DE95681C - - Google Patents
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A41—WEARING APPAREL
- A41D—OUTERWEAR; PROTECTIVE GARMENTS; ACCESSORIES
- A41D27/00—Details of garments or of their making
- A41D27/18—Cloth collars
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
-Die bisher gebräuchlichen Unterkragen, wie
sie für Kleidungsstücke u. dgl. Verwendung finden, werden durch das bekannte Verfahren
des Zusammensteppens bezw. durch sogen. Piquiren von Leinwand und Tuch hergestellt,
so dafs ein solcher Kragen aus zwei oder mehreren, durch Nähte mit einander verbundenen
einzelnen Stoff lagen besteht, von denen die eine, aus Leinwand bestehende, das sogen.
Futter bildet. Die Herstellung solcher Unterkragen ist daher verhältnifsmäfsig umständlich
und dementsprechend ziemlich kostspielig. ·
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein Verfahren zur Herstellung von
Unterkragen u. dgl. aus Doppelgewebe, welches gegenüber den bisher gebräuchlichen
Herstellungsverfahren äufserst einfach und demgemäfs billig ist,.wobei die vermittelst dieses
Verfahrens aus Doppelgewebe erzeugten Unterkragen eine gröfsere Haltbarkeit und ein gefälliges
Aussehen besitzen.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist behufs Veranschaulichung dieses Verfahrens der Unterkragen
in zwei Bearbeitungsstufen dargestellt, und zwar zeigt:
Fig. ι das betreffende Stück Doppelgewebe in der Ebene ausgebreitet,
Fig. 2 den Kragen nach ertheilter Formung;
Fig. 3 ist ein Querschnitt nach der Linie A-B der Fig. 2.
Das zur Verwendung gelangende Doppelgewebe besteht an seiner Oberseite aus Wolle,
an seiner Unterseite aus Pflanzenfaser, und zwar kann diese Pflanzenfaser sowohl Leinen,
Flachs, Ramie oder Baumwolle sein. Besonders vortheilhaft ist es, Flachs für die Schufsfäden
zu wählen und Leinen oder Baumwolle für die Kette; während also die Oberkette aus
Wolle, die Unterkette aus Leinen oder Baumwolle besteht, besteht der Oberschufs aus
Wolle und der Unterschufs aus Flachs.
Das fertig gewebte Stück wird wie gewöhnlich gewaschen, gewalkt, getrocknet und geprefst.
Nach der Pressung wird die Pflanzenfaserseite durch Behandlung mit Stärkelösung oder dergleichen gesteift und wiederum getrocknet
und geprefst. Diese Behandlung ist nothwendig, um den Kragen zu steifen.
Der Unterkragen wird nun aus dem Stück Fig.. ι der Zeichnung geformt. Auf diesem
Stück kreuzen sich Schufs und Kette rechtwinklig; es ist in der Figur eine Mittelpartie
mit vollständigen Schufs- und Kettenfäden gezeichnet, während zu beiden Seiten davon,
und zwar blos zur Verdeutlichung der sich kreuzenden Fadenlinien, die Abstände der letzteren
wesentlich gröfser, also aufser Verhältnifs angenommen sind, so dafs also jeweils eine
Partie Zwischenfäden ausgelassen ist. Der Umrifs des Stoffes (Fig. 1) ist mit e c ab df h
angedeutet. Die bezüglichen Umfangsstellen sind bezeichnet, um an Hand derselben das
Verfahren zur Formgebung des Unterkragens zu verdeutlichen, womit der Unterkragen selbst
in seinen vorhandenen Eigenschaften nach der Fertigstellung noch genauer gekennzeichnet
wird. Das Stück e hf zwischen e und f wird nach der Linie egf umgelegt unter gleich-
zeitiger Behandlung desselben mit dem Bügeleisen und unter Streckung der in Betracht
kommenden Theile mittelst der Hand und des Bügeleisens. Dadurch wird die Strecke a b
aus einander gezogen, ebenso, aber in wesentlich geringerem Mafse, die Strecke e hf während
die Strecke egf nicht eigentliche Weitung erfährt, sondern durch die bereits be-'zeichnete
Weitung der anderen Stelle eine Biegung nach innen. Dadurch werden die Schufs- und Kettenfäden, die sich vorher
gleichmäfsig unter 90 ° kreuzten, diejenige charakteristische Form annehmen, wie solche
durch die entsprechenden Linien in Fig. 2 angedeutet ist, d. h. in Anwendung des Gesagten
auf die Fläche α b df g e c. Es werden die Vorher parallelen Fäden m1 m2 auf der Strecke
α b weiter aus einander stehen als auf der Strecke eg, während sie auf der Strecke eh
eine mittlere Weite zeigen. Es trifft dies sowohl auf die Kettenfäden, als auf die Schufsfäden
zu, die vorher parallel mit 90° sich kreuzten und nun, wie Fig. 2 zeigt, im Bogen
nach aufsen verlaufen.
Claims (1)
- Pa tent-Anspruch:Verfahren zur Herstellung von Unterkragen u. dgl., darin bestehend, dafs ein der Form des Kragens entsprechendes, oben aus Wolle, unten aus Pflanzenfaser gefertigtes Doppelgewebe auf der Unterseite gestärkt und nach dem Trocknen eine Borde derart angefaltet wird, dafs beim Bügeln und Ausstreichen mit der Hand der gewünschte Kragen entsteht.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE95681C true DE95681C (de) |
Family
ID=366900
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT95681D Active DE95681C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE95681C (de) |
-
0
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