DE961029C - Verfahren zur Herstellung von harten harzartigen Produkten aus AEthoxylinkondensaten - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von harten harzartigen Produkten aus AEthoxylinkondensatenInfo
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Description
AUSGEGEBEN AM 28. MÄEZ 1957
N 5896 IVb /39 b
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von harten harzartigen Produkten aus
dem Material, das man z. B. erhält, wenn man ein oder mehrere mehrwertige Phenole oder Alkohole mit Epichlorhydrin
kondensiert, wobei man ein solches Verhältnis und solche Bedingungen wählt, daß im erhaltenden
Kondensationsprodukt durchschnittlich mehr als eine Epoxygruppe im Molekül vorhanden ist.
Die Kunstharze, welche durch Härtung von derartigen oder chemisch identischen Kondensaten herzustellen
sind, werden unter dem Namen Äthoxylinharze in Chemical Week, 69 (1951), S. 27, besprochen. Diese
Benennung soll auch hier weiter Verwendung finden.
Ein zweites Beispiel einer Äthoxylinharze betreffenden Veröffentlichung, welche darin aber mit dem Handelsnamen
»Eponharzeci· bezeichnet werden, ist der Artikel
auf den S. 15 bis 18, 48 und 49 von Paint, Oil and Chemical Review, 113 (1950).
Die Herstellung von äthoxylinharzbildenden Kondensaten aus mehrwertigen Phenolen oder Alkoholen
und Epichlorhydrin ist ausführlich in einer Anzahl von Patentschriften, z. B. in den französischen Patentschriften
960 044, 960 045, 962 845, 962 846, 962 969, 967 470, 981 842, 983 571, 985 852 und den USA.-Patentschriften
2528417, 2528932, 2528933, 2528934 und 2553718, beschrieben.
Aus diesen Patentschriften geht hervor, daß anstatt Epichlorhydrin auch Dichlorhydrin, Epibromhydrin
und Dibromhydrin bei der Herstellung des äthoxylinharzbildenden Materials Verwendung finden können.
Auch ist es möglich, halogenfreie Epoxyverbindungen mit Verbindungen, welche Hydroxylgruppen enthalten,
vor allem mit phenolischen Verbindungen, reagieren zu lassen. Die aus mehrwertigen Phenolen oder Alkoholen
und Epichlorhydrin herstellbaren Kondensate ίο sowie die auf andere Weise hergestellten, chemisch
damit identischen Kondensate werden weiterhin der Kürze halber Äthoxylinkondensate genannt.
Die erfindungsgemäß zu härtenden Äthoxylinkondensate können mit anderen Stoffen, z. B. mit Lösungsmitteln,
Farbstoffen, Pigmenten, Weichmachern, sowie mit harzartigen oder harzbildenden Materialien vermischt
sein.
Es sind schon, z. B. in obengenannten Patentschriften, verschiedene Härtungsmittel zur Herstellung
von Äthoxylinharzen aus den harzbildenden Kondensaten beschrieben worden. Amine sind als solche in der
Literatur wiederholt genannt. Der französischen Patentschrift 930 609 zufolge sind vor allem Di- und Polyamine,
wie Äthylendiamin, günstig. Nach der Patentanmeldung ρ 35 103 IVc/3gb D
wird als Härtungsmittel ein gesättigtes aliphatisches Diamin mit zwei primären Aminogruppen, von denen
eine direkt an ein gesättigtes, tertiäres Kohlenstoffatom gebunden ist, verwendet. Die andere primäre
Aminogruppe kann mit einem primären sekundären oder tertiären Kohlenstoffatom verbunden sein; bevorzugt
wird ein sekundäres Kohlenstoffatom. Vorzugsweise wird nach dieser Patentanmeldung 2,4-Diamino-2-methylpentan,
das auch kurz mit Diacetondiamin bezeichnet werden kann, verwendet.
Auch die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Verwendung einer bestimmten Gruppe von Diaminen
als Härtungsmittel zum Härten von Äthoxylinkondensaten zu harten harzartigen Produkten.
Erfindungsgemäß werden als Härtungsmittel N, N-Dialkyl-i, 3-propylendiamine verwendet.
Bevorzugt werden N, N-Dimethyl-i, 3-propylendiamin
und N, N-Diäthyl-i, 3-propylendiamin, obgleich
N, N-Dialkyl-i, 3-propylendiamine, in denen die Alkylgruppen
mehr als 2 Kohlenstoffatome enthalten, auch mit gutem Erfolg verwendet werden können. Die
beiden Alkylgruppen in den Molekülen der als Härtungsmittel verwendeten Stoffe können voneinander
verschieden sein.
Die erfindungsgemäß zu verwendenden Härtungsmittel können mit Hilfe eines Verfahrens, das in Bull.
Acad. Roy. BeIg., 1904, S. 904, beschrieben ist, wobei
man ein Dialkylamin mit ^-Chlorpropionitril reagieren läßt, hergestellt werden. Die Nitrilgruppe im erhaltenen
Reaktionsprodukt kann man durch Hydrierung in eine Aminogruppe umsetzen, z. B. nach einem der
in den USA.-Patentschriften 2 165 515, 2 429 876 und
2 436 368 beschriebenen Verfahren.
Vorzugsweise fügt man bei dem Verfahren gemäß
der Erfindung dem zu härtenden Äthoxylinkondensat je Epoxygruppe 0,05 bis 1 Molekül Amin hinzu. Bei
Zufügung größerer Mengen als 1 Molekül Amin findet keine vollständige Härtung statt und entsteht ein Produkt,
das noch in organischen Lösungsmitteln, wie Toluol, löslich ist. Auch kleinere Mengen als 0,05 Molekül
ergeben keine vollständige Härtung. Die besten Resultate werden im allgemeinen mit 0,15 bis 0,4 Molekülen
Amin je Epoxygruppe erzielt.
Die Härtung kann bei Temperaturen zwischen Zimmertemperatur und 2500 ausgeführt werden. Die
Temperatur hat keinen oder praktisch keinen Einfluß auf die Qualität des Endproduktes, aber die Härtung
verläuft schneller bei höheren Temperaturen. In der Praxis erhitzt man im allgemeinen nicht auf höhere
Temperaturen als ungefähr 150°.
Der Reaktionsmechanismus, auf dem die Wirkung des erfindungsgemäß verwendeten Härtungsmittels
beruht, ist nicht mit Sicherheit bekannt. Offenbar wirken die Amine vernetzend bzw. kettenverlängernd
auf die Moleküle der Äthoxylinkondensate.
Gegenüber den schon früher als Härtungsmittel verwendeten Aminen bieten die erfindungsgemäß verwendeten
N, N-Dialkyl-i, 3-propylendiamine den Vorteil, daß sie sehr schnell wirken und ein kompaktes
hartes Harz aufliefern, das einen sehr guten inneren Zusammenhang besitzt.
Vorzugsweise verwendet man von zweiwertigen ein- oder mehrkernigen Phenolen abgeleitete Äthoxylinkondensate.
Besonders bevorzugt werden die Kondensate, hergeleitet von der zweikernigen, zweiwertigen,
phenolischen Verbindung 2, 2-Di-[4-oxyphenyl]-propan, welche der Kürze wegen weiterhin Bisphenol genannt
wird. Von den Äthoxylinkondensaten, welche man aus mehrwertigen Alkoholen herstellen kann,
werden vorzugsweise die vom Glycerin hergeleiteten verwendet. Im allgemeinen wird bevorzugt, die von
mehrwertigen Alkoholen hergeleiteten Äthoxylinkondensate nicht allein, sondern vermischt mit von mehrwertigen,
besonders von zweiwertigen Phenolen hergeleiteten Äthoxylinkondensaten zu verwenden.
Von den aus Bisphenol erhältlichen Äthoxylinkondensaten haben besonders solche sich sehr gut bewährt,
deren Molekulargewicht zwischen 340 und 624 und deren Epoxygruppenäquivalentgewicht zwischen
175 und 400 liegt, wobei die Nebenbedingung erfüllt sein soll, daß die mittlere Anzahl Epoxygruppen je
Molekül, dem Obigen entsprechend, größer ist als 1. Die ernndungsgemäß durch Härtung erhaltenen
Äthoxylinharze sind im allgemeinen für alle Zwecke, wofür die Anwendung von Äthoxylinharzen schon
früher vorgeschlagen wurde, geeignet. Insbesondere wurden gute Resultate erzielt mit aus Äthoxylinharzen
bestehenden Überzugschichten und mit Massen zur Umhüllung von elektrischen Apparaturen, wenn Härtungsmittel
gemäß vorliegender Erfindung Verwendung fanden. Auch bei der Anwendung von Äthoxylinharzen
zum Zusammenkleben von Gegenständen bewähren sich die Härtungsmittel nach der Erfindung
ausgezeichnet.
In den folgenden Beispielen sind alle Teile Gewichtsteile, alle Prozente Gewichtsprozente. Die in den Beispielen
genannten Äthoxylinkondensate A bis E waren aus Bisphenol hergestellt. Das Äthoxylinkondensat F
war von Glycerin hergestellt. Die Eigenschaften der Kondensate sind aus der nachstehenden Tabelle
ersichtlich.
| Äthoxylin- kondensat |
Erweichungs punkt |
Molekular gewicht |
Epoxygruppen- äquivalent- gewicht |
Durchschnittliche Anzahl Epoxy- gruppen je Molekül |
| A B C D E F |
9 27 43 98 131 hellgelbe Flüssig keit bei Zimmer- temperatur |
370 460 520 I4OO 29OO 320 |
200 245 345 910 2000 155 |
1,85 . 1,88 1,8 i,54 i,45 2,1 |
N, N-Diäthyl-i, 3-propylendiamin und zum Vergleich auch eine große Anzahl anderer Amine wurden
durch Rühren gründlich mit flüssigen Gemischen aus 50 Teilen Kondensat C und 50 Teilen Kondensat F
vermischt. Die Gemische wurden sodann 24 Stunden bei 25° stehengelassen.
In nachstehender Tabelle sind die Ergebnisse zusammengefaßt. Die Bezeichnung »weich« in der
letzten Spalte bedeutet, daß das Gemisch zu weich gebheben war, um die Ausführung einer Härtebestimmung
nach Barcöl zu ermöglichen.
Amin
Teile Amin je 100 Teile Kondensatgemisch
Mol Amin je Epoxygruppen-
äquivalent des Gemisches
Härte nach Barcol
N, N-Diäthyl-i, 3-propylendiamin
N, N-Diäthyl-i, 3-propylendiamin
Diäthylamin
Diäthylamin
Dibutylamin
Dibutylamin
Cyclohexylamin
Cyclohexylamin
Benzylamin
Benzylamin
Tetramethylpiperazin
Tetramethylpiperazin
N, N'-Diisopropyl-i, 3-propylendiamin
N, N'-Diisopropyl-i, 3-propylendiamin
i-Piperidino-3-propylaminopropan
i-Piperidino-3-propylaminopropan
Einem flüssigen Gemisch von 75 Teilen Kondensat B, 25 Teilen Kondensat F und 12 Teilen Allylglycidäther
wurden die innachstehender Tabelle aufgeführtenAmme zugesetzt. Auf den 6,5 cm2 großen Flächen von zwei
Blöcken aus geschichtetem Material von Leinen und Phenolformaldehydharz wurden die erhaltenen, als
Klebstoff verwendbaren Gemische mit einem sogenannten »Doctor blade« (vgl. A. A. Gardner und
G. G. Sward, Physical and Chemical Examination of
Paints, Varnishes, Lacquers and Colors, nth Edition, Bethseda [Maryland], Januar 1951, S. 134 bis 136)
verstrichen. Das verwendete Gerät war auf eine Schichtstärke von 0,013 cm eingestellt. Die überzogenen
Flächen der Blöcke wurden sodann aufeinandergedrückt, worauf die zusammengeleimten Blöcke
6]Tage bei einer konstanten Temperatur von 25 ° liegengelassen
wurden. Nach Ablauf dieser Zeit wurde die Scherfestigkeit der erhärteten Leimschicht ermittelt
gemäß den Vorschriften des »Army-Navy-Civil 10
15 10 15 IO
15 IO 15 IO 15 IO
15 IO 15 IO
15
0,19
0,29
0,34 0,51 0,19 0,29 0,25 0,38 0,23
o,35 0,18 0,26 0,16 0,24 0,18
0,26
37 77
weich
weich
noch flüssig noch flüssig
weich
weich
weich
weich noch flüssig
weich noch flüssig
weich
weich
weich
Committee on Aircraft Design«. Criteria: >>Wood Aircraft
Inspection and Fabrication«; ANC-19 (Dez. 20,
| Amin | Amin- zusatz in Prozent |
Scher festigkeit (kg/cm2) |
| N, N-Diäthyl-i, 3-propylen diamin N, N-Diäthyl-i, 3-propylen diamin i, 3-Propylendiamin i, 3-Propylendiamin N, N'-Diäthyl-i, 3-butylen- diamin N, N'-Diäthyl-i, 3-butylen- diamin Tetraäthylammonium- hydroxyd Tetraäthylammonium- hydroxyd |
IO 15 IO 15 IO 15 10' 15 |
263,0 275.O ■ l6o,O 144,0 94,6 63,3 gering 2,46 |
1943)«>
erörtert in einem Artikel von R. C. Rinker und G. M. Kline in Modem Plastics, Heft 23, S. 164,
1945·
In einer aus gleichen Teilen Xylol und dem Methyläther von Äthylenglycolmonoacetat bestehenden Flüssigkeit
wurden das Kondensat C bzw. das Kondensat D je bis zu einer Konzentration von 50 % bzw. das
Kondensat E bis zu einer Konzentration von 40% gelöst. Der Lösung von Kondensat C wurden 0,51,
derjenigen des Kondensats D 0,42 und der des Kondensats
E 0,61 Mol N, N-Diäthyl-i, 3-propylendiamin
jeEpoxygruppenäquivalent des Kondensats zugegeben.
Die Lösungen wurden sodann auf Glasplatten ausgestrichen und, nachdem das Lösungsmittel an der
Luft verdunstet war, 1Z2 Stunde in einem Ofen auf
150° erhitzt. Die so erhaltenen Deckschichten waren hart, hell und fest zusammenhängend und gegen
organische Lösungsmittel beständig. Die Festigkeit ergab sich daraus, daß sich mit einer Messerspitze ein
zusammenhängendes Band von der Platte abnehmen ließ. Spröde Schichten zerbröckeln bei dieser Behandlung.
Die Lösungsmittelbeständigkeit wurde festgestellt, indem ein Tropfen Toluol 15 Minuten lang auf
der Deckschicht liegengelassen wurde, um zu ermitteln, ob die Schicht dadurch erweicht wurde, was
nicht der Fall war.
8 Teile pulverförmiges Polyvinylacetat (Handelsname: Vinylite AYAF) wurden in 15 Teilen Allylglycidäther
gelöst, worauf 85 Teile auf etwa 66° erhitztes Kondensat B zugesetzt wurden. Schließlich
wurden 30 Teile feinfaseriger Asbest (Handelsname: Johns-Manville 7 TF 2) unter kräftigem Rühren gut
mit der Lösung vermischt. Den Teilmengen des erhaltenen zähflüssigen und leicht verstreichbaren Gemisches
wurden verschiedene Mengen N, N-Diäthyli, 3-propylendiamin zugesetzt. Nach dem im Beispiel
II beschriebenen Verfahren wurden die Gemische auf den 6,5 cm2 großen Flächen zweier Blöcke aufgetragen.
Die Blöcke bestanden diesmal jedoch aus reinem Aluminium. Die Blöcke wurden aufeinandergepreßt,
und der Leim wurde gehärtet, indem die Blöcke während der nachstehend genannten Zeiten bei
den angegebenen, konstant gehaltenen Temperaturen stehengelassen wurden. Die Scherfestigkeit wurde
sowohl bei 25° wie bei 82° und in einigen Fällen auch
bei 21° bestimmt. Die Stoßfestigkeit bei 250 wurde
nach einer Methode der American Society for Testing Materials, veröffentlicht als ASTM Method D 950-47 T
(1947 Supplement to Book of ASTM Standards, Part IH-B, S. 238 bis 242), ermittelt. In einigen Fällen
konnte jedoch die Stoßfestigkeit nicht genau bestimmt werden, da sie über 32 kg/cm2, d. h. die Höchstgrenze
ßo der mit der verwendeten Apparatur meßbaren Stoßfestigkeiten, hinausging.
Die Ergebnisse sind in nachstehender Tabelle zusammengefaßt
:
| Teile | Bedingungen | Zeit Stun |
Scherfestigkeit | bei | 82° C | Stoß- |
| Amin je 100 Teile |
bei der Härtung | den | 25° C | festig- | ||
| harz bildendes |
Tempe ratur |
136,0 | 21°C | kg/cm2 | 196,0 | UCJX cm· kg/ cm2 |
| Gemisch. | °C | 136,0 | 243,0 | 247,0 | ||
| 4,5 | 25,0 | 136,0 | 227,0 | 243,0 | 30,5 | |
| 5,8 | 25,0 | 136,0 | — | 283,0 | 313,0 | 31,0 |
| 7,3 | 25,0 | 48,0 | — | 211,0 | 201,0 | 18,7 |
| 8,7 | 25,0 | 48,0 | —· | 234,0 | 219,0 | 16,5 |
| 8,0 | 51,7 | 4,5 | 156,0 | 2l6,0 | 251,0 | >32,o |
| 10,0 | 51,7 | . 4,5 | 172,0 | 259>o | 275,0 | >32,0 |
| 8,0 | 65,6 | 2,0 | 172,0 | 214,0 | 164,0 | >32,0 |
| 10,0 | 65,6 | 2,0 | 156,0 | 240,0 | Il6,0 | >32,0 |
| 8,0 | 93,3 | 0,25 | 191,0 | 258,0 | >32,o | |
| 10,0 | 93,3 | 183,0 | 272,0 | >32,o | ||
| 8,0 | 149,0 | 194,0 | >32,o |
Die Homogenität und der innere Zusammenhang der gehärteten Harze können in folgender Weise geprüft
werden. In eine gewisse Menge der harzbildenden Masse wird vor dem Erhärten ein Metallgegenstand
eingehängt, so daß ein Körper aus gehärtetem Harz go entsteht, der den Metallgegenstand umschließt. Dieser
Körper wird wiederholt starken Temperaturänderungen ausgesetzt. Ist die Härtung nicht völlig einwandfrei
erfolgt, so tritt infolge der Spannungen, die sich durch die Differenz in der Wärmeausdehnung des
Metallgegenstandes und des Harzes ergeben, Rißbildung auf.
Bei den nachstehend beschriebenen Versuchen erfolgte die Härtung in einem nach unten sich konisch
verjüngenden Becher aus Polyäthylenharz. Ein Stahl-Würfel mit 1,27 cm Kantenlänge wurde als Einschluß
verwendet. Nach dem Erhärten wurde aus dem Becher ein kegelstumpfförmiger Harzkörper mit einer
Höhe von etwa 5 cm herausgenommen. Die Grundfläche hatte einen Durchmesser von etwa 3,2 cm, die
obere Fläche einen solchen von etwa 3,8 cm.
Die aus verschiedenen Mischungen erhaltenen Harzkörper wurden in zerstoßenes Trockeneis (festes
Kohlendioxyd) gestellt und darin 1 Stunde belassen. Ihre Temperatur wurde in dieser Weise auf etwa —700
gebracht. Sodann wurden die Harzkörper erwärmt, indem sie 1 Stunde an der Luft stehengelassen wurden,
so daß sie die Zimmertemperatur annahmen. Diese Behandlung wurde dreimal wiederholt. Daraufhin
wurde der Harzkörper 1 Stunde lang in einem Ofen einer Temperatur von 200° ausgesetzt und wieder auf
Zimmertemperatur gekühlt durch Stehenlassen an der Luft während 1 Stunde. Schließlich wurde die Erhitzung
auf 200° und nachfolgende Abkühlung noch einmal wiederholt.
Dieser Versuch wurde ausgeführt mit Harzen, die aus
Kondensat A mit 5 °/0 N, N-Dimethyl-i, 3-propylendiamin
bzw. N, N-Diäthyl-i, 3-propylendiamin hergestellt waren, wobei die Erhärtungszeit variiert
wurde. Zum Vergleich wurde auch einmal 5% Diäthylentriamin als Härtungsmittel zugesetzt.
| E h" | Erhär- | Ther | |
| tungszeit (Minuten) |
tungs- tempera- tur (0C) |
mische | |
| Amin | Behand lung durch |
||
| geführt | |||
| N, N-Dimethyl- | 30 | 100 | |
| i, 3-propylendiamin . | ja | ||
| N, N-Dimethyl- | 45 | 100 | |
| i, 3-propylendiamin . | ja | ||
| N, N-Dimethyl- | 6o | 100 | |
| i, 3-propylendiamin . | ja | ||
| N, N-Diäthyl- | 270 | 65 | |
| i, 2-äthylendiamin .. | nein | ||
| N, N-Diäthyl- | 135 | 65 | |
| i, 2-propylendiamin . | 30 | 100 | ja |
| Diäthylentriamin | nein | ||
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von harten harzartigen
Produkten aus Äthoxylinkondensaten durch Zusatz von Diaminen und Aushärtung, dadurch gekennzeichnet, daß als Härtungsmittel
ein N, N-Dialkyl-i, 3-propylendiamin, vorzugsweise
ein N, N-Dialkyl-i, 3-propylendiamin, in welchem die Alkylgruppen nicht mehr als 2 Kohlenstoffatome
enthalten, verwendet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß je Epoxygruppe des zu härtenden Äthoxylinkondensates 0,05 bis 1 Molekül, vorzugsweise
0,15 bis 0,4 Molekül, Härtungsmittel zugesetzt werden.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 676 117;
schweizerische Patentschrift Nr. 251 647.
Deutsche Patentschrift Nr. 676 117;
schweizerische Patentschrift Nr. 251 647.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US240794A US2642412A (en) | 1951-08-07 | 1951-08-07 | Curing glycidyl polyethers with nu, nu-dialkyl-1, 3-propanediamines |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE961029C true DE961029C (de) | 1957-03-28 |
Family
ID=22907971
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEN5896A Expired DE961029C (de) | 1951-08-07 | 1952-08-06 | Verfahren zur Herstellung von harten harzartigen Produkten aus AEthoxylinkondensaten |
Country Status (7)
| Country | Link |
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| US (1) | US2642412A (de) |
| BE (1) | BE513382A (de) |
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| DE (1) | DE961029C (de) |
| FR (1) | FR1066235A (de) |
| GB (1) | GB717291A (de) |
| NL (2) | NL76522C (de) |
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