DE961438C - Feuchtvorrichtung fuer Rotationsgummidruckmaschinen - Google Patents
Feuchtvorrichtung fuer RotationsgummidruckmaschinenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
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Description
Es ist bei Rotationsgummidruckmaschinen bereits
bekannt, das Farbwerk zwangläufig erst nach dem Feuchtwerk am entsprechenden. Zylinder anzustellen
und das Feuchtwerk einstellbar auszubilden und vor der Bogenzuführung in Tätigkeit zu
setzen und dann umzuschalten.
Nach der Erfindung wird bei einer Rotationsgummidruckmaschine mit nach dem Einschalten
des Antriebes vor dem Anstellen der Farbauftragwalzen und vor der Bogenzuführung erfolgender
und einstellbarer Anfeuchtung der Druckform die Feuchtvorrichtung durch eine Steuervorrichtung
ergänzt, an welcher die Anzahl der Zylinderumdrehungen allein für das Anfeuchten einstellbar ist
und die außerdem nach, ihrem Ablauf das Drucken in Gang setzt. Die Anordnung kann dabei so getroffen
sein, daß die einstellbare, untersetzt vom Zylinderantrieb angetriebene Steuerwelle nach Ablauf
der eingestellten! Umdrehungen über einen Schalter und einen Elektromagnet ihre Antriebsverbindung
und gleichzeitig die Verriegelung für die abgehobenen Farbwalzen löst.
Diese selbsttätige Steuervorrichtung befreit den Drucker von der Notwendigkeit der persönlichen
Herbeiführung und Überwachung der lediglich zur vorherigen Befeuchtung der Druckform erforderlichen
einleitenden' Arbeitsspiele der Maschine, so daß er diese sich selbst überlassen und seine Aufmerksamkeit
anderen Obliegenheiten zuwenden kann. Dieser mit wesentlicher Zeitersparnis ver-
bundene Vorteil einer erfindungsgemäß ausgebildeten Feuchtvorrichtung für Rotationsgummidruckmaschinen
ist von erheblicher Bedeutung, besonders dann, wenn sehr viele kurzdauernde Druckauftrage
in der geringstmöglichen Zeit und mit einem Minimum von Maschinenüberwachung auszuführen
sind.
Die Zeichnung veranschaulicht den mit einer Feuchtvorrichitung nach der Erfindung versehenen
ίο Teil einer Rotationsgummidruckmaschine beispielsweise
in einer Ausführungsform.
Fig. ι zeigt diesen Maschinenteil in Seitenansicht;
Fig. 2 A läßt in schaubildlicher Darstellung und Fig. 2 B in Draufsicht die Steuervorrichtung für
die Einstellung der Maschine auf eine bestimmte Zahl von allein zur Benetzung der Druckform
dienenden Umdrehungen der Befeuchtungswalzen erkennen, während
Fig. 2 C in vergrößerter Seitenansicht einen Teil dieser Steuervorrichtung und
Fig. 2 D einen Schnitt nach der Geraden 2 D-2 D von Fig. 2 B und eine in der Richtung der Pfeile
in Fig. 2B betrachtete Ansicht wiedergibt; Fig. 3 ist eine Seitenansicht der Vorrichtung
zum selbsttätigen Anheben und Senken der Farbwalzen;
Fig. 4 zeigt die elektrische Schaltanordnung der Steuervorrichtung nach Fig. 2 A bis 2D.
Gemäß Fig. 1 weist die Rotationsgummidruckmaschine über einen kleinen Zylinder 1 einen
großen Zylinder 2 auf, der auf einer im Seiten^ rahmen A der Maschine drehbar gelagerten
Welle 2a sitzt, während die Welle I0 des Zylinders
ι im Maschinenrahmen A mittels exzentrischer Wellenstümpfe i& gelagert ist, deren Drehung das
Herbeiführen und Aufhebung der tangentialen Berührung der Zylinder 1 und 2 bei bzw. nach dem
Druckvorgang ermöglicht. Der kleine Zylinder 1 empfängt als Gummiwalze von einer mit einem
Segment des großen Zylinders 2 verbundenen Druckplatte den Farbabdruck und gibt ihn auf
einem Bogen an einem anderen Segment des großen Zylinders 2 wieder.
Die auf einem Tisch 3 gestapelten Bogen B werden
nacheinander durch einen an einem Schwenkarm sitzenden, über ein Rdhr 18 an einen Unterdruckerzeuger
angeschlossenen Saugkopf 4 einer Bogenzufuhrvorrichtung C angehoben und auf eine
schräge Fördarbahn D gelegt, und von dieser gelangen
sie über einen Anlegetisch 5 zwischen eine obere, durch eine Nockenscheibe 8 mittels eines
Hebels 9 gesteuerte Druckrolle 6 und mehrere untere Förderrollen 7 und weiterhin nach den zwei
Druckzylindfern 1,2. Die Bogenzufuhrvorrichtung C
sitzt an einem Tragrahmen E', an dem auch ein in dias Saugrohr 18 eingesichalteter Deckel 21 angelenkt
ist, der dieses bei Öffnung mit der Außenluft in Verbindung setzt.
Die Druckplatte am Zylinder 2 wird zuerst befeuchtet und dann eingefärb-t. Die Benetzungsflüssigkeit
wird auf die Druckplatte (vgl. Fig. 1) durch eine Befeuchtungsvorrichtung·/ und die Farbe
durch eine Farbauftragvorrichtung K aufgebracht.
Die Farbauftragvorrichtung K umfaßt mehrere Walzen, dlie zwischen dem Farbbehälter und der
Druckplatte eingeschaltet sind und teils zum Verreiben und Verteilen der Druckfarbe und teils zum
Aufbringen der Farbe auf die Druckplatte dienen. Gemäß· Fig. 3 wird die Farbe zuletzt einer Walze 25
zugeführt, welche sie an zwei Auftragwalzen 26 abgibt.
Wie Fig. 3 zeigt, ist jede der beiden Auftragwalzen 26 zwischen zwei Lenkern 27 angeordnet,
und je zwei solche Lenker sind schwenkbar an das eine bzw. das andere Ende der die Walze 25 tragenden
Welle 28 angeschlossen. Die Schwenkbewegung der Lenker 27 ist durch Stellschrauben 29 einstellbar,
welche sich gegen Nocken 30 legen und dadurch die Stellung der Auftragwalzen 26 gegenüber der
Druckplatte bestimmen. Die Nocken 30 sind an den beiden Enden einer Welle 31 angebracht, welche
durch einen Handgriff drehbar ist, um die Walzen 26 außer Berührung mit der Fläche zu bringen,
die sie sonst mit Farbe zu versehen haben.
Über einem im Tisch 5 ausgesparten Schlitz wird (vgl. Fig. 1) ein an das freie untere Ende
eines Schwenkarmes 34 angelenkter Fühler 35 hin und her bewegt, dessen unteres Ende an einem
Eintreten in den Schlitz durch einen auf dem Tisch S vorhandenen Bogen verhindert wird, während
es, wenn kein Bogen auf dem Tisch S über dem Schlitz liegt, in diesen fällt, wodurch der
Fühler auf einen von einer Welle 37 ausgehenden Arm 36 einwirken und diesen entgegengesetzt zum
Uhrzeigerdrehsinn verschwenken kann. Die Welle 37 trägt einen Stift 38, der mit einem klinkenartigen,
lose auf der Welle 37 sitzenden Arm 40 durch eine Zugfeder 39 verbunden ist, die bei
Drehung der Welle 37 durch den Fühler 35 den Arm 40 nach abwärts zieht. Der Schwenkarm 34
ist durch einen Lenker 42 mit dem Hebel 9 verbunden, so daß er durch die Nockenscheibe 8 verstellt
wird.
Zur Verhinderung einer Trennung der Druckzylinder 1 und 2 sogleich bei der Feststellung des
Fehlens eines Bogens durch den Fühler 35 und während der vorhergehende Bogen noch zwischen
den Druckzylindern hindurchläuft, wird ein Druck auf den klinkenartigen Arm 40 durch die Schulter
43 einer Scheibe 44 ausgeübt, die am Ende des Wellenstumpfes xb angebracht ist und unter der
Einwirkung einer mittels eines Stiftes 41 am
Maschinenrahmen A verankerten Feder 45 steht. Gerade vor dem für die Trennung der Druckzylinder
ι und 2 richtigen Zeitpunkt verschwenkt eine Nockenscheibe 46 an der Welle 2a mittels einer
Rolle 47 einen diese tragenden Hebel 48, der über inen Lenker an der Scheibe 44 angreift und den
Druck der Schulter 43 auf den Arm 40 aufhebt, so daß die Feder 39, wenn die Welle 37 beim Fehlen
eines Bogens eine Drehung erfahren hat, nun frei den Arm 40 nach unten aus- seiner Eingriffsstellung '
mit der Schulter 43 ziehen kann. Beim Auflaufen der Rolle 47 auf dem kreisrunden Teil der Nockenscheibe
46, mit der sie durch die schwache Feder 50
in Berührung gehalten wird, kann die starke Feder 45 den exzentrischen Wellens.tumpf I6 entgegengesetzt
zum Uhrzeigerumlaufsina drehen und so die Trennung des Gummizylinders ι vom Druckzylinder
2 veranlassen.
Die bisher beschriebenen Teile der in der Zeichnung dargestellten Maschine gehören zu der üblichen
und bekannten Ausfuhrungsform einer Rotationsgummidruckmaschine. Nach der Erfindung wird
ίο nun diese Maschine durch eine selbsttätig erfolgende
Steuerung bestimmter Arbeitsvorgänge vervollkommnet. Bisher hat der Drucker, um die beim
Gummidruckverfahren notwendige Befeuchtung der Druckfarm mit einer die nicht druckenden Plattenflächen
farbabstoßend machenden Lösung zu erreichen, von Hand (Fig. 3) die Farbwalzen 26 von
dem Druckzylinder 2 für eine bestimmte Zahl von Maschinenspielen abgehoben, indem er durch
Drehen der Welle 31 die auf dieser sitzende Nockenscheiben
30 zum Anliegen an die Stellschrauben 29 gebracht und dadurch die Farbwalzen 26 von dem
Druckzylinder 2 weggeschwenkt hat, worauf er die Maschine für eine gewisse Zahl von zur Benetzung
der Druckplatte dienenden Umdrehungen der in der Feuchtvorrichtung / vorgesehenen Benetzungswalzen
hat laufen lassen und dabei diese Umdrehungszahl entweder berechnet oder geschätzt
hat, um, dann schließlich nach Beendigung der Druekplattenbefeuchtung die Farbwalzen 26 in Berührung
mit dem Druckzylinder 2 zu bringen und die Bogenzufuhrvorrichtung C einzuschalten.
Alle diese Arbeitsvorgänge werden nun nach der Erfindung von der Maschine selbst ohne Zutun des
Druckers veranlaßt und durchgeführt, und dabei wird auch nach dem Anlegen der Farbwalzen an
die Druckzylinder die Bogenzufuhrvorrichtung selbsttätig in Gang gesetzt und die gewünschte
Zahl von zu bedruckenden Bogen ebenfalls von der Maschine selbst eingehalten sowie weiterhin nach
dem Druck aller Bogen ein selbsttätiges Stillsetzen der Maschine bewirkt. Erfindungsgemäß wird zu
diesem Zweck (Fig. 4) durch das Schließen eines Hauptschalters 51 ein Elektromagnet 52 erregt, der
zwei Arbeitsvorgänge auszulösen hat, von denen der eine die Verriegelung der Farbwalzen 26
(Fig. 3) in der außer Berührung mit dem Druckzylinder 2 befindlichen Stellung und der andere die
Einschaltung einer Kupplung 53 eines Zählwerkes (Fig. ι und 2 A) ist.
Die Erregung des Elektromagneten 52 (Fig. 1 und 3) veranlaßt eine waagerecht liegende Klinke 54
zum Eingriff in das obere gekerbte Ende eines senkrecht angeordneten, periodisch 'hin und her
bewegten doppelarmigen Hebels 55, der um die Welle 31 schwenkbar ist. Wenn die Klinke 54 mit
dem Hebel 55 zum Eingriff kommt, nehmen die Nockenscheiben 30 der Welle 31 die Lage ein, in
welcher sie die Farbwalzen 26 von dem Umfang des Druckzylinders 2 entfernt halten. Wenn der
Elektromagnet 52 nicht erregt ist, befindet sich sein verschiebbarer Anker 52a in der tiefsten Stellung
und das Arbeitsende der Klinke 54 in der angehobenen, vom Hebel 55 getrennten Lage.
Die Klinke 54 ist mit einem Winkelstück 54a
versehen, das ein Loch aufweist, durch welches der Anker 52ß des Elektromagneten 52 hindurchgeht, der
die Muttern 52C trägt, die auf dem Winkelstück SAa
auf ruhen, wenn der Elektromagnet 52 nicht erregt ist. Eine Zugfeder 526 ist zwischen dem Winkelstück
54 und einem Bund 52^ des verschiebbaren
Ankers S2a gespannt. Ist der Anker 52a in seiner
tiefsten Lage, so ist die von der Feder 526 ausgeübte
Zugkraft vernachlässigbar. Wenn jedoch der Elektromagnet 52 erregt ist, wird der·Anker S2fl
zusammen mit den ihn umschließenden Muttern 52C
und mit seinem Bund 52d angehoben und die Spannung
der Feder 526 vergrößert, so daß die Klinke 54
in das gekerbte Ende des Hebels 55 während dessen nächster Hin- und Herbewegung faßt. Durch diese
Verriegelung 54, 55 bewirkt die Erregung des Elektromagneten 52 die Aussperrung der Farbwalzen
26 bei dem nächstfolgenden Hin- und Hergang des Hebels 55.
Die Hin- und Herbewegung des Hebels 55 wird (Fig. 1) über einen waagerechten Lenker 56 von
einem senkrechten zweiarmigen Hebel 57 aus hervorgerufen, dessen unteres Ende eine Rolle 5γα
trägt, welche dicht an der Rolle 47 des Hebels 48 anliegt, so daß der Hebel 55 jedesmal, wenn der
Hebel 48 durch die Nockenscheibe 46 verschwenkt wird, ebenfalls eine Verschwenkung erfährt, während
er sonst durch eine kräftige Feder 59 im Uhrzeigerdrehsinn in die Ruhelage gezogen wird. Sooft
jedoch der Elektromagnet 52 erregt wird, kommt die Klinke 54 mit dem oberen gekerbten Ende des
Hebels 55 bei dessen Verstellung durch den Lenker 56 zum Eingriff.
Die Farbwalzen 26 bleiben, wenn sie einmal in der unwirksamen Lage durch die Erregung des
Elektromagneten 52 verriegelt sind, in der Sperrstellung, bis dieser wieder stromlos wird, was das
Anheben der Klinke 54 in ihre unwirksame Hochlage und die Rückführung der Farbwalzen 26 in
die Berührungslage am Druckzylinder 2 zur Folge hat. Die Auslösung der Klinke 54 tritt, wenn der
Elektromagnet 52 nicht erregt ist, während der Verschwenkung des Hebels 55 ein, da die durch
die Feder 59 verursachte Reibung zwischen der Klinke 54 und dem Hebel 55 eine vorzeitige Auslösung
verhindert.
Die Erregung des Elektromagneten 52 bringt (Fig. 2 A bis 2 D) auch eine als Stiftkupplung 53
ausgebildete Antriebs verbindung in einer Steuervorrichtung zur Wirkung, welche auf einer kleinen
Plattform 60 angeordnet ist, die von einem' der Seitenrahmen A der Maschine ausgeht. Die Steuervorrichtung
ist mit einer Teilung oder Skala 61 versehen, auf welcher ein Zeiger 62 drehbar ist, der
für die gewünschte Zahl von allein zur Befeuchtung der Druckplatte dienenden Umdrehungen der Benetzungswalzen
einstellbar ist, nach denen die Bogenzufuhrvorrichtung selbsttätig in Gang gesetzt
wird. Die Steuervorrichtung hat diese Umdrehungszahl der Benetzungswalzen zu zählen und nach
deren Ablauf, einen Schalter zu öffnen, wodurch die Bogenzufuhrvorrichtung in Gang gesetzt und
außerdem der Elektromagnet 52 zwecks Überführung der Farbwalzen 26 in die Arbeitsstellung
abgeschaltet wird.
Die" Schließung der Stiftkupplung 53 durch den Elektromagnet 52 wird mit Hilfe eines senkrechten
Armes 63 erreicht, das (Fig. 20 C) an einer Schwenkwelle 64 befestigt ist, welche mit dem
verschiebbaren Anker 52 a des Elektromagneten 52 durch einen waagerechten Arm 65 verbunden ist.
Die Stifte 53„ des treibenden Kupplungsteiles 536
und des getriebenen Kupplungsteiles 53C liegen
einander gegenüber und sind auf einem Kreis mit veränderlichen Zwischenräumen angeordnet, um ein
Mindestmaß an Schlupf bei ihiem gegenseitigen Eingriff zu erzielen. Der getriebene Kupplungsteil
53c ist auf eine angetriebene Steuerwelle 66
aufgekeilt und für gewöhnlich auf dieser in der entkuppelten Stellung durch eine innere Druckfeder
6y in dem getriebenen Kupplungsteil gehalten.
ao Der treibende Kupplungsteil 53,. sitzt auf einer
Welle 68, welche durch ein Untersetzungsgetriebe von der Welle 2a aus angetrieben wird, so daß jede
volle Drehung der Welle 2a nur eine kleine Winkeldrehung
der Welle 68 hervorruft. Eine um die
as Welle 66 schraubenförmig gewickelte Feder dreht
diese Welle in eine feste Ausgangsstellung zurück, wenn die Kupplung 53 gelöst ist.
Die Teilung 61 und der Zeiger 62 sind an der
Außenseite eines Gehäuses 70 angebracht, in das (Fig. 2 A und 2 B) ein kleiner Schalter 71 mit
Druckknopf 716 eingebaut ist. Das Ende der Welle
66 träfjt einen Kurbelarm 73, der mit ihr drehbar
ist, und der Zeiger 62 ist mit einem kleinen Arm 72 versehen, der gegenüber dem Kurbelarm 73 angeordnet
ist und für diesen als ein fester Anschlag zur Einstellung dienen kann. Bei gelöster Kupplung
53 kann der Zeiger 62 auf der Teilung 61 auf eine bestimmte Zahl von allein zur Befeuchtung der
Druckplatte dienenden Umdrehungen der Benetzungswalzen eingestellt werden, und wenn der
kleine Arm 72 durch die Einstellung des Zeigers 62 gedreht wird, folgt ihm der durch die Feder 69
belastete Kurbelarm 73, so daß die Welle 66 um einen entsprechenden Winkel gedreht und dadurch
♦5 der Kurbelarm 73 gegenüber dem Kontaktarm yia
des Schalters 71 eingestellt wird.
Wenn dann die Kupplung 53 eingeschaltet ist, wird die Zahl der allein der Befeuchtung der
Druckplatte dienenden Drehungen der Benetzungswalzen in Drehwinkelgraden der Welle 66 und des
Kurbelarms 73 gemessen, so daß bei Erreichen der gewünschten Zahl von Umdrehungen der Kurbelarm
73 unter Überwindung der Gegenkraft der Feder 69 in Berührung mit dem Kontaktarm 71
gebracht ist, um den Schalter 71 zu öffnen. Der Schalter 71 bleibt, wenn er einmal geöffnet ist, in
der Offenstellung, bis er von Hand durch den Druckknopf 7I6 geschlossen wird. Wird der Schalter
71 in der beschriebenen Weise geöffnet, so wird
der Elektromagnet 52 stromlos, so daß die Farbwalzen 26 sich in die färbende Berührungslage an
der Druckplatte senken können. Die öffnung des Schalters 71 bringt gleichzeitig auch dje Bogenzufuhrvorrichtung
für das Druckzylinderpaar in Gang.
Wenn der Hauptschalter S1 (Fig. 4) geschlossen
ist, wird außer dem Elektromagnet 52 auch noch ein Elektromagnet 80 erregt, welcher (Fig. 1) die
Bogenzufuhrvorrichtung dadurch unwirksam macht, daß der Deckel 21 an dem Saugrohr 18 in angehobener
Stellung gehalten und dadurch die Saugwirkung bei. dem die Bogen lüftenden Saugkopf 4
aufgehoben wird. Wenn die auf der Teilung 61 (Fig. 2 A) eingestellte Zahl von allein zur Befeuchtung
der Druckplatte bestimmten Umdrehungen der Benetzungswalzen erreicht und der Schalter 71
durch den Kurbelarm 73 (Fig. 2 B) geöffnet worden ist, wird der Elektromagnet 80 stromlos, so daß
der Deckel 21 in die Schließlage zurückfallen und die Saugwirkung beim Saugkopf 4 und damit die
Bogenzuführung wieder herstellen kann.
Um durch die selbsttätige Steuervorrichtung auch den Antrieb der Maschine -und die Bogenzufuhr
nach dem Druck der gewünschten Zahl von Bogen abzuschalten, kann in bekannter Weise
gemäß Fig. 1 ein mittels einer Handkurbel 83a einstellbarer
Zähler 83 vorgesehen sein, der nach dem Druck der an ihm eingestellten Zahl von Bogen
einen Schalter 85 schließt, welcher (Fig. 4) durch Abschaltung der Energiezuleitung zu den Druck- 9"
und Zufuhrmotoren 86 und 87 und durch Erregung der Elektromagnete 52 und 80 die Maschine zum
Stillstand bringt. Die Zählung der gedruckten Bogen erfolgt durch eine um einen Zapfen drehbare
Winkelleiste 88, welche bei jeder Umdrehung der Welle 2a durch eine auf dieser sitzende Nockenscheibe
von der Waagerechten in eine geneigte Lage unter Mitwirkung einer Feder 88a übergeführt wird
und dabei einen Zählarm 89 weiterschaltet, während sie daran beim Ausbleiben eines Bogens durch eine
Sperrleiste 99 gehindert wird, welche mit dem Arm 40 verbunden ist und durch diesen die Lieferung
eines Bogens auf eine sie unwirksam machende Aussparung 886 der Leiste 88 eingestellt wird.
Die gesamte Wirkungsweise der Maschine nach Fig. ι bis 3 ist aus der Schaltanordnung nach Fig. 4
näher ersichtlich: Der Drucker wird zunächst die verschiedenen Einstellungen, d.h. die Einstellung
des Zeigers 62 der Fig. 2 A auf die erforderliche Zahl von allein zur Befeuchtung der Druckplatte
dienenden Umdrehungen und die beiden notwendigen Einstellungen an dem Zähler 83 auf die Zahl
der zu druckenden Bogen und auf Null vornehmen. Wenn der Drucker dann die Stapelung einer genügenden
Zahl von Leerbogen in der Bogenzufuhrvorrichtung C vorgesehen hat, den Druckknopf 7I6
zur Schließung des Schalters 71 gedrückt sowie die Schalter 100 und 101 für die Druck- und Zufuhrmotoren
86 und 87 geschlossen hat, ist die Maschine in dem Zustand, der für die Einleitung ihres selbsttätigen
Arbeitens durch Schließen des Hauptschalters 51 erforderlich ist. Über diesen wird die
Wechselstromspannung der Primärwicklung eines Transformators T zugeleitet, dessen Sekundärwicklung
die Elektromagnete 52 und 80 mit Strom speist. Der erregte Elektromagnet 52 hält die Färb-
walzen 26 (Fig. 3) in der angezogenen unwirksamen Lage, und die Erregung des Elektromagneten 80
hat die Ausschaltung der Bogenzuf uhrvorrichtung C ■ (Fig. 1) zur Folge.
Der Drucker schließt nun den durch einen Druckknopf bedienbaren Anlaß schalter 102, was die letzte
von Hand auszuführende Maßnahme für ihn ist. Das Schließen des Schalters 102 stellt einen Stromkreis
für die Einschaltspule 103 eines elektrisch betriebenen, mechanisch verriegelten und elektrisch
auelösbaren Vielfacihsohalters M her. Die erregte
Elektromagnetspule 103 hebt einen drei Kontaktarme 105, 106, 107 tragenden Anker 104 in die
Arbeitslage an, in welcher er an seinem oberen Ende durch eine federbelastete Klinke 108 verriegelt
wird. Der Schalter 102 braucht dabei vom Drucker nur lang genug geschlossen gehalten zu werden,
um der Elektromagnetspule 103 dieses Anheben des Ankers 104 zu ermöglichen.
In der in Fig. 4 veranschaulichten normalen unwirksamen unteren Lage des Ankers 104 schließt
der Arm 105 die Kontakte io5a und IO56, und die
Arme 106 und 107 sind außer Berührung mit den
zugehörigen Kontaktpaaren io6a, io6ö und ioya,
IO76, während nach Anheben des Ankers 104 in
die verriegelte wirksame Lage der Arm 106 die Kontakte 106„ und io66 und der Arm 107 die
Kontakte io7a und IO76 schließt und der Arm 105
die Kontakte 105^ und IO56 öffnet. Da der Schalter
71 parallel zu den Kontakten io5a, IO56 liegt, werden
die Elektromagnete 52, 80, wenn der Hauptschalter 51 geschlossen wird, ohne Rücksicht darauf
erregt, ob der Druckknopf 7i& als erster Schalter
bedient worden ist. Jedoch muß der Druckknopf 716
vor dem Schließen des Anlaßschalters 102 zur Wirkung gebracht werden, so daß die Elektromagnete
52, 80 weiter durch einen Stromfluß über den Schalter 71 erregt bleiben, selbst wenn der
Anlaßschalter 102 geschlossen und die Verbindung der Kontakte iO5a, IO56 dadurch geöffnet worden ist.
Die durch die Schließung des Anlaßschalters 102 hervorgerufene Überbrückung der Kontakte io6a,
io6t bereitet den Erregerstromkreis für die Auslösespule
109 des Vielfachschalters M vor, und die Schließung der Kontakte io7a, io76 stellt einen
Stromkreis von der Primärspule des Transformators T über die Druck- und Zufuhrmotoren 86 und
87 her. Die Druckzylinder 1, 2 und die Bogenzufuhrvorrichtung beginnen nun zwar zu arbeiten,
aber die tatsächliche Zuleitung von Bogen zu den Zylindern 1, 2 wird verhindert, solange der Elektromagnet
80 erregt ist.
Die Druckzylinder 1, 2, von denen der Zylinder 2
die Druckplatte trägt, laufen bei noch in der unwirksamen Stellung gehaltenen Farbwalzen 26
weiter um, während die Befeuehtungswalzen / sich ki der wirksamen Stellung befinden und die durch
den Zeiger 62 eingestellte Zahl der zur Befeuchtung
der Druckplatte dienenden Umdrehungen ausführen.
Am Ende dieser Drehungen wird der Schalter 71
durch den Kurbelarm 73 geöffnet, und die Elektromagnete 52, 80 werden stromlos. DieStromlosigkeit
des Elektromagneten 52 bewirkt die Auslösung der Klinke 54 und damit die Entriegelung der Farbwalzen
26 und hat außerdem die Trennung der Stiftkupplung 53 und weiterhin die Rückführung
des Kurbelarms 73 durch die Feder 69 in die durch den kleinen Anschlagarm 72 bestimmte Stellung
zur Folge. Die Stromlosigkeit des Elektromagneten 80 stellt durch die Auslösung des Deckels 21 die
Saugwirkung bei der Bogenzufuhrvorrichtumg C her und setzt dadurch die Beförderung von Bogen
nach den Druckzylindern 1, 2 in Gang.
Wenn die vorher an dem Zähler 83 eingestellte Zahl von bedruckten Bogen erreicht ist, wird
infolge der Schließung des mit dem Zähler 83 verbundenen Schalters 85 die Auslösespule 109 des
Vielfachschalters M erregt, welche die Klinke 108
entriegelt und den Anker für die Rückkehr in die untere Stellung freigibt. Die Öffnung der Kontakte
iO7a und IO76 bringt die Motoren 86, 87 zum
Stillstand, und die öffnung der Kontakte io6a und
io66 unterbricht den Stromkreis der Auslösespule
109, während die neuerliche Schließung der Kontakte 105 a und IO56 wieder die Elektromagnete 52
und 80 erregt, von denen der Elektromagnet 52 wieder die Farbwalzen 26 verriegelt und der Elektromagnet
80 jede weitere Zufuhr von Bogen zu den Druckzylindern 1, 2 verhindert. Die Maschine
ist auf diese Weise am Ende des Druckvorganges außer Betrieb gesetzt.
Ein Druckknopfschalter 110 liegt parallel zum
Schalter 85, so daß der Drucker von Hand die Maschine jederzeit anhalten kann, bevor die gewünschte
Zahl von Bogen bedruckt worden ist. Dieser Schalter 110 braucht ähnlich wie der Schalter
102 nur augenblicklich gedrückt zu werden, uu
der Auslösespule 109 genügend Zeit zur vollen Wirsamkeit zu lassen.
Claims (2)
1. Feuchtvorrichtung für Rotationsgummidruckmaschinen,
deren Druckform nach dem Einschalten des Antriebes vor dem Anstellen der Farbauftragwalzen und der Bogenzuführung
einstellbar angefeuchtet wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzahl der Zylinderumdrehungen
allein für das Anfeuchten an einer Steuervorrichtung (61, 62) einstellbar ist, die nach
ihrem Ablauf das Drucken in Gang setzt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die einstellbare, untersetzt
vom Zylinderantrieb (2a) angetriebene Steuerwelle (66) nach Ablauf der eingestellten Umdrehungen
über einen Schalter (71) und einen Elektromagnet (52) ihre Antriebsverbindung
(53) und gleichzeitig die Verriegelung (54, 55)
für die abgehobenen Farbwalzen (26) löst.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 422 077;
belgische Patents-chrift Nr. 502 747.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
© 609 657/10 1». (609 853 3.57)
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US961438XA | 1952-11-28 | 1952-11-28 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE961438C true DE961438C (de) | 1957-04-04 |
Family
ID=22255753
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED16452A Expired DE961438C (de) | 1952-11-28 | 1953-11-28 | Feuchtvorrichtung fuer Rotationsgummidruckmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE961438C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1155146B (de) * | 1960-01-14 | 1963-10-03 | Addressograph Multigraph | Steuervorrichtung fuer eine Offset-Druckmaschine |
| DE1279690B (de) * | 1966-09-09 | 1968-10-10 | Roland Offsetmaschf | Einrichtung an einem Feuchtwerk fuer Offsetdruckmaschinen zum Steuern der Feuchtfluessigkeitszufuhr |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| BE502747A (de) * | ||||
| DE422077C (de) * | 1924-10-30 | 1925-11-25 | Maschb Und Vertriebsges M B H | Vorrichtung zum An- und Abstellen des Feucht- und Farbwerkes bei Rotationsgummidruckern |
-
1953
- 1953-11-28 DE DED16452A patent/DE961438C/de not_active Expired
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| BE502747A (de) * | ||||
| DE422077C (de) * | 1924-10-30 | 1925-11-25 | Maschb Und Vertriebsges M B H | Vorrichtung zum An- und Abstellen des Feucht- und Farbwerkes bei Rotationsgummidruckern |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1155146B (de) * | 1960-01-14 | 1963-10-03 | Addressograph Multigraph | Steuervorrichtung fuer eine Offset-Druckmaschine |
| DE1279690B (de) * | 1966-09-09 | 1968-10-10 | Roland Offsetmaschf | Einrichtung an einem Feuchtwerk fuer Offsetdruckmaschinen zum Steuern der Feuchtfluessigkeitszufuhr |
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