DE95808C - - Google Patents
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B62—LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
- B62J—CYCLE SADDLES OR SEATS; AUXILIARY DEVICES OR ACCESSORIES SPECIALLY ADAPTED TO CYCLES AND NOT OTHERWISE PROVIDED FOR, e.g. ARTICLE CARRIERS OR CYCLE PROTECTORS
- B62J13/00—Guards for chain, chain drive or equivalent drive, e.g. belt drive
- B62J13/04—Guards for chain, chain drive or equivalent drive, e.g. belt drive completely enclosing the chain drive or the like
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Devices For Conveying Motion By Means Of Endless Flexible Members (AREA)
- General Details Of Gearings (AREA)
Description
Patentanwälte
Dr. phii.S. Arndt,
Braunschweig.
Braunschweig.
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 63: Sattlerei, Wagenbau und Fahrräder.
WILLIAM DUNN, FREDERICK HAROLD NIES und JAMES BUCHANAN NIES ,in BROOKLYN.
Als Gestelltheil dienendes Gehäuse für die Kettenräder und Kette an Fahrrädern.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. April 1897 ab.
Divan V-
Um die Kettenräder und Kette an Fahrrädern mit Kettenantrieb gegen den. Zutritt
von Staub zu schützen, wurde schon längst vorgeschlagen, dieselben mit einem Schutzgehäuse
zu umgeben, das gleichzeitig ein nothwendiges Glied des Fahrradgestelles ersetzt.
Bei den bestehenden Ausführungen dieser Art wird aber kaum eine Verminderung des Gestellgewichtes
erzielt; ferner treten noch die Uebelstände auf, dafs man einerseits nicht zur Triebkette gelangen kann, ohne ein umständliches
und zeitraubendes Auseinandernehmen des Triebschutzgehäuses und das Abnehmen des entsprechenden Kurbelfufstrittes veranstalten
zu müssen, und dafs andererseits die Vorrichtungen zum Nachspannen der etwa schlaff gewordenen
Triebkette theils unsicher, theils nicht ohne Abnahme eines Theiles des Triebschutzgehäuses
zugänglich sind.
Zweck vorliegender Erfindung ist, den erwähnten Uebelständen abzuhelfen und gleichzeitig
eine Verminderung des Gewichtes des Fahrradgestelles zu erzielen.
Die Verminderung des Gewichtes des Fahrradgestelles wird bei dem den Gegenstand vorliegender
Erfindung bildenden Triebschutzgehäuse an Fahrrädern dadurch erzielt, dafs
dasselbe aus zwei durch zwei halbkreisförmige Endgehäusetheile verbundenen Rinnen und
einem mit einer Längsöffnung versehenen Seitendeckel besteht, so dafs im Triebschutzgehäuse
ein länglicher Hohlraum entsteht.
Ferner ist der erwähnte Deckel des Triebschutzgehäuses mit einem vermittelst eines abhebbaren
Schiebers verschiebbaren Schlitz ver-■ sehen, welcher sich vom erwähnten Hohlraum
des Triebschutzgehäuses bis zur entsprechenden Tretkurbelwelle erstreckt, so dafs dieser Deckel
bequem auf das Gehäuse geschoben und von demselben abgehoben werden kann, ohne dafs
die entsprechende Kurbel weggenommen werden mufs, und man folglich bequem zur Triebkette
des Fahrrades gelangen kann.
Schliefslich ist die mit dem verbesserten Triebschutzgehäuse verbundene Kettenspannvorrichtung
derart eingerichtet, dafs dieselbe ein sicheres Nachspannen der Triebkette bequem
und rasch von aufsen, ohne irgend welche Theile vom Gehäuse ■ wegnehmen zu müssen,
vollzogen werden kann.
Auf beiliegender Zeichnung ist der verbesserte Kettenkasten an einem gewöhnlichen Zweiradgestell
angebracht dargestellt, und zeigt Fig. 1 denselben in Seitenansicht. Fig. 2 ist ebenfalls
eine Seitenansicht bei abgehobener äufserer Seitenwandung, und Fig. 3 eine Oberansicht.
Fig. 4, 5 und 6 stellen in gröfserem Mafsstab als die Hauptansichten Einzelteile dar und
veranschaulichen Anordnungen zur Sicherung des Verschlusses des Kettenkastens. Fig. 7
und 8 zeigen in gröfserem Mafsstab als die Hauptfiguren einen horizontalen Schnitt und
eine Seitenansicht des hinteren Endes des Kettenkastens.
Wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, ist nur eine zur Verbindung des Kurbelwellenlagers a mit
der Welle b, auf welcher die hintere Radnabe c sitzt, dienende röhrenförmige Stange d
vorhanden und auf der anderen Seite des Fahrrades anstatt einer solchen Stange der
Kettenkasten A angeordnet. Letzterer besteht aus zwei Kanälen oder Rinnen e e zur Kettenführung,
welche an ihren entsprechenden Enden mit halbcylindrischen, die Kettenräder B bezw. C
aufnehmenden Gehäusetheilen g und gx verbunden
sind. Die die beiden Kettenräder verbindende Kette D läuft in den Rinnen oder
Kanälen ee, ohne selbstverständlich dieselben
zu berühren. Die Rinnen ee und der halbcylindrische
Gehäusetheil g sind auf der einen Seite offen, um nach Abheben der einen Deckel bildenden Seitenwand A1 zur Kette gelangen
zu können. Der Deckel ^1 ist derart gestaltet, dafs er über die Querwandungen der
Rinnen e e und des Gehäusetheiles g greift und die offene Seite des Gehäuses A verschliefst.
Derselbe besitzt an seinem breiteren Ende einen Schlitz, welcher zum genauen Anschlufs an
die Kurbelwelle in einen Halbkreis endigt und in normalem Zustande durch einen Schieber i
(Fig. i) verschlossen ist. Bei Anbringung und Befestigung des Deckels A1 wird der Schieber i
herausgezogen und die Kurbel j der Welle h so gestellt, dafs sie, durch den Schlitz hindurchtretend,
in der centralen Oeffnung des Deckels liegt. Das schmalere Ende des Deckels A1
wird dann unter die Deckplatte des halbcylindrischen Gehäusetheiles gx geschoben und
so der Deckel auf das Gehäuse A gebracht. In seiner Stellung kann derselbe in geeigneter
Weise festgestellt werden, wie z. B. in den Fig. i, 4 und 5 gezeigt ist. Die Befestigungsvorrichtung
besteht in von den entsprechenden Rändern der Rinnen oder Kanäle ee etwas
hervorstehenden Vorsprüngen & und entsprechenden, an den Rändern des Deckels A1 zur Aufnahme
besagter Vorsprünge vorgesehenen Einschnitten m. An dem vorderen Ende der Vorsprünge
k ist ein Einschnitt kx (Fig. 4) vorgesehen,
in welchen beim Aufsetzen des Deckels und nachherigem hinreichenden Zurückschieben
die entsprechenden Endkanten der Einschnitte m eingreifen. So wird der aus einer flachen
Metallplatte bestehende Deckel in seiner geschlossenen Stellung festgehalten, was noch
durch Einschrauben einer Verbindungsschraube η in am vorderen Ende des Deckels und des
Gehäuses A vorgesehene Ansätze gesichert wird.
Fig. 6 erläutert eine andere Vorrichtung zur Befestigung des Deckels. Dieselbe besteht in
einem am Deckel aufgehängten Riegel 0, welcher über einen am Gehäuse A befindlichen
Haken ρ greift.
An dem hinteren Ende des Triebschutzgehäuses ist eine Vorkehrung getroffen, die
dazu dient, der etwa schlaff gewordenen Kette wieder die gewünschte Spannung zu geben.
Diese Vorkehrung ist aus Fig. 3 ersichtlich. Die rohrförmige Stange d des Gestelles läuft
an ihrem hinteren Ende in eine Gabel aus, zwischen welche die durch das Auge eines
Augenbolzens q tretende Welle b greift, wobei der Bolzen q durch ein gegen das Ende der
Gabel anliegendes Querstück q1 hindurchtritt und mit einer Mutter versehen ist, durch deren
Anziehen auf der einen Gestellseite die Welle b von der Welle α entfernt werden kann. Auf
der anderen Gestellseite dagegen tritt das Ende der Radnabe (Fig. 3 und 7) durch eine runde
Oeffnung einer breiten Gleitplatte r, welche an der nach innen zu liegenden Fläche des Triebschutzgehäuses
A in Führungsschlitzen geführt ist, hindurch. Auf der Aufsenfläche des Triebschutzgehäuses
ist eine Platte s mit einer darauf angeordneten Platte t befestigt, welch letztere
unter einen übergreifenden-'Theil einer gebogenen abhebbaren, das hintere Ende des
Gehäuses A abschliefsenden Platte u fafst. Ein Schraubenbolzen ν, welcher an der Innenfläche
der Platte t befestigt ist, tritt durch eine Oeffnung der gebogenen Platte u hindurch
und trägt eine an letzterer anliegende Mutter v1.
Die Welle b tritt durch eine Oeffnung in der Platte t hindurch. Die Platten r und t schliefsen
je einen Schlitz in dem vollen Theil des Gehäusetheiles, welche Schlitze sich bis zum
hinteren Ende desselben erstrecken.
Beim Anbringen der Bestandteile wird die breite Gleitplatte r über die Radnabe und die
Platte t über das äufsere Ende der Welle b auf dieser Gestellseite des Zweirades gebracht. Die
Welle b tritt seitwärts in die Schlitze-des Gehäuses
A, wobei man darauf zu achten hat, dafs die Platte r in die Führungsschlitze an
ihrer Innenfläche gelangt. Hierdurch wird die gebogene Platte u in ihre Stellung', über das
offene Ende des Triebschutzgehäuses gebracht. Wenn die Kette auf den Kettenrädern aufliegt,
kann die Mutter v1 angezogen werden, um die Welle b nach rückwärts zu ziehen und so
die Kette anzuspannen. Die Mutter v1 liegt dicht an der Platte μ an und prefst dieselbe
fest gegen das Ende des Gehäuses A, während die Platte u mit Vorsprüngen u1 ausgerüstet
ist, welche über das Gehäuse gx greifen und ein seitliches Verschieben der Platte u verhindern.
[ '
Wenn erwünscht, kann auch auf dem Triebschutzgehäuse,
und zwar vorzugsweise über der Kurbelwelle zur Schmierung der Kette ein Oelgefäfs y angeordnet werden.
Das Triebschutzgehäuse kann natürlich auch mit Filz, Leder oder sonstigem weichen Material
ausgefüttert werden, um ein Geräusch zu vermeiden, falls die Kette an dasselbe anschlagen
sollte.
Wünschenswerth ist es ferner, dafs das Triebgehäuse nicht viel tiefer ist als die Breite der
Kette, wenigstens an den Punkten, wo dieselbe auf den Kettenrädern liegt. In Fig. 3 besitzt
das Gehäuse dieselbe Tiefe seiner ganzen Länge nach; um aber etwaigen geringen seitlichen
Ausschwingungen der Kette Raum zu geben, kann der Theil des Gehäuses A innerhalb der
Endgehäusetheile für die Kettenräder ein wenig tiefer bezw. breiter gemacht werden, wie in
Fig. 3 durch die punktirten Linien χ angedeutet ist. Bei dieser Construction des Triebgehäuses
wird natürlich der Deckel A1 entsprechend gestaltet bezw. gebogen.
Claims (4)
1. Ein als Gestelltheil dienendes Gehäuse für die Kettenräder und Kette an Fahrrädern,
bestehend aus zwei durch zwei halbcylindrische Endgehäusetheile (g und gx) verbundenen,
seitlich offenen Rinnen (e e) und einem mit einer Längsöffnung versehenen
Deckel (A1), zum Zweck, das Gewicht des
Triebschutzgehäuses zu vermindern.
2. Bei dem durch Anspruch ι gekennzeichneten
Gehäuse für die Kettenräder und Kette an Fahrrädern die Anordnung eines durch einen Schieber (i) verschliefsbaren
Schlitzes im Deckel (A1), zum Zweck, bequem zur Kette und zum Antriebkettenrad
gelangen zu können, ohne die- Tretkurbel
der Gehäuseseite abnehmen zu müssen, indem der Schlitz (i) es gestattet,
dafs der Deckel (A1) auf das Gehäuse geschoben werden kann, ohne die entsprechende
Tretkurbel vom Fahrradgestell wegnehmen zu müssen.
3. Bei einem durch Anspruch 1 gekennzeichneten Gehäuse für die Kettenräder und
Kette an Fahrrädern die Anordnung von die Hinterradwelle aufnehmenden Gleitplatten
(t und r) in Schlitzen der beiden Seitenwandungen des hinteren, das kleinere
Kettenrad aufnehmenden Gehäusetheiles (gx) und von einem durch die gebogene abhebbare
Endplatte (u) des Triebschutzgehäuses hindurchtretenden, an der Platte (t)
befestigten und mit der sich gegen die Endplatte (u) stützenden Mutter (vl) ausgerüsteten
Schraubenbolzen (ν), zum Zweck, die etwa schlaff gewordene Kette bequem
und ohne Demontirung des Triebschutzgehäuses vermittelst der Mutter (v1) nachspannen
zu können.
4. Bei einem durch Anspruch 1 gekennzeichneten Gehäuse für die Kettenräder und
Kette an Fahrrädern eine Vorrichtung zur leicht und rasch lösbaren Befestigung des
Gehäusedeckels, bestehend in an den senkrecht zum Gehäusedeckel stehenden Wandungen
der Rinnen (e e) vorgesehenen Vorsprüngen (k) mit je einem Endausschnitt (kx)
und aus am Deckel (A1) vorgesehenen Einschnitten (m), sowie einer den Deckel an
einem Ende mit dem Gehäuse verbindenden Schraube (n).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE95808C true DE95808C (de) |
Family
ID=367011
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT95808D Active DE95808C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE95808C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE962500C (de) * | 1955-06-11 | 1957-04-25 | Triumph Werke Nuernberg Ag | Geschlossener Kettenkasten fuer Motorraeder, Motorroller od. dgl. |
| DE1132461B (de) * | 1956-07-25 | 1962-06-28 | Motobecane Ateliers | Kraftuebertragung fuer Mopeds |
-
0
- DE DENDAT95808D patent/DE95808C/de active Active
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE962500C (de) * | 1955-06-11 | 1957-04-25 | Triumph Werke Nuernberg Ag | Geschlossener Kettenkasten fuer Motorraeder, Motorroller od. dgl. |
| DE1132461B (de) * | 1956-07-25 | 1962-06-28 | Motobecane Ateliers | Kraftuebertragung fuer Mopeds |
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