DE960190C - Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus 4-Acylamino-benzol-1-sulfonamiden und Formaldehyd - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus 4-Acylamino-benzol-1-sulfonamiden und Formaldehyd

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DE960190C
DE960190C DEC8972A DEC0008972A DE960190C DE 960190 C DE960190 C DE 960190C DE C8972 A DEC8972 A DE C8972A DE C0008972 A DEC0008972 A DE C0008972A DE 960190 C DE960190 C DE 960190C
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DE
Germany
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formaldehyde
sulfonamides
condensation products
preparation
benzene
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Expired
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DEC8972A
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English (en)
Inventor
Dr Lothar Strassberger
Dr Otto Wiedemann
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Chemische Fabrik Von Heyden AG
Original Assignee
Chemische Fabrik Von Heyden AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C311/00Amides of sulfonic acids, i.e. compounds having singly-bound oxygen atoms of sulfo groups replaced by nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C311/50Compounds containing any of the groups, X being a hetero atom, Y being any atom
    • C07C311/52Y being a hetero atom
    • C07C311/54Y being a hetero atom either X or Y, but not both, being nitrogen atoms, e.g. N-sulfonylurea

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

AUSGEGEBEN AM 21. MÄRZ 1957
C 8972 IVb j 12 ο
In der österreichischen Patentschrift 169 575 ist ein Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus 4-Aminobenzol-i-sulfonacetamid und Formaldehyd beschrieben. Die dort erhaltenen Verbindungen haben je nach Menge des angewandten Formaldehids die Formel: C17H20O6N4S2 oder
Die schweizerische Patentschrift 280034 beschreibt die Herstellung eines Kondensationsproduktes aus p-Aminöbenzolsuifonylharnstoff und Formaldehyd. Nach diesem Verfahren kondensiert man den p-Aminobenzolsulfonylharnstofr Vorzugsweise in saurem Medium mit Formaldehyd, wobei man ein Kondensationsprodukt der Bruttoformel C9H13O3N3S erhält. Das Produkt ist in Wasser, Säuren und Alkalien unlöslich. Die Strukturformel dieses neuen Sulfonamides konnte nach Angaben der Anmelderin noch nicht klargestellt werden.
Bei diesen Verfahren ist ein Sulfonamid, das eine freie, kerngebundene Aminogruppe trägt, Reaktionspartner des Formaldehyds.
Erfindungsgemäß erhält man nun Kondensationsprodukte aus 4-Acylaminobenzol-i-sulfonamiden und Formaldehyd, wie sie bisher in der Literatur
noch nicht beschrieben sind, wenn man auf Sulfonamide der allgemeinen Formel
Acyl —NH-/
SO2-NHR
in welcher Acyl den Rest einer organischen Mono- oder Dicarbonsäure, wie z. B. Acetyl, Acryloyl, Benzoyl, Malonyl, Succinyl oder Phthalyl, und R die Gruppen -CO-NH2, -CS-NH2, — C(=NH)NH2 bedeuten, Formaldehyd einwirken läßt, und zwar in wäßriger Lösung und unter Einhaltung eines pH-Wertes, bei dem die Acylgruppe der Ausgangsstoffe nicht abgespalten wird.
Man führt die Reaktion zweckmäßigerweise in wäßrig-alkalischer Lösung durch, wobei man einen Überschuß von Formaldehyd anwendet. Als zweckmäßig hat sich ein pH von 7 bis 7,6 erwiesen.
An Stelle von Formaldehyd kann man auch formaldehydabgebende Mittel verwenden.
Die Reaktion geht schon in der Kälte vor sich; meist ist nach 1- bis 2tägigem Stehen der Reaktionsmasse bei Zimmertemperatur die Kondensation beendet. Zur Gewinnung der Kondensationsprodukte macht man die Reaktionsmasse schwach sauer, wobei die meist als zähe Masse ausfallenden Produkte nach kurzer Zeit erstarren.
So bildet sich z. B. aus 4-Phthalylamino-benzoli-sulfonylharnstoff in wäßrig-alkalischer Lösung mit ι Mol Formaldehyd in quantitativer Ausbeute ein Kondensationsprodukt, dessen Bruttoformel der Methylolverbindung des 4-Phthalylamino-benzoli-sulfonylharnstoffes entspricht.
Die Kondensationsprodukte, die eine überraschend hohe bakterizide Wirkung zeigen, zeichnen sich durch gute Löslichkeit in verdünnten Laugen aus. Sie sollen als Pharmazeutica verwendet werden, besonders in der Therapie der infektiösen Darmerkrankungen.
Beispiele
i. 700 g 4-Phthalylamino-benzol-i-sulfonharnstoff werden mit 500 ecm Wasser zu einem Teig angerührt. Diesen versetzt man langsam unter Rühren mit so viel einer 2O%igen wäßrigen Natronlauge, bis das pH der Lösung etwa 7,5 beträgt. In diese Lösung rührt man 160 ecm einer 4O%igen Formaldehydlösung ein und läßt 24 Stunden bei Zimmertemperatur stehen. Unter kräftigem Rühren versetzt man langsam mit einer 200/oigen wäßrigen Salzsäure bis zu einem pH von etwa 3. Das Kondensationsprodukt scheidet sich dabei in beinahe quantitativer Ausbeute ab. Man saugt ab, wäscht mit Wasser und trocknet an der Luft. Die Methylolverbindung des 4-Phthalylamino-benzol-i-sulfoharnstoffs hat einen Schmelzpunkt von 160 bis 1650.
2. 1,9 g p-Phthalylaminobenzolsulfothiohamstoff, Zersetzungspunkt 1620, werden mit 10 ecm Wasser zu'einem Teig angerührt und mit so viel einer io°/oigen NaOH versetzt, bis ein pH von etwa 7,5 erreicht ist. Zu der klaren Lösung werden 0,5 ecm einer 40°/oigen wäßrigen Formaldehydlösung gegeben. Nach 2tägigem Stehen macht man schwach kongosauer. Das Kondensationsprodukt scheidet sich in fein kristalliner Form ab. Man saugt ab, wäscht mit Wasser und trocknet. Die Methylolverbindung hat einen Zersetzungspunkt von 149°.
3. 1,81 g p-Phthalylaminobenzolsulfoguanidin, vom Zersetzungspunkt 2520, werden mit 10 ecm Wasser zu einem Teig angerührt und mit so viel einer io%igen NaOH versetzt, bis ein pH von 7,5 erreicht ist. Zu der klaren Lösung werden 0,5 ecm einer 4o%igen wäßrigen Formaldehydlösung gegeben. Nach 2tägigem Stehen macht man schwach kongosauer. Das Kondensationsprodukt scheidet sich in fein kristalliner Form ab. Man saugt ab, wäscht mit Wasser und trocknet. Das Kondensationsprodukt hat einen Zersetzungspunkt von 1520.
4. 10,28 g 4-Acetylaminobenzol-i-sulfoharnstoff werden in 20 ecm einer 400/oigen Formaldehydlösung aufgeschlemmt und unter Rühren mit 8,2 ecm einer 2o°/oigen wäßrigen Natronlauge versetzt. Das Ph der Lösung beträgt nun etwa 7,4. Nach itägigem Stehen bei Zimmertemperatur versetzt man mit 30 - ecm· Wasser und so viel einer io%igen Salzsäure, bis ein pH von etwa 3 erreicht ist. Nach mehrstündigem Stehen in Eis saugt man die abgeschiedene kristalline Masse ab, wäscht mit Wasser und trocknet. Das Kondensationsprodukt hat einen Zersetzungspunkt VOn 220°.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus 4-Acylaminobenzol-i-sulfonamiden und Formaldehyd, dadurch gekennzeichnet, daß man auf ein 4-Acylaminobenzolr-isulfonamid der allgemeinen Formel
    Acyl —NH-
    -SO2-NHR,
    in der Acyl den Rest einer organischen Mono- oder Dicarbonsäure und R die Gruppen -CO-NH2, -CS-NH2, —C(=NH)NH2 bedeuten, Formaldehyd einwirken läßt, und zwar in wäßriger Lösung und unter Einhaltung eines pH-Wertes, bei welchem die Acylgruppe der Ausgangsstoffe nicht abgespalten wird.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Schweizerische Patentschrift Nr. 280 034.
    609 620/463 9.96 (609 843 3.57)
DEC8972A 1954-03-03 1954-03-03 Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus 4-Acylamino-benzol-1-sulfonamiden und Formaldehyd Expired DE960190C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3184300A (en) * 1958-04-07 1965-05-18 Upjohn Co Composition and method for promoting growth and protecting plants from damage by parasitic pathogens

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CH280034A (de) * 1948-11-12 1951-12-31 Spofa Spojene Farmaceuticke Z Verfahren zur Herstellung eines Derivates des p-Amino-benzolsulfonyl-harnstoffes.

Patent Citations (1)

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CH280034A (de) * 1948-11-12 1951-12-31 Spofa Spojene Farmaceuticke Z Verfahren zur Herstellung eines Derivates des p-Amino-benzolsulfonyl-harnstoffes.

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