DE963291C - Vorrichtung zum Biegen von Rohren - Google Patents
Vorrichtung zum Biegen von RohrenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21D—WORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21D7/00—Bending rods, profiles, or tubes
- B21D7/02—Bending rods, profiles, or tubes over a stationary forming member; by use of a swinging forming member or abutment
- B21D7/024—Bending rods, profiles, or tubes over a stationary forming member; by use of a swinging forming member or abutment by a swinging forming member
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Bending Of Plates, Rods, And Pipes (AREA)
Description
AUSGEGEBEN AM 2. MAI 1957
H 21795 Ib/49h
Andre Huet, Paris
Zum Biegen gerader Rohre läßt man bekanntlich ein solches Rohr über eine Biegerolle laufen, die
eine Nut von im großen und ganzen annähernd halbkreisförmigem Querschnitt besitzt und durch
deren Drehung das Rohr um die Rolle herumgebogen wird.
Um dabei das Mitnehmen des Rohres zu bewerkstelligen, ist ein Mitnehmerarm vorgesehen, der die
Außenseite des Rohres umgreift und der seinerseits durch die Drehung der Rolle mitgenommen, wird.
Will man Rohre mit verhältnismäßig geringer Wandstärke biegen, d. h. zum Beispiel mit einer
Wandstärke, die weniger als 10% des Außendurchmessers beträgt, so bereitet der Biegevorgang
Schwierigkeiten, und es können ■— vor allem, wenn der Krümmungsradius ziemlich klein ist — Falten
am inneren Krümmungsbogen des erzielten Krümmers und/oder ein Abflachen des Rohrquerschnittes
durch Zusammendrücken entstehen, d.h. durch Annähern des äußeren Krümmungsbogens an den
inneren Krümmungsbogen.
Um diesen Mängeln abzuhelfen, wurde schon vorgeschlagen, den Bereich des inneren Krümmungsbogens
zu erhitzen. Ferner wurde der Vorschlag gemacht, den kreisförmigen Rohrquerschnitt
in einen ovalen 'Querschnitt zu verformen, der ein geringeres Trägheitsmoment besitzt. Diese Vorschläge
allein reichen aber zur Abhilfe von den
genannten Mangeln, insbesondere bei Rohren verhältnismäßig
geringer Wandstärke; nicht aus.
Ebensowenig führt der bekannte Vorschlag zum Ziel, das auf der Biegerolle zu biegende Rohr
mittels eines Stopfens zu erfassen, der in das Rohrende eingeführt wird und am inneren Umfang
des Rohres angreift. Die Verwendung eines solchen Stopfens führt nämlich nicht zu günstigen Ergebnissen,
wenn man den Rohrbereich erhitzt, der dien ίο inneren Krümmungsbog'en des Krümmers abgeben
soll, weil die auf diesen Bereich ausgeübte Zugkraft
eine Verlängerung des Rohres in dem erhitzten Bereich herbeiführt.
Auch die Erfindung geht von einer Vorrichtung zum Biegen eines geraden, über eine drehbare
Biegerolle gezogenen Rohres aus, bei der eine gezahnte Kupplungsbacke den Anfang des zu biegenden
Rohres im Innern erfaßt und es bei Drehung der Biegerolle mitzieht. Abweichend von der letztgenannten
bekannten Einrichtung greift aber die Kupplungsbacke gemäß der Erfindung an dem in
an sich bekannter Weise im Bereich des zu bildenden inneren Krümmungsbogens erhitzten Rohr im
Innern ausschließlich in derjenigen Zone an, die den inneren Krümmungsbogen abgibt, und ist in
dem am stärksten erhitzten Bereich der innersteu Erzeugenden des Rohrbogens ausgekehlt. Das Erfassen
des Rohres geht also gemäß der Erfindung in einem vom äußeren Krümmungsbogen ent-30fernten
Bereich und in der Weise vor sich, daß keine Zugkraft auf die äußeren Fasern des Rohres
ausgeübt wird und die Wandstärke des Rohres in diesem äußeren Bereich nicht verringert wird.
Ferner wirkt sich die Zugkraft nicht mehr auf den: erhitzten inneren.. Bereich a,us, der den,
inneren Krümmungsbogen abgibt; denn die Kupplungsbacke greift nur in der Nachbarschaft
der am stärksten erhitzten innersten Erzeugenden an.
Die Vorrichtung gemäß der Erfindung kann bei einem vorläufigen Verformen des kreisförmigen
Rohrquerschnitts angewendet werden, und zwar derart, daß dieser oval gestaltet und sein Trägheitsmoment
geändert wird, wonach das Rohr derart gebogen wird, daß die große Achse des Ovals
in der diametralen Symmetrieebene liegt, die rechtwinklig zur Achse der Biegerolle verläuft.
Nachstehend wird die Erfindung an Hand der Zeichnungen beispielsweise veranschaulicht, und
zwar zeigt
. Fig. ι schematisch in Draufsicht eine bekannte
Vorrichtung zum Biegen eines geraden Rohres um eine drehbare Biegerolle,
Fig. 2 als Einzelansicht zu Fig. r einen Schnitt
der Mitnehmervorrichtung, vom Rohrende aus gesehen und durch den Mitnehmerarm hindurch,
Fig. 3 schematisch, teilweise im Schnitt, die Mitnehmervorrichtung
gemäß der Erfindung,
Fig. 4 in größerem Maßstab eine Einzelheit der Fig. 3 in Ansicht zur Darstellung der Mitnehmervorrichtung
für das Rohr und
Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie V-V der Fig. 4.
Nach dem in Fig. 1 und 2 dargestellten bekannten Verfahren wird das durch Ziehen über eine
Biegerolle b zu biegende Rohr α am Ende von einem Mitnehmerarm erfaßt, der im Falle der
Fig. ι und 2 aus zwei symmetrischen. Teilen c und d besteht, die den Rohrquerschnitt umgreifen
und im Bereich der Erzeugenden A-B des Rohres angreifen, der zum äußeren Krümmungsbogen des
endgültigen Krümmers wird.
Es ist ersichtlich, daß unter diesen Bedingungen die an der Erzeugenden A-B und an den benachbarten Erzeugenden ausgeübte Zugkraft beim
Rollen des Rohres über die Biegerolle in Richtung des Pfeiles F Kraftkomponenten erzeugt, die zur
Achse X der Biegerolle hin gerichtet sind und1 die
ein Zusammendrücken des Rohrquerschnitts bewirken, wobei der Bereich der äußeren Erzeugenden
A-B dem inneren Krümmungsbogen genähert wird.
Gemäß der Erfindung wird deshalb das Angreifen der Mitnehmervorrichtung am Rohr in
einen von der äußeren Erzeugenden A-B abliegen den Bereich, und zwar in die Nähe der inneren Erzeugenden
C-D verlegt (Fig. 3), die der Achse Z der Biegerolle am nächsten liegt.
Auf diese Weise vollzieht sich das Angreifen der Mitnehmervorrichtung und die Mitnahme des
Rohres in der Nähe der Drehachse X und wird das Entstehen von Kraftkomponenten vermieden, die
ein Zusammenstauchen durch Annäherung des äußeren Krümmungsbogens an den inneren hervorrufen.
Eine Ausführungsform des Mitnehmers gemäß der Erfindung ist in Fig. 3 bis 5 dargestellt. Hier
ist ein Mitnehmerarm vorgesehen, der aus zwei Teilen / und g bestehen kann, die an der Biege-
und Formrolle h gelagert sind und das Rohr gemäß Fig. 5 umgreifen.
Der Teil dieser Mitnehmerarme, die an dem Bereich außen angreifen, der zum inneren Krümmungsbogen
gestaltet wird, besitzt Auf rauhungen i, die diesen inneren Krümmungsbogen erfassen
sollen. Eine mit dem einen der Mitnehmer g fest verbundene Konsole; trägt einen bei k1 an der
Konsole / angelenkten Greifer k, dessen Ende I in
das Innere des Rohres α gemäß Fig. 3, 4 und 5 eindringt und sich an dieses beiderseits der Er
zeugenden C-D in einem Bereich anlegt, der zum inneren Krümmungsbogen. gestaltet wird. Der
Kopf / besitzt Vorspränge P-, P, die an der Innenwand
des Rohres α angreifen.
Das Einspannen des Rohres α zwischen den Greifern / einerseits und f und g andererseits erolgt
durch eine in Richtung des Pfeiles G mittels eines Antriebes m ausgeübte Druckkraft. Der Antrieb' m
ist auf einem Zapfen m1 auf der Konsole / gelagert,
und die Kolbenstange dieses Antriebes wirkt mittels Lenkern n1 und n2 auf das Ende des Greifers k
und auf einen festen Punkt ο ein, der an der Konsole
; vorgesehen is.t.
Aus Fig. 5 ist ersichtlich, daß der in der Nähe der inneren Erzeugenden C-D gelegene Rohrbereich
frei gelassen wird1, so daß die auf das Rohr aus-
geübte Zugkraft nicht unmittelbar in dem Bereich der inneren Erzeugenden angreift, der wahrend
des Biegevorganges am stärksten erhitzt wird.
Die Arbeitsweise der Vorrichtung ist leicht zu verstehen. Das zu biegende Rohr a, z. B. ein Rohr
geringer Wandstärke, dessen zylindrischer Querschnitt vorzugsweise gemäß Fig. 5 derart ovalisiert
worden ist, daß das Trägheitsmoment des Krümmers verringert ist, wird in die Vorrichtung in der
ίο Weise eingeführt, daß die große Achse des Ovals
mit der Symmetrieebene Z-Z der Biegerolle h übereinstimmt, die senkrecht zu deren Achse gemäß
Fig. S verläuft. Das Rohr a, das durch vor den
Biegerollen gelegene Führungen ρ hindurchgeht, schiebt sich zwischen die Formrolle h und die Abstützrolle
q ein. Das Ende des Rohres α wird dann von dem Greifer k und dem unteren Teil der Brille
erfaßt, die von den Mitnehmerteilen / und g gebildet wird, welche das Rohr umgreifen. Zuvor
wird ein Puffer r in das Innere des Rohres, α derart
eingebracht, daß er dessen Querschnittsform an dieser Stelle aufrechterhält. Nachdem der innere
Rohrbereich durch Bewegen des Antriebes m in Richtung des Pfeiles G eingespannt worden ist,
wird die Biegerolle h in Richtung des Pfeiles F bewegt.
Während dieser Bewegung wird das Rohr stetig und mäßig im Bereich M am Ende der Führungen
p erhitzt, also vor seinem Einführen in die Biegerolle h. Dieses Erhitzen erfolgt in dem Bereich
des Rohres, der zum inneren Krümmungsbogen gestaltet wird.
Ein Drehen der Biegerolle h um i8o° erwirkt das
Biegen des Rohres um i8o°.
Wie ersichtlich, kann man das Rohr auch über einen anderen, kleineren oder größeren Winkel nach
Belieben biegen. Die Vorrichtung kann in gleicher Weise auf Rohre beliebigen Querschnitts, wie
kreisförmigen, elliptischen oder ovalen Querschnitts, angewendet werden. Die Erhitzung des
Rohres bei M kann entbehrlich sein,
Claims (1)
- Patentanspruch:Vorrichtung zum Biegen eines geraden Rohres, das über eine drehbare Biegerolle ge^- zogen wird, wobei eine gezahnte Kupplungsbacke den Anfang des zu biegenden Rohres im Innern erfaßt und es bei Drehung der Biegerolle mitzieht, dadurch.gekennzeichnet, daß die Kupplungsbacke (k) an dem in an sich bekannter Weise im Bereich des zu bildenden inneren Krümmungsbogens erhitzten Rohr im Innern ausschließlich in derjenigen Zone angreift, die den inneren Krümmungsbogen abgibt, und in dem am stärksten erhitzten Bereich dier innersten Erzeugenden (CD) des Rohrbogcns ausgekehlt ist.In Betracht gezogene Druckschriften:Französische Patentschrift Nr. 1 032407;
USA.-Patentschriften Nr. 1 401 394, 1 217 101.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 1609 707/213 11.56 (609 873 4. 57)
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR963291X | 1953-10-20 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE963291C true DE963291C (de) | 1957-05-02 |
Family
ID=9499508
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH21795A Expired DE963291C (de) | 1953-10-20 | 1954-10-15 | Vorrichtung zum Biegen von Rohren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE963291C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1140796B (de) * | 1958-04-25 | 1962-12-06 | Robinetterie S A J Soc D | Biegevorrichtung fuer rohrfoermige Werkstuecke |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US1217101A (en) * | 1911-08-12 | 1917-02-20 | Hartford Lock Ring Company | Process of bending tubing. |
| US1401394A (en) * | 1920-08-17 | 1921-12-27 | Plains Iron Works Company | Pipe-bending machine |
| FR1032407A (fr) * | 1951-02-13 | 1953-07-01 | Procédé de cintrage de tubes et cintre à section ovoïde |
-
1954
- 1954-10-15 DE DEH21795A patent/DE963291C/de not_active Expired
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US1217101A (en) * | 1911-08-12 | 1917-02-20 | Hartford Lock Ring Company | Process of bending tubing. |
| US1401394A (en) * | 1920-08-17 | 1921-12-27 | Plains Iron Works Company | Pipe-bending machine |
| FR1032407A (fr) * | 1951-02-13 | 1953-07-01 | Procédé de cintrage de tubes et cintre à section ovoïde |
Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE1140796B (de) * | 1958-04-25 | 1962-12-06 | Robinetterie S A J Soc D | Biegevorrichtung fuer rohrfoermige Werkstuecke |
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