DE961029C - Verfahren zur Herstellung von harten harzartigen Produkten aus AEthoxylinkondensaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von harten harzartigen Produkten aus AEthoxylinkondensaten

Info

Publication number
DE961029C
DE961029C DEN5896A DEN0005896A DE961029C DE 961029 C DE961029 C DE 961029C DE N5896 A DEN5896 A DE N5896A DE N0005896 A DEN0005896 A DE N0005896A DE 961029 C DE961029 C DE 961029C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
condensates
ethoxylin
propylenediamine
condensate
hardening
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEN5896A
Other languages
English (en)
Inventor
Herbert Alfred Newey
Edward Charles Shokal
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bataafsche Petroleum Maatschappij NV
Original Assignee
Bataafsche Petroleum Maatschappij NV
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bataafsche Petroleum Maatschappij NV filed Critical Bataafsche Petroleum Maatschappij NV
Application granted granted Critical
Publication of DE961029C publication Critical patent/DE961029C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08G—MACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G59/00—Polycondensates containing more than one epoxy group per molecule; Macromolecules obtained by polymerising compounds containing more than one epoxy group per molecule using curing agents or catalysts which react with the epoxy groups
    • C08G59/18—Macromolecules obtained by polymerising compounds containing more than one epoxy group per molecule using curing agents or catalysts which react with the epoxy groups ; e.g. general methods of curing
    • C08G59/40—Macromolecules obtained by polymerising compounds containing more than one epoxy group per molecule using curing agents or catalysts which react with the epoxy groups ; e.g. general methods of curing characterised by the curing agents used
    • C08G59/50—Amines
    • C08G59/5006—Amines aliphatic

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Epoxy Resins (AREA)
  • Adhesives Or Adhesive Processes (AREA)

Description

AUSGEGEBEN AM 28. MÄEZ 1957
N 5896 IVb /39 b
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von harten harzartigen Produkten aus dem Material, das man z. B. erhält, wenn man ein oder mehrere mehrwertige Phenole oder Alkohole mit Epichlorhydrin kondensiert, wobei man ein solches Verhältnis und solche Bedingungen wählt, daß im erhaltenden Kondensationsprodukt durchschnittlich mehr als eine Epoxygruppe im Molekül vorhanden ist.
Die Kunstharze, welche durch Härtung von derartigen oder chemisch identischen Kondensaten herzustellen sind, werden unter dem Namen Äthoxylinharze in Chemical Week, 69 (1951), S. 27, besprochen. Diese Benennung soll auch hier weiter Verwendung finden.
Ein zweites Beispiel einer Äthoxylinharze betreffenden Veröffentlichung, welche darin aber mit dem Handelsnamen »Eponharzeci· bezeichnet werden, ist der Artikel auf den S. 15 bis 18, 48 und 49 von Paint, Oil and Chemical Review, 113 (1950).
Die Herstellung von äthoxylinharzbildenden Kondensaten aus mehrwertigen Phenolen oder Alkoholen und Epichlorhydrin ist ausführlich in einer Anzahl von Patentschriften, z. B. in den französischen Patentschriften 960 044, 960 045, 962 845, 962 846, 962 969, 967 470, 981 842, 983 571, 985 852 und den USA.-Patentschriften 2528417, 2528932, 2528933, 2528934 und 2553718, beschrieben.
Aus diesen Patentschriften geht hervor, daß anstatt Epichlorhydrin auch Dichlorhydrin, Epibromhydrin und Dibromhydrin bei der Herstellung des äthoxylinharzbildenden Materials Verwendung finden können. Auch ist es möglich, halogenfreie Epoxyverbindungen mit Verbindungen, welche Hydroxylgruppen enthalten, vor allem mit phenolischen Verbindungen, reagieren zu lassen. Die aus mehrwertigen Phenolen oder Alkoholen und Epichlorhydrin herstellbaren Kondensate ίο sowie die auf andere Weise hergestellten, chemisch damit identischen Kondensate werden weiterhin der Kürze halber Äthoxylinkondensate genannt.
Die erfindungsgemäß zu härtenden Äthoxylinkondensate können mit anderen Stoffen, z. B. mit Lösungsmitteln, Farbstoffen, Pigmenten, Weichmachern, sowie mit harzartigen oder harzbildenden Materialien vermischt sein.
Es sind schon, z. B. in obengenannten Patentschriften, verschiedene Härtungsmittel zur Herstellung von Äthoxylinharzen aus den harzbildenden Kondensaten beschrieben worden. Amine sind als solche in der Literatur wiederholt genannt. Der französischen Patentschrift 930 609 zufolge sind vor allem Di- und Polyamine, wie Äthylendiamin, günstig. Nach der Patentanmeldung ρ 35 103 IVc/3gb D wird als Härtungsmittel ein gesättigtes aliphatisches Diamin mit zwei primären Aminogruppen, von denen eine direkt an ein gesättigtes, tertiäres Kohlenstoffatom gebunden ist, verwendet. Die andere primäre Aminogruppe kann mit einem primären sekundären oder tertiären Kohlenstoffatom verbunden sein; bevorzugt wird ein sekundäres Kohlenstoffatom. Vorzugsweise wird nach dieser Patentanmeldung 2,4-Diamino-2-methylpentan, das auch kurz mit Diacetondiamin bezeichnet werden kann, verwendet.
Auch die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Verwendung einer bestimmten Gruppe von Diaminen als Härtungsmittel zum Härten von Äthoxylinkondensaten zu harten harzartigen Produkten. Erfindungsgemäß werden als Härtungsmittel N, N-Dialkyl-i, 3-propylendiamine verwendet.
Bevorzugt werden N, N-Dimethyl-i, 3-propylendiamin und N, N-Diäthyl-i, 3-propylendiamin, obgleich N, N-Dialkyl-i, 3-propylendiamine, in denen die Alkylgruppen mehr als 2 Kohlenstoffatome enthalten, auch mit gutem Erfolg verwendet werden können. Die beiden Alkylgruppen in den Molekülen der als Härtungsmittel verwendeten Stoffe können voneinander verschieden sein.
Die erfindungsgemäß zu verwendenden Härtungsmittel können mit Hilfe eines Verfahrens, das in Bull. Acad. Roy. BeIg., 1904, S. 904, beschrieben ist, wobei man ein Dialkylamin mit ^-Chlorpropionitril reagieren läßt, hergestellt werden. Die Nitrilgruppe im erhaltenen Reaktionsprodukt kann man durch Hydrierung in eine Aminogruppe umsetzen, z. B. nach einem der in den USA.-Patentschriften 2 165 515, 2 429 876 und 2 436 368 beschriebenen Verfahren.
Vorzugsweise fügt man bei dem Verfahren gemäß
der Erfindung dem zu härtenden Äthoxylinkondensat je Epoxygruppe 0,05 bis 1 Molekül Amin hinzu. Bei Zufügung größerer Mengen als 1 Molekül Amin findet keine vollständige Härtung statt und entsteht ein Produkt, das noch in organischen Lösungsmitteln, wie Toluol, löslich ist. Auch kleinere Mengen als 0,05 Molekül ergeben keine vollständige Härtung. Die besten Resultate werden im allgemeinen mit 0,15 bis 0,4 Molekülen Amin je Epoxygruppe erzielt.
Die Härtung kann bei Temperaturen zwischen Zimmertemperatur und 2500 ausgeführt werden. Die Temperatur hat keinen oder praktisch keinen Einfluß auf die Qualität des Endproduktes, aber die Härtung verläuft schneller bei höheren Temperaturen. In der Praxis erhitzt man im allgemeinen nicht auf höhere Temperaturen als ungefähr 150°.
Der Reaktionsmechanismus, auf dem die Wirkung des erfindungsgemäß verwendeten Härtungsmittels beruht, ist nicht mit Sicherheit bekannt. Offenbar wirken die Amine vernetzend bzw. kettenverlängernd auf die Moleküle der Äthoxylinkondensate.
Gegenüber den schon früher als Härtungsmittel verwendeten Aminen bieten die erfindungsgemäß verwendeten N, N-Dialkyl-i, 3-propylendiamine den Vorteil, daß sie sehr schnell wirken und ein kompaktes hartes Harz aufliefern, das einen sehr guten inneren Zusammenhang besitzt.
Vorzugsweise verwendet man von zweiwertigen ein- oder mehrkernigen Phenolen abgeleitete Äthoxylinkondensate. Besonders bevorzugt werden die Kondensate, hergeleitet von der zweikernigen, zweiwertigen, phenolischen Verbindung 2, 2-Di-[4-oxyphenyl]-propan, welche der Kürze wegen weiterhin Bisphenol genannt wird. Von den Äthoxylinkondensaten, welche man aus mehrwertigen Alkoholen herstellen kann, werden vorzugsweise die vom Glycerin hergeleiteten verwendet. Im allgemeinen wird bevorzugt, die von mehrwertigen Alkoholen hergeleiteten Äthoxylinkondensate nicht allein, sondern vermischt mit von mehrwertigen, besonders von zweiwertigen Phenolen hergeleiteten Äthoxylinkondensaten zu verwenden.
Von den aus Bisphenol erhältlichen Äthoxylinkondensaten haben besonders solche sich sehr gut bewährt, deren Molekulargewicht zwischen 340 und 624 und deren Epoxygruppenäquivalentgewicht zwischen 175 und 400 liegt, wobei die Nebenbedingung erfüllt sein soll, daß die mittlere Anzahl Epoxygruppen je Molekül, dem Obigen entsprechend, größer ist als 1. Die ernndungsgemäß durch Härtung erhaltenen Äthoxylinharze sind im allgemeinen für alle Zwecke, wofür die Anwendung von Äthoxylinharzen schon früher vorgeschlagen wurde, geeignet. Insbesondere wurden gute Resultate erzielt mit aus Äthoxylinharzen bestehenden Überzugschichten und mit Massen zur Umhüllung von elektrischen Apparaturen, wenn Härtungsmittel gemäß vorliegender Erfindung Verwendung fanden. Auch bei der Anwendung von Äthoxylinharzen zum Zusammenkleben von Gegenständen bewähren sich die Härtungsmittel nach der Erfindung ausgezeichnet.
In den folgenden Beispielen sind alle Teile Gewichtsteile, alle Prozente Gewichtsprozente. Die in den Beispielen genannten Äthoxylinkondensate A bis E waren aus Bisphenol hergestellt. Das Äthoxylinkondensat F war von Glycerin hergestellt. Die Eigenschaften der Kondensate sind aus der nachstehenden Tabelle ersichtlich.
Äthoxylin-
kondensat
Erweichungs
punkt
Molekular
gewicht
Epoxygruppen-
äquivalent-
gewicht
Durchschnittliche
Anzahl Epoxy-
gruppen je Molekül
A
B
C
D
E
F
9
27
43
98
131
hellgelbe Flüssig
keit bei Zimmer-
temperatur
370
460
520
I4OO
29OO
320
200
245
345
910
2000
155
1,85
. 1,88
1,8
i,54
i,45
2,1
Beispiel I
N, N-Diäthyl-i, 3-propylendiamin und zum Vergleich auch eine große Anzahl anderer Amine wurden durch Rühren gründlich mit flüssigen Gemischen aus 50 Teilen Kondensat C und 50 Teilen Kondensat F vermischt. Die Gemische wurden sodann 24 Stunden bei 25° stehengelassen.
In nachstehender Tabelle sind die Ergebnisse zusammengefaßt. Die Bezeichnung »weich« in der letzten Spalte bedeutet, daß das Gemisch zu weich gebheben war, um die Ausführung einer Härtebestimmung nach Barcöl zu ermöglichen.
Amin
Teile Amin je 100 Teile Kondensatgemisch
Mol Amin je Epoxygruppen-
äquivalent des Gemisches
Härte nach Barcol
N, N-Diäthyl-i, 3-propylendiamin
N, N-Diäthyl-i, 3-propylendiamin
Diäthylamin
Diäthylamin
Dibutylamin
Dibutylamin
Cyclohexylamin
Cyclohexylamin
Benzylamin
Benzylamin
Tetramethylpiperazin
Tetramethylpiperazin
N, N'-Diisopropyl-i, 3-propylendiamin
N, N'-Diisopropyl-i, 3-propylendiamin
i-Piperidino-3-propylaminopropan
i-Piperidino-3-propylaminopropan
Beispiel II
Einem flüssigen Gemisch von 75 Teilen Kondensat B, 25 Teilen Kondensat F und 12 Teilen Allylglycidäther wurden die innachstehender Tabelle aufgeführtenAmme zugesetzt. Auf den 6,5 cm2 großen Flächen von zwei Blöcken aus geschichtetem Material von Leinen und Phenolformaldehydharz wurden die erhaltenen, als Klebstoff verwendbaren Gemische mit einem sogenannten »Doctor blade« (vgl. A. A. Gardner und G. G. Sward, Physical and Chemical Examination of Paints, Varnishes, Lacquers and Colors, nth Edition, Bethseda [Maryland], Januar 1951, S. 134 bis 136) verstrichen. Das verwendete Gerät war auf eine Schichtstärke von 0,013 cm eingestellt. Die überzogenen Flächen der Blöcke wurden sodann aufeinandergedrückt, worauf die zusammengeleimten Blöcke 6]Tage bei einer konstanten Temperatur von 25 ° liegengelassen wurden. Nach Ablauf dieser Zeit wurde die Scherfestigkeit der erhärteten Leimschicht ermittelt gemäß den Vorschriften des »Army-Navy-Civil 10 15 10 15 IO 15 IO 15 IO 15 IO
15 IO 15 IO
15
0,19
0,29
0,34 0,51 0,19 0,29 0,25 0,38 0,23
o,35 0,18 0,26 0,16 0,24 0,18 0,26
37 77
weich
weich
noch flüssig noch flüssig
weich
weich
weich
weich noch flüssig
weich noch flüssig
weich
weich
weich
Committee on Aircraft Design«. Criteria: >>Wood Aircraft Inspection and Fabrication«; ANC-19 (Dez. 20,
Amin Amin-
zusatz
in Prozent
Scher
festigkeit
(kg/cm2)
N, N-Diäthyl-i, 3-propylen
diamin
N, N-Diäthyl-i, 3-propylen
diamin
i, 3-Propylendiamin
i, 3-Propylendiamin
N, N'-Diäthyl-i, 3-butylen-
diamin
N, N'-Diäthyl-i, 3-butylen-
diamin
Tetraäthylammonium-
hydroxyd
Tetraäthylammonium-
hydroxyd
IO
15
IO
15
IO
15
10'
15
263,0
275.O
■ l6o,O
144,0
94,6
63,3
gering
2,46
1943)«> erörtert in einem Artikel von R. C. Rinker und G. M. Kline in Modem Plastics, Heft 23, S. 164, 1945·
Beispiel III
In einer aus gleichen Teilen Xylol und dem Methyläther von Äthylenglycolmonoacetat bestehenden Flüssigkeit wurden das Kondensat C bzw. das Kondensat D je bis zu einer Konzentration von 50 % bzw. das Kondensat E bis zu einer Konzentration von 40% gelöst. Der Lösung von Kondensat C wurden 0,51, derjenigen des Kondensats D 0,42 und der des Kondensats E 0,61 Mol N, N-Diäthyl-i, 3-propylendiamin jeEpoxygruppenäquivalent des Kondensats zugegeben. Die Lösungen wurden sodann auf Glasplatten ausgestrichen und, nachdem das Lösungsmittel an der Luft verdunstet war, 1Z2 Stunde in einem Ofen auf 150° erhitzt. Die so erhaltenen Deckschichten waren hart, hell und fest zusammenhängend und gegen organische Lösungsmittel beständig. Die Festigkeit ergab sich daraus, daß sich mit einer Messerspitze ein zusammenhängendes Band von der Platte abnehmen ließ. Spröde Schichten zerbröckeln bei dieser Behandlung. Die Lösungsmittelbeständigkeit wurde festgestellt, indem ein Tropfen Toluol 15 Minuten lang auf der Deckschicht liegengelassen wurde, um zu ermitteln, ob die Schicht dadurch erweicht wurde, was nicht der Fall war.
Beispiel IV
8 Teile pulverförmiges Polyvinylacetat (Handelsname: Vinylite AYAF) wurden in 15 Teilen Allylglycidäther gelöst, worauf 85 Teile auf etwa 66° erhitztes Kondensat B zugesetzt wurden. Schließlich wurden 30 Teile feinfaseriger Asbest (Handelsname: Johns-Manville 7 TF 2) unter kräftigem Rühren gut mit der Lösung vermischt. Den Teilmengen des erhaltenen zähflüssigen und leicht verstreichbaren Gemisches wurden verschiedene Mengen N, N-Diäthyli, 3-propylendiamin zugesetzt. Nach dem im Beispiel II beschriebenen Verfahren wurden die Gemische auf den 6,5 cm2 großen Flächen zweier Blöcke aufgetragen. Die Blöcke bestanden diesmal jedoch aus reinem Aluminium. Die Blöcke wurden aufeinandergepreßt, und der Leim wurde gehärtet, indem die Blöcke während der nachstehend genannten Zeiten bei den angegebenen, konstant gehaltenen Temperaturen stehengelassen wurden. Die Scherfestigkeit wurde sowohl bei 25° wie bei 82° und in einigen Fällen auch bei 21° bestimmt. Die Stoßfestigkeit bei 250 wurde nach einer Methode der American Society for Testing Materials, veröffentlicht als ASTM Method D 950-47 T (1947 Supplement to Book of ASTM Standards, Part IH-B, S. 238 bis 242), ermittelt. In einigen Fällen konnte jedoch die Stoßfestigkeit nicht genau bestimmt werden, da sie über 32 kg/cm2, d. h. die Höchstgrenze ßo der mit der verwendeten Apparatur meßbaren Stoßfestigkeiten, hinausging.
Die Ergebnisse sind in nachstehender Tabelle zusammengefaßt :
Teile Bedingungen Zeit
Stun
Scherfestigkeit bei 82° C Stoß-
Amin je
100 Teile
bei der Härtung den 25° C festig-
harz
bildendes
Tempe
ratur
136,0 21°C kg/cm2 196,0 UCJX
cm· kg/
cm2
Gemisch. °C 136,0 243,0 247,0
4,5 25,0 136,0 227,0 243,0 30,5
5,8 25,0 136,0 — 283,0 313,0 31,0
7,3 25,0 48,0 — 211,0 201,0 18,7
8,7 25,0 48,0 —· 234,0 219,0 16,5
8,0 51,7 4,5 156,0 2l6,0 251,0 >32,o
10,0 51,7 . 4,5 172,0 259>o 275,0 >32,0
8,0 65,6 2,0 172,0 214,0 164,0 >32,0
10,0 65,6 2,0 156,0 240,0 Il6,0 >32,0
8,0 93,3 0,25 191,0 258,0 >32,o
10,0 93,3 183,0 272,0 >32,o
8,0 149,0 194,0 >32,o
Beispiel V
Die Homogenität und der innere Zusammenhang der gehärteten Harze können in folgender Weise geprüft werden. In eine gewisse Menge der harzbildenden Masse wird vor dem Erhärten ein Metallgegenstand eingehängt, so daß ein Körper aus gehärtetem Harz go entsteht, der den Metallgegenstand umschließt. Dieser Körper wird wiederholt starken Temperaturänderungen ausgesetzt. Ist die Härtung nicht völlig einwandfrei erfolgt, so tritt infolge der Spannungen, die sich durch die Differenz in der Wärmeausdehnung des Metallgegenstandes und des Harzes ergeben, Rißbildung auf.
Bei den nachstehend beschriebenen Versuchen erfolgte die Härtung in einem nach unten sich konisch verjüngenden Becher aus Polyäthylenharz. Ein Stahl-Würfel mit 1,27 cm Kantenlänge wurde als Einschluß verwendet. Nach dem Erhärten wurde aus dem Becher ein kegelstumpfförmiger Harzkörper mit einer Höhe von etwa 5 cm herausgenommen. Die Grundfläche hatte einen Durchmesser von etwa 3,2 cm, die obere Fläche einen solchen von etwa 3,8 cm.
Die aus verschiedenen Mischungen erhaltenen Harzkörper wurden in zerstoßenes Trockeneis (festes Kohlendioxyd) gestellt und darin 1 Stunde belassen. Ihre Temperatur wurde in dieser Weise auf etwa —700 gebracht. Sodann wurden die Harzkörper erwärmt, indem sie 1 Stunde an der Luft stehengelassen wurden, so daß sie die Zimmertemperatur annahmen. Diese Behandlung wurde dreimal wiederholt. Daraufhin wurde der Harzkörper 1 Stunde lang in einem Ofen einer Temperatur von 200° ausgesetzt und wieder auf Zimmertemperatur gekühlt durch Stehenlassen an der Luft während 1 Stunde. Schließlich wurde die Erhitzung auf 200° und nachfolgende Abkühlung noch einmal wiederholt.
Dieser Versuch wurde ausgeführt mit Harzen, die aus Kondensat A mit 5 °/0 N, N-Dimethyl-i, 3-propylendiamin bzw. N, N-Diäthyl-i, 3-propylendiamin hergestellt waren, wobei die Erhärtungszeit variiert wurde. Zum Vergleich wurde auch einmal 5% Diäthylentriamin als Härtungsmittel zugesetzt.
E h" Erhär- Ther
tungszeit
(Minuten)
tungs-
tempera-
tur (0C)
mische
Amin Behand
lung
durch
geführt
N, N-Dimethyl- 30 100
i, 3-propylendiamin . ja
N, N-Dimethyl- 45 100
i, 3-propylendiamin . ja
N, N-Dimethyl- 6o 100
i, 3-propylendiamin . ja
N, N-Diäthyl- 270 65
i, 2-äthylendiamin .. nein
N, N-Diäthyl- 135 65
i, 2-propylendiamin . 30 100 ja
Diäthylentriamin nein

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von harten harzartigen Produkten aus Äthoxylinkondensaten durch Zusatz von Diaminen und Aushärtung, dadurch gekennzeichnet, daß als Härtungsmittel ein N, N-Dialkyl-i, 3-propylendiamin, vorzugsweise ein N, N-Dialkyl-i, 3-propylendiamin, in welchem die Alkylgruppen nicht mehr als 2 Kohlenstoffatome enthalten, verwendet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß je Epoxygruppe des zu härtenden Äthoxylinkondensates 0,05 bis 1 Molekül, vorzugsweise 0,15 bis 0,4 Molekül, Härtungsmittel zugesetzt werden.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 676 117;
schweizerische Patentschrift Nr. 251 647.
DEN5896A 1951-08-07 1952-08-06 Verfahren zur Herstellung von harten harzartigen Produkten aus AEthoxylinkondensaten Expired DE961029C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US240794A US2642412A (en) 1951-08-07 1951-08-07 Curing glycidyl polyethers with nu, nu-dialkyl-1, 3-propanediamines

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE961029C true DE961029C (de) 1957-03-28

Family

ID=22907971

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEN5896A Expired DE961029C (de) 1951-08-07 1952-08-06 Verfahren zur Herstellung von harten harzartigen Produkten aus AEthoxylinkondensaten

Country Status (7)

Country Link
US (1) US2642412A (de)
BE (1) BE513382A (de)
CH (1) CH307990A (de)
DE (1) DE961029C (de)
FR (1) FR1066235A (de)
GB (1) GB717291A (de)
NL (2) NL76522C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0017623A3 (en) * 1979-04-10 1981-07-15 Ciba-Geigy Ag Dimethylamino derivatives and their use
US4352913A (en) 1979-04-10 1982-10-05 Ciba-Geigy Corporation Dimethylamino derivatives and their use
US5444127A (en) * 1992-10-19 1995-08-22 Henkel Corporation Tertiary amine derivatives as components of polymer forming systems

Families Citing this family (31)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2738339A (en) * 1952-03-20 1956-03-13 Sherwin Williams Co Phenolic condensation products made with divalent tin compound to reduce coloration
BE521204A (de) * 1952-07-05 1900-01-01
DE1010677B (de) * 1954-08-09 1957-06-19 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung von Lacken auf der Grundlage von Harzen aus Diphenolen und Halogenhydrinen (AEthoxylinharzen)
DE1006991B (de) * 1954-09-02 1957-04-25 Basf Ag Lacke, insbesondere kalthaertende Lacke
DE1006992B (de) * 1954-09-02 1957-04-25 Basf Ag Lacke, insbesondere kalthaertende Lacke
US2865768A (en) * 1954-12-29 1958-12-23 Foil Process Corp Food package
GB785415A (de) * 1955-01-31
US2954803A (en) * 1955-09-02 1960-10-04 Foil Process Corp Tubular metallic foil products and method of producing them
US2998339A (en) * 1955-12-23 1961-08-29 Foil Process Corp Production of tubes and structural shapes from metal foils
US2925426A (en) * 1955-12-29 1960-02-16 Shell Dev Epoxy ether esters
US2880194A (en) * 1956-03-08 1959-03-31 Gen Mills Inc Thermosetting coating compositions
US2925403A (en) * 1956-05-29 1960-02-16 Shell Dev New polyepoxides from epoxy-substi-tuted cycloaliphatic alcohols, their preparation and polymers
US2910094A (en) * 1956-05-31 1959-10-27 Foil Process Corp Tube-providing sheet
US2898310A (en) * 1956-08-08 1959-08-04 Pfaudler Permutit Inc Highly-basic anion exchange resins from epihalohydrins and tertiary - amino containing alkylenepolyamines
US2986552A (en) * 1957-10-04 1961-05-30 Shell Oil Co Continuous process for preparing glycidyl ethers of phenols
US2986551A (en) * 1957-10-04 1961-05-30 Shell Oil Co Continuous process for preparing glycidyl polyethers of polyhydric phenols
NL105999C (de) * 1957-10-11
US3051664A (en) * 1957-11-25 1962-08-28 Turner Stanley Process for the production of high impact type castings by the copolymerization of epoxy compounds with amines
US2965609A (en) * 1958-06-30 1960-12-20 Shell Oil Co Process for curing polyepoxides and resulting products
US3317471A (en) * 1959-03-12 1967-05-02 Dow Chemical Co Thermoplastic resinous reaction product of a diglycidyl ether and an amino compound
US3145191A (en) * 1959-06-25 1964-08-18 Mobil Finishes Company Inc Epoxy compositions
US3087060A (en) * 1959-06-30 1963-04-23 Robert J Omohundro Scintillation counter
US3278460A (en) * 1964-01-31 1966-10-11 Union Carbide Corp Curable aliphatic polyglycidyl ether polyamine compositions
CH481963A (de) * 1967-06-08 1969-11-30 Ciba Geigy Neue härtbare Mischungen aus Diepoxydverbindungen, disekundären Aminen sowie mindestens 3 Aminwasserstoffatome enthaltenden Polyaminen
US3649244A (en) * 1969-02-18 1972-03-14 Broken Hill Ass Smelter Method of sintering of mineral sulphides
US4201854A (en) * 1977-10-20 1980-05-06 Ciba-Geigy Corporation Curable epoxide resin mixtures
DE2902325A1 (de) * 1979-01-22 1980-12-04 Siemens Ag Organischer kleber zur herstellung von fluessigkristalldisplays
DE3803508C2 (de) * 1988-02-05 1994-04-21 Fraunhofer Ges Forschung Kalthärtendes, warm nachvernetzbares Harz auf Epoxidbasis
US5426157A (en) * 1994-03-16 1995-06-20 Air Products And Chemicals, Inc. Flexibilized polyepoxide resins incorporating poly-N-methylated secondary amines
US5618905A (en) * 1995-04-11 1997-04-08 Air Products And Chemicals, Inc. Partially methylated polyamines as epoxy curing agents
US7504438B1 (en) 2001-12-20 2009-03-17 Nalco Company Demulsifiers, their preparation and use in oil bearing formations

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE676117C (de) * 1934-12-11 1939-05-26 I G Farbenindustrie Akt Ges Verfahren zur Herstellung hochmolekularer Polyamine
CH251647A (de) * 1945-07-13 1947-11-15 Ciba Geigy Verfahren zum Verkleben von Werkstoffen, insbesondere Metallen, und nach diesem Verfahren hergestelltes Erzeugnis.

Family Cites Families (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US251647A (en) * 1881-12-27 Boot-strap

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE676117C (de) * 1934-12-11 1939-05-26 I G Farbenindustrie Akt Ges Verfahren zur Herstellung hochmolekularer Polyamine
CH251647A (de) * 1945-07-13 1947-11-15 Ciba Geigy Verfahren zum Verkleben von Werkstoffen, insbesondere Metallen, und nach diesem Verfahren hergestelltes Erzeugnis.

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0017623A3 (en) * 1979-04-10 1981-07-15 Ciba-Geigy Ag Dimethylamino derivatives and their use
US4324739A (en) 1979-04-10 1982-04-13 Ciba-Geigy Corporation Dimethylamino derivatives and their use
US4352913A (en) 1979-04-10 1982-10-05 Ciba-Geigy Corporation Dimethylamino derivatives and their use
US5444127A (en) * 1992-10-19 1995-08-22 Henkel Corporation Tertiary amine derivatives as components of polymer forming systems

Also Published As

Publication number Publication date
NL171616B (nl)
CH307990A (de) 1955-06-30
NL76522C (de)
GB717291A (en) 1954-10-27
BE513382A (de)
FR1066235A (fr) 1954-06-03
US2642412A (en) 1953-06-16

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2262025A1 (de) Epoxyharzmassen und verfahren zu ihrer herstellung
DE1520918B2 (de) Verfahren zur herstellung von epoxid-polyaddukten
DE921716C (de) Haertbare, als Klebmittel geeignete harzbildende Kondensationsprodukte
DE966281C (de) Verfahren zum Haerten von Epoxyharzen
DE1086886B (de) Verfahren zur Herstellung von geformten Gebilden mit Ausnahme von Lackfilmen durch Haerten von Epoxyverbindungen
DE2943424C2 (de) Epoxyharzmasse
DE1041688B (de) Verwendung von Addukten aus Polyaminen und Monoepoxyden zum Haerten von Polyepoxyden
DE1520897B2 (de) Verfahren zur Herstellung eines Epoxyäthers
DE1106071B (de) Verfahren zum Haerten von Polyepoxyden
DE2549656A1 (de) Neue haertungsmittel fuer epoxidharze
DE1570488B2 (de) Verfahren zur herstellung von epoxid polyaddukten
DE1034856B (de) Verfahren zum Haerten von Epoxyharzen
DE1041246B (de) Verfahren zur Herstellung kalt- oder warmgehaerteter modifizierter Epoxyharze
DE1595405A1 (de) Klebstoffmassen
AT286647B (de) Wässerige Epoxydharzemulsion
DE2164099B2 (de) Verfahren zur Herstellung von Polyaddukten
DE1006152B (de) Verfahren zum Haerten von Epoxyharzen
DE1092194B (de) Verwendung aromatischer hydroxyalkylierter Polyamine als Haertungsmittel
DE1058730B (de) Verfahren zum Haerten von Epoxyharzen
DE1040235B (de) Verfahren zum Haerten von harzartigen Polyepoxyverbindungen durch Phenol-aldehydkondensationsprodukte
DEN0006171MA (de)
DE1495659C (de) Verwendung von Amingemischen zum Har ten von Epoxyverbindungen
DE1545056B1 (de) verfahren zur herstellung von unschmelzbaren formkoerpern auf der basis von epoxyd polyaddukten
AT311050B (de) Verfahren zur Herstellung von Kunststoffen und Lackharzen auf der Grundlage von basischen, stickstoffhaltigen Glycidylverbindungen und Dicarbonsäureanhydriden
AT261222B (de) Warmhärtbare Kunstharzmasse