DE961178C - Generatorschaltung zur Erzeugung von Seitenbandspektren vorzugsweise kristallstabilisierter Traegerfrequenzen - Google Patents
Generatorschaltung zur Erzeugung von Seitenbandspektren vorzugsweise kristallstabilisierter TraegerfrequenzenInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04J—MULTIPLEX COMMUNICATION
- H04J1/00—Frequency-division multiplex systems
- H04J1/02—Details
- H04J1/06—Arrangements for supplying the carrier waves ; Arrangements for supplying synchronisation signals
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- Signal Processing (AREA)
- Oscillators With Electromechanical Resonators (AREA)
Description
In Anlagen der Hochfrequenzfernmeldetechnik besteht häufig die Aufgabe, eine Vielzahl von
Schwingungen mit untereinander äquidistanten Frequenzen zu erzeugen. Solche Frequenzspektren
dienen beispielsweise als Vergleichsnormalien für die Überprüfung der Frequenzabweichungen bei
Sende- und Empfangsgeräten. Sie können auch als Frequenzraster in Verbindung mit Schältungen zur
selbsttätigen Nachstimmung dazu verwendet werden, einen frei durchstimmbaren Oszillator an eine
wählbare Rasterfrequenz »anzubinden«. Auch für Mehrkanalträgerfrequenzanlagen sind solche Frequenzspektren
zur Festlegung der einzelnen Kanalfrequenzen erforderlich.
Bekannte Geräte zur Erzeugung von Fnequenzspektren
der angegebenen Alt waren meistens sehr umfangreiche und kostspielige Anlagen, welche
wegen ihres großen Gewichtes gewöhnlich nur für ortsfeste Aufstellung verwendet werden konnten.
Es besteht daher ein dringendes Bedürfnis nach einem Gerät von verringertem Aufwand und Stromverbrauch,
welches bei Einhaltung einer für die ■meisten Verwendungszwecke hinreichenden Genauigkeit
möglichst zwei Frequenzspektren über zwei voneinander verschiedenen Trägerfrequenzen
zu 'erzeugen gestattet. Ein solches Gerät wird beispielsweise gebraucht, um Mehrkanalgegensprechianlagen
mit vielen ortsbeweglichen Stationen zu überprüfen. Zu diesem Zweck muß ein solches
Gerät leicht transportabel sein. Dies ist jedoch keineswegs die einzige ins Auge gefaßte Verwen^
dungsmöglichkeit für ein solches Gerät. Für die Überwachung und Justierung vieler Mehrkanalträgerfrequenzanlagen
wie auch als zentraler Steuerfrequenzerzeuger solcher Anlagen, besonders wenn es sich um ortsbewegliche Stationen handelt, soll
das durch die Erfindung zu schaffende Gerät geeignet
sein.
Zur Lösung- der angegebenen Aufgabe und zur
Erzeugung von Seitenbandspektren vorzugsweise kristallstabilisierter Trägerfrequenzen wird das bekannte
Prinzip der Modulation mit einer obertonreichen, vorzugsweise angenähert recnteckförmigen
Schwingung niedrigerer Frequenz benutzt. Zwei solche Spektren werden in einer Schaltung erzeugt,
ίο in welcher erfindungsgemäß zwei vorzugsweise
kristallstabilisierte Röhrenoszillatoren in voneinander unabhängigen Rückkopplungsschaltungen zur
Erzeugung je einer Trägerfrequenz vorgesehen sind und die Anodenkreise der Oszillatorröhren außer
Auskopplungsgliedern für die Frequenzspektren je 'einen Teil eines auf die Modulationsfrequenz abgestimmten,
im wesentlichen er asymmetrischen Schwingungskreises enthalten, von dessen Enden
in an sich bekannter Weise beiden Röhren Gegeniso takt-Rückkopplungsspannungen der Modulationsfrequenz zugeführt werden. In dieser Schaltung
wird jede der beiden Röhren dreifach ausgenutzt. Jede Röhre wirkt als Oszillatorröhre für die Erzeugung
einer der beiden Trägerfrequenzen; außer-
dem bildet sie — symmetrisch zu der anderen Röhre — den einen Zweig eines über Kreuz rückgekoppelten
Generators für die Modulationsfrequenz. In dieser letztgenannten Funktion besitzt die Schaltung
einen.hohen RQckkopplungsgrad und erlaubt
ohne Zuhilfenahme weiterer Verstärkerstufen eine so hohe Aussteuerung, daß die Modulationsschwingung, bezogen auf den Strom in den beiden
Entladungsröhren, von einer Sinuswelle im Sinne einer Annäherung an eine Rechteckwelle abweicht.
Schließlich wirkt jede Röhre auch noch als Modulator für die in ihr erzeugte Trägerfrequenz, so daß
in den Anodenkreisen beider Röhren die gewünschten Frequenzspektren als Seitenbandspektren der
zugehörigen Trägerfrequenz und mit Abständen
gleich der gemeinsamen Modulationsfrequenz auftreten. Wenn die beiden in den einzelnen Röhrensystemen
erzeugten Trägerfrequenzen quarzstabilisiert sind und als frequenzbestimmender Kreis für
die Modulationsfrequenz ein solcher möglichst hoher Güte verwendet wird, ergibt sich hinsichtlich der
Lage der einzelnen Frequenzen der beiden erzeugten Spektren eine für die meisten praktischen Verwendungszwecke
hinreichende Genauigkeit. Die beiden Röhrensysteme können zweckmäßigerweise in
einem einzigen Vakuumgefäß' vereinigt sein. Beispielsweise kann eine einzige Doppeltriode als
Röhre verwendet werden.
Durch die Erfindung ist es möglich, die gesamte Generatorschaltung in ein kleines tragbares
Gerät einzubauen, welches als Prüf- oder Überwachungsgerät verwendet werden kann. Der Stromverbrauch
ist dabei so niedrig, daß eine Speisung aus gewöhnlichen tragbaren Batterien möglich ist.
In der Zeichnung ist die Schaltung eines unter Anwendung der Erfindung praktisch aufgebauten
Gerätes -dargestellt. Die Röhren ι und 2 dienen in Verbindung mit den Quarzkristallen 3 und 4 als
Oszillatorröhren für die Erzeugung der beiden Trägerfrequenzen. Die stabilisierenden Kristalle sind
dabei zwischen dem Steuergitter und der Kathode der zugehörigen Röhre eingeschaltet, während in
den Anodenzuleitungen die Primärseiten je eines hinreichend breitbandigen Filters 5 bzw. 6 liegen.
Diese Filter dienen als Ausgangskreise für die abzunehmenden Schwingungen, welche über die geschirmten
Leitungen 8 und 9 abgegeben werden. In den beiden Anodenleitungen liegt je die Hälfte
des erdsymmetrischen Schwingungskreises 7, der im wesentlichen die erzeugte Modulationsfrequenz bestimmt.
Die Rückkopplung für die Modulationsfrequenz erfolgt von den Enden des Schwingungskreises 7 aus über Kreuz zu den Steuergittern der
Röhren 1 und 2. In dem praktisch ausgeführten Gerät betrug die Frequenz der einen quarzstabilisierten
Schwingung 38 MHz, während die Frequenz der anderen quarzstabilisierten Schwingung 43 MHz
betrug. Die Frequenz der Modulationsschwingung war in der Größe von 25 kHz gewählt.
Claims (4)
1. Generatorschaltung zur Erzeugung von Seitenbandspektren vorzugsweise kristallstabilisierter
Trägerfrequenzen durch Modulation mit einer obertonreicben, vorzugsweise angenähert
rechteckförmigen Schwingung niedrigerer Frequenz, .dadurch gekennzeichnet, daß zwei vorzugsweise
kristallstabilisierte Röhrenoszillatoren in voneinander unabhängigen Rückkopplungsschaltungen zur Erzeugung je einer Träger-
frequenz -vorgesehen sind und daß die Anodenkreise der Oszillatorröhren außer Auskopplungsgliedern
für die Frequenzspektren je einen Teil eines auf die Modulationsfrequenz abgestimmten,
im wesentlichen erdsymmetrischen Schwingungskreises (7) enthalten, von dessen
Enden in an sich bekannter Weisie beiden Röhren (1, 2) Gegentakt-Rückkopplungsspannungen
der Modulationsfrequenz zugeführt werden.
2. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß in beiden Oszillatoren 'die stabilisierenden Kristalle (3, 4) zwischen einem
Steuergitter und der Kathode der zugehörigen Röhre eingeschaltet sind, während in den
Anodenleitungen die Primärseiten je eines: hinreichend breitbandigen Filters (5, 6) als Ausgangskreis
für die abzunehmenden Schwingungen angeordnet sind.
3. Schaltung nach Anspruch r oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß beide Röhrensysteme in
einem gemeinsamen Vakuumgefäß untergebracht sind.
4. Schaltung nach den Ansprüchen 1 bis 3, gekennzeichnet durch ihre Anwendung für ein
tragbares Prüf- oder Überwachungsgerät.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
O 609657/318 10.56
(609 853 3. 571
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET11205A DE961178C (de) | 1955-07-30 | 1955-07-30 | Generatorschaltung zur Erzeugung von Seitenbandspektren vorzugsweise kristallstabilisierter Traegerfrequenzen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET11205A DE961178C (de) | 1955-07-30 | 1955-07-30 | Generatorschaltung zur Erzeugung von Seitenbandspektren vorzugsweise kristallstabilisierter Traegerfrequenzen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE961178C true DE961178C (de) | 1957-04-04 |
Family
ID=7546639
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DET11205A Expired DE961178C (de) | 1955-07-30 | 1955-07-30 | Generatorschaltung zur Erzeugung von Seitenbandspektren vorzugsweise kristallstabilisierter Traegerfrequenzen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE961178C (de) |
-
1955
- 1955-07-30 DE DET11205A patent/DE961178C/de not_active Expired
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