DE959876C - Verfahren und Rohling zum spanlosen Herstellen von Hohlteilen aus Metall mit abgesetztem Huelsenschaft und profiliertem Bund, wie Zuendkerzengehaeusen - Google Patents
Verfahren und Rohling zum spanlosen Herstellen von Hohlteilen aus Metall mit abgesetztem Huelsenschaft und profiliertem Bund, wie ZuendkerzengehaeusenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21K—MAKING FORGED OR PRESSED METAL PRODUCTS, e.g. HORSE-SHOES, RIVETS, BOLTS OR WHEELS
- B21K21/00—Making hollow articles not covered by a single preceding sub-group
- B21K21/08—Shaping hollow articles with different cross-section in longitudinal direction, e.g. nozzles, spark-plugs
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Description
AUSGEGEBEN AM 14. MÄRZ 1957
B 22255 Ib j 49 i
wie Zündkerzengehäusen
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen von Hohlteilen aus Metall mit abgesetztem
Hülsenschaft und einem profilartigen, vorzugsweise sechskantigen Außenbund am weiteren
Hülsenende, wie Zündkerzeingeihäusen, ausgehend
von einem mit durchgehendem Loch versehenen zylindrischen Rohling mit dem ungefähren
größeren Außendurchmesser des Hülsen^- schaftes, an dem in einer der Werstückaußenform
angepaßten Matrize der engere Hülsenschaftteil durch Fließpressen von einer Matrizeninnenschulter
aus in Stempelbewegungsrichtung gebildet wird. Der Stempel ist entsprechend der unterschiedlichen
Weite des Gehäuses und für das Zusammenwirken mit der Matrizenschulter abgesetzt.
Bei dem bekannten Verfahren wird ein rohrförmiger Rohling verwendet und durch Stempeldruck
auf eine Stirnseite das ihr benachbarte Ende zu einem Bund gestaucht und das entgegengesetzte
Ende fließgepreßt. Dabei muß der ganzp Werkstoff, auch ein etwaiger Überschuß, durch die
Matrize geschoben werden, so daß ein beträchtlicher Reibungswiderstand entsteht und eine verhältnismäßig
große Kraft zum Verformen benötigt as wird. Das bekannte Verfahren ist für im Gegensatz
zu Stahl verhältnismäßig gut bildsames Buntmetall entwickelt worden.
Es ist auch bekannt, zum Pi essen von Verschraubungen
Rohlinge zu wählen, deren Bohrung in der Nähe des einen Endes kegelig ist, und dann
in diesen Innenkegel einen Sechskantstempel einzudrücken, wobei der Werkstoff entgegen der
Stempelbewegung durch einen Ringspalt fließt und einen Hals bildet. Ein Fließpressen in Bewegungsrichtung
des Stempels und die Bildung eines hülsenförmigen Schaftteils finden hierbei nicht
ίο statt. Es wurde weiter schon vorgeschlagen, hülsenförmige, abgesetzte Werkstücke mit einem
Außenprofil am weiteren Teil aus einem ringförmigen Rohling durch axialen Druck in der
Weise zu erzeugen, daß der Werkstoff in und entgegengesetzt zur Preß richtung in. Ringspalte einsteigt.
Dieses Verfahren dient im wesentlichen zum Herstellen kurzer Werkstücke, bei denen der weitere
Hülsenteil nicht mit einem Bund versehen ist, der das Profil tragen soll.
Ausgehend von dem eingangs angegebenen Verfahren,, besteht die Erfindung· darin, daß an einem
Rohling, dessen Loch sich in Stempelbewegungsrichtung im wesentlichen kegelig verengt, der Bund
durch Ausweiten des Loches erzeugt und darauf der den Bund tragende Hülsenschaftteil beim weiteren
Eintreiben des abgesetzten Stempels durch Gegenfließpressen, von der Matrizenschulter aus
fertiggeformt wird.
Durch dieses Verfahren kann man lange Werkstücke herstellen, ohne durch zu große Reibung an
den Matrizenwänden unnötig Kraft zu verlieren. Der Hohlkegel des Rohlings erleichtert das Ausweiten
des Bindendes und teilt die nach beiden Enden zu ausweichendien; Stoffmengen des Rohlings ab.
35. Etwaige Werkstoffüberschüsse können sich auf beide Enden des Preßstückes verteilen, so daß der
Werkstofffluß in der Matrize kaum durch sie beeinträchtigt ist. Auf das Aufweiten und Fließpressen
kann noch ein bei derartigen Preßvorgängen übliches Kalibrieren folgen.
Ein Ausführungsbeispiel des gesamten Verfahrens ist in der Zeichnung dargestellt. Es zeigt,
teilweise im Schnitt und mit den zugehörigen Werkzeugen,
Fig. ι den Stababschnitt,
Fig. 2 den vorgelochten,
Fig. 3 den durchgelochten Hohlkörper, Fig. 4 einen fließgepreßten und Fig. 5 einen kalibrierten! Hohlkörper. Zur an sich bekannten Gewinnung eines durchlochten-Roihiings dien* ein. runder Stangenabschnitt!i (Fig. 1), der in eine Matrize 2 eingelegt und mit einem konischen Stempel 3 vorgelocht wird (Fig. 2). Der Konus 4 des Loches ist flacher, als dem üblichen Anzug bei Preßvorgängen entspricht, bleibt jedoch mit seinem Flankenwinkel 5 (dem halben Spitzenwinkel) unter io° und beträgt vorzugsweise etwa 50. In den- Boden des Rohlings wird mit einem auch als v Auswerfer dienenden Stempel 7 eine Ausnehmung 6 gepreßt, ferner erhält der Boden eine Fase 8.
Fig. 2 den vorgelochten,
Fig. 3 den durchgelochten Hohlkörper, Fig. 4 einen fließgepreßten und Fig. 5 einen kalibrierten! Hohlkörper. Zur an sich bekannten Gewinnung eines durchlochten-Roihiings dien* ein. runder Stangenabschnitt!i (Fig. 1), der in eine Matrize 2 eingelegt und mit einem konischen Stempel 3 vorgelocht wird (Fig. 2). Der Konus 4 des Loches ist flacher, als dem üblichen Anzug bei Preßvorgängen entspricht, bleibt jedoch mit seinem Flankenwinkel 5 (dem halben Spitzenwinkel) unter io° und beträgt vorzugsweise etwa 50. In den- Boden des Rohlings wird mit einem auch als v Auswerfer dienenden Stempel 7 eine Ausnehmung 6 gepreßt, ferner erhält der Boden eine Fase 8.
Im nächsten Arbeitsgang (Fig. 3) wird der noch napfförmige Rohling in einer Matrize 9 mit Hilfe
eines Stempels 10 durchgelocht, so daß ein außen zylindrischer, innen kegeliger Hohlkörpern als
Rohling für das erfindungsgemäße Verfahren entsteht. Der abgescherte Butzen 12 fällt nach unten.
Dieser Rohling n wird nun in eine Matrize 13 gesteckt (Fig. 4). Diese ist in ihrem Oberteil sechskantig
ausgearbeitet mit einem den Durchmesser des Hohlkörpers übersteigenden Eckenmaß und hat
eine kegelige Ringschulter 14, gegen die sich der Rohling mit der Abschrägung 8 legt. Ein Stempel
15 wird nun in den Rohling n gesenkt; sein Ansatz
16 ragt über die Ringschulter 14 hinaus, ehe der Werkstoff zu fließen anfängt. Der Stempel 15
wird dann so stark auf den Rohling 11 gedrückt, daß dieser zu fließen beginnt. Ein Teil des Werkstoffes
fließt hierbei durch den Ringraum zwischen Ansatz 16 und Matrize 13 in Stempelbewegungsrichtung
nach unten; dabei bleibt der Werkstoff auch an der schwer zu beherrschenden Stelle in der
Nähe der Ringschulter 14 dicht. Der obere Teil des Werkstoffes ist inzwischen in den Sechskantraum
der Matrize 13 durch Ausweiten des betreffenden Abschnittes des Rohlings verdrängt worden, und
der unterhalb des Sechskantbundes liegende Rohlingsteil wird entgegen der Stempelbewegung
fließgepreßt. Man erhält durch diesen Arbeitsgang einen Gehäusepreßling 17, dar von einem Auswerfer
18 aus der Matrize 13 entfernt wird. Er hat
bereits etwa die Länge und die sonstigen Maße des fertigen Gehäuses.
Die richtige Verteilung der Massen und Lenkung der Werksitoffbewegung hängt· außer von den
nach bekannten Regeln zu bemessenden Werkzeugen vor allem von dem Flankenwinkel des
Loches im Rohling ab.
Der Gehäusepreßling kommt in einem weiteren, nicht zur Erfindung gehörenden Arbeitsschritt in
eine Matrize 19, in welcher er mit Hilfe eines Stempels 20 kalibriert wird (Fig. 5). Das so entstandene
Gehäuse 21 besitzt fast überall die endgültigen Maße, nur an seinen Enden sind noch
kleine Fortsätze 22 und 23 vorhanden, die nachher abgedreht werden. Sie entstehen durch die
in* gewissen Grenzen zugelassenen. Gewichtsabweichungen
der Rohlinge 1. Der obenliegende Fortsatz 22 bildet sich in Achsrichtung des Gehäuses
um eine Verstärkung 24 des Stempels 20, der untenliegende Fortsatz 23 entsteht radial in
dem Zwischenraum zwischen dem Stempel 20 und einem Auswerfer 25. Die Verstärkung 24 ist etwas
dünner als die Schlüsselweite des Sechskants. Das von dem Auswerfer ausgestoßene Gehäuse wird "5
nur noch an seinen Enden bearbeitet. Es empfiehlt sich, den Rohling 1 vor dem Vorlochen zu glühen
und zu bondern, um das Fließen zu begünstigen. Auch vor dem Kalibrieren kann ein Zwischenglühen
eingelegt werden. lao
Als Werkstoff für die Hohlkörper eignet sich besonders unlegierter Stahl mit weniger als
0,1 °/o Kohlenstoff.
Die geschilderten Arbeitsgänge lassen sich auf einer Stufenpresse ausführen, so daß eine sehr **5
wirtschaftliche Herstellung der Gehäuse möglich
wird. Auf fünf Stufen einer solchen Presse kann die ganze Herstellung einschließlich des Abscherens
des Rohlings ι vor sich gehen. Es ist auch möglich, den Rohling auf andere Weise, wie z. B.
durch Ausstanzen, Abdrehen usw., herzustellen.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Verfahren zum Herstellen von Hohlteilen xo aus Metall mit abgesetztem Hülsenschaft und einem profilierten, vorzugsweise sechskantigen Außenbund am weiteren Hülsenende, wie Zündkerzengehäusen, ausgehend von einem mit durchgehendem Loch versehenen zylindrischen iS Rohling mit dem ungefähren größeren Außendurchmesser der Hülse, an dem in einer der Werkstückaußenform angepaßten Matrize der engere HülseinBchaftiteil durch Fließpressen, von einer Matrizeninnenschulter aus in Stempelbewegungsrichtung gebildet wird, dadurch gekennzeichnet, daß an einem Rohling, dessen Lodh sich in Stempelbewegungsrichtung im wesentlichen kegelig verengt, der Bund durch Ausweiten des Loches erzeugt und darauf der den Bund tragende Hülsenschaftteil beim weiteren Eintreiben des abgesetzten Stempels durch Gegenfließpressen von der Matrizenschulter aus fertiggeformt wird.
- 2. Rohling für das Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Flankenwinkel des Kegels kleiner als io°, insbesondere 5° ist.In Betracht gezogene Druckschriften:
Schweizerische Patentschrift Nr. 282 454;
französische Patentschrift Nr. 949 714;
Oskar Gönner, »Arbeitsbestverfahren und Betriebsmittel«, München 1947, S. 123.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 609 617/294. 8.56 (609 835 3.57)
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB22255A DE959876C (de) | 1952-10-01 | 1952-10-01 | Verfahren und Rohling zum spanlosen Herstellen von Hohlteilen aus Metall mit abgesetztem Huelsenschaft und profiliertem Bund, wie Zuendkerzengehaeusen |
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| DEB22255A DE959876C (de) | 1952-10-01 | 1952-10-01 | Verfahren und Rohling zum spanlosen Herstellen von Hohlteilen aus Metall mit abgesetztem Huelsenschaft und profiliertem Bund, wie Zuendkerzengehaeusen |
Publications (1)
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| DE959876C true DE959876C (de) | 1957-03-14 |
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Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE959876C (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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-
1952
- 1952-10-01 DE DEB22255A patent/DE959876C/de not_active Expired
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