DE961220C - Vorrichtung zum Analysieren und Trennen von Stoffen nach ihren Bestandteilen oder zum Anzeigen einer geringen Menge eines Stoffes auf massenspektroskopischem Wege - Google Patents
Vorrichtung zum Analysieren und Trennen von Stoffen nach ihren Bestandteilen oder zum Anzeigen einer geringen Menge eines Stoffes auf massenspektroskopischem WegeInfo
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Description
AUSGEGEBEN AM 4. APRIL 1957
N8io8IX/42l
Die Erfindung bezieht sich, auf eine Vorrichtung zum Analysieren und Trennen von Stoffen nach
ihren Bestandteilen oder zum Anzeigen einer geringen Menge eines Stoffes, in der dieser gasförmig
in einer Ionisationskammer ionisiert wird und die Ionen, außerhalb derselben beschleunigt und unter
der Einwirkung elektrischer und magnetischer Felder soi aus ihrer Bahn abgelenkt werden, daß sich
eine Trennung der Bestandteile nach der Masse, jedenfalls nach dem Verhältnis der Masse zur Ladung,
ergibt, wobei die Ionen in der Ionisationskammer in einer Entladung zwischen einem Glühdraht,
wenigstens einer gitterförmigen Elektrode und einer durchbohrten Anode gebildet werden.
Die bekannten Ionisationskammern für die vorstehend erwähnten Massenspektrometer, gegebenenfalls
Massenseparatoren und- Durchlaß detektoren, enthalten außer dem Glühdraht auch flache
Elektroden. Bei dieser Elektrodenanordnung ist die Ausbeute an Ionen verhältnismäßig gering. Es ist
auch schwierig, schnellwirkende Vorkehrungen zu treffen zur Sicherung des Glühdrahts vor zu hohem
Druck des zu prüfenden Gases oder dessen Gesamtdruck in der Ionisationskammer selber zu messen.
Bei einer Vorrichtung zum Analysieren und Trennen von Stoffen nach ihren Bestandteilen oder
zum Anzeigen einer geringen Menge eines Stoffes, in der dieser gasförmig in einer Ionisationskammer
ionisiert wird und die Ionen außerhalb derselben beschleunigt werden und unter der Einwirkung
elektrischer und magnetischer Felder so aus ihrer ίο Bahn abgelenkt werden, daß sich eine Trennung der
Bestandteile nach der Masse, jedenfalls nach dem "Verhältnis der Masse zur Ladung, ergibt, wobei die
Ionen in der Ionisationskammer in einer Entladung zwischen einem Glühdraht, wenigstens einer
gitterförmigen Elektrode und einer durchbohrten Anode gebildet werden, enthält gemäß der Erfindung die Ionisationskammer eine Anzahl mit dem
Glühdraht gleichachsiger zylindrischer Gitter und eine gleichartige Anode, die mit wenigstens einem
Schlitz gemäß einer erzeugenden Linie zum Hindurchlassen der Ionen versehen ist und die Anode
eine so geringe negative Spannung gegenüber der Außengitterelektrode hat, daß mit Rücksicht auf
die Größe der Öffnungen in dieser Elektrode die Elektronen im wesentlichen von der Anode abgefangen
werden.
Die bei Rundfunkröhren bekannte gleichachsige Anordnung der Elektroden ist baulich einfach und
günstig. Zufolge des günstigeren Verhältnisses von Oberfläche zu Volumen gehen bei der erfindungsgemäßen
Vorrichtung wenig Ionen durch Rekombination an den Grenzflächen verloren, so daß das
Verhältnis von nutzbarem Ionenstrom zu Totalstrom günstiger ist als bei einer bekannten linearen
Anordnung. Indem, zum Unterschied gegenüber dem Vorgang bei bekannten Vorrichtungen, die
Elektronen von der Außenelektrode abgefangen werden und diese ein passendes Potential ,hat, werden
auch mehr Ionen nach dem Schlitz oder den Schlitzen in dieser Elektrode gezogen, so· daß eine
gute, Ausbeute an Ionen erzielbar ist. Die Verwendung
wenigstens zweier Schlitze in der Anode, was bei einer linearen Anordnung nicht möglich ist,
bietet den Vorteil, um mittels einer im übrigen verhältnismäßig einfachen Vorrichtung, nämlich
ohne Abtastung eines ganzen Massenspektrums, das gegenseitige Verhältnis wenigstens zweier Bestandteile
eines Stoffes, wie Isotopen, zu ermitteln oder zu überprüfen.
Auch wenn mehr Schlitze vorgesehen sind, bleibt in der Ionisationskammer ohne Störung der Entladung
noch ein hinreichender Raum frei, um hinter einer zusätzlichen öffnung in der Anode oder
zwischen der Anode und der Außengitterelektrode eine Plattenelektrode anzuordnen zum Abfangen
eines gemischten. Ionenstroms, der zum Messen des Gesamtdrucks in der Ionisationskammer dient, wobei
gegebenenfalls mit dem Meßgerät eine Schutzvorrichtung gegen zu hohen Druck verbunden sein ·
kann, während letzteres auch der einzige Zweck sein kann, zu dem die zusätzliche Elektrode vorgesehen
ist. Damit nur Ionenstrom nach dieser Elektrode erzielt wird, muß die Spannung dieser Elektrode
negativ in bezug auf die Kathode sein. Eine derartige Maßnahme ist bei einer linearen Anordnung
nicht möglich.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand einer Zeichnung näher erläutert, in der eine Ionenquelle
für eine Vorrichtung gemäß der Erfindung schematisch im Schnitt dargestellt ist.
In der Figur bezeichnet 1 den Glühdraht, 2 das Steuergitter, 3 das Schirmgitter und 4 die Anode.
In der Anode4 sind zwei Schlitzes parallel zur
Achse vorgesehen, hinter denen einige Fokussierungs- und Beschleunigungselektroden 6 und 7 angeordnet
sind. Im Betrieb der Ionisationskammer ist die Spannung der Anode in bezug auf die Kathode
angenähert 145 V positiv, diejenige des Schirmgitters-angenähert 150 V positiv. Der Spannungsunterschied
zwischen Anode und Schirmgitter soll vorzugsweise möglichst klein sein. Dem Steuergitter
kann außer einer konstanten Vorspannung auch noch eine Wechselspannung zugeführt werden.
Im letzteren Fall ergibt sich die Möglichkeit, an die Ionenkollektoren Wechselstromverstärker anzuschließen.
Die Anode hat noch eine kleine öffnung 8, hinter der die Platte 9 angeordnet ist, die
um wenigstens wenige Volt negativ in bezug auf die Kathode ist. Im Innern der Anode ist eine
Platte 10 angeordnet, die in bezug auf die Kathode eine negative Spannung von wenigen Volt hat. Der
von den Elektroden 9 und 10 abgefangene Ionenstrom dient zum Messen des Drucks und bzw. oder
zum Sichern des Glühdrahts 1. Die von den öffnungen 5 mit Hilfe der Elektroden 6 und 7 gebildeten
Ionenbündel werden dem Analysator des Massenspektrometers, des Massenseparators oder des
Durchlaß detektors 11, von dem die Ionenquelle einen Teil bildet,' zugeführt. Besonders für die zuletzt
erwähnten Vorrichtungen ist die Ionisationskammer gemäß der Erfindung sehr vorteilhaft
wegen der hohen Ionenausbeute, weil infolgedessen in der zu prüfenden Apparatur auch besonders
kleine Durchlässe angezeigt werden können.
Claims (4)
- Patentansprüche:i. Vorrichtung zum Analysieren und Tren- no nen von Stoffen nach ihren Bestandteilen oder zum Anzeigen einer geringen. Menge eines Stoffes auf massenspektroskopischem Wege, in der der Stoff gasförmig in einer Ionisationskammer ionisiert wird und die Ionen außerhalb derselben beschleunigt und unter der Einwirkung elektrischer und magnetischer Felder so aus ihrer Bahn abgelenkt werden, daß sich eine Trennung der Bestandteile nach der Masse, jedenfalls nach dem Verhältnis der Masse zur Ladung, ergibt, wobei die Ionen in der Ionisationskammer in einer Entladung zwischen einem Glühdraht, wenigstens einer gitterförmigen Elektrode und einer durchbohrten Anode gebildet werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Ionisationskammer eine Anzahl mit demGlühdraht gleichachsiger Gitter enthält sowie eine gleichachsige Anode, die mit wenigstens einem Schlitz gemäß einer erzeugenden Linie zum Hindurchlassen der Ionen versehen ist und die Anode eine so geringe negative Spannung in bezug auf die Außengitterelektrode aufweist, daß mit Rücksicht auf die Größe der darin befindlichen Öffnungen die Elektronen vorwiegend von der Anode abgefangen werden.
- 2. Vorrichtung gemäß Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eine zusätzliche Elektrode zum Abfangen eines gemischten, zum Messen des Drucks oder zum Sichern vor zu hohem Druck dienenden. Ionenstroms vorgesehen ist, die eine negative Spannung in bezug auf die Kathode hat.
- 3. Vorrichtung gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzliche Elektrode hinter einer öffnung in der Anode angeordnet ist.
- 4. Vorrichtung gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzliche Elektrode zwischen der Anode und dem Außengitter angeordnet ist.In Betracht gezogene Druckschriften:
»Archiv für Technische Messen« I 386-1, Diezember 1950, Kap. 2, Abs. b.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 609 620/402 9.56 (609 853 3.57)
Applications Claiming Priority (3)
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Publications (1)
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| DEN8108A Expired DE961220C (de) | 1952-12-03 | 1953-11-29 | Vorrichtung zum Analysieren und Trennen von Stoffen nach ihren Bestandteilen oder zum Anzeigen einer geringen Menge eines Stoffes auf massenspektroskopischem Wege |
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1953
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- 1953-11-30 GB GB33191/53A patent/GB744882A/en not_active Expired
Non-Patent Citations (1)
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