DE954391C - Entwicklersubstanzen enthaltende Halogensilberschichten - Google Patents
Entwicklersubstanzen enthaltende HalogensilberschichtenInfo
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-
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Description
Um eine schnelle Verarbeitung photographischer Schichten durchzuführen, setzt man den Halogensilberschichten
vielfach die Entwicklersubstanzen direkt zu. Solche Schichten eignen sich z. B.' besonders
gut für die Verarbeitung mit Bädern, welche gleichzeitig als Entwickler und Fixierbad
dienen, da nur so die notwendige Konstanz der Entwicklungsbedingungen erreicht wird. Verwendet
man nun als Entwicklersubstanzen Stoffe, die wie z. B. Hydrochinon p-Methylaminophenol
in Wasser leicht löslich sind, so diffundieren diese bei der Verarbeitung mehr oder minder rasch in
das Verarbeitungsbad und verringern dadurch die Konzentration in der Schicht.
Weiterhin läßt es sich bei Verwendung dieser Entwicklersubstanzen nicht vermeiden, daß diese
mit der Zeit ,in das als Schichtträger benutzte Papier diffundieren, so daß in der belichteten
Schicht eine Verknappung an Entwicklersubstanz eintritt. Um diesen Übelstand zu beschränken, ist
man gezwungen, den photographischen Schichten einen verhältnismäßig großen Überschuß an Entwicklersubstanzen
zuzugeben, was aber wiederum den Nachteil mit sich bringt, daß sich solche Schichten beim Lagern mehr oder weniger stark
verfärben.
Es wurde nun gefunden, daß man diese Schwierigkeiten vermeiden kann, wenn man als
Entwicklersubstanzen Phenolderivate verwendet, die im Phenolkern als Substituenten Cyclohexylreste
bzw. einfache oder verzweigte höhere Alkylreste enthalten. Solche Entwicklersubstanzen sind
beispielsweise Derivate der Di- oder Trioxybenzole oder Aminophenole. Verbindungen dieser Art sind
beispielsweise i, 2 -Dioxy- 3 -cyclohexylbenzol,
i^-Dioxy^-cyclohexylbenzol, i,4-Dioxy-2-tertiärbutylbenzol
und 1, 4-Dioxy-2-dodecylbenzol. Werden diese Entwicklersubstanzen photographischen
Schichten zugesetzt, die als Bindemittel Gelatine oder Kunststoffe, wie Polyvinylalkohol,
enthalten, so lassen sie sich aus der Schicht nur schwer herauslösen. Ein besonderer Vorteil des
Verfahrens liegt ferner darin, daß auch die bei der Reduktion der belichteten Silbersalze entstehenden
Oxydationsprodukte des Entwicklers in der Schicht verbleiben, so daß eine Verfärbung des Entwicklerbades
vermieden werden kann. Da die in der Schicht verbleibenden Oxydationsprodukte nur an
den Stellen des Silberbildes vorliegen, stören sie nicht, sondern tragen vielmehr zur Verstärkung
desselben bei. Weiterhin wird durch die Verwendung dieser nicht diffundierenden Entwickler die
Haltbarkeit der Schichten beim Lagern wesentlich verbessert. Da ferner die Entwicklersubstanzen
schwer aus den Schichten herausdiffundieren, so kann die Dosierung besser und sicherer durchgeführt
werden, und die Menge des in den Schichten vorhandenen Entwicklers bleibt auch bei längerem
Lagern unverändert.
Die Entwicklereigenschaften dieser schwer diffundierenden Substanzen sind zum Teil besser als
die der entsprechenden nicht substituierten Verbindüngen.
So wird beispielsweise die Gelatine an den belichteten -Stellen durch 1, 2-Dioxy-3-cyclohexylbenzol
stärker gehärtet als durch Brenzkatechin, so daß man es beispielsweise für Schichten,
die man bei Verwendung für ein Druckverfahren härtend entwickeln möchte, mit Vorteil benutzen
kann.
Man kann die Substanzen, sofern sie genügend
in Alkali löslich sind, auch als wäßrige Entwickler verwenden, zweckmäßig allerdings nur in Kom-
*5 bination mit anderen Entwicklersubstanzen, da sie
meist zu langsam in die Schichten eindringen.
DieseEntwicklersubstanzen eignen sich, besonders
für Schichten, die nach dem. Prinzip des Silbersalzdiffusionsverfahren
verarbeitet werden. Auch hier besteht der besondere Vorteil darin, daß sie verhältnismäßig schwer aus der Schicht herausdiffundieren,
so daß die Entwickler sich nicht in der Lösung anreichern und daher diese beim Gebrauch
nicht verfärben. Auch können die Oxydationsprodukte nicht in das Positiv gelangen und
hier zu einer Verfärbung Anlaß geben.
Es ist aus der USA.-Patentschrift 2614927
bekannt, zur Herstellung von photographischen Bildern Halogensilberetnulsionsschichten zu verwenden,
die Dioxydiphenyle als Entwicklersubstanzen enthalten. Gegenüber diesem bekannten
Verfahren soll bei dem vorliegenden Verfahren eine
Verfärbung des Entwicklerbades durch die entstehenden Oxydationsprodukte des Entwicklers dadurch
vermieden werden, daß diese nicht aus der Schicht diffundieren. Ferner wird eine Diffusion
der Entwicklersubstanzen in den Papierschichtträger verhindert, so daß keine Verfärbung eintreten
kann.
Man setzt einer üblichen Halogensilberemulsion pro Liter 15 g i^-Dioxy-s-cyclohexylbenzol zu, und
zwar gelöst in einer Mischung Wasser — Alkohol (1:1). Diese Schichten lassen sich nach Belichtung
in einer verdünnten (2 °/o) Natronlauge entwickeln, der man gegebenenfalls geringe Mengen Natriumsulfit
zusetzt. Die unbelichteten Teile kann man nachher mit warmem Wasser weglösen, während die
belichteten Stellen als Relief stehenbleiben. Um derartige Schichten genügend lagerfähig zu machen,
setzt man ihnen außer etwas Säure noch klar haltende Mittel zu, wie z. B. Benzotriazol oder
Mercaptobenzthiazol. Um eine Oxydation des Entwicklers in der Schicht zu vermeiden, ist es zweckmäßig,
der Schicht noch etwas Bisulfit zuzusetzen, wobei sich vor allem die Verbindungen des Bisulfits
mit Aldehyden oder Ketonen eignen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:Entwicklersubstanzen enthaltende Halogensilberemulsionsschichten, die in alkalischen Bädern entwickelbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß sie Phenolderivate enthalten, die im Phenolkern mit Cyclohexylresten oder einfachen bzw. verzweigten höheren Alkylresten substituiert sind.In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 874 704, 887 908; USA.-Patentschrift Nr. 2 614 927.θ 609530/396 6.56 (609 705 12.56)
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA18140A DE954391C (de) | 1953-06-05 | 1953-06-06 | Entwicklersubstanzen enthaltende Halogensilberschichten |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE329758X | 1953-06-05 | ||
| DEA18140A DE954391C (de) | 1953-06-05 | 1953-06-06 | Entwicklersubstanzen enthaltende Halogensilberschichten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE954391C true DE954391C (de) | 1956-12-13 |
Family
ID=25807364
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA18140A Expired DE954391C (de) | 1953-06-05 | 1953-06-06 | Entwicklersubstanzen enthaltende Halogensilberschichten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE954391C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1025264B (de) * | 1956-07-25 | 1958-02-27 | Gevaert Photo Prod Nv | Verfahren zur Herstellung eines entwicklerhaltigen photographischen Materials |
| DE1111936B (de) * | 1957-08-26 | 1961-07-27 | Polaroid Corp | Verfahren zur Herstellung ein- und mehrfarbiger UEbertragungsbilder nach dem Diffusionsuebertragungsverfahren |
| DE1182065B (de) * | 1962-06-27 | 1964-11-19 | Gevaert Photo Prod Nv | Verfahren zur Herstellung eines UEbertragungs-bildes nach dem Silberkomplexdiffusions-uebertragungsverfahren |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2614927A (en) * | 1949-06-01 | 1952-10-21 | Eastman Kodak Co | Rapid processing of photographic materials |
| DE874704C (de) * | 1947-11-04 | 1953-04-27 | Eastman Kodak Co | Lichtempfindliche Schicht fuer Zeichenleinwand |
| DE887908C (de) * | 1941-06-12 | 1953-08-27 | Siemens Ag | Fuer Schnellentwicklung geeignete photographische Schicht sowie Verfahren und Vorrichtung zu ihrer Entwicklung |
-
1953
- 1953-06-06 DE DEA18140A patent/DE954391C/de not_active Expired
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE887908C (de) * | 1941-06-12 | 1953-08-27 | Siemens Ag | Fuer Schnellentwicklung geeignete photographische Schicht sowie Verfahren und Vorrichtung zu ihrer Entwicklung |
| DE874704C (de) * | 1947-11-04 | 1953-04-27 | Eastman Kodak Co | Lichtempfindliche Schicht fuer Zeichenleinwand |
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