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Luftschutzdeckung aus Betonelementen Im Kriege wurden Luftschutzdeckungen
in Form von Schutzwänden erstellt, um Objekte, wie Hallenbauten und im Freien stehende
technische Anlagen, gegen seitliche Splitterwirkung und Explosionsstöße von Bomben
abzuschirmen. Sie bestanden vorwiegend aus massivem Mauer- oder Betonwerk, verstapelten
Formsteinen, dreieckförmigen dicht aneinandergesetzten Betonböcken und Faschinenwänden.
Ihre Bauhöhe war jedoch begrenzt, einerseits wegen ihres geringen Stehvermögens
bei Explosionsstößen, anderseits,. insbesondere bei Betonböcken, wegen ihrer verhältnismäßig
großen Eigenlast.
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Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, Objekte bis
zu großen Höhen durch ständsichere Schutzanordnungen leicht und schnell abzuschirmen
und darüber hinaus die Möglichkeit zu schaffen, bei Beschädigungen die Wiederinstandsetzungsarbeiten
auf ein Mindestmaß zu beschränken.
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Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß die Luftschutzdeckung,
insbesondere in Form einer frei sitehenden Lufts.chutzwand, aus Betonelementen gebildet
ist, die aus an einem Stahlgerüst befestigten Fertigplatten bestehen und die Traggerüste
flächenförmig abdecken. Vorzugsweise sind die Platten leicht auswechselbar angebracht.
Hierfür sind Schraubenverbindungen zu empfehlen. Die Betonplatten sind zweckmäßigerweise
an ihren Auflageenden mit Bohrungen versehen,
durch die die Schrauben
geführt sind. Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Schraubenköpfe hakenförmig
ausgebildet sind und über entsprechende Flansche von Gliedern des Stahlgerüstes
greifen. Die Betonplatten decken zugleich die Traggerüste ab, um diese gegen direkte
Splittertreffer zu schützen. Bei Schraubverbindungen für sämtliche Elemente lassen
sich beschädigte Beton- und Gerüstelemente bequem auswechseln.
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Weiterhin ist erfindungsgemäß vorgesehen, die flächenförmig verlegten
Betonplatten mindestens zweischalig und dabei einen Hohlraum bildend abgesetzt zueinander
anzuordnen. Die abgesetzte Anordnung kann durch Stahlprofilstege erreicht werden,
wobei die Platten zweckmäßig wiederum durch Schrauben gegenseitig und auswechselbar
verbunden sind. Die abgesetzte Anordnung bewirkt, daß Bombensplitter aus der ersten
Plattenlage, die den Splittern ein amboßartiges Widerlager bietet, einen kegelstumpfartigen
Pfropfen entsprechend ihrer Größe ausstanzen. Die Splitter, an denen die Pfropfen
haftenbleiben, werden mit diesen gegen die zweite Plattenlage geschleudert. Dabei
wirkt der Pfropfen als Anschlagpolster. Dem Splitter wird somit ein doppelter Plattenquerschnitt,
gebildet aus Pfropfen.und Zweitplatte, entgegengesetzt. Der Pfropfen, der als Kegelstumpf
mit seiner Grundfläche auf die Zweitplatte aufschlägt, vermindert durch diese vergrößerte
Aufschlagfläche die Durchschlagskraft des Splitters. Bei diesem Aufschlag wird der
Pfropfen als Trümmerstück von dem Splitter zerspalten, wodurch bei diesem seine
restliche Durchschlagskraft aufgezehrt wird, so daß bei Splittern üblicher Größe
die zweite Plattenlage nicht durchschlagen wird. Die Durchschlagskraft von übergroßen
Splittern wird durch derartige Plattenanordnungen zumindest so weit geschwächt,
daß an den zu schützenden Objekten Beschädigungen auf ein Mindestmaß beschränkt
werden.
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Derartige ein- und mehrwandige Schutzwände lassen sich entsprechend
ihrer Zweckbestimmung in verschiedenen Ausführungsarten erstellen, wobei die Wandungen
senkrecht, schräg, aber auch waagerecht angeordnet sein können. In waagerechter
Lage angeordnet dienen sie als Schutzdecke.
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So wird, um die Standfestigkeit derartiger LuftschwtzdeckungengegenBombennahtreffer
zuerhöhen, erfindungsgemäß vorgeschlagen, deren Wandungen schräg, vorzugsweise steildachförmig
zu erstellen. Schrägliegende Wandungen lassen einerseits Explosionsstöße leichter
abgleiten und bieten eine günstigere Abwehrfläche gegen Splitter, anderseits wird,
insbesondere bei der Steildachform, eine besonders günstige Standfestigkeit in einfacher
Weise durch eine entsprechende Ballastauffüllung innerhalb der Wandungen erreicht.
Schutzwände, beispielsweise die Anordnung in Steildachform, lassen sich auch ohne
Schwierigkeiten auf ein Fahrgestell montieren, um bei Gefahr verkehrswichtige Durchgänge,
insbesondere Toröffnungen an Hallenbauten, schnellstens splittersicher abzuschirmen.
Am oberen Rand, vorzugsweise bei einseitig schräg angeordneten Luftschutzwänden
und bei großen Höhen, können erfindungsgemäß federnde Widerlager eingebaut werden,
die den Luftstoß elastisch abfangen, um die Beanspruchung an der Erdverankerung
zu mindern. Am unteren Rand sind die Luftschutzwände in diesem Fall mit dem Stahlgerüst
gelenkig verbunden.
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Luftschutzdeckungen gemäß der Erfindung haben gegenüber den bekannten
Ausführungen technische und wirtschaftliche Vorteile. Ihr Kostenaufwand ist gegenüber
einer massiven Bauweise wesentlich geringer. Ihr Aufbau läßt sich bis zu großen
Höhen und in Kürze erstellen. Ihre Einzelelemente können bis zum Zeitpunkt der akuten
Gefahr in Bereitschaft lagern. Beschädigungen sind an ihr gering, da die Stoßfugen,
die das Plattensystem enthält, keine Gesamtausdehnungen zulassen und Kraftübertragungen
unterbrechen. Zerstörte Einzelelemente kann man ohne Aufbereitung von Vormaterial
und ohne Fachkräfte schnellstens auswechseln. Unbeschädigte Betonplatten und Gerüstprofile
lassen sich nach Aufhebung der Luftschutzmaßnahmen fast restlos für andere Bauzwecke,
beispielsweise Betonplatten für Mauerwände, Trennwände, Decken, Dacheindeckungen,
verwenden. Auch lassen sich Stahlgerüste für schräg angeordnete Wände unverändert
als normale Dachbinder für Pult- und Satteldächer, insbesondere bei Hallenbauten,
benutzen. Darüber hinaus wird durch die mindestens doppelschalige Anordnung der
Betonplatten eine weitere Materialeinsparung erreicht, da bei einschalig angeordneten
Betonplatten ein wesentlich größerer Plattenquerschnitt als der Gesamtquerschnitt
der mehrschalig angeordneten Betonplatten erforderlich ist.
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Die Erfindung ist in der Zeichnung in verschiedenen Ausführungsbeispielen
dargestellt.
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Abb. i zeigt im Querschnitt eine Luftschutzdeckung aus Betonelementen,
deren Stahlgerüst i mit Betonplatten 2 einwandig und flächenförmig abgedeckt ist.
Die Platten 2, die an ihren Auflageenden mit Bohrungen 3 versehen sind, werden von
Hakenschrauben q. gehalten, die in Flansche der Traggurte 5 des Gerüstes i greifen.
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Abb.2 stellt die Halteanordnung einer zweischaligen Luftschutzdeckung
aus Betonelementen ebenfalls im Schnitt dar. Die Platten 2, 6 werden mittels S.tahlprofil.stegen
7 in Abstand voneinander gehalten und von. den Traggurten 5 des Gerüstes aufgenommen.
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Abb.3 deutet zwei auf Abstand angeordnete Betonplatten 2, 6 an, deren
erste Platte 6 von einem Bombensplitter 8 durchschlagen ist. Der dabei kegelstumpfförmig
ausgestanzte Betonpfropfen 9 wird von dem Splitter 8 gegen die zweite Platte 2 geschleudert.
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Abb. q. ist die Stirnansicht einer lotrechten Schutzwand, bei der
die beiden Plattenlagen 2, 6 an die Tragstütze io angelegt und dadurch in Abstand
voneinander angeordnet sind.
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Abb. s ist die entsprechende Ansicht einer Schutzwand in Steildachform,
deren Plattenlagen
2, 6 zueinander schräg liegend von dem bockförmigen
Traggerüst i aufgenommen worden sind. Der Hohlraum zwischen den die Dachform bildenden
Wandteilen ist teilweise mit Ballast i i ausgefüllt.
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Abb. 6 zeigt den unteren Teil einer keilförmigen Schutzwand in Stirnansicht
auf einem Fahrgestell 12.
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Abb. 7 ist eine entsprechende Darstellung einer einseitig schräg angeordneten
Schutzwand. Ihr oberer Rand lagert auf einem federnden Widerlager 13, und
am. unteren Rand ist sie mit dem Stahlgerüst i durch ein Gelenk 15 verbunden.