplatte ist.
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Das an der anderen Backe des Werkzeuges angeordnete Druckelement zum
Ausüben eines Druckes auf die der Kerblinie gegenüberliegende Seite der Glasplatte
wird zweckmäßig als drehbarer und einstellbarer Preßkopf ausgebildet, der Vorsprünge
aufweist, die den Rinnen der großflächigen Werkzeugplatte gegenüberliegen. Es ist
vorteilhaft, diese Vorsprünge am Preßkopf rippenförmig auszubilden. Man kann sie
auch dom- oder kuppelförmig gestalten oder so ausbilden, daß die Vorsprünge im Querschnitt
halbkreisförmig gestaltet sind. In besonderer Ausgestaltung des Erfindungsgedankens
wird das Ende der den Preßkopf tragenden Backe rohrförmig ausgebildet, so daß sie
in eine entsprechende zylindrische Aussparung des Preßkopfes eingreifen kann, wobei
in der Wandung der Backe unter Federdruck eine Sperrkugel gelagert ist, die zur
Arretierung des Preßkopfes in eine halbkugelförmige Aussparung des Preßkopfes eintritt.
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Zweckmäßig werden oberhalb der großflächigen Werkzeugplatte an den
Stellen der Rinnen. in, denoberen Backe entsprechend gestaltete Aussparungen vorgesehen.
In der die großflächige Platte tragenden Backe werden breite Aussparungen so angeordnet,
daß diese mit dem Verlauf der Rinnen der Platte übereinstimmen.
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Die Zeichnung stellt die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel dar.
Es zeigt Fig. i eine perspektivische Darstellung auf ein Werkzeug gemäß der Erfindung
für das »Öffnen« einer Glaskerbe bei einer Glasplatte, Fig. 2 eine Seitenansicht
des erfindungsgemäßen Werkzeuges in vergrößertem Maßstab, Fig. 3 eine Teilansicht
der oberen Backe des Werkzeuges und Fig.4 bis 7 Schnitte längs den Linien VI-VI
bis IX-IX der Fig. 2.
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Unter Bezugnahme auf die Fig. i bis 7 sei eirwähnt, daß das Werkzeug
7 nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung in der Hauptsache aus einem
oberen Hebel besteht, der mit dem Bezugszeichen ,8 versehen ist. Dieser obere Hebel
besteht vorzugsweise aus einem einzigen Blechmetallstück, das in U-Form zu einer
Rinne gebogen ist, deren Steg den Rücken des oberen., gerade ausgerichteten Teils
des Hebels bildet. Dieser Hebel 8 hat eine nach vorn gerichtete obere Backe 9 und
einen nach hinten sich erstreckenden Handgriff io. Die zwischen den Enden. dies
Hebels 8 vorhandenen Seitenflajaken weisen nach unten sich erstreckende Ansätze
i i auf, von denen aus Arme 12 sich nach vorn erstrecken, und zwar unterhalb der
oberen Backe 9 bis zu einem Punkt, der etwa in. der Mitte der oberen Backe liegt,
wodurch ein Spalt 13 gebildet wird, in welchen die Glasplatte i einschiebbar ist.
Zwischen den unteren Enden der Ansätze i i ist ein unterer Hebel 14. mittels eines
Zapfens 15 angelenkt, der in der Mitte zwischen den. beiden Enden, des Hebels liegt.
Dieser - untere Hebel 14 besteht ebenfalls aus einem Metallblechstreifen, der in
U-Ferm zu einer Rinne gebogen. ist, wohei das innere Endre bei 16 gegabelt ist,
um so zur Aufnahme einer Rolle 17 zu dienen., die drehbar auf einem Zapfen 18 gelagert
ist. Diese Rolle 17 greift am inneren. Ende eines weiteren. Hebels ig ein, der in
der Mitte schwenkbar zwischen den. vorderen Enden 12 der Arme i i mittels eines
Zapfens 2o gelagert ist. Auch dieser Hebel i9 besteht aus einem Streifen von Metallblech,
der über einen Teil seiner Länge, d. h. von seinem inneren. Ende bis ungefähr zu
dem Zapfen 2o, U-förmig- zu einer Rinne gebogen ist. Die Rolle 17 greift im Grunde
oder
am Steg dieses Hebels an. Derjenige Teil des Hebels, der sich vom, Zapfen, 2o aus
nach vorn. ist zu einem Zylinder geformt. Der Zweck dieser Formgebung soll weiter
unten näher beschrieben werden. Um den Zapfen 20 ist eine Feder 2-1 herumgelegt,
wobei das eine Ende am Zapfen 2o und das andere Ende an einer Öse 22 am Hebel i9
befestigt ist. Auf diese. Weise hält die Feder 21 den. Hebelhandgriff 14 und den
Hebel i9 in der Stellung der Fig. 4. Wenn das äußere Ende des Handgriffes 14 auf
den Handgriff io zu bewegt wird, wirkt die Rolle 17 auf das innere Ende des Hebels
i9 und verschwenkt ihn nach außen., wobei das zylindrische Ende gegen die obere
Backe g bewegt wird. Sobald der Druck auf die Handgriffe io und 14 aufhört, bewegt
die Feder die Teile in ihr,-Normalstellung entsprechend der Fig. 4 zurück. Um die,
Auswärtsbewegung der inneren Enden des unteren. Hebels 14 zu begrenzen, ist ein
Anschlag geeigneter Form, beispielsweise als Zapfen, 23, vorgesehen, der zwischen
den Teilen i i des oberen Hebels io angeordnet ist.
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Das äußere, zylindrische Ende des Hebels ig ist mit einem Würfel-
oder kubusförmigen. Preßkopf 24 versehen, der konzentrisch drehbar am zylindrischen.
Ende befestigt ist, und, zwar um eine Achse, die parallel ist zur Haupt- oder Längsachse
des Werkzeuges, wie dies aus Fig. 4 erkennbar ist. Auf diese Weise können vier der
Flächen. dieses Preßkopfes, die parallel zu derAchse des Hebels i9 liegen, abwechselnd,
so gedreht werden, daß die betreffends3 Fläche gegenüber der Unterseite der oberen
Backe g liegt und, so in eine Stellung gelangt, in der sie mit der oben Backe funktionell
zusammenwirken kann. Der Preßkopf weist Einrichtungen. auf, die es gestatten, ihn
in jeder der vier Stellungen zu blockieren, was im- einzelnen weiter unten, näher
erläutert werden soll. Der Preßkopf 24 besteht aus einem relativ harten. Material
und stellt die zweite Backe des Werkzeuges dar. jede der vier Flächen des Preßkopfes
kann. in eine Stellung verschwenkt werden, in welcher die betreffende Fläche mit
der oberen. Backeg zusammenwirken kann. Der Preßkopf weist Vorsprünge 25, 26 und.
27 auf. DieVorsprünge 25, 26 haben rippenförmige Gestalt, während der Vorsprung
27 die Form eines Domes, einer Kuppel oder einer Halbkugel hat, die im Mittelpunkt
der betreffenden Fläche des Preßkopfes liegt. Es sind zwei rippenförmige Vorsprünge
25 vorhanden, die im rechten Winkel zur Hauptachse des Werkzeuges verlaufen, wie
dies Fig. 4 zeigt. Der dritte rippenförmige Vorsprung 26 verläuft dagegen parallel
zur Hauptachse des Werkzeuges, wie in der Fig.4 gestrichelt angedeutet.
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Die Gestaltung der verschiedenen Preßv orsprünge ist nur beispielsweise
näher geschildert, es sind jedoch. beliebige Abänderungen möglich.
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Die Unterseite der oberen Backe g ist mit einer Platte 28 versehen.,
in, welcher Rinnen 29, 30 vorgesehen sind, die auf der Seite liegen, die
dem Preßkopf 24 zugewendet ist und die geeignet sind, mit den Vorsprüngen 25, 26
oder 27 zusammenzuwirken. Diese Rinnen, welche geschwächte Linien oder Bereiche;
an der oberen Platte; der Backe darstellen, sind entsprechend dem Muster angeordnet,
wie es der Anordnung der Vorsprünge 25, 26 und 27 am Preßkopf entspricht. Daher
verläuft in der Stellung, wie sie die Fig. 4 darstellt, von. den Rinnen; 29 und
3o die Rinne 29 quer zur Hauptachse des Werkzeuges. Diese Rinne ist daher geeignet,
mit dem Vorsprung 25 zusammenzuwirken. Durch Drehen des Preßkopfes 24 im Uhrzeigexsinn.
über einen Winkel von 9o° wird der rippenförmige Vorsprung 26 in eine Stellung gebracht,
in welcher er mit der Rinne 30 zusammenwirkt, die parallel zur Hauptachse
des Werkzeuges. verläuft. Der nächste rippenförmige Vorsprung 25 ist so angeordnet,
daß er ebenfalls geeignet ist, mit der Querrinne2g zusammenzuwirken. Der domförmige
Fortsatz 27 greift an der Kreuzungsstelle zwischen der Querrinne 29 und der Längsrinne
30 ein. Die Platte28 ist an den auswärts gerichteten Flanschen 31 der Backe
g mittels Schrauben. 31 oder in ähnlicher Weise befestigt, so daß diese Platte durch
eine andere ersetzt werden kann, die ein anderes Muster von Rinnen. aufweist. Die
unteres Seite der oberen Backe ist mit einer Aussparung 33¢ versehen, die im Bereich
der Querrinne 29 der Platte 28 liegt. Für das einwandfreie Wirken. des Werkzeuges
ist es unwesentlich, ob die! Rinnen2g, 30 gegenüber dem Preßkopf 24 oder gegenüber
der oberen Backe g liegen. Im letzteren. Fall wird die:-jen.ige Seite der Platte28,
'die dem Preßkopf gegenüberliegt, glattgeschliffen.
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Die, Platte 28 wird vorzugsweise aus einem durchscheinenden Kunststoff
hergestellt, beispielsweise aus einem Kunststoff, der unter der Warenbezeichnung
»Perspex« im Handel bekannt ist. Die Platte kann eine bestimmte Dicke haben und
sie kann durch eine andere Platte von abweichender Dicke ersetzt werden, wobei diese
Platte der Dicke der Glasplatte entspricht, die zertrennt werden, soll und auch
sonst den charakteristischen Merkmalen der zu trennenden Platte entspricht.
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Der Preßkopf 24 wird vorzugsweise aus einem thermoplastischen Kunststoff
gefertigt. Das Material soll nicht zu hart sein,, jedoch. eine ausreichende Festigkeit
aufweisen.. Es ist andererseits wichtig, ein geeignetes Material auszuwählen, um
so ein Werkzeug optimaler Arbeitseigenschaften zu bekommen. Es ist erforderlich,
den Preßkopf so auszugestalten, daß er durch einen anderen. ausgewechselt werden.
kann, der mit- anders angeordneten Vorsprüngen versehen. ist: Sofern Flachglas mit
einer Kerblinie :2 benutzt wird, wird dieses Glas in des- Lücke 13 zwischen der-Platte
28 und, dem Preßkopf 24 sa angeordnet, daß die Kerblinie :2 der Rinne 29 folgt,
wie dieses in Fig. 4 dargestellt ist. -Im nachfolgendien soll die Wirkungsweise
der Einrichtung im einzelnen geschildert werden.
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Wie aus Fig. 6 erkennbar ist, hat der Preßkopf 24 eine, mittlere Bohrung,
die Ringaussparungen 33 in einer Ebene aufweist, die quer zur Achse dieser Bohrung
verläuft. Von dieser Bohrung wird das
zylindrische Ende des Hebels
ig aufgenommen. Die genannten Ringaussparungen1 33 weisen weitere, halbkugelförmige
Aussparungen 34 auf, von denen jede an diämetral gegenüberliegenden Stellen der
Aussparungen 33 angeordnet $.ind. Eine Kugel 35 ist nachgiebig am zylindrischen
Ende des Hebels ig gelagert und geeignet, irr eine dieser Aussparungen: einzugreifen
und so den Preßkopf 24 in der jeweiligen Stellung zu arretieren, nachdem der Kopf
in. die beteffende Stellung gedreht worden ist. Die Kugel steht unter der Wirkung
einer Feder 36, deren Federkraft durch eine nicht dargestellte Einrichtung einstellbar
ist. Diese Einrichtung dient fernerhin dazu, um die Sperrung durch die Kugel wieder'aufzuheben
und. den Preßkopf vom Hebel ig abnehmen. zu können. Diese geschilderte Einrichtung
wird gewöhnlich ' als. »Kugelsperre« bezeichnet.
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Die beschriebene Einrichtung wirkt folgendermaßen: Die Backen des
Werkzeuges werden. über die Flachglasscheibe i geschoben, wie dies in Fig. 3 und
4 dargestellt ist, wobei die Platte 28 sich gegen diejenige Seite der Glasplatte
legt, auf welcher die Kerblinie eingeschnitten ist und wobei eine der Rinnen,, beispielsweise
die Rinne 2g, unmittelbar oberhalb und längs der Kerblinie 2 verläuft. Der Preßkopf
24 wird in eine solche Stellung verschwenkt, daß der geeignete Vorsprung, im vorliegenden
Beispiel der Vorsprang 25, gerade unterhalb der Kerblinie verläuft. Nunmehr wird
von Hand ein Druck von geeigneter Stärke auf die Handgriffe io und 14 ausgeübt.
Dieser Druck wird. infolge des Zusammenwirkens zwischen. der Rinne 2g, der Platte
28 und dem Vorsprung 25 am Preßkop.f 24 auf die gegenüberliegende Seite der Flachglasplatte
i übertragen, wodurch ein Spannungsfeld auf die Glasplatte ausgeübt. wird, dessen
Spannungslinien. konzentrisch sowohl um die Kerblinie 2 als auch um die Rinne 29
und den. Vorsprung 25 verlaufen. Wenn der so auf die Glasplatte ausgeübte Druck
ausreichend groß geworden ist, wie dies im einzelnen bereits beschrieben worden
war, ertönt im Glas ein krachendes Geräusch, was darauf hindeutet, daß ein Sprung
entstanden ist, der über eine bestimmte Entfernung längs der Kerblinie 2 . verläuft,
d. h. dieser Sprung verläuft parallel zu den Spannungslinien, ohne daß ein vollständiges
Springen: längs der Kerblinie eintritt, so daß auch noch nicht eine vollständige
Trennung des Glasstreifens 3 vom, übrigen Teil i d'er Glasplatte eintritt. Sofern
der Glasstreifen 3 nicht zu lang ist, genügt es, den. Druck, der durch die Handgriffe
io und 14 ausgeübt wird, um ein Geringes zu steigern, damit nach dem anfänglichen
Öffnungsvorgang die Glasplatte vollständig springt, und zwar über die gesamte Länge
der Rinne. Sofern der Glasstreifen 3 verhältnismäßig lang ist, muB der Öffnungsvorgang
schrittweise fortgesetzt werden, bis der Öffnungsvorgang sich über die gesamte Länge
der Kerblinie erstreckt hat und so der Glasstreifen 3 vollständig von dem übrigen
Teil der Glasplatte getrennt ist, wobei eine glatte, gleichmäßig verlaufende Bruchlinie
entsteht. Bei dem gezeigten Beispiel werden die Querringe 2g einem Quervorsprung
25 zugeordnet. Man kann jedoch durch Drehen des Preßkopfes 24 im Uhrzeigersinn aus
der Stellung der Fig. 4 den in Längsrichtung verlaufendem, Vorsprung in die Wirkungsstellung
varschwenken, in der dieser Vorsprung mit der Längsrinne 3o an der Platte 28 zusammenwirkt.
Auch bei diesem Beispiel wird das Werkzeug in der bereits geschilderten. Weise benutzt.
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Falls die Kerblinie :2 einer mehr oder weniger komplizierten
Kurve entspricht, ist es vorteilhaft, sowohl die längs und quer verlaufenden Rinnen
und Vorsprünge als auch den kuppelförmigen Vorsprung 27 zu verwenden, um so schrittweise
längs der Kerblinie vorzugehen. Aus diesem. Grunde kann, es zweckmäßig sein, eine
Platte und einen Preßkopf zu verwenden., die gebogene Rinnen bzw. gebogene Fortsätze
haben.
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Anstatt eine gleitende Verbindung zwischen dem Handgriff 14 und dem
ihm zugeordneten Hebel ig vorzusehen, wie dies in der Zeichnung dargestellt ist,
kann auch eine andere geeignete Verbindung benutzt werden, so beispielsweise eine
Hebelverbindung. Es ist jedoch zweckmäßig, eine Verbindung vorzusehen, die einen.
Maximaldruck zu übertragen gestattet, so daß eine Maximalspannung auf die Glasplatte
ausgeübt werden kann, unter gleichzeitiger Aufbietung eines Minimums an manuellem
Kraftaufwand zur Betätigung der Handgriffe io und 14. Das bisher beschriebene und
in der Zeichnung dargestellte Hebelsystem erfüllt aber diese Bedingungen, vollständig.
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Während bisher eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung dargestellt
und beschrieben: worden ist, sei besonders erwähnt, daß verschiedene Änderungen
in den Einzelheiten der Konstruktion und in der Art und Weise derAnordnung der Teile
vorgenommen werden kann, ohne daß auf , diese Weise von dem Wesen der Erfindung,
wie es in den beigefügten Ansprüchen enthalten ist, abgewichen wird.