DE954995C - Luftschutzdeckung aus Betonelementen - Google Patents

Luftschutzdeckung aus Betonelementen

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Publication number
DE954995C
DE954995C DEN9641A DEN0009641A DE954995C DE 954995 C DE954995 C DE 954995C DE N9641 A DEN9641 A DE N9641A DE N0009641 A DEN0009641 A DE N0009641A DE 954995 C DE954995 C DE 954995C
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DE
Germany
Prior art keywords
air
raid
wall
air raid
concrete elements
Prior art date
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Expired
Application number
DEN9641A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Kfm Werner Kranert
Josef Nelsbach
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Nelsbach & Co
Original Assignee
Nelsbach & Co
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Filing date
Publication date
Application filed by Nelsbach & Co filed Critical Nelsbach & Co
Priority to DEN9641A priority Critical patent/DE954995C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE954995C publication Critical patent/DE954995C/de
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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04HBUILDINGS OR LIKE STRUCTURES FOR PARTICULAR PURPOSES; SWIMMING OR SPLASH BATHS OR POOLS; MASTS; FENCING; TENTS OR CANOPIES, IN GENERAL
    • E04H9/00Buildings, groups of buildings or shelters adapted to withstand or provide protection against abnormal external influences, e.g. war-like action, earthquake or extreme climate
    • E04H9/04Buildings, groups of buildings or shelters adapted to withstand or provide protection against abnormal external influences, e.g. war-like action, earthquake or extreme climate against air-raid or other war-like actions
    • E04H9/06Structures arranged in or forming part of buildings
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04BGENERAL BUILDING CONSTRUCTIONS; WALLS, e.g. PARTITIONS; ROOFS; FLOORS; CEILINGS; INSULATION OR OTHER PROTECTION OF BUILDINGS
    • E04B1/00Constructions in general; Structures which are not restricted either to walls, e.g. partitions, or floors or ceilings or roofs
    • E04B2001/0053Buildings characterised by their shape or layout grid
    • E04B2001/0069Prismatic shaped buildings with substantially triangular vertical cross-section

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Emergency Management (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Building Environments (AREA)

Description

  • Luftschutzdeckung aus Betonelementen Im Kriege wurden Luftschutzdeckungen in Form von Schutzwänden erstellt, um Objekte, wie Hallenbauten und im Freien stehende technische Anlagen, gegen seitliche Splitterwirkung und Explosionsstöße von Bomben abzuschirmen. Sie bestanden vorwiegend aus massivem Mauer- oder Betonwerk, verstapelten Formsteinen, dreieckförmigen dicht aneinandergesetzten Betonböcken und Faschinenwänden. Ihre Bauhöhe war jedoch begrenzt, einerseits wegen ihres geringen Stehvermögens bei Explosionsstößen, anderseits,. insbesondere bei Betonböcken, wegen ihrer verhältnismäßig großen Eigenlast.
  • Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, Objekte bis zu großen Höhen durch ständsichere Schutzanordnungen leicht und schnell abzuschirmen und darüber hinaus die Möglichkeit zu schaffen, bei Beschädigungen die Wiederinstandsetzungsarbeiten auf ein Mindestmaß zu beschränken.
  • Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß die Luftschutzdeckung, insbesondere in Form einer frei sitehenden Lufts.chutzwand, aus Betonelementen gebildet ist, die aus an einem Stahlgerüst befestigten Fertigplatten bestehen und die Traggerüste flächenförmig abdecken. Vorzugsweise sind die Platten leicht auswechselbar angebracht. Hierfür sind Schraubenverbindungen zu empfehlen. Die Betonplatten sind zweckmäßigerweise an ihren Auflageenden mit Bohrungen versehen, durch die die Schrauben geführt sind. Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Schraubenköpfe hakenförmig ausgebildet sind und über entsprechende Flansche von Gliedern des Stahlgerüstes greifen. Die Betonplatten decken zugleich die Traggerüste ab, um diese gegen direkte Splittertreffer zu schützen. Bei Schraubverbindungen für sämtliche Elemente lassen sich beschädigte Beton- und Gerüstelemente bequem auswechseln.
  • Weiterhin ist erfindungsgemäß vorgesehen, die flächenförmig verlegten Betonplatten mindestens zweischalig und dabei einen Hohlraum bildend abgesetzt zueinander anzuordnen. Die abgesetzte Anordnung kann durch Stahlprofilstege erreicht werden, wobei die Platten zweckmäßig wiederum durch Schrauben gegenseitig und auswechselbar verbunden sind. Die abgesetzte Anordnung bewirkt, daß Bombensplitter aus der ersten Plattenlage, die den Splittern ein amboßartiges Widerlager bietet, einen kegelstumpfartigen Pfropfen entsprechend ihrer Größe ausstanzen. Die Splitter, an denen die Pfropfen haftenbleiben, werden mit diesen gegen die zweite Plattenlage geschleudert. Dabei wirkt der Pfropfen als Anschlagpolster. Dem Splitter wird somit ein doppelter Plattenquerschnitt, gebildet aus Pfropfen.und Zweitplatte, entgegengesetzt. Der Pfropfen, der als Kegelstumpf mit seiner Grundfläche auf die Zweitplatte aufschlägt, vermindert durch diese vergrößerte Aufschlagfläche die Durchschlagskraft des Splitters. Bei diesem Aufschlag wird der Pfropfen als Trümmerstück von dem Splitter zerspalten, wodurch bei diesem seine restliche Durchschlagskraft aufgezehrt wird, so daß bei Splittern üblicher Größe die zweite Plattenlage nicht durchschlagen wird. Die Durchschlagskraft von übergroßen Splittern wird durch derartige Plattenanordnungen zumindest so weit geschwächt, daß an den zu schützenden Objekten Beschädigungen auf ein Mindestmaß beschränkt werden.
  • Derartige ein- und mehrwandige Schutzwände lassen sich entsprechend ihrer Zweckbestimmung in verschiedenen Ausführungsarten erstellen, wobei die Wandungen senkrecht, schräg, aber auch waagerecht angeordnet sein können. In waagerechter Lage angeordnet dienen sie als Schutzdecke.
  • So wird, um die Standfestigkeit derartiger LuftschwtzdeckungengegenBombennahtreffer zuerhöhen, erfindungsgemäß vorgeschlagen, deren Wandungen schräg, vorzugsweise steildachförmig zu erstellen. Schrägliegende Wandungen lassen einerseits Explosionsstöße leichter abgleiten und bieten eine günstigere Abwehrfläche gegen Splitter, anderseits wird, insbesondere bei der Steildachform, eine besonders günstige Standfestigkeit in einfacher Weise durch eine entsprechende Ballastauffüllung innerhalb der Wandungen erreicht. Schutzwände, beispielsweise die Anordnung in Steildachform, lassen sich auch ohne Schwierigkeiten auf ein Fahrgestell montieren, um bei Gefahr verkehrswichtige Durchgänge, insbesondere Toröffnungen an Hallenbauten, schnellstens splittersicher abzuschirmen. Am oberen Rand, vorzugsweise bei einseitig schräg angeordneten Luftschutzwänden und bei großen Höhen, können erfindungsgemäß federnde Widerlager eingebaut werden, die den Luftstoß elastisch abfangen, um die Beanspruchung an der Erdverankerung zu mindern. Am unteren Rand sind die Luftschutzwände in diesem Fall mit dem Stahlgerüst gelenkig verbunden.
  • Luftschutzdeckungen gemäß der Erfindung haben gegenüber den bekannten Ausführungen technische und wirtschaftliche Vorteile. Ihr Kostenaufwand ist gegenüber einer massiven Bauweise wesentlich geringer. Ihr Aufbau läßt sich bis zu großen Höhen und in Kürze erstellen. Ihre Einzelelemente können bis zum Zeitpunkt der akuten Gefahr in Bereitschaft lagern. Beschädigungen sind an ihr gering, da die Stoßfugen, die das Plattensystem enthält, keine Gesamtausdehnungen zulassen und Kraftübertragungen unterbrechen. Zerstörte Einzelelemente kann man ohne Aufbereitung von Vormaterial und ohne Fachkräfte schnellstens auswechseln. Unbeschädigte Betonplatten und Gerüstprofile lassen sich nach Aufhebung der Luftschutzmaßnahmen fast restlos für andere Bauzwecke, beispielsweise Betonplatten für Mauerwände, Trennwände, Decken, Dacheindeckungen, verwenden. Auch lassen sich Stahlgerüste für schräg angeordnete Wände unverändert als normale Dachbinder für Pult- und Satteldächer, insbesondere bei Hallenbauten, benutzen. Darüber hinaus wird durch die mindestens doppelschalige Anordnung der Betonplatten eine weitere Materialeinsparung erreicht, da bei einschalig angeordneten Betonplatten ein wesentlich größerer Plattenquerschnitt als der Gesamtquerschnitt der mehrschalig angeordneten Betonplatten erforderlich ist.
  • Die Erfindung ist in der Zeichnung in verschiedenen Ausführungsbeispielen dargestellt.
  • Abb. i zeigt im Querschnitt eine Luftschutzdeckung aus Betonelementen, deren Stahlgerüst i mit Betonplatten 2 einwandig und flächenförmig abgedeckt ist. Die Platten 2, die an ihren Auflageenden mit Bohrungen 3 versehen sind, werden von Hakenschrauben q. gehalten, die in Flansche der Traggurte 5 des Gerüstes i greifen.
  • Abb.2 stellt die Halteanordnung einer zweischaligen Luftschutzdeckung aus Betonelementen ebenfalls im Schnitt dar. Die Platten 2, 6 werden mittels S.tahlprofil.stegen 7 in Abstand voneinander gehalten und von. den Traggurten 5 des Gerüstes aufgenommen.
  • Abb.3 deutet zwei auf Abstand angeordnete Betonplatten 2, 6 an, deren erste Platte 6 von einem Bombensplitter 8 durchschlagen ist. Der dabei kegelstumpfförmig ausgestanzte Betonpfropfen 9 wird von dem Splitter 8 gegen die zweite Platte 2 geschleudert.
  • Abb. q. ist die Stirnansicht einer lotrechten Schutzwand, bei der die beiden Plattenlagen 2, 6 an die Tragstütze io angelegt und dadurch in Abstand voneinander angeordnet sind.
  • Abb. s ist die entsprechende Ansicht einer Schutzwand in Steildachform, deren Plattenlagen 2, 6 zueinander schräg liegend von dem bockförmigen Traggerüst i aufgenommen worden sind. Der Hohlraum zwischen den die Dachform bildenden Wandteilen ist teilweise mit Ballast i i ausgefüllt.
  • Abb. 6 zeigt den unteren Teil einer keilförmigen Schutzwand in Stirnansicht auf einem Fahrgestell 12.
  • Abb. 7 ist eine entsprechende Darstellung einer einseitig schräg angeordneten Schutzwand. Ihr oberer Rand lagert auf einem federnden Widerlager 13, und am. unteren Rand ist sie mit dem Stahlgerüst i durch ein Gelenk 15 verbunden.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Luftschutzdeckung, insbesondere frei stehende Luftschutzwand, aus Betonelementen, dadurch gekennzeichnet, daß die Betonelemente an einem Stahlgerüst (i) - vorzugsweise leicht auswechselbar - befestigte Fertigplatten (2) sind.
  2. 2. Luftschutzdeckung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daB die Befestigung der Platten (2) mittels Schrauben (4) vorgenommen ist.
  3. 3. Luftschutzdeckung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, däß die Schraubenköpfe hakenförmig ausgebildet sind und über entsprechende Flansche von Gliedern (5, 7) des Stahlgerüstes (i) greifen.
  4. 4. Luftschutzdeckung nach einem der Ansprüche i bis 3, gekennzeichnet' durch zweischalige Ausbildung.
  5. 5.. Frei stehende Luftschutzwand nach einem der Ansprüche i bis 4, gekennzeichnet durch Schräglage.
  6. 6. Luftschutzwand nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daB sie am unteren Rand gelenkig (i5) mit dem Stahlgerüst (i) verbunden und am oberen Rand senkrecht zur Wandfläche federnd (i3) an dem Gerüst (i) anliegt.
  7. 7. Luftschutzwand nach Anspruch 5 oder 6, gekennzeichnet durch Steildachform. $. Luftschutzwand nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch ein Fahrgestell (i2). g. Luftschutzwand nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlraum zwischen den die Dachform bildenden Wandteilen teilweise mit Ballast (i i) verfüllt ist. io. Luftschutzdeckung nach einem der Ansprüche i bis 4, gekennzeichnet durch waagerechte Lage.
DEN9641A 1954-10-27 1954-10-27 Luftschutzdeckung aus Betonelementen Expired DE954995C (de)

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ID=7339185

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DE (1) DE954995C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2008075008A3 (en) * 2006-12-18 2008-08-07 Secr Defence A barrier
US9279265B1 (en) * 2012-11-26 2016-03-08 Daniel Morrell Nead Temporary shelter system

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2008075008A3 (en) * 2006-12-18 2008-08-07 Secr Defence A barrier
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