DE954391C - Entwicklersubstanzen enthaltende Halogensilberschichten - Google Patents

Entwicklersubstanzen enthaltende Halogensilberschichten

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DE954391C
DE954391C DEA18140A DEA0018140A DE954391C DE 954391 C DE954391 C DE 954391C DE A18140 A DEA18140 A DE A18140A DE A0018140 A DEA0018140 A DE A0018140A DE 954391 C DE954391 C DE 954391C
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DEA18140A
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English (en)
Inventor
Dr Ernst Herdieckerhoff
Dr Ilse-Doerte Meyer
Dr Edith Weyde
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Agfa Gevaert NV
Original Assignee
Agfa AG
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Publication date
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C8/00Diffusion transfer processes or agents therefor; Photosensitive materials for such processes
    • G03C8/02Photosensitive materials characterised by the image-forming section
    • G03C8/04Photosensitive materials characterised by the image-forming section the substances transferred by diffusion consisting of inorganic or organo-metallic compounds derived from photosensitive noble metals
    • G03C8/06Silver salt diffusion transfer

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Silver Salt Photography Or Processing Solution Therefor (AREA)

Description

Um eine schnelle Verarbeitung photographischer Schichten durchzuführen, setzt man den Halogensilberschichten vielfach die Entwicklersubstanzen direkt zu. Solche Schichten eignen sich z. B.' besonders gut für die Verarbeitung mit Bädern, welche gleichzeitig als Entwickler und Fixierbad dienen, da nur so die notwendige Konstanz der Entwicklungsbedingungen erreicht wird. Verwendet man nun als Entwicklersubstanzen Stoffe, die wie z. B. Hydrochinon p-Methylaminophenol in Wasser leicht löslich sind, so diffundieren diese bei der Verarbeitung mehr oder minder rasch in das Verarbeitungsbad und verringern dadurch die Konzentration in der Schicht.
Weiterhin läßt es sich bei Verwendung dieser Entwicklersubstanzen nicht vermeiden, daß diese mit der Zeit ,in das als Schichtträger benutzte Papier diffundieren, so daß in der belichteten Schicht eine Verknappung an Entwicklersubstanz eintritt. Um diesen Übelstand zu beschränken, ist man gezwungen, den photographischen Schichten einen verhältnismäßig großen Überschuß an Entwicklersubstanzen zuzugeben, was aber wiederum den Nachteil mit sich bringt, daß sich solche Schichten beim Lagern mehr oder weniger stark verfärben.
Es wurde nun gefunden, daß man diese Schwierigkeiten vermeiden kann, wenn man als
Entwicklersubstanzen Phenolderivate verwendet, die im Phenolkern als Substituenten Cyclohexylreste bzw. einfache oder verzweigte höhere Alkylreste enthalten. Solche Entwicklersubstanzen sind beispielsweise Derivate der Di- oder Trioxybenzole oder Aminophenole. Verbindungen dieser Art sind beispielsweise i, 2 -Dioxy- 3 -cyclohexylbenzol, i^-Dioxy^-cyclohexylbenzol, i,4-Dioxy-2-tertiärbutylbenzol und 1, 4-Dioxy-2-dodecylbenzol. Werden diese Entwicklersubstanzen photographischen Schichten zugesetzt, die als Bindemittel Gelatine oder Kunststoffe, wie Polyvinylalkohol, enthalten, so lassen sie sich aus der Schicht nur schwer herauslösen. Ein besonderer Vorteil des Verfahrens liegt ferner darin, daß auch die bei der Reduktion der belichteten Silbersalze entstehenden Oxydationsprodukte des Entwicklers in der Schicht verbleiben, so daß eine Verfärbung des Entwicklerbades vermieden werden kann. Da die in der Schicht verbleibenden Oxydationsprodukte nur an den Stellen des Silberbildes vorliegen, stören sie nicht, sondern tragen vielmehr zur Verstärkung desselben bei. Weiterhin wird durch die Verwendung dieser nicht diffundierenden Entwickler die Haltbarkeit der Schichten beim Lagern wesentlich verbessert. Da ferner die Entwicklersubstanzen schwer aus den Schichten herausdiffundieren, so kann die Dosierung besser und sicherer durchgeführt werden, und die Menge des in den Schichten vorhandenen Entwicklers bleibt auch bei längerem Lagern unverändert.
Die Entwicklereigenschaften dieser schwer diffundierenden Substanzen sind zum Teil besser als die der entsprechenden nicht substituierten Verbindüngen. So wird beispielsweise die Gelatine an den belichteten -Stellen durch 1, 2-Dioxy-3-cyclohexylbenzol stärker gehärtet als durch Brenzkatechin, so daß man es beispielsweise für Schichten, die man bei Verwendung für ein Druckverfahren härtend entwickeln möchte, mit Vorteil benutzen kann.
Man kann die Substanzen, sofern sie genügend
in Alkali löslich sind, auch als wäßrige Entwickler verwenden, zweckmäßig allerdings nur in Kom-
*5 bination mit anderen Entwicklersubstanzen, da sie meist zu langsam in die Schichten eindringen.
DieseEntwicklersubstanzen eignen sich, besonders für Schichten, die nach dem. Prinzip des Silbersalzdiffusionsverfahren verarbeitet werden. Auch hier besteht der besondere Vorteil darin, daß sie verhältnismäßig schwer aus der Schicht herausdiffundieren, so daß die Entwickler sich nicht in der Lösung anreichern und daher diese beim Gebrauch nicht verfärben. Auch können die Oxydationsprodukte nicht in das Positiv gelangen und hier zu einer Verfärbung Anlaß geben.
Es ist aus der USA.-Patentschrift 2614927 bekannt, zur Herstellung von photographischen Bildern Halogensilberetnulsionsschichten zu verwenden, die Dioxydiphenyle als Entwicklersubstanzen enthalten. Gegenüber diesem bekannten Verfahren soll bei dem vorliegenden Verfahren eine Verfärbung des Entwicklerbades durch die entstehenden Oxydationsprodukte des Entwicklers dadurch vermieden werden, daß diese nicht aus der Schicht diffundieren. Ferner wird eine Diffusion der Entwicklersubstanzen in den Papierschichtträger verhindert, so daß keine Verfärbung eintreten kann.
Beispiel
Man setzt einer üblichen Halogensilberemulsion pro Liter 15 g i^-Dioxy-s-cyclohexylbenzol zu, und zwar gelöst in einer Mischung Wasser — Alkohol (1:1). Diese Schichten lassen sich nach Belichtung in einer verdünnten (2 °/o) Natronlauge entwickeln, der man gegebenenfalls geringe Mengen Natriumsulfit zusetzt. Die unbelichteten Teile kann man nachher mit warmem Wasser weglösen, während die belichteten Stellen als Relief stehenbleiben. Um derartige Schichten genügend lagerfähig zu machen, setzt man ihnen außer etwas Säure noch klar haltende Mittel zu, wie z. B. Benzotriazol oder Mercaptobenzthiazol. Um eine Oxydation des Entwicklers in der Schicht zu vermeiden, ist es zweckmäßig, der Schicht noch etwas Bisulfit zuzusetzen, wobei sich vor allem die Verbindungen des Bisulfits mit Aldehyden oder Ketonen eignen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    Entwicklersubstanzen enthaltende Halogensilberemulsionsschichten, die in alkalischen Bädern entwickelbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß sie Phenolderivate enthalten, die im Phenolkern mit Cyclohexylresten oder einfachen bzw. verzweigten höheren Alkylresten substituiert sind.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 874 704, 887 908; USA.-Patentschrift Nr. 2 614 927.
    θ 609530/396 6.56 (609 705 12.56)
DEA18140A 1953-06-05 1953-06-06 Entwicklersubstanzen enthaltende Halogensilberschichten Expired DE954391C (de)

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