DE962990C - Mikrowellenschalter kleiner Dimensionen fuer Bandleitungen, der einen selbsttaetigen bschluss der unterbrochenen Leitung mit dem Wellenwiderstand bewirkt - Google Patents
Mikrowellenschalter kleiner Dimensionen fuer Bandleitungen, der einen selbsttaetigen bschluss der unterbrochenen Leitung mit dem Wellenwiderstand bewirktInfo
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Description
AUSGEGEBEN AM 2. MAI 1957
1 7066VIIIaJ 2i a*
Die Erfindung betrifft einen Mikrowellenschalter kleiner Dimensionen, welcher ein Schaltsegment
zur Leitungsunterbrechung aufweist und einen selbsttätigen Abschluß der unterbrochenen Leitung(en)
mit einer dem Wellenwiderstand der Leitung entsprechenden Last bewirkt, für aus ersten und zweiten Leitern bestehende Bandleitungen;
insbesondere betrifft die Erfindung einen Mehrfachwegeschalter.
ίο Die Leiter bzw. Leiterabsahmitte von Dezi- oder
Mikrowellenleitungen, z. B. in Form von Lecher-, Hohlraum- Koaxial- oder auch die bekannten
Bandleitungen, sind so stabil ausgeführt, daß sie mindestens innerhalb eines bestimmten Abschnitts
selbsttragend sind. Die Anordnung eines Schalters macht daher im allgemeinen keine besonderen
Schwierigkeiten, insbesondere, da diese Schalter gleichfalls entsprechend den Dimensionen der bekannten
Leitungen stabil und von relativ großen Abmessungen ausgeführt werden können. Es ist
bekannt, hierfür Sahaltsegmente vorzusehen, welche eine Leitungsunterbrechung bei entsprechender Betätigung
bewirken. Ferner ist es bekannt, die Unterbrechungsstellen durch dem Wellenwiderstand
angepaßte Widerstände zu überbrücken und die Leitungsunterbrechung durch besondere, zwi-
sehen die Unterbrechungssitellen einführbare Re
flexionsflächen vorzunehmen.
Die Erfindung schafft demgegenüber einen Mikrowellenschalter kleinster Dimensionen, der
nach Art der gedruckten Schaltungen hergestellt werden kann. Der Schalter hat den Vorteil, einfach
herstellbar zu sein und sich besonders auch für die Massenfertigung zu eignen. Trotz dieser Eigenschaften
weist er den weiteren Vorteil auf, praktisch keine Strahlungsverluste zu haben1 (etwa 99 %
Feldkonzentration) und eine wirksame Verbindung bzw. Unterbrechung zu schaffen. Kleine Unstetigkeiten
in Größe und Form des Leitungsteiliös stören die Feldverteilung in bezug auf den Erdleiter
nicht nennenswert. In ähnlicher Weise stören bestimmte Veränderungen in der Oberfläche des
Erdleiters nicht wesentlich die Feidverteilungen in bezug auf dessen Oberfläche, da derartige Änderungen
entweder einander neutralisieren oder nicht ungünstig für eine merkliche Dauer die Feldverteilung
zwischen den beiden Leiterteilen beeinflussen. Durch diese Anordnung können Mikrowellen
vorwiegend im TEM-Modus längs des Erdleitungssystems fortgeführt werden, da die Mikrowellen
längs der entgegengesetzten Oberfläche oder längs den »Skin-Teilen« der Leiter fließen, welche
die entgegengesetzte leitende Grenze für die konzentrierten Bereiche des elektromagnetischen
Feldes bestimmen.
Die Erfindung besteht darin, daß das Schaltsegment einen Teil mindestens des ersten Leiters
enthält und der zweite Leiter(teil) einen sehr kleinen Bruchteil einer ViertelweMenilänge in
dielektrischem Abstand vom ersten gehaltert ist und eine ebene, flächenhafte Oberfläche von mindestens
zwei- bis dreifacher Breite des ersten Leiters hat, wobei weder Leiter noch Leiterteile,
des Schaltsegments, auch nicht teilweise, frei tragend ausgeführt sind und beide Leiter bzw.
-teile als dünne Streifen, vorzugsweise nach Art der gedruckten Schaltungen, ausgeführt sind, und
daß die dielektrische Trennschicht der Bandleitungsanordnung eine Ausnehmung aufweist, in
der das eine Platte dielektrischen Materials aufweisende Schaltsegment bewegbar, mindestens zum
Teil, und/oder der Widerstand bzw. die Widerstände derart eingelassen und geführt ist (sind),
daß der Widerstand (die Widerstände) in der offenen Schalterstellung an die Leitung(en) angeschlossen
ist (sind), während der Leiterteil des ersten und/oder zweiten Leiters bei geschlossenem
Schalter im Zuge der zugeordneten Leitung liegt In Weiterbildung des Erfindungsgedankens können
ein Übergangsleiter, der ein ^ohlkonisches Gehäuee enthält, und ein Schaltglied vorgesehen sein,
das einen konischen Körper drehbar befestigt in dem hohlkonischen Gehäuse enthält.
Weitere Merkmale der Erfindung werden, an
Hand der Zeichnung, welche Ausfüihrungsbeispiele
darstellt, tiäher erläutert. In dieser Zeichnung ist Fig. ι eine Darstellung einer Ausführungsform
eines Schalters gemäß dem Grundgedanken der Erfindung,
Fig. 2 ein Querschnitt längs der Linie 2-2 von Fig. i,
Fig. 3 eine Darstellung eines Schalters für die Steuerung des Stromflusses über zwei angeschlossene
Leitungen,
Fig. 4 ein Querschnitt längs der Linie 4-4 von Fig. 3.
Fig. S eine Darstellung eines Dreiwegschalters, Fig. 6 ein Querschnitt längs der Linie 6-6 von
Fig. 5,"
Fig. 7 ist eine Darstellung einer anderen Form von Zweileitungsschaltern;
Fig. 8 und 9 sind Querschnitte längs den Linien 8-8 und 9-9 der Fig. 7;
Fig. 10 ist die Darstellung einer abgeänderten
Form eines leitenden Schalters, bei welchem der Leitungsleiter und der Erdleiter in offene Schalterstellung
gebracht werden;
Fig. 11 und 12 sind Querschnitte längs der Linien
11-11 bzw. 12-12 der Fig. 10;
Fig. 13 ist ein Längsschnitt des Zwei wegeschal ters ;
Fig. 14, 15, 16 und 17 sind Querschnitte längs
der Linien 14-14, 15-15, 16-16 und 17-17 der
Fig. 13, und
Fig. 18 ist eine perspektivische Darstellung eine; drehbaren Kerns für den Schalter nach den Fig. 13
bis 17.
Gemäß den Fig. 1 und 2 der Zeichnung wird eine Ausführungsform des Schalters gezeigt, welche ein
Übertragungsleitungssegment der »Leitung-über-Erde«-Type
enthält. Vorzugsweise sind die Segmente im wesentlichen identisch mit den Leitern
der Leitung, d. h. des gedruckten Schaltbildes, das einen ersten oder »Leitungs«-Leiter 1 und einen
zweiten oder »Erd«-Leiter 2 mit einer Isoliermaterialschicht
dazwischen enthält. Das Leitungsmaterial kann auf die Isolierschicht, wie beispielsweise
Polystyren, Polyethylen, Polytetra-Fluor-Äthylen,
bekannt unter dem Handelsnamen Teflon, oder ein anderes geeignetes Isoliermaterial höher
dielektrischer Qualität, in der Form leitender Farbe oder Tinte aufgebracht werden, oder das leitende
Material kann chemisch aufgebracht, durch eine Schablone gespritzt oder auf eine ausgewählte, vorbereitete
Oberfläche der Isolationslage gestäubt sein, gemäß den bekannten Druckschaltungstechniken.
Für relativ kurze Längen der Leitungen können die leitenden Streifen geschnitten oder
durch einen Preßstempelvorgang aufgelegt werden. In einigen Kabelherstellungsprozessen kann die
Isolationsschicht herausgestoßen und gleichzeitig oder später an ihren zwei Seiten mit leitendem
Material der gewünschten Stärke und Breite überzogen werden. Wenn die Breite der beiden Überzüge
dieselbe ist und es erwünscht ist, die Breite eines Überzuges zu verringern, können die Teile iao
der zwei Überzüge, die übrigbleiben, mit einem chemisch inerten Material, das die Teile zur Entfernung
freilegt, überzogen werden. Danach können sie durch ein ätzendes Bad geführt werden, in dem
die freigelegten Teile des leitenden Überzuges entfernt werden. Die leitenden Überzüge 1 und 2 sind
vorwiegend rechteckig dargestellt, sie können aber auch verschiedene Formen enthalten, so lange, wie
der »Erdleiter« 2 eine relativ große Oberfläche in bezug auf den »Leitungsleiter« darstellt. Vorzugsweise
soll der Erdleiter zwei- bis dreimal die Breite des Leitungsleiters 1 haben, um dem Leiter eine
unbeschränkte Ausdehnung vorzutäuschen. Das elektrische Feld, das sich zwischen den parallelen
Oberflächen der Leitung-zu-Erde-Leiter in einem Verhältnis der Breiten von 1 : 3 konzentriert, wird
in dem Bereich von ungefähr 95 bis nahezu 99% gefunden. Aus dem Vorhergehenden ist klar, daß
ein Erdleiter nur wenig breiter als der Leitungsleiter ohne größeren Strahlungsverlust benutzt
werden kann, und wenn er dreimal oder mehrmals größer als die Breite des Leitungsleiters sein kann,
wird eine ausgenommen niedrige Übertragungsverlustleitung sichergestellt. Wenn die beiden
Leiter sich gleicher Größe nähern, wird die FeIdkonzentration zwischen ihnen mehr und mehr
kritisch mit wachsenden Seitenabstrahlungen.
Aus der vorhergehenden Beschreibung eines »Leitung-über-Erde«-Übertragungssystems wird es
ersichtlich sein, daß eine solche Leitungsanordnung ähnlich einer Rechteckwellenführung ist, insbesondere,
wenn der Leiter von flacher Streifenform ist. Ist der Leiter rund, oval oder flach, so wird die
Wellenüibertragung vorwiegend von einer Polarisation sein, d. h., die Konzentration der elektrischen
Kraftlinien verläuft im wesentlichen senkrecht zur entgegengesetzten Oberfläche des Leitungs- und des
Erdleiters. Der Abstand der zwei Leiter wird vorzugsweise als ein sehr kleiner Teil einer Wellenlänge,
der längs ihr zu leitenden Mikrowelle, gewählt. Dieser Abstand ist ungewöhnlich kleiner als
der Durchmesser oder die Breite des Leiters 1.
Der Schalter nach den Fig. 1 und 2 enthält ein drehbares Segment 4,-das wesentlich identisch ist
mit dem Leitungsleiter 1. Das Segment wird um den Stift 5 gedreht, der leitendes Metall oder dielektrisches
Material aufweisen kann. In beiden Fällen hat das Material des Stiftes, wenn der
Schalterteil 4 sich in der geschlossenen Stellung mit der Leiterklemme befindet, keinen wesentlichen
Einfluß auf den Strom längs dieser Leitung. Die Diskontinuität, die dieser Stift darstellt, ist klein,
und sich etwa bildende Übertragungsmodi höherer Grade werden infolge des festen Abstandes des
Leitungserdleiters geschwächt, welche ein konzentriertes elektrisches Feld zwischen ihnen darstellen.
Die Schicht des dielektrischen Materials 3 ist, wie bei 6 dargestellt, vertieft, um eine Lage von Widerstandsmaterial
7 aufzunehmen; das Material 7 kann bestimmte Farben, Emaillen, phenolisches Dielektrikum
oder einen schlechten Leiter, wie eine Graphitemulsion, z. B. bekannt unter dem Handelsnamen
Aquadag, Eisen oder Widerstandsmaterial enthalten. Die Lage des Widerstandsinaterials 7 ist
vorzugsweise so angeordnet und geformt, daß, wenn das Schaltersegment 4 in die offene Stellung
gebracht wird, der Arm die Schicht 7 überdeckt. Die Widerstandscharakteristik des Materials 7
sieht eine angepaßte Abschließung für das geöffnete Ende des Stromkreises vor. Anstatt das Widerstandsmaterial
in einer Vertiefung zu halten, kann 6g es die Form eines überstehenden Kartonstreifens
haben, unter welchem das Segment 4 bewegt werden kann. Der Schalter, der anschließend beschrieben
wird, kann als ein Teil der Übertragungsleitung oder einer gedruckten Schaltung ausgeführt
werden, oder er kann mit Leitungsklemmen für die Einkopplung an eine Leitung oder an einen Stromkreis
versehen werden.
In den Fig. 3 und 4 wird eine abgeänderte Form des Leiters gezeigt, bei welcher der Schalter wahlweise
zwei getrennte Leitungen verbindet. Eine solche Leitung ist durch eine Eingangsverbindung 8
und eine Ausgangsverbindung 9 dargestellt. Die andere Leitung wird mit einer Eingangsverbindung
10 und einer Ausgangsverbindung 11 gezeigt. Diese
Eingangs- und Ausgangsverbindungen enthalten Leitungsleiter, die durch eine Isolationsschicht 3e
mit einer Schicht leitenden Materials 2a an der entgegengesetzten
Seite getragen werden.· Die Verbindungen oder Klemmen 8, 9, 10 und 11 .sind im
rechten Winkel angeordnet, wo sie an einer Vertiefung 12 in dem dielektrischen Material 3a enden.
Die Vertiefung kann von gewünschter Form sein, z. B. rund oder rechteckig oder von sonstiger beliebiger
Form. In der vorliegenden Darstellung wird die Vertiefung rechteckig gezeigt und enthält
einen rechteckigen Block Isolationsmaterial 13, an welchen das Leitersegment 14 für die Verbindung
zweier Leitungen, wie 10 und 11 nach Fig. 3, angeschlossen
wird. Am Leitersegment 14 sind zwei Widerstandskörper 15 und 16 so angeordnet, daß
sie mit den Enden der Klemmen 8 und 9 ausgerichtet sind. Diese Körper sind mit einem Abschluß
der Klemmen 8 und 9 gezeichnet. Wenn der Schalter gedreht wird, so daß die Körper in Ausrichtung
mit den Enden der Verbindungen 10 und 11 kommen, werden sie einen angepaßten Abschluß
für deren Leitungen darstellen. Wenn der Schalter von rechteckiger Form, wie dargestellt,
ist, werden vorzugsweise Mittel für das Greifen des Sohalterkörpers vorgesehen, so daß er gehoben und
um 900 zu seiner vorhergehenden Stellung für die_ Schalterbetätigung versetzt werden kann. Für die
Zwecke des Hebens werden die Widerstandskörper 15 und 16 über die Oberfläche des Leiters verlängert.
Der Schalterkörper braucht nicht rechteckig zu sein, er kann auch rund gemacht und gedreht werden,
so daß die Schalterbetätigung durch eine Drehbewegung erhalten wird. Ein solcher Drehschalter
wird in den Fig. 5 und 6 gezeigt. Dieser Schalter ist ein Dreiwegeschalter und enthält Leiter 17, 18
und 19, die auf einer Schicht dielektrischen Materials 36 befestigt sind. Der Schaiterkörper 20
ist rund und in einer runden Vertiefung ein- iao gelassen, die in die Schicht 3& geformt ist. Wenn
das leitende Material 2j, von einer ausreichenden
Stärke ist, um den Schaltkörper zu tragen, kann sich der Körper 20 bis zur Oberfläche des Leiters 2j,
erstrecken. Wenn der Leiter 26 eine dünne Schicht
leitendes Material enthält, das nicht ausreicht, um
den Schalterkörper zu tragen, ist es vorzuziehen, die Vertiefung nur teilweise in die Schicht 3Ö einzubringen,
wie in Fig. 4 dargestellt wird. Der Schalterkörper 20 trägt einen Leiter 21 von ge
nauer Form, welche eine Leiterverbindung zwischen gewählten Paaren der drei Leitungen 17, 18
und 19 ausführt. Der Schalterkörper 20 kann in der Vertiefung verbleiben, oder er kann um einen
Stift 22 aus dielektrischem Material gedreht werden, der sich über dem Mittelpunkt des Körpers erstrecken
und an der unteren Seite, wo er sich durch den Leiter 2& erstreckt, gespannt werden kann. Der
Schalter 20 trägt auch einen Körper aus Widerstandsmaterial 23 am Teil der Peripherie desselben,
so daß er, wenn zwei der Leitungen durch das Schaltersegment 21 andere Leitungen verbinden,
wie mit 18 in Fig. 5 bezeichnet, durch das Widerstandsmaterial 23 begrenzt ist.
Eine andere Form des Schalters wird in den Fig. 7, 8 und 9 gezeigt, wo zwei Stromkreisleitungen
24, 25 und 26, 27 gleichzeitig oder getrennt abhängig von der Bewegung des Schalterkörpers 28
geöffnet werden können, Die Leitungen 24, 25 und 26, 27 werden durch eine Schicht dielektrischen
Materials 3C getragen, welche rückseitig durch eine
Schicht leitenden Materials 2C gehalten wird. Die Schicht des dielektrischen Materials 3C ist dort quer
zu den Enden der Leitungen 24, 25 und 26, 27 eingelassen. Der Schalterkörper 28 ist so eingerichtet,
daß er in der Ausnehmung gleitet, obgleich er her ausgezogen und für eine Schalterbetätigung abhängig
von der Länge der Vertiefung umgekehrt werden kann. Wie in den Fig. 7, S und 9 gezeigt ist,
enthält der Schalterkörpur 2S eine Platte dielekirischen
Materials 29, von welcher ein Teil mit zwei Leitersegmenten 30 und 31 versehen ist,
welche, wenn der Körper 28 sich in einwandfreier Schaltstellung befindet, die Leitungen 24, 25 bzw.
26, 27 miteinander verbindet. In der offenen Stellung entsprechend Fig. 7 werden die Segmente
30 und 31 in bezug auf die zwei Leitungen verschoben. Der angrenzende Teil des Körpers 28 ist
mit Körpern aus Widerstandsmaterial 32 und 33 versehen, welche in der offenen Schalterstellung an
die Leitungen angeschlossen sind und auf diese Weise einen Abschluß der unterbrochenen Leitungen
mit einer dem Wellenwiderstand der Leitung entsprechenden Last bewirken. Diese Körper aus
Widerstandsmaterial sind so geformt und/oder in ihrer Dichte derart verschiedenartig, daß der gewünschte
Belastungsübergang reflexionsfrei erfolgt. Bei allen im vorstehenden beschriebenen
Schalterausbildungen ist lediglich der Leitungsleiterteil bewegbar. Es ist jedoch selbstverständlich,
daß zugleich mit dem Leitungsleiterteil auch der Erdleiterteil verschoben werden kann. In den
Fig. 10 bis 12 ist daher ein den Fig. 7 bis 9 entsprechendes
Ausführungsbeispiel für einen Gleitschalter dargestellt, bei dem nicht nur der Leitungsöo
leiter, sondern auch der Erdleiter verschiebbar ist. Fig. 11 ist eine Ansicht im Schnitt längs der Linie
11-11, und Fig. 12 ist eine entsprechende Ansicht
längs der Linie 12-12 des in Fig. 10 dargestellten
Ausführungsbeispiels. Zum Schalten einer aus einem Leitungsleiter und einem Erdleiter 2d sowie
einer dielektrischen Schicht 3^ bestehenden Übertragungsleitung
34 in Form einer unsymmetrischen Bandleitung werden sowohl der Leitungsleiter als
auch der Erdleiter des Schalters zur Herbeiführung der offenen Schalterstellung bewegt.
Zum besseren Verständnis sind in der Zeichnung \rorrichtungen und Anordnungen (z. B. Leitungen,
Schalter, Zweigleitungsklemmen oder Gehäuse), die aus mehreren — in der Zeichnung in bekannter
Weise mit üblichen Bezugszeichen versehenen — Einzelteilen (z. B. Leitern, Schaltkörper, Leiterteilen
od. dgl.) bestehen, mit besonderen Bezugszeichen in Form von Pfeilen versehen, die sich also
auf die Gesamtheit der betreffenden Einzelteile beziehen. Der Bezugspfeil 35 be'z'i.eht sich somit auf
die im vorstehenden näher beschriebene, aus Leitungsleiter, Erdleiter und dielektrischer Schicht bestehende
Übertragungsleitung. Die Seiten des Schalters 35 und die hieran angrenzenden dielektrischen
Schichten 2>d sm<i m^ Nut- und Federverbindungen
36 und 37 (Fig. 12) versehen, wodurch der Schalter gleitbar im Leitungszuge bleibt. Der
Schalter weist ein Leitersegment 38 zur Verbindung der Leitungsleiterstelle der Leitung 34 und
ein zweites Leitersegment 39 zur Verbindung der Erdleiterteile 2d auf. Ferner weist der Schalter 35
zwei Teile 40 und 41 aus Widerstandsmaterial auf, die in bezug auf die Leiter 38 und 39 derart angeordnet
sind, daß die Teile 40 und 41 aus Widerstandsmaterial in der offenen Schalterstellung an
die Enden des Leitungsleiters bzw. der dielektrischen Schicht 2>d der Leitung 34 angeschaltet
werden und hierdurch die angepaßte Belastung für die offenen Enden der Leitung bewirken.
Der Schalter 18 in Fig. 13 ist ein Zwei wegeschalter,
der eine Hauptleitungsverbindung oder
-klemme 42, zwei Zweigleitungsverbindungen 43 und 44 und ein drehbares Schalterglied 45 für
selektive Verbindung der Hauptklemme 42 mit der einen oder anderen der Zweigklemmen 43 und 44
besitzt. Jede Klemme enthält die Streifen einer Leitung, die eine Leitung oder einen ersten Leiter
46, einen Erd- oder zweiten Leiter 47 und eine Schicht 48 aus dielektrischem Material zwischen
diesen enthält. Der Leiter 47 ist für alle drei Klemmen gemeinsam. Er wird aus einem flachen Streifen,
wie in der Schnittdarstellung von Fig. 14 gezeigt wird, in einen hohlen, konischen Querschnitt
nach Fig. 13 und von dort in ein hohles, rechteckiges Gehäuse 50 nach den Fig. 14 und 16 geführt.
Die oberen und unteren Wände 51 und 52, wie sie in der Fig. 16 zu sehen sind, bilden Fortsetzungen
der Erdleiter für die Zweigklemmen 43 und 44. Die Seitenwände 53 und 54 sind unter
einem Winkel, wie mit 55 in Fig. 13 und 17 gezeigt, abgeschnitten. Das dielektrische Material 48 ist
längs der inneren Oberfläche aller Wände 51 bis 54 angeordnet, kann aber auch an den Seitenwänden
und 54, wenn gewünscht, weggelassen werden. Auch eine der Wände 53 und 54 kann, wenn gewünscht,
wegfallen, so lange, wie eine Wand oder
eine andere Trägeranordnung für das Halten der oberen und unteren Wände 51 und 52 in dem. gewünschten
Abstand vorhanden ist.
Das Schalterglied 45 ist in Fig. 18 perspektivisch
dargestellt und enthält ein konisches Glied, das in den konischen Leiter 49 paßt. Die Einführung des
Gliedes 45 im Gehäuse 49 kann stattfinden, bevor die Teile 49 und 50 miteinander verbunden werden.
Das Glied 45 enthält einen Körper 56 dielektrischen Materials, in welchem ein Leitersegment
57 und ein Widerstandskörper 58 liegt. Mit dem Körper ist ein Stift 59 verbunden, der (z.-B. nach
Fig. 14; durch einen Schlitz 60 paßt, der sich in
dem Gehäuse 49 für die Schalterbetätigung befindet. In der Stellung nach Fig. 13 grenzt das
Leitersegment 57 an das' Ende des Leiters 46 der Klemme 42 und des Leiters φα der Zweigklemme
43 und bewirkt dadurch eine direkte Kopplung zwischen den Leitungsleitern der Klemmen 42 und
43. Der Widerstandskörper 58 befindet sich am Leiter 4O6 der Klemme 44, wodurch sie die Leitung
in ihrem Wellenwiderstand beschränkt. Um eine ausgedehnte leitende Oberfläche herzustellen, die
geschlossen an den Segmentleiter 57 für alle deren Stellungen angrenzt, wird die äußere Oberfläche
des Gliedes 45 mit einer Schicht 61 aus leitendem Material versehen. Diese Schicht überbrückt den
Schlitz 60 und sichert eine fortlaufende leitende Oberfläche am Leiter 49.
Der Schalter ist in den Fig. 13 bis 18 mit nur
zwei Zweigklemmen dargestellt, es kann aber auch nur ein solcher Zweig benutzt oder eine größere
Zahl als zwei Zweigklemmen vorgesehen werden. Das Schalterglied ist mit einer Schicht leitenden
Materials für die Kopplung zwischen den zweiten Leitern der Klemmen umgeben. Das Glied 45 kann
auch durch einen Motor in einem gewünschten Bereich für tine grobe Kopplung von mehreren
Zweigklemmen gedreht werden.
Wenn er von Klemme 43 zu 44 geschaltet werden soll, wird das Glied 45 durch Betätigung des Stiftes
59 über i8o° 'bewegt und dadurch der Leiterabschnitt 57 in ein Kopplungsverhältnis zwischen
dem Leiter 46 und dem Leitungsleiter 4O6 der
Klemmen 42 und 44 gebracht. Diese Bewegung ändert auch die Stellung des Widerstandskörpers
58 für die Ausrichtung mit dem Ende des Leitungsleiters 46a. Ohne Rücksicht auf die Stellung
des Leiters 57, ob er mit dem Leiter der Klemmen 43 oder 47 gekoppelt' ist oder nicht, werden die
Mikrowellen daran längs an den entgegengesetzten Oberflächenteilen des Leiters 57 und'der angrenzenden
leitenden Schicht 61 geführt. Der Übergang des elektrischen Feldes schraubt sich von einer radialen
Richtung an die Klemme 42 zur entgegengesetzten radialen Richtung der Klemme 44. Wenn der
Leiter 57 in der in Fig. 13 gezeigten Stellung ist, tritt keine schraubenlinienförmige Ausbildung des
Feldlinienverlaufes auf.
Die Erfindung beschränkt sich nicht ausschließlich auf die beschriebenen und dargestellten Ausführungsformen.
So kann z. B. in der Ausführungsform nach den Fig. 10, 11 und 12 die Gleiteinrich
tung mit Zunge und Rille durch eine andere gleitende Anordnung ersetzt werden. Würde die geerdete
Ebene 2d im Abstand weiter entfernt, als in
Fig. 11 gezeigt ist, so könnte der Gleitschalter :n
einer Ausnehmung gelagert werden, welche sich in der Ausdehnungsrichtung des Erdleiters und der
dielektrischen Schicht befindet. In einer solchen Anordnung kann es wünschenswert sein, eine
zweite dielektrische Schicht an der unteren Seite des Erdleiters vorzusehen, um eine tragende Verbindung
zwischen den beiden Teilen der Übertragungsleitung 34 herzustellen. In diesem Fall
gleitet der Schaltkörper an einem solchen Material entlang.
Claims (9)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Mikrowellenschalter kleiner Dimensionen, welcher ein Schaltsegment zur Leitungsumschaltung aufweist und einen selbsttätigen Abschluß der unterbrochenen Leitung(en) mit einer dem Wellenwiderstand der Leitung entsprechenden Last bewirkt, für aus erstem und zweitem Leiter bestehende Bandleitungen, insbesondere Mehrwegschalter, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltsegment (4, 13, 28, 20, 35. 45) einen Teil mindestens des ersten Leiters (1) enthält und der zweite Leiter(teil) (2) einen sehr kleinen-Bruchteil einer Viertelwellenlänge in dielektrischem Abstand vom ersten gehaltert ist und eine ebene, flächenhafte Oberfläche von mindestens zwei- bis dreifacher Breite des ersten Leiters hat, wobei weder Leiter noch Leiterteile (4, 14, 21, 30, 31, 38) des Schaltsegments (4, 13, 28, 20, 35, 45), auch nicht teilweise, frei tragend ausgeführt sind und beide Leiter bzw. -teile als dünne Streifen, Vorzugsweise nach Art der gedruckten Schaltungen ausgeführt sind, und daß die dielektrische Trennschicht (3) der Bandleitungsanordnung eine· Ausnehmung aufweist, in der das eine Platte dielektrischen Materials aufweisende Schaltsegment (4, 13, 28, 20, 35, 45) bewegbar, mindestens zum Teil, und/oder der Widerstand bzw. die Widerstände (7, 15, 16, 23, 32, 33, 40, 58) derart eingelassen und geführt ist (sind), daß der Widerstand (die Widerstände) in der offenen Schalterstellung an die Leitung(en) (1, 8-9, 18, 24-25, 26-27, 33-34. 4D6) angeschlossen ist (sind), w'ährend das Leiterteil des ersten und/oder zweiten Leiters bei geschlossenem Schalter im Zuge der zugeordneten Leitung (1, 10-11, 17-19, 24-25, 26-27, 33-34) liegt.
- 2. Mikrowellenschalteinrichtung nach Anspruch, i, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Leitungsklemmen (10, 11, 8, 9 in Fig. 3; 17, 18, 19 in Fig. 5) vorgesehen sind und das Schaltsegment (13 in Fig. 3; 20" in Fig. 5) ein Glied dielektrischen Materials enthält, das ein Leitersegment (14, 21) und einen Körper aus Widerstandsmaterial (15, 16, 23) trägt, und daß durch dieses Glied das Leitersegment zur Kopplung mit einigen der Klemmen und das Widerstands-material als Abschlußwiderstand in bezug auf das offene Ende einer nicht gekoppelten Klemme geschaltet werden kann.
- 3. Mikrowellenschalteinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eine Hauptleitungsklemme (42 in Fig. 13) und zwei Zweigleitungsklemmen (43, 44 in Fig. 13) vor-- gesehen sind und daß das Schaltsegment (45) einen Leiter (57) enthält, der für die Kopplung der Hauptleitungsklemmen mit einer oder der anderen der Zweigleitungsklemmen geeignet ist.
- 4. Mikrowellenschalteinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Leiter (51, 52) der zwei Zweigleitungsklemmen (43, 44 in Fig. 13) parallel mit dem ersten Leiter (4O0, 46^) der Zweigl'eitungsklemmen (43, 44) liegt, die an den Seiten der zweiten Leiter einander gegenüberliegend angebracht sind, und daß der zweite Leiter (47) der Hauptleitungsklemme (42) mit den zweiten Leitern der Zweigleitungsklemmen verbunden und der erste Leiter (46) der Hauptleitungsklemme (42) über das Leitersegment (57) des Schaltsegmentes (45) mit den ersten Leitern (46a bzw. 4O6) der Zweigleitungsklemmen (43, 44) gekoppelt sind.
- 5. Mikrowellenschalteinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß mittels des Schaltsegmentes (45 in Fig. 13) mit dem Anschalten des Leitersegmentes (57) an die Haupt- und Zweigleiter zugleich ein Widerstand (58) an die jeweils offene Leitung geschaltet wird.
- 6. Mikrowellenschalter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Enden der ersten Leiter (4O0, 46;,) der Zweigleitungsklemmen (43, 44) derart angeordnet sind, daß sie mit auseinanderliegenden, auf einem geometrischen Kreise eines drehbaren Schaltergliedes (45 in Fig. 13 bzw. 56 in Fig. 18) liegenden Teilen (57· 58) zusammenschaltbar sind, indem das Schalterglied (45 bzw. 56) ein derart angeordnetes Leitersegment (57) aufweist, daß der Leitungsleiter (46) der Hauptklemme (42) wahlweise mit den ersten Leitern (46,,, 4O0) der Zweigleitungsklemmen (43, 44) gekoppelt wer-.den kann.
- 7. Mikrowellenschalteinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein Übergangsleiter ein hohlkonisches Gehäuse (49 in so Fig. 13) und das Schaltglied einen konischen Körper (56 in Fig. 18) drehbar befestigt in dem Gehäuse (49) enthält.
- 8. Mikrowellenschalteinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das hohlkonische Gehäuse (50 in Fig. 14) einen Schlitz (60) enthält, der durch dieses hindurchgeht, und daß das Schalterglied (45) mit einem Stift (59) versehen ist, der durch diesen Schlitz hindurchgreift, wodurch das Glied von einer Schalterstellung in die andere gebracht werden kann.
- 9. Mikrowellenschalteinrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Körper aus dielektrischem Material des Schaltergliedes eine Schicht leitenden Materials trägt, um den Schlitz zu überdecken, der sich in dem Übergangsleiter befindet.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 729 418;
österreichische Patentschrift Nr. 168 843;
Dr. Meinke, »Kurven, Formeln und Datenaus der Dezimeterwellentechnik«, München, 1949,S. D IV 15 bis 17.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 609 706/286 10.56 (609 873 4.57)
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US962990XA | 1952-04-02 | 1952-04-02 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE962990C true DE962990C (de) | 1957-05-02 |
Family
ID=42174283
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1953I0007066 Expired DE962990C (de) | 1952-04-02 | 1953-03-27 | Mikrowellenschalter kleiner Dimensionen fuer Bandleitungen, der einen selbsttaetigen bschluss der unterbrochenen Leitung mit dem Wellenwiderstand bewirkt |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE962990C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1919548B1 (de) * | 1969-04-17 | 1970-08-20 | Rohde & Schwarz | Durch einen Stellmotor betaetigter Hochfrequenzschalter sowie damit aufgebaute Eichleitung |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE729418C (de) * | 1935-04-10 | 1942-12-16 | Gema Ges Fuer Elektroakustisch | Hochfrequenzschalter fuer Lecherleitungen |
| AT168843B (de) * | 1943-08-30 | 1951-08-25 | John Adolph Sargrove | Elektrischer Apparat, vorzugsweise Radioapparat, mit aus Isolierstoff bestehenden, meist plattenförmigen Trägern für elektrische Bauelemente |
-
1953
- 1953-03-27 DE DE1953I0007066 patent/DE962990C/de not_active Expired
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE729418C (de) * | 1935-04-10 | 1942-12-16 | Gema Ges Fuer Elektroakustisch | Hochfrequenzschalter fuer Lecherleitungen |
| AT168843B (de) * | 1943-08-30 | 1951-08-25 | John Adolph Sargrove | Elektrischer Apparat, vorzugsweise Radioapparat, mit aus Isolierstoff bestehenden, meist plattenförmigen Trägern für elektrische Bauelemente |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1919548B1 (de) * | 1969-04-17 | 1970-08-20 | Rohde & Schwarz | Durch einen Stellmotor betaetigter Hochfrequenzschalter sowie damit aufgebaute Eichleitung |
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