DE95565C - - Google Patents
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B24—GRINDING; POLISHING
- B24D—TOOLS FOR GRINDING, BUFFING OR SHARPENING
- B24D9/00—Wheels or drums supporting in exchangeable arrangement a layer of flexible abrasive material, e.g. sandpaper
- B24D9/04—Rigid drums for carrying flexible material
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Polishing Bodies And Polishing Tools (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Schleif- und Polirtrommel, die aus
einer auf einer geeigneten Nabe bezw. Welle befestigten elastischen Unterlage und einem um
die letztere gelegten abnehmbaren Stoffstreifen aus Schmirgel- oder Sandpapier bezw. Polirleinwand
besteht. Da infolge der schnellen Abnutzung des Stoffstreifens eine oftmalige Erneuerung
des letzteren nothwendig wird, so sind Vorkehrungen getroffen, welche ein
schnelles Abnehmen des abgenutzten und ein ebenso schnelles Umlegen eines neuen Streifens
um die elastische Trommel gestatten. Diese Vorkehrungen bestehen in der Hauptsache aus
in den Stirnwänden der Trommel gelagerten Schiebern in Verbindung mit Druckscheiben,
mit welchen der in Form eines Cigarrendeckblattes geschnittene und nach Art eines solchen
um die Trommel gelegte Stoffstreifen an den Enden festgeklemmt wird.
Auf beiliegender Zeichnung ist die Erfindung in einer der praktischsten Ausführungsformen
zur Veranschaulichung gebracht.
Fig. ι zeigt die neue Schleif- und Polirtrommel in Ansicht.
Fig. 2 ist eine Endansicht derselben in vergröfsertem Mafsstabe.
Fig. 3, 4 und 5 sind Schnitte nach den Linien 3-3, 4-4, 5-5 der Fig. 1, ebenfalls in
vergrößertem Mafsstabe gezeichnet.
Fig. 6 stellt einen Stoffstreifen zum Bewickeln der Trommel dar.
Die aus geeignetem elastischen Material hergestellte und als Unterlage für den Stoffstreifen b
dienende Trommel α ist auf einer zweckentsprechenden Welle oder Nabe befestigt. Zum
Festklemmen der Enden des um die Trommel a gelegten Tuches b dienen die Finger h der
radialen Arme h^, deren Zapfen /z2 in excentrische
Schlitze i von geeigneten, drehbaren Druckscheiben i eingreifen, derart, dafs, wenn
man die Druckscheiben nach der einen Richtung dreht, die Klemmorgane /z2 h1 h in radialer
Richtung nach aufsen von der Welle bezw. der Trommel abbewegt werden; dreht man
dagegen die Druckscheiben nach der entgegengesetzten Richtung, so werden die Klemmorgane
radial nach innen bewegt, wobei die Finger h, wie in Fig. 2, 3 und 4 gezeigt, die
untergelegten Enden oder Kanten des Tuches b fest zusammen- und in das Polster r der
Trommel eindrücken und es auf diese Weise auf der letzteren festhalten.
Das in Form eines Cigarrendeckblattes mit den Ecken xy1 x1 y zugeschnittene Tuch b
(Fig. 6) wird in der in Fig. 1 gezeigten Weise umgelegt, so dafs die die Kante xy1 überdeckende
Kantey x1 die Trommel spiralförmig
umläuft. Der durch das gegengedrückte Arbeitsstück auf das in dieser Weise umgewickelte
Tuch ausgeübte Druck ist bestrebt, das Tuch auf seiner Unterlage eher noch fester anzuziehen,
als es zu lockern, so dafs jede Bildung von Falten oder ein Losewerden des Tuches vermieden
wird.
Für die Einrichtung der Trommel α empfiehlt
sich die in Fig. 4 gezeigte Construction.
Auf die Enden einer auf die Welle c (Fig. 1) aufzubringenden Hülse oder Nabe 0 (Fig. 4
und 5) sind Ringe m aufgeschraubt, deren Ränder Einschnitte aufweisen. In diesen Einschnitten
lagern Stäbe oder Leisten j, um welche
Lappen oder Streifen ρ aus Leder oder einem anderen elastischen Material in der in Fig. 5
gezeigten Weise herumgeschlungen bezw. an denselben befestigt sind. Diese elastischen
Lappen bilden in der Hauptsache die elastische Unterlage für das Tuch b. Das Herausfallen
der Stäbe j aus den Ringen m wird durch die über diese letzteren übergreifenden Ringe η
verhindert, welche ebenfalls auf die Hülse 0 aufgeschraubt werden und zur Aufnahme der
Polster r dienen, auf welchen, wie bereits weiter oben beschrieben, die Ecken des umgelegten
Tuches b mit Hülfe der Finger h festgeklemmt werden. Die Ringe n, welche durch
Schrauben n1 auf der Welle c festgestellt werden,
weisen aufserdem ■ noch seitliche, nabenförmige Ansätze w2 auf, auf welchen die Druckscheiben
i 1 zum Theil
aufgeschoben
(s. Fig. 4).
Die Lappen oder Streifen ρ besitzen nicht genügend festen Halt in sich, um sich von
selbst in der in Fig. 5 gezeigten Stellung zu halten und einen bemerkbaren Druck auf das
Tuch b auszuüben, sondern werden in dieser radialen Stellung lediglich durch die Einwirkung
der Fliehkraft gehalten. Die Streifen p, als Ganzes aufgefafst, bilden daher eine Unterlage,
welche, wenn in Ruhe, das Tuch nicht so zu unterstützen vermag, dafs damit gearbeitet werden
kann; die Unterlage wird daher nur eine genügende Unterstützung des Tuches durch nach
aufsen gerichteten Druck ausüben, wenn sich die Trommel in schneller Umdrehung befindet.
Da die Lederstreifen ρ eine aufserordentlich elastische und nachgiebige Unterlage bilden, so
vermag das Schleif- oder Polirtuch b sich allen Oberflä'chengestaltungen des zu bearbeitenden
Gegenstandes anzupassen - und anzuschmiegen. Es kann daher auch eine verhältnifsmäfsig
grofse Fläche des Arbeitsstückes auf einmal bearbeitet werden, ohne dafs an den einzelnen
Stellen dieser Berührungsfläche ein merklich verschiedener Druck auftritt, wodurch ein Verbrennen
des Arbeitsstückes durch zu grofsen Druck und Reibung an einer Stelle vermieden wird,
welcher Uebelstand bei den bekannten Schleifund Polirapparaten in störender Weise auftritt,
weil hier infolge der weniger elastisch angeordneten Unterlage des Tuches der Druck und
die Reibung auf der Berührungsstelle ungleichmäfsig auftritt und in der Mitte der Berührungsstelle oder Berührungsfläche bedeutend gröfser
ist als an den Rändern oder Kanten derselben; und der Unterschied wird um so mehr auftreten,
je mehr man das Arbeitsstück an die Schleif- bezw. Polirtrommel andrückt. Dieser
Uebelstand wird nun durch die vorliegende Schleif- und Polirtrommel beseitigt, welche gestattet,
das Arbeitsstück so fest gegen die Trommel anzudrücken und einen solch grofsen Theil ihres Umfanges flach zu drücken, wie der
Arbeiter es gerade wünscht oder für nothwendig hält, ohne dafs das Arbeitsstück durch
Verbrennen beschädigt wird.
Würden die Träger ρ des Tuches b genügend Elasticität besitzen, um sich selbst zu tragen,
so hat der mit dem Arbeitsstück ausgeübte Druck zunächst diese den Trägern innewohnende
Elasticität zu überwinden, bevor er darauf hinwirken kann, einen Theil des Tuches flach zu
drücken. Dieser innere Widerstand aber verursacht in Verbindung mit dem Reibungswiderstand
des Tuches die Entwickelung der schädlichen Hitze, die sehr oft zu einem Verbrennen
des Arbeitsstückes führt. Bei den Trägern ρ der vorliegenden Erfindung ist dieser innere
Widerstand durch die Wahl eines weichen, nachgiebigen Stoffes, der nur durch die Fliehkraft
die erforderliche Elasticität erhält, gänzlich vermieden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Schleif- und Polirtrommel . mit einer Vorrichtung zum Befestigen des vorzugsweise schraubenförmig auf . die elastische Unterlage aufgewickelten Schleif- oder Polirtuches, dadurch gekennzeichnet, dafs in den Stirnwänden (n) der Trommel gelagerte und mittelst Druckscheiben (i PJ zu bethätigende Schieber (h hl h2j vorgesehen sind, deren Arme (h) die Kanten oder Ecken des Schleif- oder Polirtuches auf Randpolster (r) der Stirnwände bezw. der Trommelnäbe festklemme'n.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE95565C true DE95565C (de) |
Family
ID=366796
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT95565D Active DE95565C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE95565C (de) |
-
0
- DE DENDAT95565D patent/DE95565C/de active Active
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