DE955406C - Vorrichtung zum Entleeren von Horden in Aufbereitungsraeumen fuer Hopfen od. dgl. - Google Patents
Vorrichtung zum Entleeren von Horden in Aufbereitungsraeumen fuer Hopfen od. dgl.Info
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C12—BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
- C12C—BEER; PREPARATION OF BEER BY FERMENTATION; PREPARATION OF MALT FOR MAKING BEER; PREPARATION OF HOPS FOR MAKING BEER
- C12C3/00—Treatment of hops
- C12C3/04—Conserving; Storing; Packing
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Description
- Vorrichtung zum Entleeren von Horden in Aufbereitungsräumen für Hopfen od. dgl. Bei der Hopfenaufbereitung wird der Hopfen auf Horden gebracht und dort geschwefelt und dabei nach Bedarf nachgetrocknet. Der Hopfen wird auf den Horden in einer bestimmten Höhe aufgeschüttet. Unter den Horden wird im Aufbereitungsraum Schwefel verbrannt, und die aufsteigenden Schwefeldämpfe treten durch die mit Löchern versehenen Horden und den aufgeschütbeten Hopfen hindurch.
- Es ist sehr wesenitlich, daß .der Hopfen nach der Aufbereitung möglichst schnell, vollständig und unbeschädigt aus dem Aufbereitungsraum herausgebracht wird, um diesen für die nächste Behandlung freizubekommen.
- Die bisher bekanntgewordenen Anordnungen werden diesen Forderungen nur unvollkommen gerecht. So sind fahrbare Horden bekanntgeworden, deren Boden kippbar ist. Zum Entleeren und Beschicken werden die Horden aus dem Aufbereitungsraum herausgefahren, wodurch das Entleeren und Neubeschicken der Horden umständlich und zeitraubend ist. Bei anderen bekannten Anordnungen sind die Horden in lotrechter Ebene kippbar in dem Aufbereitungsraum gelagert. Das Entleeren der Horden erfolgt bei diesen Anordnungen durch einfaches Kippen der Horden. Beim Kippen der Horden werden diese entweder auf den, Boden des Aufbereitungsraumes oder in Sammelbehälter entleert, die auf dem Boden des Aufbereitungsraumes aufgestellt sind. Bei einer solchen bekannten Anordnung ist auch zwischen der Horde und dem Sammelbehälter eine Pritsche angeordnet, die einen zwischen der gekippten Horde und dem Sammelbehälter freibleibenden Spalt überbrückt und ein Hindurchfallen von Hopfen zwischen Horde und Sammelbehälter verhindert. Gleichgültig, ob die Horden beim Kippen auf den Boden des Aufbereitungsraumes oder in einen Sammelbehälter entleert werden, muß nach dem Entleeren der Hopfen in einem besonderen Arbeitsgang aus dem Aufbereitungsraum herausgebracht werden, so daß auch diese Anordnungen ein rationelles und zeitsparendes Arbeiten nicht zulassen und nur wenig befiriedigen. Außerdem wind der Hopfen infolge der mehrfachenArbeitsgänge leichtbeschädigt. Schließlich ist auch noch eine Anordnung bekanntgeworden, bei der die Horde kippbar in dem Aufbereitungsraum gelagert ist und der Hopfen von der gekippten Horde unmittelbar auf eine schräge Pritsche fällt, die durch eine Öffnung im Mauerwerk des Aufbereitungsraumes hindurch aus dem Aufbereitungsraum herausführt. Zwar ist bei dieser Anordnung das Entleeren der Horde und das Herausbringen des Hopfens aus dem Aufbereitungsraum in einfacher Weise möglich, jedoch muß während der Aufbereitung die Öffnung im Mauerwerk des Aufbereitungsraumes durch ein besonderes Tor verschlossen werden, dessen Betätigung vor und nach der Aufbereitung des Hopfens einen zusätzlichen Arbeitsaufwand erforderlich macht, so daß auch diese Anordnung nicht restlos befriedigen kann.
- Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Vorrichtung, mit der ein vollständiges Entleeren der Horden und ein Herausbringen des aufbereiteten Hopfens aus dem Aufbereitungsraum schneller und zeitsparender als bei den bekannten Anordnungen möglich ist.
- Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung gelöst durch ein die Entladeöffnung des Aufbereitungsraumes beherrschendes Tor, das zwangläufig gemeinsam und gleichzeitig mit der Horde derart schwenkbar ist, daß die Horde und das Tor beim Entleeren des Aufbereitungsraumes eine durchlaufende, nach der Entladeöffnung zu geneigte Pritsche bilden.
- Durch diese Anordnung ist ein schnelles und vollständiges Entleeren der Horde sowie Herausbringen des aufbereiteten Hopfens aus dem Aufbereitungsraum ,in einfacher und zeitsparender Weise möglich und der Hopfen wird beim Entleeren in bestmöglicher Weise geschont.
- Das Bewegen der Horde und des Tores erfolgt gemäß einem weiteren Erfindungsvorschlag unter Vermittlung eines beispielsweise elektromotorisch betrnebenen.Seilzuges. Das zwangläufiggleichzeitige und gemeinsame Bewegen von Horde und Tor wird dadurch erreicht, daß Horde und Tor durch einstellbare Lenker miteinander gekoppelt sind. Die Horde ist so gelagert, daß ihre Bewegung in die Entleerstellung durch ihr Eigengewicht unter Nachlassen des Seilzuges erfolgt.
- In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgedankens schematisch wiedergegeben. Es zeigt Fig. i eine Vorderansicht des Aufbereitungsraumes teilweise im Schnitt, Fig. 2 eine Seitenansicht des Aufbereitungsraumes teilweise im Schnitt und Fig. 3 den Aufbereitungsraum während des Entleerens der Horde.
- Der Aufbereitungsraum i ist allseitig geschlossen bzw. verschließbar und besteht beispielsweise aus Ziegelmauerwerk. Auf seiner einen Seite befindet sich eine Öffnung 2, die durch ein Tor 3 verschließbar ist und durch das der Aufbereitungsraum nach der Behandlung entleert wird. Der Hopfen wird auf die Horde im Aufbereitungsraum aufgebracht durch mehrere verschließbare Öffnungen in der Decke des Aufbereitungsraumes. In dem Aufbereitungsraum i ist eine Horde 4 angeordnet, die aus einem Boden 5 und Seitenwänden 6 besteht. Die Horde- 4 ist mit seitlichen Wellenstummeln 7 versehen und mit diesen Wellenstummeln in seitlichen Lagern 8 kippbar gelagert. Die Lagerung der Horde erfolgt um das Maß e außerhalb der Horden mitte I-I (Fig. 2). An einer Konsole g der Horde 4 greift das Seil io eines Seilzuges an.'Der Seilzug wird betätigt von einer elektrischen Seilwinde i i, von deren Seiltrommel aus das Seil über eine Umlenkrolle 12 durch eine Öffnung 13 in der Decke des Aufbereitungsraumes hindurch nach der Konsole g der Horde 4 geführt -ist. Um ein Reiben des Seiles io an den Kanten der Öffnung 13 beim Kippen der Horde 4 zu vermeiden, ist eine weitere Rolle 14 angeordnet. Als Begrenzungsanschlag für die Horde ist eine Winkelschiene 15 vorgesehen. Die Horde 4 ist mittels Lenker 16 mit dem Tor 3 gekoppelt, indem die Lenker einerseits an dem Hordenboden 5 und andererseits an Konsolen 17 des Tores 3 angreifen. Um eine Einstellung der Lenker 16 zu ermöglichen, sind diese jeweils zweiteilig ausgteführt und die beiden Lenkerteile mittels eines Spannschlosses 18 miteinander verbunden. Das Tor 3 ist mittels Wellenstummeln ig in Lagern 2o schwenkbar gelagert.
- Während der Aufbereitung befindet sich die Horde 4 in waagerechter Stellung und das Tor 3 verschließt die Öffnung 2 (Fig. i, 2). Nach Beendeter Aufbereitung wird die- Seilwinde i i in Gang gesetzt, und zwar derart, daß das Seil io von der Seiltrommel der Winde abläuft. Infolge der um das Maß e exzentrischen Lagerung der Horde senkt sich diese auf der der Öffnung 2 zugewandten Seite. Hierbei drücken die Lenker 16 auf die Konsolen 17 des Tores 3, dieses wird geschwenkt und gibt die Öffnung?- frei. Beim Entleeren bilden dann Horde4 und Tor 3 eine durchlaufende Pritsche (Fig. 3), wobei das Tor 3 mit den Konsolen 17 an einer durchlaufenden Schiene 21 zum Anschlag kommt.
- Als Ausführungsbeispiel für die Entleervorrichtung wurde eine Hopfenaufbereitungsanlage gewählt. Bei einer solchen Anlage kann die Vorrichtung in einfachster Weise eingebaut werden, da hier sowohl oberhalb wie unterhalb der Horde soviel Raum vorhanden ist, daß Horde und Tor ohne weiteres bewegt werden können. Die Vorrichtung ist aber auch bei Speichern, Silos u. dgl. für Schüttgüter anwendbar, wenn genügend Raum zum Bewegen der Teile zur Verfügung steht.
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum Entleeren von Aufbereitungsräumen für Hopfen od. dgl. mit einer kippbaren Horde zur Lagerung des Gutes, gekennzeichnet durch ein die Entladeöffnung (2) des Aufbereitungsraumes (i) beherrschendes Tor (3), das zwangläufig gemeinsam und gleichzeitig mit der Horde derart schwenkbar ist, daß die Horde und das Tor beim Entleeren des Aufbereitungsraumes eine durchlaufende, nach der Entladeö -fnung zu geneigte Pritsche bilden.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Kippen der Horde (4) und das Schwenken des Tores (3) unter Vermittlung eines beispielsweise elektromotorisch betriebenen Seilzuges (io, 1i, i2, 14) erfolgt.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch I oder 2, dadurch gekennzeichnet, daB die Horde (4) und das Tor (3) durch einstellbare Lenker (i6) miteinander gekoppelt sind.
- 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Horde (4) derart gelagert ist, daB ihre Bewegung in die Entleerstellung durch ihr Eigengewicht unter Nachlassen .des Seilzuges (io, 1i, 12, 14) erfolgt. In Betracht zezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 55 074, 74 881, 173 431, 816 388; österreichische Patentschrift Nr. 1353; französische Patentschrift Nr. 953 75i.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM21604A DE955406C (de) | 1954-01-24 | 1954-01-24 | Vorrichtung zum Entleeren von Horden in Aufbereitungsraeumen fuer Hopfen od. dgl. |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEM21604A DE955406C (de) | 1954-01-24 | 1954-01-24 | Vorrichtung zum Entleeren von Horden in Aufbereitungsraeumen fuer Hopfen od. dgl. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE955406C true DE955406C (de) | 1957-01-03 |
Family
ID=7298527
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM21604A Expired DE955406C (de) | 1954-01-24 | 1954-01-24 | Vorrichtung zum Entleeren von Horden in Aufbereitungsraeumen fuer Hopfen od. dgl. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE955406C (de) |
Citations (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE74881C (de) * | l. löschner in Wien iv., Wienstr. 29 | Hopfendarre | ||
| DE173431C (de) * | ||||
| DE55074C (de) * | F. MAYER in Cannstatt und M. MAYER in Mannheim | Einrichtung zur raschen Entleerung von Hopfendarren | ||
| AT1353B (de) * | 1899-10-11 | 1900-05-10 | Wenzel Cerny | |
| FR953751A (fr) * | 1939-03-13 | 1949-12-13 | Procédé et appareil pour le séchage et la sulfuration du houblon | |
| DE816388C (de) * | 1950-05-18 | 1951-10-11 | Steinecker Maschf Anton | Darre |
-
1954
- 1954-01-24 DE DEM21604A patent/DE955406C/de not_active Expired
Patent Citations (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE74881C (de) * | l. löschner in Wien iv., Wienstr. 29 | Hopfendarre | ||
| DE173431C (de) * | ||||
| DE55074C (de) * | F. MAYER in Cannstatt und M. MAYER in Mannheim | Einrichtung zur raschen Entleerung von Hopfendarren | ||
| AT1353B (de) * | 1899-10-11 | 1900-05-10 | Wenzel Cerny | |
| FR953751A (fr) * | 1939-03-13 | 1949-12-13 | Procédé et appareil pour le séchage et la sulfuration du houblon | |
| DE816388C (de) * | 1950-05-18 | 1951-10-11 | Steinecker Maschf Anton | Darre |
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