DE961952C - Verfahren zum Betrieb von Alarmanlagen bzw. Alarmuebermittlungsanlagen - Google Patents
Verfahren zum Betrieb von Alarmanlagen bzw. AlarmuebermittlungsanlagenInfo
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- DE961952C DE961952C DEW15447A DEW0015447A DE961952C DE 961952 C DE961952 C DE 961952C DE W15447 A DEW15447 A DE W15447A DE W0015447 A DEW0015447 A DE W0015447A DE 961952 C DE961952 C DE 961952C
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- G—PHYSICS
- G08—SIGNALLING
- G08B—SIGNALLING SYSTEMS, e.g. PERSONAL CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
- G08B13/00—Burglar, theft or intruder alarms
- G08B13/22—Electrical actuation
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- Physics & Mathematics (AREA)
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- Emergency Alarm Devices (AREA)
- Alarm Systems (AREA)
Description
AUSGEGEBEN AM 11. APEIL1957
W15447 VIIId174a
Kurt Wachtel, Stuttgart ist als Erfinder genannt worden
Kurt Wachtel, Stuttgart
Übermittlungsleitutigen von Raumsicherungsanlagen,
Feuermeldeanlagen, Notrufanlagen usw. werden nach dem Stand der Technik dadurch überwacht,
daß ein konstanter Strom diese Leitung durchfließt. Bei Sabotageversuchen durch Abschneiden,
Kurzschließen oder Überbrücken mit Widerständen wird in jedem Fall der Ruhestrom
verändert, was zur Alarmauslösung führt. In der Praxis hauptsächlich verwendet werden Differential-
und Brückenschaltungen, welche — insbesondereletztere—
so empfindlich ausgearbeitet werden können, daß selbst kleinste Schwankungen desRuhestroms
zur Alarmauslösung führen. Begrenzt wird diese mögliche Empfindlichkeit der Anlagen
nur durch die Konstanz des Isolationswertes der Leitungen und der Übergangswiderstände etwa verwendeter
Kontakte.
Eine nach den obenerwähnten Gesichtspunkten ausgebildete Leitung kann auf folgende relativ
einfache Weise außer Betrieb gesetzt werden.
Abb. ι zeigt den prinzipiellen Stromverlauf einer
Brückenschaltung.
Die Widerstände R i, R 2 und R 3 sowie das
Relais sind in der Zentrale untergebracht. Widerstand R4. befindet sich als Abschluß widerstand, am
Ende der zu überwachenden Leitung. Diese Widerstände sind so bemessen, daß im Ruhezustand am
Relais keine Spannung besteht.
Beim Angriff auf die Leitung wird mit einem möglichst leistungsarmen Instrument die an der
überwachten Leitung zwischen den Adern herrschende Spannung gemessen. Dann wird an einer
möglichst niederohmigen Spannungsquelle, z. B. Akkumulatorenbatterie, dieselbe Spannung ein-
gestellt und mit gleicher Polarität auf die Leitung geschaltet. Wird· nun die überwachte Leitung zwischen
den Anzapfungspunkten und dem Widerstand R 4 unterbrochen, so kann kein alarmauslösender
Impuls mehr auf das Relais wirken.
Aus den obenerwähnten Gründen sowie mit Rücksicht auf die Wirtschaftlichkeit der Anordnung
kann die Brückenschaltung nicht so empfindlich ausgeführt werden, daß der beschriebene Angriff
nicht mit einfachen, beispielsweise in einer Aktentasche unterzubringenden Mitteln durchgeführt
werden könnte.
Erfindungsgemäß wird ein derartiger Angriff auf die Leitung unmöglich, wenn die Speisespannu-ng
der Alarmkreise stetig oder impulsartig in vorgegebener Weise wechselt und bei einem unerlaubten
Eingriff in die Anlage durch Anlegen einer die vorgegebene Änderung der Speisespannung
nicht berücksichtigenden Gegenspannung das Alarmrelais zum Ansprechen gebracht wird. Die
zwischen den Punkten A und B liegende Speisespannung
der Anlage ist also nicht konstant. Wird jetzt, wie oben beschrieben, die Gegenspannung an
die überwachte Leitung, d. h. an die Punkte C ■ und D gelegt, so fließt im Relais nur so lange kein
Strom, solange die Spannung an A, B konstant bleibt. Ändert sich diese Spannung, so verändert
sich damit der Spannungsabfall an Rz, der im Ruhezustand gleich der angelegten Gegenspannung
ist. Eine Potentialdifferenz zwischen dem Spannungsabfall an R 2 und der angelegten Gegenspannung
bewirkt aber ein Ansprechen des Relais und damit Alarm.
Ebenso liegen die Verhältnisse bei Differentialschaltung. Auch hierbei macht eine schwankende
Speisespannungsquelle die Ausschaltung durch Anlegen einer Gegenspannung unmöglich.
Zur Erzeugung einer solchen schwankenden Speisespannung können verschiedene Methoden
angewandt werden.
ι. Eine periodisch schaltende Relaiseinrichtung schaltet die Speisespannung auf verschiedene Span-
nungsabgriffe der Speisebatterie oder unterbricht die Spannung kurzzeitig ganz.
2. Eine periodisch schaltende Relaiseinrichtung schaltet in den Stromweg der Speisespannung einen
Widerstand ein bzw. schließt diesen kurz.
3. Wenn die Speisebatterie unter Pufferladung aus einem Gleichrichter steht (was meist der Fall
ist), kann der Innenwiderstand der Batterie künstlich dadurch vergrößert werden, daß in die Batterie
bzw. deren Zuleitung ein Widerstand eingeschaltet wird (Abb. 2).
Dadurch wird die Speisespannung an den Punkten A und B mit den Wechselspannungsspitzen
des Ladegeräts überlagert. Voraussetzung ist dann allerdings, daß das Relais auf diese relativ
hohe Frequenz ansprechen kann. Auch ist die Schutzwirkung nur so lange gegeben, solange die
Batterie unter Pufferung steht, was bei Netzausfall über Umformer oder Zerhacker erfolgen kann.
Claims (7)
1. Verfahren zum Betrieb von Alarmanlagen oder Alarmübermittlungsanlagen in Differentialschaltung,
Brückenschaltung u. dgl. und zui Verhinderung des unerlaubten Unwirksammachens
der Schaltung durch Anlegen einer 7» Gegenspannung, dadurch gekennzeichnet, daß
die Speisespannung der Alarmkreise stetig oder impulsartig in vorgegebener Weise wechselt
und daß bei einem unerlaubten Eingriff in die Anlage durch Anlegen einer die vorgegebene
Änderung der Speisespannung nicht berücksichtigenden Gegenspannung das Alarmrelais
zum Ansprechen gebracht wird.
2. Verfahren zum Betrieb von Alarmanlagen oder Alarmübermittlungsanlagen nach An-Spruch
i, dadurch, gekennzeichnet, daß die wechselnde Speisespannung dadurch erzeugt
wird, daß eine automatisch schaltende Vorrichtung die Speisespannung periodisch oder unregelmäßig
auf verschiedene Spannungsabgriffe der Stromversorgungsanlage (z. B. Batterie)
schaltet.
3. Verfahren zum Betrieb von Alarmanlagen oder Alarmübermittlungsanlagen nach Anspruch
i, dadurch, gekennzeichnet, daß eine 9»
automatisch schaltende Vorrichtung in den Weg des Speisestromes periodisch oder unregelmäßig
einen Widerstand einschaltet bzw. diesen kurzschließt.
4. Verfahren zum Betrieb von Alarmanlagen oder Alarmübermittlungsanlagen nach Anspruch
i, dadurch gekennzeichnet, daß eine automatisch schaltende Vorrichtung den Speisestrom
kurzzeitig ganz unterbricht.
5. Verfahren zutn. Betrieb von Alarmanlagen lot>
oder Alarmübermittlungsanlagen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlage
mit Wechselstrom gespeist wird, wobei die Relais der Anlage so ausgebildet sind, daß sie
der Frequenz des Wechselstromes folgen *°5
können.
6. Verfahren zum Betrieb von Alarmanlagen oder Alarmübermittlungsanlagen nach Anspruch
i, dadurch gekennzeichnet, daß der zur Speisung der Anlage dienenden Gleichspannung no
eine Wechselspannung überlagert wird, wobei die Relais der Anlage so ausgebildet sind, daß
sie der Frequenz der überlagerten Wechselspannung folgen können.
7. Verfahren zum Betrieb von Alarmanlagen oder Alarmübermittlungsanlagen nach Anspruch
ι und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Überlagerung mit Wechselspannung dadurch
erreicht wird, daß der Innenwiderstand der Speisebatterie z. B. durch Einschalten eines
Widerstandes nach Abb. 2' künstlich erhöht wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 609 620/105 9. (609 855 4.-57)
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW15447A DE961952C (de) | 1954-12-02 | 1954-12-02 | Verfahren zum Betrieb von Alarmanlagen bzw. Alarmuebermittlungsanlagen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW15447A DE961952C (de) | 1954-12-02 | 1954-12-02 | Verfahren zum Betrieb von Alarmanlagen bzw. Alarmuebermittlungsanlagen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE961952C true DE961952C (de) | 1957-04-11 |
Family
ID=7595507
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW15447A Expired DE961952C (de) | 1954-12-02 | 1954-12-02 | Verfahren zum Betrieb von Alarmanlagen bzw. Alarmuebermittlungsanlagen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE961952C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1095169B (de) * | 1959-01-24 | 1960-12-15 | Telefonbau & Normalzeit Gmbh | Schaltungsanordnung fuer Meldeanlagen mit ruhestromueberwachter Leitung |
| DE1155374B (de) * | 1959-10-15 | 1963-10-03 | Dehavilland Aircraft | Alarmanlage |
| DE1257042B (de) * | 1959-09-30 | 1967-12-21 | Siemens Ag | Sicherheitsmeldeanlage, z. B. Raumschutzanlage |
-
1954
- 1954-12-02 DE DEW15447A patent/DE961952C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1095169B (de) * | 1959-01-24 | 1960-12-15 | Telefonbau & Normalzeit Gmbh | Schaltungsanordnung fuer Meldeanlagen mit ruhestromueberwachter Leitung |
| DE1257042B (de) * | 1959-09-30 | 1967-12-21 | Siemens Ag | Sicherheitsmeldeanlage, z. B. Raumschutzanlage |
| DE1155374B (de) * | 1959-10-15 | 1963-10-03 | Dehavilland Aircraft | Alarmanlage |
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