DE963065C - Selbsttaetige mehrstellige Signalanlage fuer den Schnellbahnverkehr - Google Patents

Selbsttaetige mehrstellige Signalanlage fuer den Schnellbahnverkehr

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DE963065C
DE963065C DEL4279D DEL0004279D DE963065C DE 963065 C DE963065 C DE 963065C DE L4279 D DEL4279 D DE L4279D DE L0004279 D DEL0004279 D DE L0004279D DE 963065 C DE963065 C DE 963065C
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DE
Germany
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signal
block
relay
digit
vehicle
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Expired
Application number
DEL4279D
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English (en)
Inventor
Rudolf Mayer
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Alcatel Lucent Deutschland AG
Original Assignee
Standard Elektrik Lorenz AG
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Publication date
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L23/00Control, warning or like safety means along the route or between vehicles or trains
    • B61L23/08Control, warning or like safety means along the route or between vehicles or trains for controlling traffic in one direction only
    • B61L23/14Control, warning or like safety means along the route or between vehicles or trains for controlling traffic in one direction only automatically operated
    • B61L23/16Track circuits specially adapted for section blocking
    • B61L23/166Track circuits specially adapted for section blocking using alternating current

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)
  • Electric Propulsion And Braking For Vehicles (AREA)

Description

  • Selbsttätige mehrstellige Signalanlage für den Schnellbahnverkehr Die Erfindung bezieht sich auf eine selbsttätige mehrstellige Signalanlage für dem Schnellbahnverkehr, insbesondere für Geschwindigkeiten bis zu etwa 300 km/h. Will man einen Eisenbahnzug aus seiner Höchstgeschwindigkeit, beispielsweise 300 km/h Geschwindigkeit, betriebsmäßig mit einer für ,die Fahrgäste erträglichen und für die zu befördernden Güter gefahrlosen Bremsverzögerung von etwa o,614 m/s bis zum Stillstand des Zuges bringen; so gehört hierzu eine Wegstrecke von einigen Kilometern.
  • Wie aus Abb. z ersichtlich ist, ergibt sich hier für eine Wegstrecke von etwa 6ooo m, wobei die Zeit bis zur vollen Einwirkung der Betriebsbremsung auf die ganze Zuglänge mit q. Sekunden angenommen ist, eine Bremszeit von etwa 140 Sekunden. Infolgedessen muß der Fahrzeugführer bei Fahrten auf Strecken, die mit den bisher üblichen 3stelligen Signalen ausgerüstet sind und die Begriffe »Fahrt«, »Warnung« und »kIalt« anzeigen, nach Überfahren eines Warnsignals mit der Betriebsbremsung sofort beginnen, um vor dem nächsten Signal eine Geschwindigkeit zu haben, die es ihm ermöglicht, bei jeder Sicht das Fahrzeug so in seiner Gewalt zu haben, daß er dieses, falls es erforderlich sein sollte, innerhalb der kürzesten Wegstrecke zum Halten bringen kann, um vor dem »Halt« zeigenden Signal zu halten. Wenn jedoch der Führer an Stelle des erwarteten Haltsignals ein Fahrtsignal vorfindet, so muß er die Fahrt wieder beschleunigen. Da die Anfahrtbeschleunigung wesentlich kleiner ist als die Bremsverzögerung, so wird er ein Vielfaches der 140 Sekunden benötigen, um wieder volle Fahrt zu erlangen. Bei einer sehr dichten Zugfolge würde dies gleichbedeutend sein mit der Nichteinhaltung des Fahrplanes.
  • Zur Verbesserung solcher Signalanlagen hatte man bereits daran gedacht, ein .1stelliges Signalsystem in der Weise zu schaffen, daß für langsame und für schnelle Züge vor dein Hauptsignal je ein besonderes Vorsignal gegeben wurde, so daß die langsameren Züge dichter zusammenrücken können. Dieser Gedanke wurde jedoch nicht weiter verfolgt, da ihm bisher wirtschaftliche Bedenken entgegenstanden, weil man solche: Signalanlagen nur mit selbsttätigem Block betreiben müßte, dessen wirtschaftliche Ausgestaltung man in dem erforderlichen Umfang noch nicht zu beherrschen -glaubte.
  • Ferner wurde vorgeschlagen, für die Erzeugung verschiedener Signalbegriffe mehrere Blockfrequenzen zu verwenden; es wird hierbei jedem Blockrelais nur diejenige Frequenz zugeführt, auf die es ansprechen soll.
  • Die Erfindung gründet sich auf das LTberwinden der bisher bestehenden Vorurteile gegen eine wirtschaftliche Anwendung eines fein abgestuften SignaIsy stenis für hohe Zuggeschwindigkeiten; sie
    I 1 Grün - 2 Grün = Fahrt frei, für volle Geschwindigkeit.
    4 dunkel - 3 dunkel
    Il 1 Grün - 2 Gelb = Erste Warnung, mit der Betriebsbremsung ist
    4 dunkel - 3 dunkel zu beginnen, falls das Fahrzeug eine Geschwin-
    digkeit von mehr als etwa 23o km/h hat.
    111 1 Grün - 2 Gelb = Zweite Warnung, die Bremsung ist weiter zu
    4 dunkel - 3 Gelb erhalten, bis etwa i8o km/h. Gleichzeitig läuft
    im Geschwindigkeitsmesser eine fortlaufende
    Geschwindigkeitsüberwachungskurve bis etwa
    Zoo km/h ab.
    IV 1 Grün - 2 Gelb = Dritte Warnung, das nächste Signal ist in
    4 Gelb - 3 Gelb Ha.ltstellung zu erwarten. Die Bremsung ist
    fortzusetzen. Die bei etwa Zoo km/h gehaltene
    Geschwindigkeitsüberwachungskurve wird ver-
    an:laßt, weiter bis Null km/h abzulaufen.
    V a 1 Gelb - 2 Gelb = Halt! nur bei Blocksignalen. Wenn nach einer
    4 dunkel - 3 dunkel bestimmten Zeit, etwa nach 15 bis 30 Sekunden,
    das Signal nicht wechselt, so. ist unter erhöhter
    Vorsicht die Fahrt mit Sichtgeschwindigkeit
    fortzusetzen.
    Vb 1 Rot - 2 dunkel = Unbedingtes Haltsignal. Der Zug muß an
    .l dunkel - 3 dunkel diesen Signal so lange halten, bis die Weiter-
    fahrt erlaubt wird oder bis ein besonderer
    Auftragsbefehl erscheint. Dieses Signalbild er-
    scheint vor jedem Bahnhof und auf Strecke
    mit Abzweigung.
    Eine mehr als 3stellige Signalanlage, die in Abb. i dargestellt ist, hat den Vorteil, da.ß die Signale nur mit einer jeweils fest bestimmten Fahrgeschwindigkeit durchfahren werden dürfen, die dem Fahrer durch ortsfeste Signal: angekündigt werden. Die Stellung der einzelnen Signale sind untereinander, gegen die Fahrtrichtung gesehen, in Folgeabhängigkeit, und zwar derart, daß besteht darin, daß unter Verwendung zweier Zweip-hasenmotorrelais für verschiedene Blockfrequenzen in jedem Blockabschnitt jedes Signal für die Wiedergabe von fünf Signalbegriffen eingerichtet ist, mit denen eine der hohen F ahrgeschwin:digkeit bis zu 3oo km/h entsprechende, weit zurückreichende und fein abgestufte Darstellung des Streckenzustandes gegeben wird. Die als Blockströme verwendeten und die Blockrelais beeinflussenden zwei Frequenzen werden noch in ihrer Phase für die jeweiligen Si-gnaIbilder beispielsweise um i8o° gedreht. Um dem Fahrzeugführer auf dem Fahrzeug die Streckensignale anzuzeigen, werden die Streckensignale auf das Fahrzeug übertragen. Zur Trennung der beiden Frequenzen, sowohl auf der Strecke als auch auf dein Fahrzeug, werden Filter verwendet, die z. B. beka.nnterweise aus Drosselspulen und Kondensatoren oder aus Quarzschwingkreisen oder sonstigen Gebilden bestehen können.
  • Das mehrstellige Signalbild setzt sich aus vier Lampen zusammen, welche paarweise übereinander angeordnet sind. Für die einzelnen Signalbegriffe wird z. B. folgendes Signalschema verwendet.
  • Lampe leuchtet! der Fahrtrichtung entgegen immer Signale folgen, die eine immer kleiner werdende Gefahr ankünden. Wenn also der Führer das 1I. Signalbild, welches Grün - Gelb zeigt, mit Höchstgeschwindigkeit überfährt, so muß er so bremsen, daß das Fahrzeug das nächstfolgende Signal nicht mit einer Geschwindigkeit von über iSo km/h durchfährt. Das nächstfolgende Signal wird der Führer aller Voraussicht nach in Stellung III oder in Stellung II bzw. in Stellung I vorfinden. Falls er das Signal in Stellung I vorfindet, so ist die Gefahr beseitigt, und er kann die Fahrt wieder beschleunigen. Falls er jedoch das kommende Signal in Stellung II vorfindet, so kann er die Bremsung bestehen lassen oder gar wieder etwas lüften, d. h. lösen. Falls er dieses Signal jedoch in Stellung III vorfindet, so hat er die Bremsung fortzusetzen, um an das nächstfolgende Signal mit einer Fahrgeschwindigkeit von weniger als etwa 1,,o km/h zu gelangen. Gleichzeitig ist nach dein Überfahren. des III. Signalbildes die sogenannte fortlaufende Geschwindigkeitsprüfkurve, die im Geschwindigkeitsinesser des Fahrzeuges sich befindet, zum Ablauf vcranlaßt worden. Diese läuft in Abhängigkeit des zurückgelegten Weges ab und bleibt sodann in der Stellung, die einer erlaubten Fahrgeschwindigkeit von etwa 2to km/h entspricht, einstweilen stehen. Die jeweilige Stellung der ablaufenden Prüfkurve entspricht der- Sollgeschwindigkeit. Wenn an irgcnd-einer Stelle die tatsächliche Fahrg eschwindigkeit = Istgeschwindigkeit 'größer ist als die durch die Priifkurvesollgeschwindigkeit erlaubte-, so tritt sofort eine selbsttätige Zwangsbremsung ein, welche nur bei Stillstand wieder gelöst werden kann.
  • Das nächste Signal wird voraussichtlich die Stellung IV oder die Stellungen III, 1I, I ankünden. yt'ie der Führer bei den Signalstellungen III, II und I zu handeln hat, ist bereits beschrieben worden. Bei den Signalstellungen II und I wird die abla.ufunde Gesch-windigkeitsprüfkurve- in. ihre ursprüngliche Anfangsstellung selbsttätig zurückgeführt. Findet er jedoch die Stellung III vor, so braucht der Führer nicht weiter zu bremsen. Er darf dann mit der jeweiligen Fahrgeschwindigkeit bis zum nächsten Signal fahren. Die vorher stehengebliebene Prüfkurve verbleibt in der derzeitigen Stellung. Findet der Führer das nächste Signal in Stellung IV, so, hat er die Bremsung fortzusetzen, uni am nächsten Signal, welches voraussichtlich »I-Ialt«, Stellung V, ankünden wird, zu halten. Gleichzeitig wird die stehenge-blieb,ene Geschwindigkeitaprüfkurve zum weiteren Ablauf veranlaßt, so daß auf alle Fälle der Zug vor der Einfahrt in das besetzte Gleis zum Halten kommt. Ist das vorliegende Haltsignal ein Blocksignal mit zwei gelben Lichtern, so muß zwar der Führer vor diesem halten, kann jedoch nach Ablauf einer bestimmten Zeit, etwa nach 15 bis 30 Sekunden, seine Fahrt, jedoch unter erhöhter Achtsamkeit, mit Sichtgeschwindigkeit, falls er vorher den sogenannten Wachsamkeitsschalter betätigt hat, fortsetzen, um den vor ihm liegengebliebenen Zug in den nächsten Bahnhof zu schieben oder, falls es sich um eine Signalstörung handelt, diese dem nächsten Wärter zu melden. Die ablaufende- Prüfkurve wird nur durch die Signalbilder I und II in die Ruhegrundatellung zurückgeführt.
  • Die Entstehung der fünf Signalbilder sei an Hand der Abbildungen, welche eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgedankens dar- ; stellen, näher erläutert. Es ist an sich bekannt, daß man zur Steuerung des Blockstromes die beiden Gleisschienen ausnutzt und als Blockstrom einen Wechselstrom verwendet. Als Blockrelais dient ein Asynchronmotorrelais, welches, um ein Drehfelld erzeugen zu können, zwei Phasenwicklungen besitzt. Wenn, wie bekannt, die Steuerphase umgepolt wird, wird das Blockrelais in die andere Drehrichtung gesteuert, so daß ein solches Blockrelais sowohl in die rechte als auch in die linke Drehrichtung gesteuert werden kann. Die Mittelstellung des Blockrelais wird, nach Stromlosmachen einer Phase, mittels Federkraft oder Eigengewicht erzwungen. Somit ermöglicht ein Blockrelais drei verschiedene Stellungen. Durch die erfindungsgemäße Verwendung von zwei Frequenzen ist es möglich, mehr a1.s drei Signalbegriffe, nämlich zweimal drei Signalbegriffe zu verwenden.
  • Bei der Betrachtung der Abb.2 erkennt man, daß sich ein Zug im Streckenblockabschnitt f rechts befindet und durch das Signal F, welches Halt und somit den Begriff V anzeigt, gedeckt ist. Das zum Signal F gehörige Blockrelais ist durch die, Zugachsen kurzgeschlossen worden und somit abgefallen und befindet sich daher in .der Mittelstellung. Durch dieses in der Mittelstellung befindliche Blockrelais, Ra und Rb und des »Halt« zeigendeli Signals F, wird jetzt eine Frequenz mit einer ganz bestimmten Polung den dem Blockabschnitt e gehörenden Fahrschienen zugeleitet. Im Ausführungsbeispiel ist angenommen, daß die Frequenz f., den. Fahrschienen zugeleitet wird, und zwar mit einer Polung, die durch den nach rechts weisenden Pfeil versinnbildlicht ist. Im Anfang des Streckenabschnittes e, in der Nähe des Signals E, befindet sich das zum Blockabschnitt e gehörende Blockrelais. Dieses Relais wird erregt und stellt entsprechend der Polung des Blockstromes in der Blockstrecke e seinen Anker in die Rechtslage. Das Signal E, welches dadurch den Begriff IV ankündet, versorgt mit Blockstrom der Frequenz f., die jedoch jetzt im Gegensatz zu dem Blockabschnitt e umgepolt ist, den Blockabschnitt d. Dies hat zur Folge, daß das der Frequenz entsprechende Blockrelais, welches vom Abschnitt d erregt wird, jetzt in die Linksstellung gesteuert wird und dadurch am Signal D den Begriff III ankündet. Über das Signal D wird wiederum der Blockabschnitt c mit Blockstrom, jedoch jetzt mit der Frequenz f1, belegt. Das der Frequenz zugeordnete Blockrelais am Signal C nimmt die Linksstellung ein und kündigt dein Signalbegriff II an. Das Signal C führt dem Blockabschnitt b den Blockstrom der Frequenz f1 zu, jedoch mit um zSo° gedrehter Phase, so daß das Signal B den Begriff I anzeigt. Über das Signal B wird der Abschnitt tu mit Blockstrom der gleichen Frequenz f 1 und Polung versehen, so daß das Signal A auch den Signalbegriff I darstellt.
  • Die Wirkungsweise des erfindungsgemäßen Signalsystems und die Steuerung der Blockrelais durch die verschiedenen Frequenzen bzw. der Signalbilder sei durch Abb. 3 erläutert. Die Schaltung der Abb. 3 zeigt dieselbe als ausgeschaltete Anlage. Ist die Anlage eingeschaltet, so spricht das Überwachungsrelais Ü an und schaltet über die Kontakte ü. i und ii. 2 Netzspannung an die Signallampen L1 bis L4, welche zur Herstellung der jeweiligen Signalbilder eingeschaltet sein müssen. Abb. .1. zeigt lediglich die Anordnung eines Block- und Signalstrointransformators, über den die zwei verschiedenen Frequenzen dein Drosselstoßtransforma.tor T i zugeführt werden. Die einzelnen Anschl;ußbezeichnungen sind so gewählt, wie sie in Abb. 3 herangeführt werden.
  • . Bei der Betrachtung der Abb. 3 sei zunächst angenommen, daß sich ein Zug im rechtsfolgenden Blockabschnitt befindet. Dadurch sind die Schienen im rechten Blockabschnitt elektrisch kurzgeschlossen, und die Blockrelais Ra und Rb nehmen die Mittelstellung ein. Dadurch, daß die Relais die Mittelstellung eingenommen haben, sind auch die zugehörigen Hilfsrelais Ha und Hb nicht erregt. Gleichfalls ist keines der Blendenrelais BI i und B14 erregt, so, daß die Signallampen L1 und L2 das Signalbild V, also Signal F, darstellen.
  • Dem vorliegendem Blockabschnitt (bezogen auf die Abb. 2, also der Blockabschnitt e) wird über den Punkt h, den Abstimmkondensator k, den Blockrelaiskontakt-rb i, Kontakte bl3i, ha I, bl 1i, untere Sekundärwicklung S des Drosselstoßtransformators T i, Punkt flg des Anschaltungstransformators (Abb. 4) Strom zugeführt. Die Blockstromfrequenz f2 wird über die Primärwicklung P des Trafos T i den Schienen zugeführt. Der Signalüberwachungsstrorn, der zur Übertragung der Signalbegriffe auf das Fahrzeug notwendig ist, wird simultan über beide Fahrschienen auf folgendenn Wege geleitet: Frequenzgenerator f2, Kontakt hb 3, Kontakt ha.3, Mittelanzapfung der Primärwicklung P des Trafos T 2 des links dargestellten Drosselstoßtransformators T2, gleichmäßig über beide Schienen bis zur Drosselspule Dr, über den abgefallenen Kontakt bl i2 zum Generator f2. Der Signalüberwachungsstrom wird also mit derselben Frequenz gegeben wie der Blockstrom.
  • Der in diesem Blockabschnitt fließende Blockstrom beeinflußt das vorgeordnete Signal (E, Abb.2), und zwar wird dadurch das vor dein Drosselstoßtransformator befindliche, auf die Frequenz f2 reagierende Relais Rb beeinflußt in der Art, daß es seine Kontakte nach rechts legt. Dadurch wird in dem Stromkreis: _ +, Kontakt ra_3, rb 3, das Hilfsrelais Hb erregt, wodurch die Blendenrelais BI i, B13 und -BI 4 beeinflußt werden, und zwar auf folgendem Stromkreis: -1-, Kontakt lab 2, Blendenrelais BI i, -, gleichzeitig über den Kontakt lab q., das Blendenrelais B13 nach Minus und das andere Mal über den Kontakt rb 2, der jetzt in der rechten Lage liegt, zum Blendenrelais Blq.. Durch das Ansprechen des Blendenrelais B13 werden über den Kontakt b132 die Signallampen L', und L4 an Spannung gelegt.
  • Über den Kondensator k, die Kontakte bl4i, bl3i, ha i, blii, hbi, obere Sekundärwicklung des Drosselstoßtransformators T i zum Punkt flg wird dem Schienenpaar die Frequenz f2 zugeführt, aber jetzt mit entgegengesetzter Phase. Der Signalüberwachungsstrom wird analog, wie oben beschrieben, dem Schienenpaar zugeführt, nur tritt an Stelle der bisherigen Drosselspule Dr jetzt die Primärwicklung von T i, da -der Kontakt bl 12 angezogen ist.
  • Der Blockstrom, der jetzt mit der Frequenz f2 (Abschnitt d der Abb. 2) fließt, beeinflußt die Blockrelais in diesem Abschnitt, also Signal D, derart, daß das Signalbild III am Signal D erscheint, und zwar wird das Blockrelais, welches der Frequenz f2 zugeordnet ist, sich in die linke Stellung umlegen. Dadurch werden über den Stromkreis: +, Kontakt ra3, Kontakt rb 3 das Hilfsrelais Hb erregt und hierdurch die Blendenrelais BL i und Bl3 beeinflußt, so daß sich das Signalbild III einstellt, und zwar werden die Blendenrelais BL i und B13 an Spannung gelegt über +, Kontakt hb 2, Blendenrelais BZ i, - und über Kontakt hb 4. das BlendenreIais B13, -.
  • Über .den Kondensator C und den Kontakt Ba. i, Kontakte bld.i, bl3 i,' laa i, bl i i, hb i, obere Sekundärwicklung des Drosselstoßtran@sformators T i wird dem Schienenpaar jetzt die Frequenz f 1 mit einer bestimmten Phasenrichtung zugeführt. Der Signalüberwachungsstrom muß jetzt auch die Frequenz f1 besitzen und wird über den Generator f1, den Kontakt b14, Kontakt hb 3, Kontakt ha 3 der Primärwicklung des links befindlichen Drosselstoßtransformators T2 zugeführt, so daß der Überwachungsstrom gleichmäßig über das Schienenpaar zum Transformator T i geleitet wird und über den Kontakt bl 12 zum Generator f1 zurückkommt. Es wird also dem linken Blockabschnitt die Frequenz f1 aufgedrückt (d. h. dem Blockabschnitt c in Abb. 2).
  • Dadurch wird das vorgeordnet.- Blocksignal C das Signalbild II einnehmen, und zwar dadurch, daß über die Sekundärwicklung des Drosselstoßtransformato.rs T4. das Relais Ra, welches der Frequenz f1 zugeordnet ist, eine Stellung einnimmt, wie beispielsweise die linke. Dadurch wird über den Stromkreis: +, Kontakt ra3, Hilfsrelais Ha erregt. Durch die Erregung des Hilfsrelais Ha. wird der Stromkreis: +, Kontakt hat, Blendenrelais BL i, -, erregt.
  • Über den Kondensator C, den Kontakt ha i, den Kontakt bl i i, Kontakt hb i, untere Sekundärwicklung des Drosselstoßtransformators T i wird dem Schienenpaar über die Primärwicklung T i die Frequenz f1 jedoch mit .einer umgekehrten Phasenlage, also in rechtsfolgender Richtung zugeführt. Der Signalüberwachungsstrom wird, wie oben beschrieben, dem Schienenpaar zugeführt, und zwar besitzt gleichfalls der Überwachungsstrom die Frequenz f1.
  • Dadurch, d;aß die Frequenz f1 in dem linksfolgenden Blockabschnitt (Blockabschnitt b der Abb. 2) fließt, wird das vorgeordnete Signal B das Signalbild I einnehmen: Die Frequenz f1 wird dem entsprechenden Blockrelais Ra, über den Drosselstoßtransformator T4. zugeführt. Das für die Frequenz f1 vorgesehene Relais Ra wird, die rechte Stellung einnehmen. Dadurch wird ein Stromkreis geschlossen für das Hilfsrelais Ha über -h, Kontakt ra3, Relais Ha, -. Durch das Ansprechen des Hilfsrelais Ha erfolgt die Steuerung der Blendenrelais, und zwar in dem Stromkreis: -I-, Kontakt hat, Blendenrelais BZ i, -, und parallel hierzu über den Kontakt rat das Blendenrelais B12, -. Es kommen somit die Lampen L, und L2 zum grünen Aufleuchten. Über den in Abb. 3 nicht dargestellten Transformator wird die Frequenz f1 an den Punkt e angelegt und über dien Abstimmkondensator C, den Kontakt ha i, Kontakt b1 i i, Kontakt hb i, untere Sekundärwicklung des Drosselstoßtransformators T i zum Anschlußpunkt f/g des Transformators (Abb. q.) :die Frequenz f1 dem vorliegenden Blockabschnitt zugeführt.
  • Bei den hohen Fahrgeschwindigkeiten von etwa 3oo km/h ist es erwünscht, die Streckensignale auf das Fahrzeug zu übertragen. Man benutzt hierzu, wie bekannt, einen Signalüberwachungsstro:m der gleichen Frequenz wie der des Blockstromes, der für den Zweck der Übertragung auf das Fahrzeug simultan über die beiden Fahrschienen geleitet wird. Der Signalüberwachungsstrom, der die Hilfsphasen der auf dem Fahrzeug untergebrachten Signalrelais Ra und Rb (Abb. 5) erregt, hat innerhalb der Schiene gegen die andere keine Spannung. Er stört aus diesem Grunde dien Blockstrom nicht und wird auch selbst :durch den Zug nicht gestört. Der Blockstrom und der Signalüberwachungsstrom wirken nun auf den Zug in folgender Weise ein: Man versieht die Zugspitze mit so:genanuten Empfängerspulen, die in ähnlicher Weise wie bei einem Kabelsuchgerät als Rahmen - oder wie bei dem induktiven Punktsystem als Magnetspulen, mit oder ohne Eisenkern, ausgebildet sind. Je zwei Spulen (A.bb. 5) sind so geschaltet, daß die ersten nur auf den Blockstrom, die zweiten nur auf den Überwachungsstrom ansprechen (Abb. 2). Die ankommenden verstärkten Impulse (Abb. 5) wirken über Filter auf die Relais Ra und Rb ein, über deren Kontakte alle für die Fahrgeschwindigkeit und Bremsung des Zuges erforderlichen Stromkreise geführt -sind. Auf dem Fahrzeug sind sogenannte, Wiede:rholer-Führerstandssignale vorgesehen (Abb.6), die den Zustand der jeweiligen Blockstrecke, also die Anzeige des ortsfesten Blocksignals wiederholen. Die Wiederholer-Signallampen leuchten im allgemeinen nicht. Der Führer soll die ortsfesten Signale beobachten. Nur in besonderen Fällen, wenn .demFührer die Signalbilder nicht eindeutig erscheinen, kann er die Führerstandssignalenach dem Stand der ortsfesten Signale durch Drücken eines Knopfes befragen. Hierbei wird das Drücken des Knopfes registriert, und gleichzeitig wird ein Zeitschalter eingeschaltet, der nach Ablauf einiger Sekunden (etwa io Sekunden) selbsttätig die Zwangsbremsung des Zuges auslöst. Während der Zeit, in welcher die Führerstandssignale vom Führer durch Drücken eines Knopfes befragt werden, leuchten die Lampen in der gleichen Anordnung wie die ortsfesten Signale. In Abb. 6 isst auch der Kuppelmagnet K i, der die fortlaufende Geschwi:ndigkeitsprüfkurve in Gang setzt, angedeutet, und zwar erfolgt dies nach dem Ansprechen des auf der Lok befindlichen Blockrelais Rb (Abb. 5) in der Linksstellung, wobei auch das Blockhilfsrelais Hb zum Ansprechen kommt. (Folgender Stromkreis kommt zustande: -h, h.b i, lab 2, K i.) Gleichzeitig spricht das Relais Rx an, und die ;grünen Lampen L l brennen. Über rca 2 sind die gelben Lampen L2 und über lzb 2 die gelben Lampen L3 eingeschaltet. Für den Weiterlauf der Prüfkurve ist der Kuppelmagnet K2 vorgesehen. Dieser kann jedoch nur ansprechen, wenn. das Blockrelais Rb die Rechtsstellung einnimmt. Das Freikuppeln kann nur bei der Frequenz f 1 erfolgen, da dann das Hilfsrelais Hb abgefallen und somit stromlos ist. Sobald das Fahrzeugrelais Ra. in Links- oder Rechtsstellung anspricht, wird das Hilfsrelais Ha erregt und zieht seinen Anker an und betätigt seine Kontakte ha. Dadurch werden die Führerstandssignale zum Aufleuchten gebracht, falls der Führer die Anlage befragen will.
  • Die Signallampen sind Doppelfadenlampen, wobei der zweite Ersatzfaden über einen vorgeschalteten Widerstand W geführt ist. Der Führer kann somit, falls der Hauptfaden durchgebrannt sein sollte, das eigentliche Streckensi:gnalbildimmer noch ,erkennen und meldet diese Störung dem nächsten erreichbaren Wärterposten.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Selbsttätige miehrs,tellige Signalanlage für den Schnellbahnverkehr, insbesondere für Geschwindigkeiten bis zu 3ookm/h, wobei in jedem Blockabschnitt zwei Zweiphasenmotorrelais, die von zwei verschiedenen Frequenzen gesteuert werden, verwendet sind, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Signal für die Wiedergabe von fünf Signalbegriffen eingerichtet ist, mit denen eine der hohen Fahrgeschwindigkeit entsprechende, weit zurückreichende und fein abgestufte Darstellung des Streckenzustandes ge@-geb:en wird.
  2. 2. Selbsttätige mehrs.telligeSignalanlage nach Anspruch i, dadurch ,gekennzeichnet, daß die für die- Blockströme verwendeten und die Blockrelais beeinflussenden zwei Frequenzen außerdem in ihrer Phase um i8o° drehbar sind.
  3. 3. Selbsttätige mehrs.telligeSignalanlage nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Streckensignalbilder auf das Fahrzeug übertragen werden, wobei die: Blockströme auf dem Fahrzeug aus verschiedenen Frequenzen bestehen.
  4. 4.. Selbs:ttätige miehrstell:ige Signalanlage: nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß für die Übertragung auf das Fahrzeug der Überwachungsstrom ebenfalls aus mehreren Frequenzen (f,/f2) besteht.
  5. 5. Selbsttätige mehrstellige: Signalanlage nach Anspruch i bis .l, dadurch gekennzeichnet, daß die Führerstands-Wiederholerlanipen nur während der Befragung, also während der Führer eine Druckknopftaste od. dgl. betätigt, leuchten.
  6. 6. Selbsttätige mehrs.telligeSignalan.lage nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl auf der Strecke als auch auf dem Fahrzeug für die Trennung der beiden Frequenzen Filter, bestehend aus Gebilden, wie Drosselspulen und Kondensatoren oder Quarzschwingkreise, benutzt werden.
DEL4279D 1943-07-03 1943-07-03 Selbsttaetige mehrstellige Signalanlage fuer den Schnellbahnverkehr Expired DE963065C (de)

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DE1209591B (de) * 1957-06-18 1966-01-27 Stin Anordnung zur Ausloesung von Vorgaengen auf Schienenfahrzeugen durch magnetische Beeinflussung von der Strecke aus

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