DE9621C - Verfahren zum Emailliren von Eisengufswaaren durch Auftragen der Emaillemasse auf den Kern der Gufsform - Google Patents

Verfahren zum Emailliren von Eisengufswaaren durch Auftragen der Emaillemasse auf den Kern der Gufsform

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DE9621C
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N. henzel in Prag und l. broz in Rakycan
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    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C1/00Compositions of refractory mould or core materials; Grain structures thereof; Chemical or physical features in the formation or manufacture of moulds
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23DENAMELLING OF, OR APPLYING A VITREOUS LAYER TO, METALS
    • C23D5/00Coating with enamels or vitreous layers
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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Description

1879.
Klasse 48.
NICOLAUS HENZEL in PRAG und LADISLAUS BROZ in ROKYCAN (Böhmen).
Verfahren zum Emailliren von Eisengufswaaren durch Auftragen der Emailmasse auf den Kern der Gufsform.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. Juli 1879 ab.
Die seitherige Erzeugungsmethode, die beim Emailliren von Eisengufswaaren angewendet wurde, besteht darin, dafs der gegossene Gegenstand sorgfaltig gereinigt, in kaltem Zustande mit der Grundirmasse belegt und diese zunächst eingebrannt wurde. Auf die Grundmasse wurde dann wieder in kaltem Zustande die Glasur aufgetragen und die Manipulation des Glühens wiederholt.
Bei dem vorliegenden neuen Verfahren wird das Glasiren mit dem Giefsen vereinigt.
Zunächst werden Form und Kern in der gewöhnlichen Weise hergestellt. Der Kern wird mit einem isolirenden Ueberzuge von Graphit versehen und ganz sorgfältig geglättet. Auf diesen Graphitüberzug wird die in fein vertheiltem Zustande im Wasser eingerührte Emailmasse in höchst gleichmäfsiger Lage aufgetragen, and der Kern getrocknet. Auch kann die Emailmasse in trockenem Zustande durch Bestäuben und demnächstiges Anpoliren auf dem feuchten Lehmkern bezw. dessen Schwärzeschicht fixirt werden. Kommt es auf grofse Glätte der Email oder Glasur nicht an, so fällt die isolirende Graphitschicht (Schwärze) bei Anwendung von Sandkernen weg.
Die mit der Email- bezw. Glasurschicht versehenen Kerne werden in der Weise, wie es zur Erzeugung eines dichten Gusses stets beobachtet wird, bei langsamer Steigerung der Hitze getrocknet und, wenn fertig, in die entsprechend trockene Form gelegt, so dafs eine Wiederaufnahme von Feuchtigkeit vermieden wird. Der Gufs mufs ein höchst ruhiger sein, deshalb ist die Verwendung solcher Stoffe zur Emailmasse zu vermeiden, welche in der Hitze des flüssigen Eisens Gase, Dämpfe, Sublimate entwickeln. Das flüssige Eisen, welches mit der Email- bezw. Glasurmasse in Berührung kommt, schmilzt diese, und die Verbindung des Eisens mit der Email wird dadurch eine viel innigere, weil die höhere Schmelztemperatur des Eisens, gegenüber der sonst angewendeten niedrigen Glüh - Temperatur äufserst günstig wirkend ist. Die so emaillirten Gegenstände bleiben so lange in der Form, bis die gewöhnliche Lufttemperatur nicht mehr schädlich auf die Email einwirken kann.
Man braucht sich dabei auf die Innenseite der Waaren nicht zu beschränken, sondern kann auch deren Aeufseres in beschriebener Weise emailliren.
Die zur Verwendung kommenden Emailmassen bestehen im wesentlichen aus Natriumbezw. Kaliumoxyd, Calciumoxyd und Kieselsäure, event, auch aus Thonerde und Borsäure.
Es empfehlen sich u. A. folgende Massen:
No. ι erhalten durch Zusammenschmelzen von: Kieselsäure (Quarz) . . . . 28 Gewichtsthl. Kohlensaurem Natron (calcinirte
Soda) .... . 11
Kohlensaurem Kalk (Schlemmkreide) 6
No. 2 erhalten durch Zusammenschmelzen von:
Kieselsäure 34 Gewichtsthl.
Kohlensaurem Natron ... 11
Kohlensaurem Kalk .... 12
No. 3 erhalten durch Zusammenschmelzen von:
Kieselsäure. 34 Gewichtsthl.
Kohlensaurem Natron ...11
Kohlensaurem Kalk .... 12
LufttrockenenkalkfreienPfeifen-
thon ....... 5
No.4 erhalten durch Zusammenschmelzen von:
Kieselsäure 34 Gewichtsthl.
Kohlensaurem Natron ... 6
Kohlensaurem Kalk . . ...12
In allen hier angegebenen Mischungen ist der rein wasserfreie Zustand der Kieselsäure, des kohlensauren Natrons und des Calciumoxydes angenommen. Die Behandlung dieser Stoffe ist dieselbe wie bei der Erzeugung bisher angewendeter Emailmassen, nämlich PuI-verisiren, Mischen, Schmelzen oder Fritten, Mahlen und Schlemmen.
Je nach der Stärke und der Schmelzbarkeit der zu emaillirenden Güsse werden die vorerwähnten Massen mit Zusätzen versehen, die ein besseres Anhaften an der Form oder dem Kerne herbeiführen. Als solches Mittel ist Pfeifenthon, vorzugsweise ungebrannt, jedoch auch gebrannt, zu empfehlen.
Bei Gufswaaren, deren Emaillirung besonders elegant sein soll, sowie auch bei Kochgeschirren empfiehlt es sich, die angegossene Email als Grundmasse zu benutzen und sie in
gewöhnlicher Weise noch mit einem Ueberzuge zu versehen. In solchen Fällen werden die entsprechenden Theile der Form nicht mit Graphit überzogen, da es dann wünschenswerth ist, dafs die Oberfläche der Grundemail eine rauhe sei. Zur Erzeugung einer besonders weifsen Email indefs wenden wir dann für die Formen recht feinen weifsen eisenfreien Formsand an, oder, wo solcher nicht zu haben ist, überziehen wir dieselben, anstatt der Schwärze, mit feinem Quarzmehl, das sich mit der dann auf dieses zu tragenden Emailmasse beim Giefsen verbindet und das Anfritten des Formsandes verhindert.

Claims (1)

  1. PATENT-A NSPRUCH:
    Die Erzeugung emaillirter oder glasirter Oberflächen auf Eisengufswaaren jeglicher Art, durch Auftragen der Email- bezw. Glasurmasse auf die betreffenden Oberflächen der Form bezw. des Kerns, so dafs durch die Einwirkung des flüssigen Eisens die Emailmasse geschmolzen wird und sich mit demselben vereinigt, zum Zwecke der Herstellung billiger emaillirter Gufswaaren und in der Weise, wie vorstehend näher beschrieben und erläutert, ohne Rücksicht jedoch auf die zur Verwendung kommenden Emailmassen, deren Wahl von den jeweiligen Umständen abhängt.
DENDAT9621D Verfahren zum Emailliren von Eisengufswaaren durch Auftragen der Emaillemasse auf den Kern der Gufsform Active DE9621C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1147423B (de) * 1956-12-11 1963-04-18 Ferranti Ltd Electrical & Gene Vorrichtung zum Erkennen von gedruckten Schriftzeichen
FR2416959A1 (fr) * 1978-02-08 1979-09-07 Choux Alain Nouveau procede d'emaillage et de coloration de l'aluminium

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DE1147423B (de) * 1956-12-11 1963-04-18 Ferranti Ltd Electrical & Gene Vorrichtung zum Erkennen von gedruckten Schriftzeichen
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