DE962995C - Vorrichtung zur Steuerung des Ladevorganges einer Batterie - Google Patents
Vorrichtung zur Steuerung des Ladevorganges einer BatterieInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Steuerung des Ladevorganges eines Sekundärelements
oder einer aus derartigen Elementen bestehenden Batterie. Die Erfindung behandelt besonders
die Steuerung der Ladung bei Annäherung an ihren Endzustand, während der vorangehende
Teil des Ladevorganges von irgendeiner Konstantstrom-
oder kompoundierten Strom-Spannungs-Anordnung gesteuert wird.
Es ist bekannt, den letzten Teil des Ladeprozesses, oder den gesamten Prozeß als -solchen .durch
die Spannung zu steuern; sofern aber eine Batterie weitgehenden Änderungen der Temperatur
des Elektrolyts und der umgebenden Luft ausgesetzt sein kann, ist eine Steuerung mittels der
Spannung allein nicht ausreichend. Bei höheren Temperaturen ist die für die Ladung erforderliche
Spannung geringer und bei niedrigen Temperaturen größer, als die. Durchschnittsverhältnisse für die
der Spannungsregler eingestellt ist. Ein Ausgleich des Temperatureinflusses kann entsprechend der
Eigenart des vorliegenden technischen Gegenstandes lediglich angenähert erreicht werden, da
der Spannungstemperaturbeiwert einer Zelle vom Ladezustand abhängt, und es kann ein sicherer
Nachladungszustand beträchtlich überschritten werden, wenn nicht der Ladestrom so gering eingestellt
ist, daß die Ladezeit unzulässig ver-
längert wird. Die Schwierigkeit wird noch beträchtlich durch die Tatsache erhöht, daß es im
allgemeinen unmöglich ist, den Regler oder auch das der Temperaturkompensation dienende Element
innerhalb oder in der Nähe der Batteriemassen unterzubringen.
Beim Ladebeginn wird eine Batterie naturgemäß die gesamte zugeführte elektrische Energie
aufnehmen und diese zur chemischen Änderung des ίο aktiven Materials verwenden bzw. in Wärme umsetzen.
Der Energieteil, welcher zur Dissoziierung des im Elektrolyt enthaltenen Wassers in Gas auf
elektrolytischem Wege verbraucht wird, ist anfänglich sehr gering bzw. gleich Null, wächst aber
mit dem Fortschreiten des Ladeprozesses an. Vorausgesetzt, daß eine Temperatur nicht erreicht
wird, bei welcher schädliche Reaktionen wie die Auflösung von Antimon aus den Platten gewisser
Bleisäurezellen oder der Zusammenbruch höherer Oxyde von Nickel in einer Nickel-Alkali-Zelle eintreten,
kann die Batterie mit einer hohen Stromstärke, d. h. innerhalb einer kurzen Zeit bis zur
Erreichung eines solchen Zustandes geladen wer-, den, bei welchem der zur Dissoziierung des Wassers
verbrauchte Teil der zugeführten Energie rasch anwächst. Dieser Zustand wird allgemein
als »Gasungspunkt« bezeichnet, dessen Eintritt von der Temperatur des Elektrolyts und von der
Ladestrommenge abhängt. Bei heftiger Gasentwicklung werden die Platten durch Austreibung
des aktiven Materials mechanisch beschädigt. Dieser Schaden kann, sobald die Gasentwicklung
ein gewisses Maß überschreitet, nur durch eine Einschränkung der Ladestrommenge oder ein Anhalten
des Ladeprozesses verhindert werden. Sobald die Ladung mit der vollen Strommenge über
den »Gasungspunkt« hinaus fortgesetzt wird, nimmt die Gasentwicklung sehr rasch zu. Daher
kann ein ganz kleiner Fehler bezüglich des Zeitpunktes, bei welchem die Ladung eingeschränkt
oder angehalten wird, einen ernstlichen Schaden zur Folge haben. Wie oben ausgeführt wurde, ist
es nicht möglich, eine genügend genaue Steuerung unter Bezugnahme auf Spannung und Temperatur
zu erhalten. Die Erfindung will Einrichtungen schaffen, mit denen eine hinreichend genaue
Steuerung sichergestellt ist.
Nach der Erfindung ist bei einem Batterieladegerät mit einer Vorrichtung zur Steuerung des
Ladevorganges mit einer auf die elektrolytische Gasentwicklung in der Batterie ansprechenden und
den Ladestrom bei Erreichung einer vorbestimmten Gasentwicklung vermindernden druckempfindlichen
Anordnung die Einrichtung so getroffen, daß die druckempfindliche Anordnung auf eine
Vorsteuervorrichtung wirkt, welche die Funktion eines elektromagnetischen Reglers, ■ eines Ladereglers
oder eines Überladebegrenzers beeinflußt bzw. steuert, und welche die Regelung eines geregelten
oder eigengeregelten Ladegenerators im Sinne einer Verminderung des Ladestromes bei
Erreichung eines vorbestimmten Gasungsgrades beeinflussen kann. Hierzu können die Zelle oder
eine oder mehrere Zellen der Batterie gasdicht abgeschlossen werden, so daß durch das entwickelte
Gas im Gehäuse der Zelle oder Zellen ein Überdruck erzeugt wird. Die druckempfindliche Anordnung
kann eine Druckkammer mit einer einstellbaren Sickeröffnung enthalten, oder aber eine
vollständig dichte Druckkammer, in welcher der Überdruck nur durch Betätigung einer Rückstelleinrichtung
beseitigt werden kann.
Verschiedene Ausführungsformen der Erfindung sind in den einzelnen Ausführungsbeispielen unter
Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben. Hieraus sind weitere vorteilhafte Erfindungsmerkmale
zu entnehmen. Es zeigt
Fig. ι einen Grundriß,
Fig. ι einen Grundriß,
Fig. 2 einen Schnitt durch eine Ausführungsform des druckempfindlichen Gerätes im größeren
Maßstab, wobei gleichzeitig eine Vorsteuersäule, welche von dem genannten Gerät beeinflußt wird,
mit eingezeichnet ist,
Fig. 3 und 4 abgewandelte Teile des gemäß Fig. ι und 2 gezeigten Gerätes im Schnitt,
Fig. 5 ein Schaltschema,
Fig. 6 und 7 den Ladevorgang erläuternde Schaubilder,
Fig. 8 und 9 Schaltschemen.
Dem in Fig. 1 und 2 gezeichneten druckempfindliehen
Gerät wird von einer oder mehreren abgedichteten Zellen einer Batterie über einen Einlaß 1
der Gasdruck in die Druckkammer 2 zugeführt, welche ihrerseits an der einen Seite durch eine
Gummimembran 3 begrenzt ist. Die Kammer 2 besitzt in der Grundplatte 5 eine geeichte Sickeröffnung
4, so daß der Druck in dieser Kammer ein Maß für den Grad der in der Batterie stattfindenden
Gasentwicklung ist. Im praktischen Betrieb kann auch ein Sicherheitsventil vorgesehen
sein, welches die Anordnung gegen die Auswirkungen eines anormal hohen Druckes schützt.
Die Membran 3 ist mittels des Klemmringes 6 an der Grundplatte 5 befestigt und in der Mitte zwischen
den zwei Platten 7 eingeklemmt. Die Membran wird durch die Druckfedern 8 belastet, welche
sich gegen Querstücke 9 legen. Diese Querstücke sind verstellbar an den mit Schraubgewinden versehenen
Bolzen 10 angebracht, so daß die Federbelastung entsprechend den jeweiligen Anforderungen
eingestellt werden kann. Um den auf die Membran ausgeübten Druck auf eine Kohlensäule
oder Relais- oder Schaltmittel zu übertragen — wie es später noch beschrieben wird — ist ein
Knopf ι r in der Mitte der Platten 7 angebracht.
Fig. 2 zeigt die Anordnung des Gerätes, um den Knopf 11 auf einen Stumpf 11' einwirken zu lassen,
welcher mit dem beweglichen Widerlager 12 einer Kohlesäule 13 verbunden ist. Das Widerlager 12
ist mittels einer biegsamen Stütze 14 auf einer Grundplatte 15 befestigt, auf welcher das verstellbare
Widerlager 16 fest angebracht ist. Anfänglich ist ein geringer Spielraum zwischen den Teilen 11,
ri1 vorhanden; aber bei Anstieg des Druckes in
der Kammer 2 über einen vorher bestimmten Wert wird der Knopf 11 die Säule 13 zusammendrücken
und damit deren elektrischen Widerstand verringern.
Ein derartiges druckempfindliches Gerät kann
entweder bekannte Ausführungsformen empfindlicher Relais oder Schalterkontakte betätigen, wie
z. B. Schnappschaltkontakte. Oder es können andere Formen eines druckempfindlichen Gerätes angewendet
werden, wie z. B. eine Druckmeßdose, eine Wellrohreinrichtung od. dgl. mehr.
ίο An Stelle einer immer geöffneten Sickeröffnung4
kann eine ventilgesteuerte Öffnung, welche normalerweise geschlossen ist, Verwendung finden.
Dies ist dann ganz besonders zweckmäßig, wenn ein Relais oder ein Schalter vorgesehen ist, wie es
später noch beschrieben werden soll, das oder der den Ladevorgang unterbricht oder den Ladestrom
auf einen sicheren Wert verringert, bis ein von Hand oder automatisch vorgenommener Rückstellvorgang
vollzogen ist. Diese Rückstellung kann durch das Auslassen des angesammelten Druckes
erfolgen.
Fig. 3 zeigt eine Anordnung dieser Art, in der die Öffnung41 durch ein Kugelventil 17 geschlossen
ist, welches von dem Kern eines Solenoides 19 betätigt wird. Das Ventil ist so lange geschlossen,
wie das Solenoid von einem bestimmten elektrischen Strom durchflossen ist, und fällt beim Abschalten
des Solenoides ab, wobei die genannte Wirkung der Rückstellung eintritt. Für den Fall, daß eine
Batterie von einem Generator geladen wird, kann das Solenoid an die Generatorspannung gelegt sein,
so daß immer dann, wenn de^ beispielsweise zu einer Zugbeleuchtungsanlage gehörende Generator
keine Energie mehr erzeugt, die Rückstellung bewirkt wird. Es ist auch möglich, das Solenoid in
Abhängigkeit von der Betätigung eines gebräuchlichen Einschalters einer derartigen Anlage mit
Strom zu versehen. Das Ventil kann auch zum Ablassen eines Drucküberschusses geeignet sein
und damit die zusätzliche Aufgabe eines Sicherheitsventils erfüllen. Der Strom des Solenoides ist
hierbei derart bemessen, daß das Ventil 17 sich bei Erreichung eines vorher bestimmten Druckes
öffnet.
Eine andere Ausführungsform des Sicherheitsventils besitzt eine Kugel 17, die von einer Feder
20 beaufschlagt ist, deren Belastung mittels einer Schraube 21 eingestellt wird (Fig. 4).
Das druckempfindliche Gerät kann die Ladeanordnung auf verschiedene Weise steuern.
Fig. 5 zeigt eine Anordnung, wie sie in einer Reihe von Zugbeleuchtungsanlagen vorgesehen ist,
bei welcher eine Batterie 22 durch einen Generator 23 geladen wird, der eine Nebenschlußerregerwicklung
24 besitzt, welche ihrerseits in Reihe mit der Säule 25 eines kompoundierten oder doppelt
beaufschlagten elektromagnetischen Kohlesäulenreglers geschaltet ist. Der Regler besitzt eine
Stromwicklung 26, welche vom Ladestrom durchflössen wird, und eine Spannungswicklung 27, welche
in Reihe mit einem veränderlichen Widerstand an die Klemmen des Generators 23 gelegt ist. Der
veränderliche Widerstand besteht aus einem einstellbaren Teil 28 und einem Teil 29A Zum letzteren
ist die Kohlesäule 29 parallel geschaltet, die von einem Gerät (Fig. 2), das in bezug auf den
Druck in der Batterie empfindlich ist, betätigt wird. In dieser Anordnung dient die Säule 29 als Vorsteuervorrichtung
der Leistungszufuhr zur Spannungswicklung 27 des Hauptreglers.
Der durch diese Anordnung bewirkte Ladevorgang soll an Hand der Fig. 6 erläutert werden. In
diesem Schaubild sind die Kurven 301, 302 typische Ladespannungskurven einer Ladung mit konstantem
Strom bei niedriger bzw. hoher Batterietemperatur. Die Kurven sind über der Ladezeit aufgetragen.
Die Kurve 31 stellt in typischer Weise den Grad der Gasentwicklung dar, 32 bezeichnet
den oben schon erwähnten Gasungspunkt und 321 eine gewünschte, bestimmte Menge der Gasentwicklung.
33 stellt die freie Spannungseinstellung des Reglers 25 bis 27 dar. Die Vorsteuervorrichtung
29 ist äußerst empfindlich auf die Zunahme des Druckes, und zwar sobald die Gasentwicklung
einen bestimmten Wert überschritten hat, so daß beim Zusammendrücken des Teiles 29 und der hieraus
entstandenen Verringerung der wirksamen Drosselung des veränderlichen Widerstandes der
Hauptregler 25 bis 27 schnell betätigt wird, um dessen Einstellung herunterzusetzen. Hiermit wird
der Ladestrom auf einen sicheren Wert beschränkt. In diesem Fall, bei welchem das druckempfindliche
Gerät auf einen Vorsteuerwiderstand einwirkt, wird dadurch die entwickelte Gasmenge im wesentlichen
auf einem konstanten und sicheren Wert gehalten, und zwar von dem Augenblick an, bei
welchem der genannte Vorsteuerwiderstand /^i
arbeiten beginnt, bis zur Vollendung des Ladevorganges.
Der Bereich der Steuerung, muß genügend groß sein, um beide Spannungen des Gasungspunktes
der Batterie bei der kleinsten und höchsten Temperatur, welcher im Betrieb begegnet wird, zu umfassen.
Das heißt, beim größten Wert des Vorsteuerwiderstandes im Stromkreis muß die freie
Einstellung des Hauptreglers genügend hoch sein, um der Batterie die Erreichung ihres Gasungspunktes
bei der niedrigsten vorkommenden Temperatur zu gestatten, bevor die Einstellung des Reglers
verringert wird. Dagegen muß die niedrigere Einstellung des Reglers bei kleinstem Wert des
Vorsteuerungswiderstandes im Stromkreis genügend niedrig sein, um die Gasentwicklung der
Batterie bei der höchstmöglichen Temperatur zu steuern. ■
Es ist ersichtlich, daß die von der druckempfindlichen Vorsteuervorrichtung hervorgerufenen Maßnahmen
der sich einstellenden Spannungslinie des Hauptreglers eine ausgeprägte negative Neigung 36
von Beginn der Gasentwicklung an geben. Folglich 3.30
• ist trotz der Schnelligkeit, mit welcher die Gasentwicklung anwächst und sogar im Falle eines auftretenden
Fehlers im Hauptregler, welcher die Spannungskennlinie zu hoch (331 in Fig. 7), oder
zu niedrig, 332, ansetzt, jeder Fehler beim Einstellen
des Zeitpunktes der Senkung der Regler-
einstellung bezüglich des Ladezustandes der Batterie und der Gasentwicklung außerordentlich klein.
Es ist ferner zu ersehen, daß ein Schutz gegen eine Unterladung bei hoher Batterietemperatur vorgesehen
ist, da eine allein auf die Spannung empfindliche Anordnung den Ladevorgang auf einen
sehr niedrigen Zustand der Nachladung beschränkt. Dies tritt nicht bei Verwendung einer druckempfindlichen
Vorsteuervorrichtung ein, da der Regler ίο entsprechend seiner eigenen hohen Spannungskennlinie zur Verfugung steht, bis diese im geeigneten
Zustand der Nachladung durch den Einfluß der Vorsteuerung gesenkt wird. Dies ist besonders
vorteilhaft bei modernen Batterien, welche einen geringen inneren Widerstand und geringe Ladeunterschiede
besitzen, so daß eine niedrige oder auch negative Neigung an gewissen kritischen
Punkten in der Spannungskennlinie besonders bei hohen Batterietemperaturen eintritt. Die Kombination
einer druckempfindlichen Vorsteuerung mit einem elektromagnetischen Regler ist geeignet zur
Unterscheidung zwischen einer während des .ersten Teiles des Ladeprogramms erreichten hohen Spannung,
bei welchem eine Verminderung des Ladestromes vorschnell ist und derselben, später erreichten
Spannung, wenn eine derartige Verringerung des Stromes für den Schutz der Batterie
notwendig ist.
Fig. 8 zeigt eine andere Anordnung in Verbindung mit einem Dreibürstengenerator 231,
welcher eine Nebenschlußerregerwicklung 241 besitzt, welche zwischen einer Hauptbürste und der
dritten Bürste angeordnet ist. Ferner ist eine zusätzliche Wicklung 242 vorgesehen. Der Regler,
welcher zuweilen als ein Batterieladesteuergerät bekannt ist, ist mit seiner Säule 25 zusammen mit
den beiden Erregerwicklungen 241 und 24s in einem
Stromkreis angeordnet und besitzt nur eine Spannungswicklung 27. Der Teil 291 des veränderlichen
Widerstandes kann unter der Steuerwirkung eines Vorsteuergerätes, welches durch ein druckempfindliches
Gerät (Fig. 1 und 2) schließbare Kontakte 36 besitzt, kurzgeschlossen werden. Wie aus der
Zeichnung zu entnehmen ist, enthält dieses Gerät ein Halterelais, dessen Wicklung 37 über die Kontakte
36 erregt wird und welches zusätzlich zu den - Kurzschlußkontakten 38 des' Widerstandes 291
Haltekontakte 39 besitzt, welche gewährleisten, daß der Widerstand 291 auch dann kurzgeschlossen
bleibt, nachdem die Gasentwicklung unter den Punkt gefallen ist, bei welchem das Vorsteuerrelais
schließt. Die Wirkung dieser Anordnung in bezug auf die Verringerung der Einstellung des Reglers
25 bis 27 ist der Anordnung gemäß Fig. 5 sehr ähnlich, nur daß eine derartige Verringerung augenblicklich
eintritt und der Steuerbereich denselben Erfordernissen genügen muß. Die Anordnung besitzt
im Hinblick auf die Ausschaltung der Wirkungen von Fehlern im Hauptregler beim Abschaltpunkt
ähnliche Vorteile, da die Verringerung der Reglereinstellung infolge der Wirkung des Vorsteuerrelais
zustande gebracht wird. Falls es erwünscht ist, kann die Kurzschließung des Widerstandes
291 so wirken, daß der Ladestrom im wesentlichen vollständig abgeschaltet wird.
Falls es vorgezogen wird, kann eine Vorsteuerrelaisanordnung, wie sie in Fig. 8 gezeigt ist, zusammen
mit dem Generator und Hauptregler nach Fig. 5 gebraucht werden, oder die Anordnung einer
Vorsteuersäule nach Fig. 5 kann zusammen mit dem Generator und Hauptregler gemäß Fig. 8 Verwendung
finden. Der veränderliche Widerstand kann auch anderweitig verringert werden, z. B.
durch Relaisanordnungen, welche in mehr als einem Schritt arbeiten, oder der Widerstand selber kann
ein unterteilter oder veränderlicher Widerstand wie eine Kohlesäure sein, deren Wert auf direktem
Wege durch das druckempfindliche Gerät verringert wird. Ferner können im Zusammenhang mit anderen
Ausführungsformen spannungsgesteuerter oder stromgesteuerter Regler ähnliche Anordnungen
Verwendung finden.
Falls ein Halterelais nicht als Vorsteuerrelais verwendet wird, kann — oder auch nicht — die
während der niedrigeren Einstellung des Hauptreglers beim Laden entstehende Gasmenge in Abhängigkeit
von der genannten Einstellung wieder den Wert erreichen, bei welchem das Vorsteuerrelais
arbeitet.
Fig. 9 zeigt den Fall eines Dreibürstengenerators, welcher von einem Überladerelais gesteuert wird.
Wie in der Zeichnung dargestellt, sind die Relaiskontakte 40 in Reihe mit der zusätzlichen Wicklung
242 des Generators geschaltet. Die Wicklung
41 ist in Reihe mit einem veränderlichen Widerstand an die Generatorklemmen gelegt. Ein Teil 42
des Widerstandes kann mittels der Kontakte 43 eines druckempfindlichen Vorsteuerrelais kurzgeschlossen
werden. Bei Erreichung einer vorher bestimmten Gasentwicklung bewirkt das letztgenannte
Relais die Öffnung des Überladerelais, so daß die vom Generator abgegebene Leistung gesenkt
und der Ladestrom vermindert wird. Eine gleiche Einrichtung ist auf andere, regelbare Maschinen
anwendbar.
In Einrichtungen mit einem Überladerelais ist die Verwendung eines Halterelais nicht notwendig,
da das Spiel des Überladerelais so groß gemacht werden kann, daß eine Rückstellung nur bei Aufhören
der Energieerzeugung des Generators eintritt.
Je nach der verwendeten Schaltung kann eine durch ein druckempfindliches Gerät betätigte Vorsteuerungsanordnung
ihre Kontakte normalerweise offen oder geschlossen halten.
In ähnlicher Weise kann ein so betätigter Regler normalerweise seine Kohlesäule im entspannten
oder zusammengedrückten Zustand halten.
Claims (5)
- Patentansprüche:i. Batterieladegerät mit einer Vorrichtung zur Steuerung des Ladevorganges mit einer druckempfindlichen Anordnung, die auf das in der Batterie elektrolytisch erzeugte Gas anspricht und den Ladestrom bei Erreichung einer vorbestimmten Gasentwicklung vermindert, da-durch gekennzeichnet, daß die druckempfindliche Anordnung auf eine Vorsteuervorrichtung wirkt, welche einen elektromagnetischen Regler, einen Batterieladeregler oder einen Überladungsbegrenzer beeinflußt bzw. steuert und welche die Regelung eines geregelten oder eigengeregelten Ladegenerators beeinflussen kann, so daß der Ladestrom vermindert wird.
- 2. Batterieladegerät nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Vor steuervorrichtung als ein Kohledruckwiderstand ausgeführt ist, der von der druckempfindlichen Anordnung beeinflußt wird.
- 3. Batterieladegerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsteuervorrichtung als ein Relais ausgeführt ist, das von der druckempfindlichen Anordnung betätigt wird.
- 4. Batterieladegerät nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die druckempfindliche An- ao Ordnung oder die Vorsteuervorrichtung Steuermittel enthält, durch welche wenigstens die Vorsteuervorrichtung in dem Zustand gehalten wird, in welchen sie durch das Ansprechen der druckempfindlichen Anordnung nach Erreichen der vorbestimmten Gasung in der Batterie gebracht wird, wobei dieser Zustand nur mittels eines Rückstellvorganges aufgehoben werden kann.
- 5. Batterieladegerät nach einem der An-Sprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die druckempfindliche Anordnung in einer Druckkammer eine einstellbare Sickeröffnung enthält.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. w\ 023;
französische Patentschrift Nr. 973 602.Hierzu r Blatt Zeichnungen©«09 706/312 10.56. (609 873 4.57) «
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Family Applications (1)
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| DE (1) | DE962995C (de) |
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| GB (1) | GB737008A (de) |
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