DE962048C - Schaltungsanordnung zur zyklischen UEbertragung von Messwerten mit Korrektur der Bezugsfrequenz - Google Patents
Schaltungsanordnung zur zyklischen UEbertragung von Messwerten mit Korrektur der BezugsfrequenzInfo
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Description
Bei einer zyklischen Meßwertübertragung werden die Meßwerte sendeseitig in zyklischer Reihenfolge
mittels einer Abgreifeinrichtung aufgenommen und dementsprechende Signale zeitlich hintereinander
über ein und denselben Übertragungsweg weitergegeben. Empfangsseitig erfolgt der umgekehrte
Vorgang, indem die einzelnen zeitlich hintereinander ankommenden Signale vom Übertragungsweg
synchron abgenommen und durch eine Verteilereinrichtung
auf die einzelnen Meßwertanzeiger geschaltet werden. Wird hierbei auf der Sendeseite der jeweilige Meßwert in eine proportionale Impulsfrequenz umgesetzt, so daß also
jedem Meßwert eine bestimmte Impulsfrequenz entspricht, so wird z. B. für den Meßwert Null
eine bestimmte Bezugsfrequenz übertragen, welche auf der Empfangsseite an den Meßwertanzeigern
den Meßwert Mull angibt. Für die Meßgenauigkeit ist die Übereinstimmung der Bezugsfrequenz auf
der Sendeseite und der Empfangsseite am wichtigsten, da dieser Wert proportional am stärksten
in den Meßfehler eingeht. Dies zu erreichen, ist Aufgabe der Erfindung. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß bei Aussendung einer für die Meßwertübertragung als Bezugsfrequenz
bestimmten Impulsfrequenz von der Sendeseite zur Empfangsseite auf der Empfangsseite eine
Umsetzung dieser Frequenz in einen Gleichstrom
erfolgt und in Abhängigkeit von diesem ein in dem Diagonalzweig einer Brückenanordnung liegendes,
einen zw.ei benachbarte Brückenglieder bildenden Spannungsteiler einstellendes Steuerorgan so beeinflußt
wird, daß das Steuerorgan bn einem der Bezugsfrequenz entsprechenden Gleichstrom den
Spannungsteiler infolge Brückengleichgewichts nicht verstellt, dagegen bei einem der Bezugsfrequenz
nicht entsprechenden Gleichstrom eine Verstellung des Spannungsteilers bis zur Herstellung
des Brückengleichgewichts herbeiführt.
Zur Erläuterung der Erfindung ist in der Abb. ι
als Ausführungsbeispiel eine Schaltungsanordnung zur zyklischen Übertragung von beispielsweise
neun Meßwerten über einen auch für andere Zwecke dienenden Leitungsweg L, z. B. eine Fernsprechleitung,
unter Wiedergabe der nur in diesem Rahmen interessierenden Stromkreise dargestellt. Die
gegebenenfalls von neun Meßstellen M1, M2 . .. M9
eingehenden Meßwerte werden von Meßwertumformern MUJV1, MUW2 . . . MUW9, deren Bauart
bekannt ist, aufgenommen und beim zyklischen Abgreifen durch folgezeitiges Schließen der Kontakte
(Z1, a2.. . a9 als Gleichspannung mit einer dem
jeweiligen Meßwert entsprechenden Höhe an das Rähmchen R1 des Drehspulinstrumentes D auf der
Sendeseite angelegt. Der das Rähmchen .R1 jeweils entsprechend dem Meßwert durchfließende Strom
dreht das bewegliche System des Drehspulinstrumentes
D und lenkt damit die Fahne F so ab, daß diese in eine dem Meßwert entsprechende Lage gelangt.
In der jeweiligen Lage der Fahne F liefert die an sich bekannte Hochfrequenzschwingschaltung
über den Hochfrequenzübertrager HF eine Hochfrequenzspannung, welche mittels der Sekundärwicklung
S2 über den Gleichrichter Gl einen Gleichstrom treibt. Hierdurch wird an das Schirmgitter
der Röhre Ro1 ein derartiges Potential gelegt,
daß diese Röhre einen solchen den Kondensator C1 aufladenden Anodenstrom ,zieht, daß an
der Röhre Ro2 nach Ablauf einer bestimmten, durch
die Einstellung der Gitterspannung am Potentiometer P1 wählbaren Zeit eine zur Zündung der
Röhre Ro2 ausreichende Spannung steht. Nach dem
Zünden der Röhre Ro2 beginnt die Ladung des
Kondensators C1 über die Röhre Ro2 abzufließen,
worauf nach Absinken der Kondensatorspannung unter die Brennspannung der Röhre Ro2 diese
Röhre wieder erlischt. Hiernach wird der Kondensator C1 wieder geladen usf. Die Potentiale, zwischen
denen der Kondensator C1 umgeladen wird,
werden demnach durch die Brennspannung und die Zündspannung der Röhre Ro2 begrenzt. Da die
Röhre Ro1 die Eigenschaft hat, unabhängig von
der an ihr liegenden Anodenspannung einen nur von ihrer Schirmgitterspannung abhängigen
Anodenstrom zu liefern, stellt diese Röhre gewissermaßen einen in Abhängigkeit von der Größe
der von der Hochfrequenzschwingschaltung gelieferten Spannung veränderbaren Ladewiderstand
für den Kondensator C1 dar, welcher mit der Röhre Ro2 eine ihre Frequenz in Abhängigkeit von
der angelegten Spannung ändernde Kippanordnung bildet. Wie gezeigt, entspricht die Frequenz der
Kippanordnung [C1JRo2) der Größe des jeweiligen
Meßwertes. Demzufolge steht jeweils im gelöschten Zustand der Röhre Ro2 an der Stelle St im
Rhythmus der Kippfrequenz eine S teuer spannung, welche die Arbeitsweise der aus den Röhren Rös
und Ro1 bestehenden Multivibratorschaltung so
beeinflußt, daß am Ausgang^ auf der Sekundärseite des Übertragers Ue Impulse mit einer dem
jeweiligen Meßwert entsprechenden Häufigkeit (Impulsfrequenz) von der Sendeseite abgegeben
werden. Ein Teil der Steuerspannung wird an das Rähmchen R2 des Drehspulinstrumentes D zur
Kompensation angelegt. Nimmt man an, daß bei der Inbetriebsetzung der Anordnung beispielsweise
zunächst die Röhre Ro3 der Multivibratoranordnung
gezündet ist, so liegt- infolge des Kathoden-Widerstandes K das Potential der Kathode der
Röhre Ro1 gegenüber dem Potential ihres Gitters
so hoch, daß die Röhre i?ö4 gelöscht ist. Durch die
Steuerspannung an der Stelle St wird das Gitterpotential in der Multivibratoranordnung so erhöht,
daß auch die Röhre Ro1 zündet. Der vorher im
Anodenstromkreis der Röhre Ro3 geladene Kondensator
C2 entladt sich darauf über die Röhren Rös
und Ro41, so daß, da hierbei das Potential an der
Anode der Röhre Ro3 unter die Brennspannung absinkt,
die Röhre Ro3 erlischt. Ihr Kathodenpotential
liegt jetzt wie vorher bei der Röhre i?ö4 so hoch,
daß kein Zünden erfolgt. Der Kondensator C2 wird
im Anodenstromkreis der Röhre Röi umgeladen.
Bei der nächsten Beeinflussung der Gitter der Röhren Ro3 und Ro1 durch die an der Steuerstelle
Λ entstehende Steuerspannung zündet die Röhre Ro3. Nach einer gewissen Entladezeit des
Kondensators C2 über beide Röhren wird die Röhre
Ro1 aus dem gleichen Grunde wie vorher die Rohre
Ro3 gelöscht. Dieses Wechselspiel wiederholt sich
im Rhythmus der Kippfrequenz. ,Während dieses Wechselspiels wird die Primärwicklung des Übertragers
Ue in wechselnder Richtung vom Strom durchflossen, so daß am Ausgang A auf der Sekundärseite
praktisch rechteckförmige Impulse abgegeben werden, deren Häufigkeit somit dem zu
übermittelnden Meßwert entspricht. Infolge des wechselweisen Zündens der Röhren Ro3 und i?ö4
ist durch die Multivibratoranordnung eine Halbierung der Kippfrequenz erzielt, so daß am Ausgangνί
symmetrische negative und positive Impulse vorhanden sind. Hierdurch ist eine verzerrungsfreie
Impulsgabe erzielt. Die mit einer dem zu übermittelnden Meßwert entsprechenden Häufigkeit
von der Sendeseite abgegebenen Impulse (Impulsfrequenz) werden z. B. über die Leitung L zur
Empfangsseite übertragen. Auf der Empfangsseite beeinflussen die Impulse die aus den - Röhren Ro5,
Ro6, Ro7 und Ro8 (Abb. 2) bestehende Anordnung
in der Weise, daß sie entweder die Röhren Ro5 und
Röe oder die Röhren Ro1 und Rös öffnen, welche
bei fehlenden Impulsen durch eine negative Gitterspannung gesperrt sind. Durch das öffnen der
Röhren werden die Kondensatoren K1 und K2 abwechselnd
aufgeladen und entladen. Der mittlere
JMf.
Ladestrom ist der Impulsfrequenz proportional und wird zur Anzeige gebracht. Die Röhrenanordnung
mit den Kondensatoren K1 und K2 stellt nämlich
ein Glied einer Brückenschaltung dar, deren anderes, der Röhrenanordnung benachbartes Glied der
Widerstand Wi und deren weitere Brückenglieder die Teile des Spannungsteilers P als einander benachbarte
Glieder bilden, so daß in dem Diagonalzweig somit ein Strom fließt, welcher dem jeweils
ίο zu übermittelnden Meßwert entspricht. Da im Zuge
der dem Abgreifen auf der Sendeseite entsprechenden Verteilung über die folgezeitig betätigten Kontakte
V1, v2 ... Vg auf der Empfangsseite im Gleichlauf
mit der Meßwertübermittlung von der Sendeseite her die Einschaltung der Anzeigeeinrichtungen
A1 ... A9 in den Diagonalzweig der erwähnten
Brückenanordnung erfolgt, wird demnach durch den in diesem fließenden Gleichstrom die Anzeigeeinrichtung
der jeweils angeschalteten Empfangsstelle in meßwertentsprechender Weise betätigt.
Um nun die erwähnte Bezugsfrequenz, die auf der Empfangsseite den Meßwert Null hervorruft,
zu überwachen, wird z. B. von der Meß stelle M19
kein Meßwert abgegeben, so daß von dieser -Stelle
as der Kippanordnung keine Gleichspannung zugeführt
wird. Die Kippanordnung liefert die gewählte, durch ihre Schaltungsdaten festgelegte Bezugsfrequenz,
die auf der Empfangsseite in der Röhrenanordnung mittels der Kondensatoren JpC1
und K2 die Umsetzung in einen der gewählten Bezugsfrequenz
entsprechenden mittleren Ladestrom herbeiführt. Das bei der Anschaltung der Empfangsstelle
10 in den Diagonalzweig der Brückenanordnung eingeschaltete Steuerorgan St M, welches
zur Verstellung des Abgreifers Ab am Spannungsteiler P dient, wird nun bei einer der gewählten
Bezugsfrequenz entsprechenden Stellung des Äbgreifers Ab am Spannungsteiler P infolge des dann
vorhandenen Brückengleichgewichts nicht betätigt.
Liefert die Röhrenanordnung mittels der Kondensatoren K1 und K2 dagegen einen mittleren Ladegleichstrom,
der das Brückengleichgewicht stört, so wird das Steuerorgan St M bewegt; infolge seiner
Auslenkung erfolgt eine Verstellung des Abgreifers Ab am Spannungsteiler P so lange, bis das
Steuerorgan StM im Diagonalzweig keinen Strom
mehr erhält, also das Brückengleichgewicht hergestellt ist. Es wird demnach nach jedem Umlauf
der Meßwertübermittlungen geprüft, ob die Meßwertabgabe und die Meßwertwiedergabe auf die
gleiche Größe (Bezugsfrequenz) während einer Übertragungsreihe bezogen worden sind, wobei
dann, falls eine Änderung eingetreten ist, durch Verstellung des Abgreifers Ab am Spannungsteiler
P eine Korrektur vorgenommen wird.
Claims (2)
1. Schaltungsanordnung zur zyklischen Übertragung von Meßwerten mit Korrektur der Bezugsfrequenz,
■ dadurch gekennzeichnet, daß bei Aussendung einer für die Meßwertübertragung
als Bezugsfrequenz bestimmten Impulsfrequenz von der Sendeseite zur Empfangsseite auf der
Empfangsseite eine Umsetzung dieser Frequenz in einen Gleichstrom erfolgt und in Abhängigkeit
von diesem ein in dem Diagonalzweig einer Brückenanordnung liegendes, einen zwei benachbarte
Brückenglieder bildenden Spannungsteiler einstellendes Steuerorgan so beeinflußt
wird, daß das Steuerorgan bei einem der Bezugsfrequenz entsprechenden Gleichstrom den
Spannungsteiler infolge Brückengleichgewichts nicht verstellt, dagegen bei einem der Bezugsfrequenz
nicht entsprechenden Gleichstrom eine Verstellung des Spannungsteilers bis zur Herstellung
des Brückengleichgewichts herbeiführt.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Aussehdung der
für die Meßwertübertragung als Bezugsfrequenz bestimmten Impulsfrequenz nach Anschaltung
einer bestimmten Meßstelle im Zuge der zyklischen Übertragung erfolgt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES44337A DE962048C (de) | 1955-06-14 | 1955-06-14 | Schaltungsanordnung zur zyklischen UEbertragung von Messwerten mit Korrektur der Bezugsfrequenz |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DES44337A DE962048C (de) | 1955-06-14 | 1955-06-14 | Schaltungsanordnung zur zyklischen UEbertragung von Messwerten mit Korrektur der Bezugsfrequenz |
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|---|---|
| DE962048C true DE962048C (de) | 1957-04-18 |
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Family Applications (1)
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| DES44337A Expired DE962048C (de) | 1955-06-14 | 1955-06-14 | Schaltungsanordnung zur zyklischen UEbertragung von Messwerten mit Korrektur der Bezugsfrequenz |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE962048C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1045858B (de) * | 1957-09-27 | 1958-12-04 | Siemens Ag | Fernmessanlage |
-
1955
- 1955-06-14 DE DES44337A patent/DE962048C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1045858B (de) * | 1957-09-27 | 1958-12-04 | Siemens Ag | Fernmessanlage |
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