DE955346C - Vakuumleitungsverschluss, insbesondere fuer Stromrichter mit grossen Pumpleitungsquerschnitten - Google Patents
Vakuumleitungsverschluss, insbesondere fuer Stromrichter mit grossen PumpleitungsquerschnittenInfo
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- DE955346C DE955346C DES35253A DES0035253A DE955346C DE 955346 C DE955346 C DE 955346C DE S35253 A DES35253 A DE S35253A DE S0035253 A DES0035253 A DE S0035253A DE 955346 C DE955346 C DE 955346C
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
- H01J9/00—Apparatus or processes specially adapted for the manufacture, installation, removal, maintenance of electric discharge tubes, discharge lamps, or parts thereof; Recovery of material from discharge tubes or lamps
- H01J9/40—Closing vessels
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Manufacturing & Machinery (AREA)
- Compressors, Vaccum Pumps And Other Relevant Systems (AREA)
Description
AUSGEGEBEN AM 3. JANUAR 1957
S 35253 VIII c 1si.g
Die Erfindung betrifft einen Vakuiumleitungsverschlwß,'
insbesondere für Stromrichter mit Pumpleitungen großen Querschnitts. Bei größeren
Vakuoimgefäßen, welche von der Puimpleitung abgetrennt werden, rrfulß dieses Abtrennen unter
Vakuum durchgeführt werden. Dabei ist dafür zu sorgen, daß keinerlei bei höheren Temperaturen
aus dem Material austretende Gasausbrüche in das Vakuumgefäß gelangen, was bei großen Pumpleitongsquerschnitten
erhebliche 'Schwierigkeiten bereitet und ztü Vakautnverschlechterungen führen
kann.
Die Schwierigkeiten werden nach der Erfindung dadurch vermieden, daß zwischen dem vakuumdichten
Verschluß des Puimpstutzens und dem Vakuuimbehälter eine zusätzliche Dichtongsvorrichtu'ng
angeordnet ist, die mit dem vakuumdicht herzustellenden Verschluß gleichzeitig eingesetzt wird,
sofort vakuumdicht schließt und verhindert, daß beim· endgültigen vakuumidichten Verschließen
(Schrumpfen, Verschweißen) des äußeren Verschlusses kein Gas in das Vakuumgefäß gelangen
kann. Die Erfindung besteht weiter darin, daß auf einen rohrförmigen Teil einer P'Uimpleitung ein
Schrumpfring aufgebracht wird, dessen Ausdehnungsbeiwert größer ist als die Ausdteh'nungsbeiwerte
der innenliegenden Teile sind, und daß der Schrumpfring aus einem zunderfreien Werkstoff
besteht. Dabei ist gemäß der weiteren. Erfindung die mechaJsche Festigkeit des Schrampfringes
größer als die mechanische Festigkeit der Werkstoffe der innenliegenden Teile. Die Schrumpfverbindung
kann duirch Erhitzen und anschließendes Kaltwerdenlassen des Außenringes oder durch Ab-S
kühlen und anschließendes Warmwerdenlassen der innenliegenden Teile herbeigeführt werden. Man
kann aber auch beide Schrumpfverfahren miteinander vereinigen. Zum Verschluß des Pumpstutzens
wird ein Stopfen verwendet, der durch eine scherenartig ausgeführte Druckvorrichtung in die Verschhißlage
gebracht wird. Diese Vorrichtung kann selbsthemmend ausgeführt sein. Der Verschlußstopfen
wird gemäß der weiteren Erfindung während des Evakuierens durch einen Draht in seiner geöffneten
Stellung gehalten, welcher mit Hilfe eines Stromduirchganges zerstört wird, so daß der Verschluß
stopfen automatisch die Verschlußstellung einnehmen kann.
Die Forderungen, daß zuir Erreichung eines
sicheren vakuiumdichten Abschlusses des Pumpstuitzens
ein Schrumpfring aus einem Material vorgesehen ist, dessen Ausdehnungskoeffizient wesentlich
höher liegt als der Ausdehnungskoeffizient des zu verschließenden Rohres und der des zum Veras
schluß benutzten Verschlußstopfens, und .daß der Schruimpfringwerkstoff eine mechanische Festigkeit
hat, die größer ist als die mechanische Festigkeit der innenliegenden Teile, sowie daß der Schrumpfringwerkstoff
zunderfrei ist, werden am besten bei Chrom-Nickel-Stählen, insbesondere bei einem
i8°/oigen Chrom-Nickel-Stahl erreicht.
Weitere Einzelheiten und wesentliche Merkmale der Erfindung sind aus der Beschreibung eines Ausführusngsbeispieles
z« entnehmen, welches in den Fig. ι und 2 schematisch dargestellt ist.
Fig. ι zeigt den noch geöffneten und Fig. 2 den schon geschlossenen Zustand des
Pumpstutzens.
Der Pumpstutzen ι hat einen erweiterten Teil 2, an welchem die zur nicht dargestellten Pumpe führende
Rohrleitung 3 angeschlossen ist. In der Achsrichtung 4 des Pumpstutzens 1 ist ein Wellrohr 5
mit einer Kappe 6 am Pumprohr vakuumdicht, z.B. durch Schweißen, befestigt. Ein Bügel 7 ist starr
mit dem Pumprohr 1 verbunden und trägt eine Druckschraube 8, welche heruntergeschraubt werden
kann und das Wellrohr 5 dabei zusammendrückt. An dem Verschlußstopfen 10 für den Pumpstutzen 1
ist ein Bolzen 11 mit einer Scherenanordnung 9 befestigt. Der Bolzen hat eine Bohrung 12. In dieser
ist ein Haltedraht 13 angeordnet, welcher über eine elektrisch isolierte Einführung, z. B. über eine Glaseinschmelzung 14, in der einen Seite der Wand des
Pumpstutzens 1 in diesen eingeführt und mit seinem Ende mit der anderen Seite der Wand des Pumpstustzens
elektrisch leitend verbunden ist. Der Verschlußstopfen 10 wird in dieser Lage von dem Draht
13 gehalten. Der durch die Glaseinschmelzung isoliert eingeführte Draht ist über den Anschlußbolzen
15 an eine nicht dargestellte elektrische Stromquelle
über einen ebenfalls nicht dargestellten Schalter angeschlossen. Sobald das zu entgasende Gefäß
evakuiert ist, wird der Draht 13 durch einen Stromstoß erhitzt, so daß er schmilzt und der Abschlußpfropfen
10 herunterfällt. Gleichzeitig gelangt dadurch die Kappe 16 in den zylindrischen Hohlraum
17, welcher mit Quecksilber 18 gefüllt ist. Jetzt ist
gleichzeitig mit dem Einsetzen des Verschlußstopfens 10 die Quecksilber-Hilfsdichtung hergestellt
und geschlossen worden.
Beim Herunterfallen des Stopfens 10 schließt
sich die Schere 9, wobei die Arretierungslasche 21 herunterfällt und sich in den Rasten 22 mit ihren
Bolzen 23 verriegelt, welche Bolzen in den Schlitzen 24a der Arme der Scherenarme 24 geführt sind.
Duirch Herabdrehen der Schraube 8 wird über das Wellrohr 5 und über die jetzt starre und eine Verbindung
zwischen den Teilen 12 und i20 bildende
Schere 9 ein Druck auf den Verschluißstopfen 10
ausgeübt, welcher dadurch in die richtige endgültige Verschlußlage hineingepreßt wird. Dabei taucht die
Kappe 16 noch weiter in die Quecksilbervorlage ein, woduirch ein sicherer vakuumdichter Verschluß gebildet
wird.
An dem im Durchmesser verringerten Teil 27 des Pumprohres 1 ist eine vorteilhafterweise feuchte
Asbestzwischenlage 19 mit einem Schrumpf ring 20 aus Chrom-Nickel-Stahl außen angebracht. Nachdem
der Verschlußstopfen 10 seine endgültige Lage eingenommen hat, wird der Schrumpfring 20 er- go
hitzt und nach oben auf den Teil des Pumprohres mit dem vergrößerten Durchmesser gezogen, vgl.
Fig. 2. Nach der Abkühlung und der eingetretenen Schrumpfwirkung wird an der Trennlinie 25 der
obere Teil des Pumpstutzens abgeschnitten. Anschließend wird der Verschlußstopfen 10 mit einer
zweckmäßigerweise zugeschärften Kante 26 mit dem Rand des Pumprohres verschweißt.
Claims (13)
1. Vakuumlei tungsverschluß, insbesondere für
Stromrichter mit Pttmpleitungen großen Querschnitts,
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem vakuuimd'ichten Verschluß des Pumpstotzens
und dem Vakunimbehärter eine zusätzliche Dichtungsvorrichtung
angeordnet ist, die mit dem vakuumdicht herzustellenden Verschluß gleichzeitig eingesetzt wird, sofort vakuumdicht
schließt und' verhindert, daß beim endgültigen vakuumdichten Verschließen (Schrumpfen, Verschweißen)
des äußeren Verschlusses kein Gas in das Vakuumgefäß gelangen kann.
2. Vakuumleitungs Verschluß nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eine zur
sätzliche Dichtungsvorrichtung als Quecksilbervorlage zwischen dem Puimpstatzenabschluß
und dem Vakuumgefäß angeordnet ist.
3. Vakuumleitungs Verschluß nach den Ansprüchen ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die zusätzliche Dichtungsvorrichtung mit dem Verschluißteil des vakuiumdichten Verschlusses
so verbunden ist, daß beim Einsetzen des Verschlußteiles die zusätzliche Dichtungsvorrichtung
geschlossen wird.
4. Vakuumleitungsverschluß nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschluß-
stopfen zusammen mit dem Verschlußorgan der
zusätzlichen Dichtungsvorrichtung -lurch eine im gestreckten Zustand selbsthemmende, scherenartig
ausgebildete Druckvorrichtung in die Ver-S schluißlage gebracht wird.
5. Vakuumleitungsverschluß nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der Verschlussstopfen und das Verschlußorgan der zusätzlichen
D ichtungs vor richtung durch einen Draht in ihren geöffneten Stellungen gehalten werden.
6. Vakuiuimleitungsverschluß nach Anspruch S,
dadurch gekennzeichnet, daß der Draht durch elektrischen Strom, z. B. durch einen Stromdurchgang,
zerstört wird.
7. Vakuumleitungsverschluß nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch eine Druckvorrichtung
(Druckschraube 8) zum Eindrücken des Verschluißstopfens
in seine Verschlußstelluing.
8. Vakuumleitungsverschluß nach Anspruch 1,
ao dadurch gekennzeichnet, daß auf einen rohrförmigen Teil einer Puimpleitung ein Schruimpfring
gebracht wird, dessen Ausdehjiungsbeiwert
größer ist als die Aulsdehnungsbeiwerte der innenliegenden Teile sind.
9. Vakuiumleitungsverschhiß nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, daß die mechanische Festigkeit des Schrumpfringes größer ist als die
mechanischen Festigkeiten der vom Schrumpfring umschlossenen innenliegenden Teile sind.
10. Vakuiumleitungsverschluß nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, daß der Schrumpfring aus zunderfreiem Werkstoff besteht.
11. Vakuiuimleitungsverschluß nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schrumpfverbindung durch Erhitzen des Außenringes herbeigeführt
wird.
12. Vakuiuimleitungsverschluß nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Schrumpfverbindung
durch Abkühlen der innenliegenden Teile herbeigeführt wird.
13. VakuumleituingsverSchluß nach den Ansprüchen
11 und 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Schrumpfverbindung durch gleichzeitige
Verwendung der beiden Schrumpfungsarten nach den Ansprüchen 11 und 12 herbeigeführt wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 544631, 670651; schweizerische Patentschrift Nr. 141 674;
Deutsche Patentschriften Nr. 544631, 670651; schweizerische Patentschrift Nr. 141 674;
»Werkstoffkunde der HochvakuMmtechnik« von
Espe-Knoll, 1936, S. 320.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
9 609 546/392 6.56 (609 726 12.56)
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES35253A DE955346C (de) | 1953-09-17 | 1953-09-17 | Vakuumleitungsverschluss, insbesondere fuer Stromrichter mit grossen Pumpleitungsquerschnitten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES35253A DE955346C (de) | 1953-09-17 | 1953-09-17 | Vakuumleitungsverschluss, insbesondere fuer Stromrichter mit grossen Pumpleitungsquerschnitten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE955346C true DE955346C (de) | 1957-01-03 |
Family
ID=7481828
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES35253A Expired DE955346C (de) | 1953-09-17 | 1953-09-17 | Vakuumleitungsverschluss, insbesondere fuer Stromrichter mit grossen Pumpleitungsquerschnitten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE955346C (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CH141674A (de) * | 1929-04-06 | 1930-08-15 | Siemens Ag | Vorrichtung zum Abtrennen von Vakuumgefässen von der Pumpleitung. |
| DE544631C (de) * | 1927-07-16 | 1932-02-20 | Siemens Schuckertwerke Akt Ges | Verfahren zum Abschmelzen von Vakuumleitungen aus Glas oder einer aehnlichen keramischen Masse |
| DE670651C (de) * | 1934-08-05 | 1939-01-23 | Aeg | Verfahren zum Abdichten weiter Pumprohre |
-
1953
- 1953-09-17 DE DES35253A patent/DE955346C/de not_active Expired
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE544631C (de) * | 1927-07-16 | 1932-02-20 | Siemens Schuckertwerke Akt Ges | Verfahren zum Abschmelzen von Vakuumleitungen aus Glas oder einer aehnlichen keramischen Masse |
| CH141674A (de) * | 1929-04-06 | 1930-08-15 | Siemens Ag | Vorrichtung zum Abtrennen von Vakuumgefässen von der Pumpleitung. |
| DE670651C (de) * | 1934-08-05 | 1939-01-23 | Aeg | Verfahren zum Abdichten weiter Pumprohre |
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