DE962863C - Kinematographischer Schiessstand - Google Patents
Kinematographischer SchiessstandInfo
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
- F41J—TARGETS; TARGET RANGES; BULLET CATCHERS
- F41J5/00—Target indicating systems; Target-hit or score detecting systems
- F41J5/04—Electric hit-indicating systems; Detecting hits by actuation of electric contacts or switches
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
- F41J—TARGETS; TARGET RANGES; BULLET CATCHERS
- F41J9/00—Moving targets, i.e. moving when fired at
- F41J9/14—Cinematographic targets, e.g. moving-picture targets
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Projection Apparatus (AREA)
Description
AUSGEGEBEN AM 25. APRIL 1957
K 23606XI/72e
Karl Kohler, Augsburg
ist als Erfinder genannt worden
Karl Kohler, Augsburg
Kinematographischer Schießstand
Patentanmeldung bekanntgemacht am 25. Oktober 1956
Patenterteilung bekanntgemacht am 11. April 1957
Bei Schießständen, gleich welcher Art diese im einzelnen sind, soll das Trefferergebnis möglichst
genau sofort nach dem Schuß sichtbar werden. Zu diesem Zweck ist bereits eine große Anzahl von
Einrichtungen vorgeschlagen worden, die das Ergebnis
unmittelbar nadh dem Schuß dem Schützen anzeigen. So sind beispielsweise Schießscheiben'
bekannt, die in einzelne Felder aufgeteilt sind und vermittels unabhängig voneinander schwenkbaren·
ίο Prallplatten durch elektrische Kontaktgabe den
Ring und die Trefferlage kennzeichnen.
Einen besonderen Anreiz für den Schützen bieten bekanntlich bewegliche Objekte, bei denen
jedoch eine derartige Anzeigung technisch, nur schwer durchführbar ist. Es ist auch bereits bekannt,
bewegliche Zielobjekte mittels einer kinematographisdhen Projektion zu schaffen. Bei derartigen
Schießständen' ist die Trefferlage im allgemeinen lediglich durdh das Einschußloch auf der
Projektionswand erkennbar.
Die vorliegende Erfindung betrifft einen kinematographiischeni
Schießstand, welcher den Vorzug eines beweglichen Zielbildes mit einer sofort sichtbaren
Anzeigevorrichtung vereinigt.
Das Kennzeichen der Erfindung besteht darin, daß hinter einer im Schußkanal angeordneten Projektionswand
eine mit konzentrisch, angeordneten unterteilten Ringen ausgestattete Plattenanordnung
vorgesehen ist, deren Achse mit der Visierlinie und dem Zielpunkt des beweglichem Objektes zusammenfällt.
Die einzelnen Prallplatten des Scheibenzentrums beeinflussen bei dem Auftreffimpuls — ähnlich wie
bei den bereits bekannten und erwähnten Schießständen .— eine elektrische Trefferanzeige.
Ein bekannter Übelstand, der bisher bei den bekannten Vorrichtungen mit unabhängig voneinander
schwenkbaren Prallplatten auftrat, liegt darin, daß sich die Bleireste der abgefeuerten
Kugeln in dien Zwischenräumen zwischen den einzelnen Platten festsetzen, so daß ein Verklemmen
eintritt und eine richtige Trefferanzeige nicht mehr gewährleistet ist. Dieser Übelstand
wird gemäß der Erfindung dadurch beseitigt, daß jeweils zwei benachbarte Prallplatten in voneinander
distanzierten Ebenen angeordnet sind.
Weitere Merkmale der Erfindung liegen in einer besonders zweckmäßigen Schaltung zur Stillsetzung des Filmbildes, in der Projektion der Bilder, in der Anordnung und Gestaltung der Anzeigevorrichtung u. dgl., wie sie nachstehend an Hand1 der Zeichnungen beschrieben werden.
Weitere Merkmale der Erfindung liegen in einer besonders zweckmäßigen Schaltung zur Stillsetzung des Filmbildes, in der Projektion der Bilder, in der Anordnung und Gestaltung der Anzeigevorrichtung u. dgl., wie sie nachstehend an Hand1 der Zeichnungen beschrieben werden.
In diesen Zeichnungen, welche beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes
veranschaulichen.', zeigt
Abb. ι eine Gesamtansicht des Zielapparates-,
Abb. 2 eine perspektivische Ansicht der Still-Setzungseinrichtung des Filmbandes,
Abb. 2 eine perspektivische Ansicht der Still-Setzungseinrichtung des Filmbandes,
Abb. 3 eine Ansicht des Zielbildes für mehrere nebeneinander angeordnete Schießstände,
Abb. 4 eine Draufsicht auf die hinter der Projektionsfläche
angeordneten Prallplatten,
Abb. 5 eine perspektivische Ansicht zu Abb. 4,
Abb. 6 eine Seitenansicht der Schußkartenlotiheinrichtung mit mechanischer Auslösung,
Abb. 7 eine Seitenansicht der Schußkartenlocheinrichtung mit elektromagnetischer Betätigung,
Abb. 8 ein Schaltungsschema der elektrischen Einrichtung bei Gewehren mit mechanischer Kontaktbeeinflussung,
Abb. 9· ein Schaltungsschema für akustische Kontaktbeeinflussung.
Gemäß Abb. 1 ist in dem Schußkanal eine Projektionswand
ι angeordnet, hinter welcher eine aus konzentrisch angeordneten, geteilten und trichterförmig
gestaffelten Ringen bestehende Plattenanordnung 2 vorgesehen ist, bei welcher die ein-
zelnen Prallplatten, veranlaßt durch den Impuls der auftreffenden Kugel, zurückweichend, vorzugsweise
unter elektrischer Kontaktgabe die Trefferlage sichtbar machen.
Die Achse der Plattenanordnung 2 fällt mit der
Visierlinie zusammen, wenn diese durch den Zielpunkt des beweglichen Objektes geht, welcher auf
dem projizierten Gegenstand kurzzeitig sichtbar wird. Der Schußkanal ist in bekannter Weise gegen
Fehlschüsse durch Stahilplatten 3 geschützt, die die Plattenanordnung 2 in beliebiger Weise umgeben.
Die Plattenanordnung 2 ist zweckmäßigerweise um eine horizontal liegende Achse 4 schwenkbar angeordnet,
so daß nach Abnahme eines Deckels 5 die Plattenanordnung 2 auf einfachste Weise von anhaftenden
Bleiresten gesäubert wierden kann. Die Plattenanordnung 2 wird durch eine zweckmäßigerweise
auswechselbare Stahlplatte 6 nach vorn abgedeckt, die mit einer Öffnung versehen ist,
deren Größe z. B. dem äußeren! Umfang des Zehnerringes
der projizierten Schießscheibe entspricht. Vor die Projektionswand 1 kann eine Schutzjalousie
7 gezogen werden, die ein gefahrfreies Arbeiten an der dahinterliegenden Apparatur gewährleistet.
Die Projektionswand 1 besteht zweckmäßigerweise aus einem Papierband1, welches über Rollen 8
läuft und nach jedem Schuß manuell oder automatisch weiterrückt. Es ist auch möglich, zwei gegeneinander
bewegliche Papierbahnen anzuordnen, wodurch der Vorteil erzielt wird, daß sich die Einschußlöcher
nach jedem Weitertransport überdecken und somit eine unversehrte Projektionsfläche vor jedem Schuß vorhanden ist.
Die Projektion des Filmbildes erfolgt in der in Abb. ι dargestellten Ausführungsform von hinten,
d. h. von der dem Schützen abgewendeten Seite, wobei die Projektionswand 1 transparent sein
muß. Der Filmprojektor 9 entwirft demgemäß das Bild von hinten auf die Projektionswand i, wobei
der Lichtkegel von einem Trichter 10 umgeben ist. Da der Filmprojektionsapparat 9 nicht in der
Schußlinie liegen kann, ist er nach unten, oben oder seitlich versetzt angeordnet, wobei zur Erzielung
verzerrungsfreier Bilder Film- und Projektionsebene parallel zueinander liegen. Hierbei kann
die optische Achse entweder senkrecht oder schräg auf den beiden besagten Ebenen stehen.
Abweichend von der in Abb. 1 dargestellten
Ausführungsform kann das bewegliche Bild auch von vorn auf die Projektionsebene entworfen
werden, und zwar entweder vermittels eines Spiegels oder dadurch, daß der Projektionsapparat
vor der Projektionsfläche steht.
Auf dem bewegten· Zielbild, beispielsweise eines
aus dem Wald austretenden Tieres, wird kurzzeitig eine Zielmarke erkennbar, auf welche der Schuß
abgefeuert werden muß. Nach der Erfindung ist eine Vorrichtung vorgesehen·, die eine Fixierung
des bewegten Zielbildes im Augenblick der Schußauslösung verursacht. Der mechanische Teil dieser
den Filmstillstand bewirkenden ! .nrichtung ist in
Abb. 2 dargestellt.
Auf einer WeIlIe 11, die von einem Motor 12 angetrieben
wird und das Malteserkreuz 13 trägt, ist am Ende eine axial verschiebbare Kupplungsklaue
14 angeordnet, welche mit einer zweiten Kupplungsklaue 15 zusammenwirkt. Diese Kupplungsklaue
15 ist auf einer Platte 16 fixiert, die koaxial zur Welle 11 begrenzt drehbar angeordnet ist. D,ie
Begrenzung der Drehbewegung erfolgt elastisch durch eine oder mehrere Pufferfedern 17. Auf der
Welle 11 ist ferner eine Bandbremse 18 angeordnet.
Die Wirkungsweise dieser Einrichtung ist folgende: Veranlaßt durch eine Kontaktgabe z. B.
beim Laden des Gewehres wird durch den Elektromagnet Mk die Kupplung 14, 15 aufgehoben, so daß
außer dem Malteserkreuz auch der Filmantrieb arbeiten kann (vgl. Abb. 2). Bei Kontaktauslösung
im Moment des Abschusses fällt der Elektromagnet Mk ab und die Kupplungsklaue 14. wird durch
eine Feder 19 axial verschoben und greift in die Kupplungsklaue 15 ein. Das Schwungmoment der
Rotationsmassen wird elastisch aufgefangen durch die Pufferfeder 17, so daß die Welle 11 zum Stillstand
kommt, wobei gleichzeitig eine Abbremsung durch die Bremse 18 erfolgt. Nach Vernichtung der
Rotationsenergie wird der Teil 16 samt der eingekuppelten Welle 11 in die Nullstellung zurückgeführt,
wobei sich das Malteserkreuz 13 in einer Stellung befindet, die dem projizierten Strahlenbündel
20 den Weg zur Projektionsfläche freigibt. Der Motor 12 kann gleichzeitig bei Kontaktbeeinflussung
abgeschaltet werden. Um jedoch zu vermeiden, daß jeweils das große Schwungmoment des
Ankers abgebremst werden muß, ist esi zweck-
ao mäßig, zugleich mit der Einkupplung der Teile 14,
15 eine Entkupplung der Wellen vom Motor zu
bewirken. Dife Entkupplung der Teile 14, 15 erfolgt
durch den Elektromagnet, sobald der die Axialverschiebung bewirkende Magnet an Spannung
liegt.
Die Projektion der Filmbilder erfolgt zweckmäßigerweise derart, daß die Landschaft auf der
Projektionswand stillsteht und lediglich bewegliche Objekte beispielsweise durch diese Landschaft
ziehen. Um einen den natürlichen Verhältnissen noch weiter angenäherten Eindruck zu vermitteln,
wird gemäß der Erfindung vorgeschlagen, mehrere Schießstände zu einem Panorama zusammenzufassen.
Abb. 3 zeigt die Ansicht eines Zielbildes für mehrere nebeneinander angeordnete Schießstände.
Hierin sind 21 und 22 die Schußkanäle, in wielche das bewegliche Zielbild projiziert wird. Diese Zielbilder
zeigen beispielsweise Landschaften, in welchen Figuren oder Tiere beweglich sichtbar
sind. Der Raum 23fl zwischen den Schußfeldern
dient ebenfalls als Projektionsfläche, wobei auf dieser stehende Bilder entworfen werden, die Landschaften
zeigen und bildmäßig an die in den Schuß-
feldern projizierten Filmbilder angrenzen. Auf diese Weise wird der Eindruck einer weiten LandL
schaft erzeugt, auf welcher sich stellenweise lebendige Objekte bewegen. Der gesamte, aus mehreren
nebeneinianderl'iegenden Schießständen bestehende Stand bietet dadurch das Aussehen einer durchgehenden
Landschaft.
Es ist auch möglich, die gesamte Vorderwand 23, in der die einzelnen Sdiußkanäle2i, 22 angeordnet
sind, mit stehenden Projektionsbildern zu überblenden.
In den Abb. 4 und 5 ist die in Abb. 1 mit dem
Bezugszeichen 2 versehene Plattenanordnung im einzelnen schematisch dargestellt.
Im Gegensatz zu den bekannten kontaktbeeinflussenden Scheibenzentren dieser Art, bei denen
die einzelnen unabhängig voneinander beweglichen Prallplatten in einer Ebene liegen, sind diese
gemäß der Erfindung gestaffelt angeordnet. Das dem Schützen unsichtbare, hinter der Projektionswand
liegende Scheibenzentrum ist beispielsweise in neun einzelne, unabhängig voneinander bewegliche
Platten 24 bis 32 aufgeteilt. Diese Platten sind, wie aus Abb. S ersichtlich ist, in der Tiefe
gestaffelt angeordnet. Dies bietet gegenüber den in einer Ebene angeordneten/ Prallplatten den wesentliehen
Vorteil, daß verhindert wird, daß sich zwischen zwei benachbarte Prallplatten Bleireste festsetzen,
die ein Verklemmen bewirken. Infolge dler Tiefenstaffelung können sdch die Prallplatten auch
dann leicht unabhängig voneinander bewegen, wenn über deren Rand' anhaftende Bleirfeste hervorstehen.
Die einzelnen Prallplatten sind an dem einen Ende doppelarmiger, um Achsen 33 schwenkbarer
Hebel 34 aufgesetzt, und zwar auf deren kürzerem Hebelarm. Der längere Hebelarm beeinnußt
mit seinem Ende bei Auftreffen eines Schusses ein Kontaktpaar K.
Die Prallplatten bewirken über die elektrischen
Kontakte K die Anzeige der Trefferlage auf einer den Prallplatten analog" aufgeteilten Tafel. Ferner
verursacht die Bewegung der jeweils beaufschlagten Prallplatte mittelbar odfer unmittelbar die
Lochung einer Schußkarte.
Bei der in Abb. 6 dargestellten mechanischen
Schußkartenloctivorrichtung wirken die den Hebeln 34 gemäß Abb. 5 analogen Hebel 35, welche um
Achsen 36 schwenkbar sind, mit Druckbügeln'37
gegen Nadelbolzen 38, vor deren Spitzen in einer Kassette 39 die Schußkarte 40 eingeschoben ist.
Auch hier dienen die Enden der Hebel 35 zur Beeinflussung je eines· Kontaktpaares K, welches
die Treffer anzeigevorrichtung 41 zum Aufleuchten bringt.
Bei Verwendung einer elektromagnetisch betätigten Schußkartenlodworrichtung, welche un-
mittelbar benachbart dem Schützenstand angeordnet sein kanaii, wirken gemäß Abb. 7 die Nadfelbolzen.42
gegen die in die Kassette 43 eingesetzte Schußkarte 44, sobald die ihre Axialverschiebung
bewirkenden Elektromagnete M1 erregt werden.
In Abb. 8 ist ein Schaltschema für einen einzelnen Stromkreisi dargestellt, in welchem der
innerhalb des Gewehres vorgesehene Kontakt mit S bezeichnet ist. Dieser Kontakt S ist geschlossen-,
sobald das Gewehr schußbereit ist, und wird bei Auslösung des Schusses geöffnet. Mit Mk ist der
die Kupplung 14, 15 betätigende Elektromagnet
bezeichnet, während der Elektromagnet Mb die Bremse 18 abhebt. Mit L ist die Anzeigelampe bezeichnet, deren mehrere in einer den Prallplatten
gemäß Abb. 4 analogen Anordnung eine optische Anzeigevorrichtung für die Trefferlage bilden. Als
Spannungsquelle U sind vorzugsweise 24 Volt Wechselspannung vorgesehen, welche zweckmäßigerweise
zur Erzielung eines ruhigeren. Arbeitens zum Zwecke der Magnetbetätigung M11
und Mb durch einen Gleichrichter G gleichgerichtet
werden.
In der in dem Schaltbild dargestellten Kontaktstellung
ist das Gewehr noch nicht schußbereit. Der Magnet Mk ist stromlos, die Klauenkupplung 14, 15 ■
greift ineinander, das Bild steht Durch Einschieben einer Kammer in das Gewehr wird der
Kontakt 5 geschlossen, das Relais A liegt an
Spannung und schließt den Arbeitskontakt. at
unter gleichzeitiger Öffnung des Ruhekontaktes a2.
Mk wird somit an Spannung gelegt undl bewirkt
ein Entkuppeln von 14, 15. Das· Filmbild beginnt
sich' zu bewegen. Auf der Projektionswand1 1 werden die beweglichen. Tiere sichtbar, wobei kurze
Zeit auf dem in· Bewegung befindlichen Zielobjekt die Zielmarke, die in der Visierlinie vor der zentralen
Prallplatte 24 liegt, sichtbar wird.
Bei Auslösung· des Schusses wird der Kontakt 5*
geöffnet, · das Relais* A fällt ab und öffnet den
Arbeitskontakt ax unter Schließung des Ruhekontaktes
a2. Der Elektromagnet Mk wird stromlos,
und unter gleichzeitiger Bremsung greifen die Kupplungsklauen 14, 15, veranlaßt durch die Wirkung
der Feder 19, ineinander, wobei mit dem Filmstreifen das Malteserkreuz zum Stillstand
kommt und das im Augenblick der Schußauslösung sichtbare Bild auf der Projektionsfläche fixiert
bleibt. Der Schütze kann dadurch nachträglich sehen, in welcher Stellung das bewegte Objekt sich
im Augenblick der Schußauslösung befunden hat. Die Erfindung unterscheidet sich dadurch vorteilhaft
von solchen Schußeinirichtungen, bei denen das
Bild erst beim Auftreffen des Schusses fixiert wird. Die Kugel durchschlägt die Projektionsfläche
und trifft auf eine der Prallplatte». 24 bis> 32. Diese
Prallplatte, beispielsweise die ,Prallplatte 30, geht infolge des Auftreffimpulses zurück, wodurch eine
Schwenkbewegung des Hebels 34 um die Achse 33 veranlaßt wird, welcher den Kontakt K schließt.
Da die Kontaktbetätigung von dem langen Hebelarm aus erfolgt, führt dieser trotz der relativ geringen
Rückbewegung der Prallplatte einen weiten Weg aus, der zeitlich genügt, das Relais B zum
Ansprechen· zu bringen. Dadurch wird der Selbsthaltekontakt
O1 geschlossen, und das Relais B hält
sich selber. Gleichzeitig wird der Arbeitskontakt b2
geschlossen, wodurch einmal die entsprechende Lampe L in dem Anzeigefeld aufleuchtet und
andererseits durch den Elektromagneten. M1 über Nadelbolzeni 42 die Lochung der Zielkarte an der
entsprechenden Stelle erfolgt. Durch die ebenfalls erregten Magneten Mp können die transparenten
Papierbahnen gegenläufig um einen Schritt weitergescfoaltet
werden, so daß das Einschußloch verdeckt äst. Diese Schaltstellung bleibt so lange
fixiert, bis beim Auswerfen der Patrone der Kontakt S wieder geöffnet wird und beide Relais A
und B dadurch abfallen.
Abb. 9 zeigt ein Schaltschema, bei dem die gleiche Wirkung akustisch zustande kommt. Der
auf das Mikrophon M auftreffende Schall bringt über einen Verstärker V das Relais R zum Ansprechen,
wobei der gegebene Impuls genügt, den Arbeitskontakt r zu schließen und das Relais A
unter Spannung zu setzen, welches über den Selbsthaltekontakt a3 sich selber hält. Der dem Kontakt O1
gemäß Abb. 8 entsprechende Kontakt at ist in
diesem Falle als Ruhekontakt ausgebildet und öffnet demgemäß beim Ansprechen von A, so
daß Mk stromlos wird und die Kupplung eingreift. 65,
Der dem Kontakt a% gemäß Abb. 8 entsprechende,
in diesem Falle als Arbeitskontakt ausgebildete Kontakt a5 schließt beim Ansprechen von A. Beim
Auftreffen des Schusses auf die Prallplatte wird wiederum der Kontakt K geschlossen, der das
Relais B zum Ansprechen bringt, wodurch die Kontakte ^1 und b2 schließen und der Vorgang
analog verläuft wie oben beschrieben.
Um den Schießstand für den nächsten Schuß vorzubereiten, wird die Taster gedrückt, so daß 75,
mit A auch B stromlos wird. Auch nach Rückgang der Taste T in die Schließstellung spricht A nicht
an, weil sowohl a3 als auch r offen sind.
Bei dieser Ausführungsform ist man zum Schießen nicht auf ein besonders vorbereitetes
Gewehr angewiesen, vielmehr kann jeder Schütze sein eigenes Gewehr verwenden.
Claims (1)
- Patentansprüche:1. Kinematographischer Schießstand, dadurch gekennzeichnet, daß hinter einer- im Schußkanal angeordneten Projektionswand (1) eine mit konzentrisch angeordneten unterteilten üingen ausgestattete zur Auslösung einer Trefferanzeigevorrichtung dienende Plattenanordnung go (2) vorgesehen ist, deren Achse mit der Visierlinie und dem Zielpunkt des beweglichen Objektes zusammenfällt.2. Kinematographischer Schießstand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils zwei benachbarte Prallplatten (24 bis 32) der Plattenanordnung (2) in voneinander distanzierten Ebenen angeordnet sind·.3. Kinematographischer Schießstand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Prallplattenanordnung (2) nach oben schwenkbar um eine Achse (4) angeordnet ist.4. Kinematographischer Schießstand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Prallplatten (24 bis 32) mit dbppelarmigen Hebeln (34) verbunden sind, deren längerer Hebelarm elektrische Kontakte (K) zur Betätigung einer Treffer anzeigevorrichtung (41) beeinflußt.5. Kinematographischer Schießstand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die mit den Prallplatten verbundenen Hebel (35) mit ihren Bügeln (37) gegen Nadelbolzen (38) wirken, deren Spitzen vor einer die· Schießkarte (40) aufnehmenden Kassette (39) liegen.6. Kinematographischer Schießstand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß vor einer Kassette (43), in welche die Schußkarte (44) eingeschoben wird, Nadelbolzen (42) liegen, welche unter der Wirkung eines Elektromagneten (Mi) liegen.7. Kinematographischer Schießstand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Projektionsapparat (9) hinter der transparenten Projektionsfläche (1) angeordnet ist und mit einer optischen Achse die Visierlinie schneidet,wobei sein Lichtkegel von einem trichterartigen Vorsatz (io) umgeben ist.8. Kinematographischer Schießstand nach Anspruch y, dadurch gekennzeichnet·, daß die Projektionsflächie (i) parallel zur Filmebene angeordnet ist, und beide Ebenen schräg zur optischen Achse liegen.9. Kinematographischer Schießstand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Projektionswand (1) aus einer transparenten Bahn besteht, welche manuell oder automatisch auf der Projektionsebene weiterrückt.10. Kinematographischer Schießstand nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Anordnung zweier gegenläufig automatisch oder manuell an der Projektionsebene vorbeigeführter transparenter Bahnen.11. Kinematographisober Schießstand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mit Auslösen des Schusses durch Betätigung des Gewehrhahnes ein Stromkreis geschlossen wird, der den Stillstand des Filmbildes bewirkt.12. Kinematographischer Schießstand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abschußknall über ein Mikrophon einen Impuls auslöst, der den Stillstand des Filmbildes bewirkt.13. Kinematographischer Schießstand nach Anspruch 11 oder 12, gekennzeichnet durch eine elektromagnetisch ausrückbare Kupplung (14,15) zwischen der den Filmantrieb und die Drehung des Malteserkreuzes- (13) bewirkenden Welle (11) und einem ortsfest elastisch gepufferten Teil (16).14. Kinematographischer Schießstand nach Anspruch 13, gekennzeichnet durch einen entgegen einer Feder (19) wirkenden Elektromagnet (Mk), welcher das Ausrücken der Kupplungsklaue (14) bewirkt.15. Kinematographischer Schießstand nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Magnet (Mk) im Augenblick des Abschusses stromlos wird und die Feder (19) die Kupplung zwischen· (14) und (15) bewirkt.16. Kinematograpbischer Schießstand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß neben beweglichen Bildern stehende Bilder projiziert werden.17. Kinematographischer Schießstand nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Projektion der stehenden Bilder auf die Zwischenräume (23a) zwischen den einzelnen Schußkanälen (21, 22) erfolgt, wobei bildmäßig ein Anschluß zwischen stehenden und bewegten Bildern besteht. .18. Kinematographischer Schießstand nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die gesamte Vorderwand (23) des· Schießstandes mit Projektionsbildern überblendet ist, die ein geschlossenes Panorama bilden.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen® 609 659/39 10.56 (609 865 4.57)
Priority Applications (1)
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Applications Claiming Priority (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE348082X | 1954-10-01 | ||
| DEK23606A DE962863C (de) | 1954-10-01 | 1954-10-02 | Kinematographischer Schiessstand |
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE962863C true DE962863C (de) | 1957-04-25 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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1954
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